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Wirtschaft

Inzidenz steigt seit über zwei Wochen – 1890 Neuinfektionen

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Wie hoch sind die Corona-Zahlen in Deutschland heute?

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen lag sie bei 12,2 – am Vortag betrug der Wert 11,4 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 1890 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.11 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1642 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 42 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 32 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.750.503 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.642.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.458.

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Was ist das RKI?

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist eine selbstständige Bundesoberbehörde. Es ist eine Einrichtung der öffentlichen Gesundheitspflege und verfolgt die Gesundheit der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Ein weiterer zentraler Bereich des RKI ist die Forschung, das Institut gilt als zentrale Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland.

Präsident des Robert Koch-Instituts ist seit 1. März 2015 Lothar H. Wieler, der seit Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland verstärkt im Fokus der Berichterstattung steht.

Wie kommt das RKI an die aktuellen Corona-Zahlen?

Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Covid-19-Lage. Es bewertet auf Grundlage aktueller Erhebungen alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein. Dabei gibt das RKI regelmäßig die aktuellen Corona-Fallzahlen in Deutschland bekannt. 

Die Gesundheitsämter erhalten aus der gesamten Bundesrepublik Zahlen zu den Neuinfektionen, Genesungen oder Todesfällen und übermitteln diese an das RKI. Dabei müssen sich die Ämter an strenge Regeln halten.

Covid-19-Fälle, die die Falldefinition des RKI erfüllen, müssen vom zuständigen Gesundheitsamt spätestens am nächsten Arbeitstag elektronisch an die zuständige Landesbehörde übermittelt werden.

Von dort müssen die Informationen spätestens am nächsten Arbeitstag an das RKI übermittelt werden. Diese Daten dürfen weder Namen noch Wohnort oder Kontaktdaten der Betroffenen enthalten.

Mehr: Die aktuellen Entwicklungen finden Sie in unserem Newsblog



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Gewerkschaft ruft zu Warnstreiks bei Aryzta auf

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Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat für Montag zu einem Warnstreik am Nordhausener Werk des Tiefkühlbackwaren-Herstellers Aryzta aufgerufen. Man fordere, die unterste Lohngruppe auf mindestens 13 Euro Stundenlohn anzuheben und die anderen Lohngruppen entsprechend nach oben anzupassen, wie die NGG am Montag mitteilte. Demnach würden Beschäftigte an westdeutschen Standorten besser bezahlt.

„Niedriglohn Ost muss endlich ein Auslaufmodell sein. 13 Euro Stundenlohn sind mindestens nötig, um aus dem Niedriglohn rauszukommen und später in der Rente nicht auf Sozialleistungen angewiesen zu sein“, sagte NGG-Gewerkschaftssekretär Alexandru Zidaru.

Aryzta hat in Nordhausen nach Angaben der Gewerkschaft etwa 160 Beschäftigte. Auch in Eisleben (Sachsen-Anhalt) gibt es einen Standort.

Ein Sprecher von Aryzta nannte die Forderung der Gewerkschaft überzogen. Man wolle hin zu einem Stundenlohn von 13 Euro, allerdings brauche man dafür mehr Zeit. Die Forderung der NGG sei wirtschaftlich nicht vertretbar. Man habe bereits ein Angebot unterbreitet, das über den Tariferhöhungen der vergangenen Jahre liege und die unteren Lohngruppen besonders berücksichtige.



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Wieder Millionen für Kurzarbeitergeld in Thüringen geflossen

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Das Kurzarbeitergeld bleibt in Thüringen ein wichtiges Instrument, um coronabedingte Entlassungen in großer Zahl zu verhindern. Im ersten Halbjahr 2021 seien allein im Freistaat etwa 269 Millionen Euro Kurzarbeitergeld an Unternehmen gezahlt worden, sagte ein Sprecher der Landesarbeitsagentur der Deutschen Presse-Agentur. Zwischen März und Dezember des vergangenen Jahres waren es seinen Angaben zufolge etwa 405 Millionen Euro. Der Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, Markus Behrens, hatte zuletzt bereits gesagt: „Dieses Instrument trägt uns durch die Krise.“

Obwohl beim Kurzarbeitergeld die Zahlungen erst im Nachhinein umfassend auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden, haben die ersten Abschlussprüfungen der Landesarbeitsagentur keinen Hinweis auf einen massenhaften Missbrauch der Hilfe ergeben. Nur in Einzelfällen habe es Rückforderungen „im kleineren Bereich“ gegenüber Unternehmen gegeben, sagte der Sprecher.



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Leibniz-Zentrum: Mosaik-Felder für Landwirtschaft

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Forscher des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) haben auf einem Acker in Ostbrandenburg das erste Jahr eines zehnjährigen Forschungsprojektes beendet. Konkrete Ergebnisse liegen noch nicht vor, aber 190 Bodensensoren messen nun Bodenfeuchte und -temperatur, elektronische Insektenfallen beobachten die Vorkommen, die in einer App ausgewertet werden, wie das ZALF mitteilte. Perspektivisch sollen digitale Lösungen zur Bewirtschaftung entwickelt und erprobt werden.

Statt auf großen Flächen nur Weizen oder Lupinen anzubauen, suchen die Brandenburger Forscher in dem Freilandlabor auf abgezirkelten Quadraten im Agrarbetrieb Komturei Lietzen (Landkreis Märkisch-Oderland) unter Realbedingungen nach einem neuen Ansatz für die Agrarwirtschaft der Zukunft. Je nach Bodenbeschaffenheit würden in jedem der Quadrate unterschiedliche Fruchtarten angebaut, sagte die wissenschaftliche Koordinatorin des Versuchs, Kathrin Grahmann. Lupine, Mais, Phacelia (Bienenfreund), Sonnenblume, Sommerhafer und Soja wurden gesät und Blühstreifen angelegt.

Daneben läuft die herkömmliche großflächige Bewirtschaftung. Mit dem Freilandlabor könnten in der Komturei Lietzen Forschungsergebnisse direkt in die Praxis umgesetzt werden, sagte Geschäftsführer Felix Gerlach. Beteiligt sind unter anderen das Julius-Kühn-Institut und das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft vom Bundesforschungsministerium geförderte Projekt PhenoRob. Dort geht es um neuartige Technologien für automatisierte Unkrautkontrollen sowie das selektive Düngen.

Durch den kleinteiligen, an den Standort angepassten Anbau erhoffen sich die Forscher auch mehr Widerstandsfähigkeit gegen Wetterextreme, sagte Grahmann. Durch die Fruchtfolge sollten der Humus- und Stickstoffaufbau im Boden und die Bodengesundheit gefördert werden. Statt großer Maschinen unterstützen dann selbstständig fahrende Roboter die Feldarbeit.



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