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Immer Ärger mit Schiedsrichter Martin Petersen

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FC Augsburg – Augsburgs Gehirn – Sport

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Kaum ein Bundesliga­fußballer spielt länger bei seinem Verein als Daniel Baier beim FCA. Mit 35 ist der Kapitän immer noch schwer zu ersetzen – und er will weitermachen, obwohl sein Vertrag im Sommer ausläuft. Auch der Klub kann sich eine Verlängerung vorstellen.

Stefan Reuter hat in seiner 20 Jahre langen Karriere als Fußballer einige Mannschaftskapitäne erlebt. 1990 gewann er mit Lothar Matthäus die Weltmeisterschaft, 1996 mit Jürgen Klinsmann die Europameisterschaft, 2007 mit Matthias Sammer die Champions League. Reuter war auch selbst mal Kapitän bei Borussia Dortmund. Man muss dem Manager des FC Augsburg, 53, also durchaus Kompetenz in der Sache zuschreiben, in der er sich nach dem jüngsten Augsburger Sieg in der Bundesliga äußerte, nach dem 2:1 gegen Mainz 05 am Samstag. Reuter schlug Daniel Baier im Kabinengang vor den Augen der Reporter auf die Schultern und sagte: „Was für ein geiler Kapitän.“

Baier, 35, ist zwar noch nicht 20 Jahre Profifußballer, aber immerhin so lange, dass er noch gegen Reuter spielte: 2004, in seinem siebten Bundesliga-Einsatz, einem 0:2 mit dem TSV 1860 München gegen Dortmund. 2008 kam er nach Augsburg, ausgeliehen vom VfL Wolfsburg. Zieht man auch noch das halbe Jahr ab, für das er nach Wolfsburg zurückging, bis er zum FCA wechselte, ist er einer der treuesten Bundesligaspieler. Seit 2017 ist er Kapitän. Und es war wohl ein Grund für Reuters gute Laune, dass Baier jetzt beschlossen hat, dies noch etwas länger zu bleiben.

Seit Baier am neunten Spieltag wieder eingestiegen ist, hat Augsburg nur einmal verloren

Bereits in der vergangenen Woche, bei einem von der Augsburger Allgemeine veranstalteten Fan-Stammtisch, hatte Baier angekündigt, das Ende seiner Karriere zu verschieben, sein Vertrag läuft im nächsten Sommer aus. „Mir macht es Spaß“, sagte er am Samstag, „und wenn ich der Mannschaft helfen kann, bin ich gerne an Bord.“ Dass er dem FC Augsburg auf seiner Position im zentralen, defensiven Mittelfeld hilft, hatte er da gerade wieder gezeigt.

In der aktuellen Augsburger Saison gilt das 1:5 in Mönchengladbach am siebten Spieltag als Tiefpunkt nach einem schwachen Saisonstart, einen Wendepunkt nannte es am Samstag der Stürmer Florian Niederlechner. Baier fehlte in Gladbach wegen Wadenproblemen, insgesamt fehlte er im September und im Oktober in fünf Partien in Serie. Seit dem neunten Spieltag ist er wieder dabei, seitdem hat Augsburg nur einmal verloren, eher unglücklich gegen Schalke 04, und von vier Spielen gegen direkte Konkurrenz im Kampf gegen den Abstieg drei gewonnen. Nun ist der FCA Zwölfter. „Wir haben in den letzten Wochen gezeigt, was wir können“, sagt Baier.

Seine Rolle ist dabei nicht unbedingt immer eine auffällige, er ist eher kein Spieler für die Highlights in der Sportschau. Sein Tor gegen Schalke war erst der sechste Bundesligatreffer seiner Karriere. Wenn Reuter über Baiers Stärken spricht, nennt er ihn „ein Stück weit unser Gehirn“. Er lobt, wie Baier auf dem Platz Mitspieler anleite und komplizierte Situationen im Mittelfeld löse. Er sagt: „Man denkt, er hat einen Radar um sich herum, zu welcher Stelle er sich rausdrehen muss.“ So bereitet Baier nicht unbedingt immer direkt Tore vor, aber er leitet Angriffe in ihrer Entstehung ein – und er verhindert viele Aktionen des Gegners. Mit durchschnittlich 2,6 Ballgewinnen pro Spiel ist er in der Statistik abgefangener Pässe der drittbeste Bundesligaspieler. „Gut stechen“, nennt es Reuter.

Nun ist es nicht unbedingt neu, dass Baier als einer der besten Augsburger Fußballer über diese Qualitäten verfügt. Es ist aber durchaus besonders, dass er sie immer noch konstant zeigt und schwer zu ersetzen zu sein scheint. Er kam in der zweiten Liga nach Augsburg, stieg auf, spielte im Europapokal. Spieler seiner Generation haben längst andere Aufgaben im Verein: Jan-Ingwer Callsen-Bracker, 35, sitzt seit der vergangenen Woche im Aufsichtsrat. Tobias Werner, 34, ist Trainee in der Geschäftsstelle. Auch Baier kann sich eine Zukunft im Verein vorstellen, aber erst mal will er noch Spieler bleiben. „Wenn ich auf dem Platz stehe gebe ich alles, so lang die Knochen halten“, sagt er.

Baier hatte sich kritisiert, auf fehlende Disziplin im Team nicht angemessen reagiert zu haben

Es war zuletzt weniger seine Rolle auf dem Rasen als jene in der Kabine, die auf der Probe stand. Baier hatte sich im Sommer selbst dafür kritisiert, nicht angemessen auf Disziplinlosigkeiten in der Mannschaft reagiert zu haben, die zu den Suspendierungen der Spieler Caiuby und Martin Hinteregger und zu einer unruhigen Saison führten. Im November wurde erneut ein FCA-Profi vorübergehend suspendiert, doch Michael Gregoritsch trainiert nach der Strafe für ein wütendes Interview wieder mit. Und es ist gerade eher nicht von schlechter Stimmung im Team die Rede, im Gegenteil: Ob ihn der Teamspirit an die Saison im Europapokal erinnere, wurde Baier am Samstag gefragt. „So was will ich jetzt gar nicht anfangen“, sagte er. „Nicht so viel reden, Gas geben.“

Solche Sätze mag auch Stefan Reuter. Baier könne eigentlich noch ein paar Jahre spielen, sagt der Manager. Das meint er zwar wahrscheinlich nicht ganz ernst. Trotzdem wird er wohl demnächst mit seinem Kapitän über eine mögliche Vertragsverlängerung reden.



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RB Leipzig muss ohne Werner und Upamecano planen

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Hallo Bundesliga-Freunde,

Julian Nagelsmann kennt die Situation aus Hoffenheim, im Grunde eins zu eins. Als es ihm gelang, seine Mannschaft dort ans oberste Limit ihres Leistungsspektrums zu führen, die TSG wurde 2017 Vierter und 2018 Dritter, hatte er plötzlich neue Probleme – personeller Natur.

„Säulen“ wie Niklas Süle, Sebastian Rudy, Niklas Süle und Mark Uth verließen den Verein, auch Jeremy Toljan oder vorher schon Kevin Volland waren wichtige Spieler unter Nagelsmann. Sie brachten zwar 60 Millionen Euro Ablöse, mussten auf dem Spielfeld aber nachbesetzt werden. Des Trainers besonderes Händchen war gefragt. 

Nun sieht es wieder ähnlich aus, allerdings auf anderem Niveau. In der Branche gilt es als offenes Geheimnis, dass nach Abschluss der laufenden Saison die zwei größten Stars Nagelsmanns Mannschaft, mittlerweile RB Leipzig, verlassen werden. Zum einen, weil sie bei ihrem aktuellen Verein an ihre persönlichen Grenzen stoßen – zum anderen, weil sie sich ihren neuen Arbeitgeber, jeweils eine der absoluten europäischen Top-Adressen, selber aussuchen können.

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RB-Stars Upamecano und Werner vor Absprung

Dayot Upamecano, 21, zählt für den kommenden Sommer mittlerweile zu den international begehrtesten Transferzielen. Seinen Vertrag in Leipzig, der noch bis Juni 2021 läuft, will der Franzose nicht mehr verlängern. Schon im letzten August hätte es zu einem Wechsel kommen können, doch das Ablöseangebot des FC Arsenal reichte den Leipzigern nicht.

Upamecanos Berateragentur Sportstotal, zu deren Klienten auch Toni Kroos zählt, hat hervorragende Drähte zu allen großen Vereinen, die Ausstiegsklausel in Upamecanos Vertrag ist den Interessenten bekannt. Das Preisschild für den Innenverteidiger, der mittlerweile auch in der Champions League seine herausragende Klasse beweist, soll angeblich 60 Millionen Euro betragen.

Nicht so super für RB: Timo Werner, 23, ist nach dieser Saison noch günstiger zu haben. Die Leipziger mussten einen Deal eingehen, um ihren außergewöhnlichen Stürmer und Torjäger im kommenden Sommer nicht ablösefrei zu verlieren. In den neuen Vertrag, Laufzeit bis 2023, ließ die Werner-Seite im letzten August nach SPORT1-Informationen schon für 2021 ein Ausstiegsklausel einbauen.

Legt ein interessierter Verein – und davon gibt es viele – 30 Millionen Euro plus eine Garantie über mögliche, erfolgsabhängige Boni auf den Tisch, kann Werner wechseln. Wie hinter vorgehaltener Hand zu hören ist, hat er den Plan fest im Kopf. Der Schritt nach ganz oben reizt ihn.

Julian Nagelsmann weiß, dass er im Fall der Fälle wenige Argumente hat. Niklas Süle, damals in Hoffenheim, riet er sogar zum Wechsel zu den Bayern – und musste dann die Nachfolge regeln. Es ist noch genug Zeit, das auch in Leipzig hinzubekommen. Sie arbeiten schon dran.

Tobias Holtkamp, der Autor dieses Textes, war in der Chefredaktion von Sport Bild und Chefredakteur von transfermarkt.de. Heute berät er Sportler und Marken in ihrer inhaltlichen und strategischen Ausrichtung. Für SPORT1 schreibt Holtkamp als Chef-Kolumnist die wöchentliche „Bundesliga-Kolumne“.



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Oberlippe nach KO-Punch in zwei geteilt: Ist Overeem am Ende?

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