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IAA 2019: Zu grün um wahr zu sein

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Bei einem Rundgang wirkt die IAA wie ein Wochenmarkt, auf dem Marktschreier ihr Waren feilbieten, je lauter desto besser. In den Messehallen, so hört es sich an, wird soeben ein Wettbewerb ausgetragen, wer die umweltfreundlichsten Autos im Angebot hat. Die Hersteller überbieten sich gegenseitig mit Argumenten, wer am engagiertesten und schnellsten die grüne Kehrtwende vollzieht.

Beispiel BMW: „Bis Ende 2021 wollen wir insgesamt eine Million elektrifizierte Fahrzeuge auf die Straße gebracht haben“, verkündet Oliver Zipse, Vorstandschef bei BMW auf der IAA in Frankfurt. Bis 2023 sollen 25 elektrifizierte Modelle angeboten werden, mehr als die Hälfte davon vollelektrisch. Künftige Generationen von Elektromotoren sollen „ohne seltene Erden hergestellt und das Kobalt für die Batteriezellen direkt aus Minen in Australien und Marokko bezogen“ werden.

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Die Neuheiten die IAA 2019:
Kommt jetzt der Öko-Lambo?

Kein anderer Hersteller habe 2019 mehr elektrifizierte Automobile verkauft als BMW, so Zipse stolz. In Norwegen seien inzwischen drei von vier verkauften Fahrzeugen E-Fahrzeuge. Rund zehn Minuten spannt der Vorstand den Bogen um BMWs Nachhaltigkeitsbemühungen immer weiter, bis schließlich die erste Premiere auf die Bühne rollt: der BMW Concept 4, ein vollelektrisches Coupe, das ab 2021 als BMW i4 auf den Markt kommen soll.

Wenig Elektro, viel PS

Klingt erstmal gut. Schaut man sich dann auf dem Messestand allerdings genauer um, ist die Realität eine andere. Statt zahlreicher Elektroautos stehen dort leistungsstarke Coupes oder dicke SUVs herum, automobile Monolithen aus grauer Vorzeit. Viele der ausgestellten Fahrzeuge haben sechs oder acht Zylinder und nicht selten 600 PS unter der Haube.

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IAA 2019:
Zu grün, um wahr zu sein

Die faktischen Premieren der Bayern auf der Messe. Das BMW 8er Gran Coupé, oder das neue BMW M8 Coupé mit V8 Motor, 625 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 305 km/h. Auf die Bühne rollen diese Modelle bei der Pressekonferenz allerdings nicht, fast scheint es, als wolle BMW die bittere Wahrheit verheimlichen. Ob das daran liegt, dass derartige PS-Boliden die gereizte Stimmung in der Klimadebatte, die sich mit Protesten bei der IAA zum Wochenende angekündigt hat, weiter anheizen könnten, lässt sich nur mutmaßen.

Auch bei Audi ist die Auswahl an Elektro-Neuheiten dünn. Trotzdem verkündet auch die Ingolstädter Großes und Grünes. „Die Zukunft ist elektrisch“, jubiliert Audi-Vorstand Bram Schot. Bis 2025 wolle Audi 30 elektrifizierte Modelle auf den Markt bringen, davon 20 reine E-Modelle. „Wir sind Taktgeber für die alltagstaugliche E-Mobilität“, brüstet sich Schot.

Audi zeigt elektrisches Mondauto

Der vollmundigen Ankündigung folgt dann – nichts: Die einzige elektrische Neuheit, die Audi auf die Bühne rollt, ist das Konzeptauto Audi Ai Trail: ein vollelektrischer Offroader mit neuartigem Karosseriekonzept, das Auto sieht aus wie ein Mondfahrzeug. Audi-Vorstand Bram Schot nennt es trotzdem wacker die „schönste Form nachhaltiger Mobilität“. Serienproduktion? Eher unwahrscheinlich.

Die zweite IAA-Premiere passt dann rein gar nicht zur ausgerufenen Elektro-Revolution: der neue Audi RS7 Sportback mit Vierliter-V8-Motor, 600 PS und optionaler Höchstgeschwindigkeit von 305 km/h. So bleibt das Modell e-tron bis auf weiteres der einzige verfügbare Stromer aus Ingolstadt.

Eine Halle weiter hat Daimler-Vorstand Ola Källenius ebenfalls Großes vor: Bis 2022 soll die Fahrzeugproduktion von Mercedes in Europa komplett CO2-neutral sein, bis 2030 soll jedes zweite verkaufte Fahrzeug ein E-Auto sein und bis 2039 soll schließlich die gesamte Flotte CO2-neutral sein.

Honda fährt vor, Mercedes bliebt zurück

Auf der Messe scheint die Elektro-Offensive bei Mercedes aber noch in weiter Ferne. Dort steht mit der Studie EQ S eine elektrische Alternative zur S-Klasse. Das künftige Spitzenmodell der elektrischen EQ-Familie mit einem 450 PS-starken Motor soll bis zu 700 Kilometer Reichweite haben. Die Höchstgeschwindigkeit liegt laut Mercedes bei mehr als 200 km/h. Mit dem EQV zeigt Mercedes zudem die Elektroversion der V-Klasse, die ab 2020 auf den Markt kommen soll. Einziges derzeit schon verfügbares E-Modell ist der EQC.

Flankiert werden die elektrischen Neuheiten bei Mercedes von fünf neuen Plug-In-Hybriden der A- und B-Klasse, und zwei SUV-Derivaten des GLE und GLC, die zumindest streckenweise elektrisch fahren können. Aber auch bei den Stuttgartern prägen vor allem leistungsstarke Modelle das Bild auf der Messe. Darunter beispielsweise das neue Mercedes-AMG GLE Coupe mit Sechszylindermotor und 435 PS.

Dass es auch anders geht zeigt beispielsweise Opel mit dem kompakten Elektroauto Corsa-e mit 136 PS und 330 Kilometern Reichweite. Der japanische Hersteller Honda zeigt den serienreifen Honda e mit 153 PS und 220 Kilometern Reichweite.

VW hält sich zurück – und liefert

Unter den großen deutschen Herstellern gibt sich die Marke VW vergleichsweise zurückhaltend. Zwar kündigte Konzernchef Herbert Diess an, bis 2028 fast 70 neue Elektroautos auf den Markt bringen zu wollen und rechnete vor, dass das „in Summe bis dahin 22 Millionen Elektroautos“ des Konzerns bedeuteten. Allerdings konzentrierte sich VW auf die Präsentation des neuen Elektroautos ID 3, mit dem die Elektromobilität massentauglich werden soll. Ansonsten zeigte VW neben einer neuen Version des Elektrokleinwagens e-Up noch das T-Roc Cabrio als Premiere auf dem Messestand. Übermotorisierte Luxuslimousinen oder PS-starke SUV gab es hingegen nicht.

Dass viele große Hersteller auch weiterhin auf große Spritfresser setzen hat zwei Gründe: Erstens sind SUV bei den Kunden noch immer sehr gefragt, rund jeder fünfte neuzugelassene Pkw ist ein SUV. Zweitens verkaufen sich die großen Autos in China derzeit noch gut. Mit einem Anteil von 40 Prozent aller verkauften Autos ist China der wichtigste Absatzmarkt für den VW-Konzern. Bei Daimler und BMW liegt dieser Anteil bei rund einem Viertel. Da China den Wechsel auf E-Mobilität aber zunehmend durch Gesetze und Subventionen vorantreibt, müssen die deutschen Hersteller auch dort umdenken. Die IAA wäre eine gute Möglichkeit dafür gewesen.



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Erneut Raketeneinschläge nahe US-Botschaft in Bagdad | ZEIT ONLINE

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In der Nähe der US-Botschaft im Irak sind erneut mehrere Raketen eingeschlagen. Die fünf Geschosse hätten ein Flussufer an der hochgesicherten sogenannten grünen Zone in Bagdad getroffen, teilte das US-Militärkommando mit. Es habe weder Verletzte noch größere Schäden gegeben. Nach Angaben aus irakischen Sicherheitskreisen landete eine der Raketen innerhalb des Botschaftsgeländes.

Es war bereits die dritte derartige Attacke seit der Tötung des iranischen Spitzengenerals Kassem Soleimani durch die USA. Wer dafür verantwortlich ist, blieb bislang unklar. Der irakische Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi verurteilte den Angriff und betonte, seine Regierung werde alle diplomatischen Missionen im Land schützen.

In den vergangenen Wochen waren im Irak wiederholt Raketen in der Nähe von Stützpunkten eingeschlagen, auf denen US-Truppen stationiert sind. Möglicher Hintergrund sind Vergeltungsaktionen des Iran für die Tötung des Generals Kassem Soleimani durch die USA. Der Verdacht richtet sich meistens gegen schiitische Milizen, die mit dem Nachbarland Iran verbündet sind. Sie wollen wie der Iran den Abzug der US-Truppen aus dem Land erreichen.

Die Bundeswehr hat wegen der Spannungen zwischen dem Iran und den USA ihre Soldatinnen und Soldaten aus Erbil im Norden des Iraks nach Jordanien verlegt. Von dort aus unterstützen sie seit Längerem die internationalen Militäraktionen gegen die radikalislamische Terrormiliz „Islamischer Staat“. Später hatte die Bundeswehr auch ihre von Jordanien aus geflogenen Aufklärungsflüge im Rahmen der Mission gestoppt.



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Kobe Bryant ist tot | ZEIT ONLINE

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Kobe Bryant ist tot – Seite 1

Der frühere US-Basketballspieler Kobe Bryant ist bei einem Hubschrauberabsturz getötet worden. Das berichten mehrere US-Medien, darunter der TV-Sender ABC und die Washington Post. Bryant wurde 41 Jahre alt. Der langjährige Spieler der LA Lakers gilt als einer der größten Basketballer der Sportgeschichte.

Laut CNN starben insgesamt fünf Menschen bei dem Absturz im kalifornischen Calabasas.

Die Feuerwehr teilte mit, dass es an Bord keinen Überlebenden gegeben habe. Die Absturzursache wird noch untersucht, die Identität der weiteren Opfer gab die Polizei nicht bekannt.

Bryant wurde 1978 in Philadelphia in eine Sportlerfamilie geboren.
Sein Vater war der ehemalige NBA-Basketballer Joe Bryant, seine Mutter
die ehemalige Los Angeles Sparks-Trainerin Pamela Cox. Als
außergewöhnlicher Basketballer galt er schon in der High-School-Liga,
von 1996 bis 2016 spielte er als Profi bei den Los Angeles Lakers und
zwischen 2008 und 2012 in der US-Nationalmannschaft.

Bei den
Lakers entwickelte sich Bryant zu einem der bekanntesten
Basketballspieler der NBA und gewann die Meisterschaft fünf Mal. 2008
wurde der Vater von vier Töchtern zum wertvollsten Spieler der obersten US-Basketballliga
gewählt. Im Verlauf seiner Karriere gehörte er zu 15 All-Star-Teams der
Liga, mehr als jeder andere NBA-Spieler. Erst am Samstag war er durch LeBron James vom dritten Platz der ewigen NBA-Bestenliste verdrängt worden. Der deutsche Basketballer Dirk Nowitzki hatte Bryant 2016 als „Michael Jordan unserer Generation“ bezeichnet.



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