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Hohe Mieten, hohe Ungleichheit | ZEIT ONLINE

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Die rasant steigenden Mieten in Deutschland werden neben dem Klimaschutz und der
Gestaltung der Sozialsysteme eines der wichtigsten Politikthemen in den
kommenden Jahren sein. Bereits seit längerer Zeit und von vielen weitgehend
unbemerkt hat sich der Zugang zum Wohnungsmarkt und die Wohnkostenbelastung in
den unteren Einkommensschichten erheblich verschlechtert. Vorliegende Zahlen
zeigen eine dramatische Entwicklung.

In den vergangenen
zehn Jahren haben der Aufbau von Jobs und die teilweise deutlichen Lohnanstiege
den starken Anstieg der Wohnkosten vielfach noch kompensieren können. Doch die
exzellente konjunkturelle Lage hat sich inzwischen deutlich eingetrübt. Da die
gute Arbeitsmarktentwicklung davon wohl nicht unberührt bleiben wird, dürfte die
Wohnkostenbelastung für breitere Schichten der Bevölkerung an Dringlichkeit
gewinnen.

Eine wissenschaftliche
Studie
zeigt deutlich, wie stark seit den Neunzigerjahren die Zunahme der Wohnkosten zum
Anstieg der Ungleichheit im Lebensstandard beigetragen
hat. Die aktuellsten Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe aus dem
Jahr 2013 zeigen, dass für Haushalte, die zu den 20
Prozent mit den geringsten Einkommen zählen – dem sogenannten ersten Quintil –, die Wohnkosten zwischen 1993 und 2013 um mehr
als ein Drittel gestiegen sind. Für Menschen im zweiten Quintil haben die
Wohnkosten um ein Viertel zugelegt. 

Steigende Wohnkosten bedeuten weniger Geld für Konsum

Interessant ist, dass die Ausgaben für Wohnen
der oberen 20 Prozent in diesem Zeitraum sogar um knapp 10 Prozent gefallen
sind. Dies liegt vor allem daran, dass in diesen Einkommensschichten das
Wohneigentum weit verbreitet ist: Niedrige Zinsen und in den Nullerjahren
günstige Immobilienpreise haben die Kosten sinken lassen.

Natürlich
haben sich auch die Einkommen in diesem Zeitraum verändert. Allerdings sind die
verfügbaren Einkommen für die 40 Prozent mit den geringsten Einkommen zwischen
1993 und 2013 gefallen. Zwar hat seither die Einführung des Mindestlohns und die
gute Lage am Arbeitsmarkt auch bei Geringverdienenden vielfach deutliche
Einkommenszuwächse ermöglicht. Gleichzeitig sind jedoch auch die Mieten
besonders stark gestiegen – gerade in den Ballungszentren in der Regel deutlich
stärker als die Einkommen.

Dies
bedeutet, dass, während im Jahr 1993 die ärmsten 20 Prozent der Deutschen 27 Prozent
ihres verfügbaren Einkommens für Wohnen ausgaben, es zwanzig Jahre später schon
39 Prozent waren. Auch für das zweite Quintil stiegen die Wohnkosten deutlich,
von 20 auf 25 Prozent des Einkommens in diesem Zeitraum. Für die
einkommensstärksten 20 Prozent ist dieser Anteil von 16 auf 14 Prozent
gefallen.

Da die
Arbeitseinkommen und Löhne der unteren 40 Prozent seit den Neunzigerjahren nicht
mit dem Anstieg der Wohnkosten mithalten konnten, sank der Anteil der sonstigen
Konsumausgaben (ohne Wohnkosten) der einkommensschwächsten 20 Prozent der
Deutschen von 72 Prozent im Jahr 1993 auf 63 Prozent im Jahr 2013.



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Coronavirus weltweit: Haben Italien und Spanien das Schlimmste wirklich schon überstanden?

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Wolfgang Reeh von TV Skyline über High-End-TV-Produktionen in Krisenzeiten

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Wolfgang Reeh, Geschäftsführer von TV Skyline, spricht im Live-Stream über Arbeitsweise und Projekte in Corona-Zeiten, wie Streaming-Produktionen auf ein neues Level gehoben werden können und erklärt, wie sich TV Skyline in Zukunft aufstellen wird.

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EU-Kommission umreißt „Ausstiegsstrategie“ aus Corona-Maßnahmen

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Praktisch ganz Europa befindet sich – mit wenigen Ausnahmen – im Lockdown. Das öffentliche Leben steht ebenso still wie große Teile der Wirtschaft. Wann und wie die harten Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus wieder zurückgefahren könnten, ist daher eine zentrale Frage.

Die EU-Kommission schlägt laut einem Medienbericht einen stufenweisen Ausstieg aus den Notfallmaßnahmen mit langen Zeitabständen vor. Die EU-Staaten sollten die bestehenden freiheitsbeschränkenden Maßnahmen erst auf lokaler Ebene aufheben und dann die Öffnung nach und nach ausweiten, heißt es in der bislang unveröffentlichten „Ausstiegsstrategie“, die der Zeitung „Die Welt“ vorliegt.

Laut diesem Plan könnten die Restriktionen im Bedarfsfall lokal schnell wieder eingeführt werden – etwa bei einem erneuten Aufflammen des Virus. Außerdem sollten die Maßnahmen schrittweise aufgehoben werden, sodass zwischen den einzelnen Schritten ausreichend Zeit bleibe. Als Orientierungswert geben die Verfasser einen Monat zwischen den einzelnen Lockerungen an.

Grundsätzlich müssten die Maßnahmen weniger breit und dafür stärker fokussiert sein als bisher. Demnach müssen die „verletzlichsten Gruppen, zum Beispiel die Älteren“ länger geschützt werden, zitiert die „Welt“ aus dem Papier.

Nicht alle gleichzeitig zurück an den Arbeitsplatz – sondern nach volkswirtschaftlicher Bedeutung gestaffelt

Auch Ansammlungen von Menschengruppen sollen nur schrittweise wieder erlaubt werden. In Geschäften sollte die Anzahl der gleichzeitig zugelassenen Kunden zunächst beschränkt werden. In Schulen sollten Kinder ausreichend Abstand zueinander halten können; Klassen sollten dafür verkleinert werden.

Bars, Restaurants und Kultureinrichtungen wie Kinos sollten nur allmählich wieder öffnen. „Die Aufhebung von Verboten von Massenansammlungen wie Festivals muss zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden“.

„Nicht die gesamte Bevölkerung sollte zur gleichen Zeit wieder an den Arbeitsplatz gehen“, schreiben die Experten der EU-Kommission laut „Welt“ weiter. Stattdessen solle danach priorisiert werden, wie volkswirtschaftlich bedeutend die jeweiligen Tätigkeiten seien und wie sehr sie sich für Arbeit von Zuhause eigneten.

Die Kommissare sollten den Plan ursprünglich am Mittwoch beschließen; Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wollte ihn anschließend der Öffentlichkeit vorstellen. Auf Drängen einiger Mitgliedsländer soll er jetzt allerdings erst nach Ostern präsentiert werden. Die nationalen Regierungen hatten die EU-Kommission gebeten, einen Fahrplan für die Lockerungsmaßnahmen in Europa zu entwickeln.

Icon: Der Spiegel



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