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Halle: Attentäter erschießen zwei Menschen – Polizei nimmt Täter fest

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In Halle an der Saale sind nach ersten Erkenntnissen der Polizei zwei Menschen getötet worden. Ein Tatort soll ein DönerImbiss sein, der zweite liegt in der Nähe einer Synagoge mit angrenzendem jüdischem Friedhof. Die Polizei ging anfangs von mehreren bewaffneten Tätern aus, inzwischen deutet vieles auf einen Einzeltäter hin. Auch in Landsberg – rund 15 Kilometer von Halle entfernt – wurde geschossen, wie die Polizei bestätigt. Zu den näheren Umständen des Vorfalls in dem Ort im Saalekreis wollte sie zunächst nichts sagen. Augenzeugen berichteten, dass ein Täter in einen nahe gelegenen Döner-Imbiss geschossen habe.

Am frühen Nachmittag meldete die Polizei dann die Festnahme einer Person. „Bleiben Sie trotzdem weiterhin wachsam“, twitterte die Polizei und rief die Bevölkerung auf, in ihren Wohnungen oder an ihrem Arbeitsplatz zu bleiben. Auch das mobile Warn- und Informationssystem Katwarn wendete sich mit einer „Gefahrendurchsage“ an die Bevölkerung. „Gebäude und Wohnungen nicht verlassen. Von Fenster(n) und Türen fern bleiben!“

Das Exklusiv-Video von RTL zeigt einen der mutmaßlichen Täter an seinem Auto.



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Günter Grass‘ „Blechtrommel“: Ein Stück Weltliteratur | NDR.de – Geschichte

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Stand: 15.10.2019 15:07 Uhr

von Jan Ehlert, NDR.de

Eine kindlich anmutende Zeichnung zierte die Erstausgabe des Buches „Die Blechtrommel“.

Im Herbst 1959 sorgte der Debütroman eines bis dahin weitgehend unbekannten Autors auf der Frankfurter Buchmesse für Aufmerksamkeit: die Geschichte eines kleinwüchsigen Monstrums namens Oskar Matzerath, die mit einer Mischung aus kindlicher Naivität und perfider Boshaftigkeit, mit vor Kraft strotzendem Ausdruck und tabuloser Detailfreude das literarische Deutschland durcheinanderwirbelte. „Die Blechtrommel“ von Günter Grass war erschienen – ein Roman, so unerhört, dass er unter Deutschlands Kritikern „Schreie der Freude und Empörung“ hervorrufen werde, prophezeite im November 1959 Hans Magnus Enzensberger, mit dem Deutschland aber wieder das „Klassenziel der Weltliteratur“ erreicht habe.

„Die Blechtrommel“ spaltet die Nation

Enzensberger sollte Recht behalten: Die Blechtrommel katapultierte Grass von einem Tag auf den anderen in die Riege der wichtigsten deutschsprachigen Autoren des 20. Jahrhunderts, in eine Reihe mit Alfred Döblin und Thomas Mann. Sie sorgte gleichzeitig aber auch für einen politischen Skandal: Kirchen und Soldaten gingen gegen das Buch auf die Barrikaden, nannten es „blasphemisch“ und „jugendgefährdend“. Als Grass den Literaturpreis der Stadt Bremen erhalten sollte, legte der Bremer Senat sein Veto ein. Man könne unmöglich einem Autor diesen Preis geben, dessen Buch bald schon indiziert werden könne, so die damalige Bildungssenatorin. Der Proteststurm gegen diese Entscheidung war groß. Auch die Schriftsteller Ingeborg Bachmann und Paul Celan wandten sich mit empörten Schreiben an den Bremer Senat. „Die Blechtrommel“ war zum Politikum geworden.

Ein Trommler gegen das Schweigen

Volker Schlöndorff (links) verfilmte den Roman 1979 mit David Bennent (Mitte) als Oskar Matzerath.

Doch was ist dran, an der Geschichte des Oskar Matzerath, der mit drei Jahren beschließt, nicht mehr zu wachsen, dessen Stimme Glas zerspringen lässt und der mit seiner Blechtrommel den Menschen seinen Willen aufzuzwingen vermag? Eine Geschichte, die 1899 auf einem Kartoffelacker in der Kaschubei beginnt und 1955 in einer geschlossenen Pflegeanstalt in Düsseldorf endet? Dazwischen liegen mehr als fünf Jahrzehnte deutscher Geschichte.

Sie spielt im Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik, erzählt von der Zeit des Nationalsozialismus und der Gründung der Bundesrepublik, die sich lange Zeit gegen eine intensive Aufarbeitung ihrer NS-Vergangenheit sträubte. Gegen dieses Verdrängen schrieb Günter Grass an, gegen das Verschweigen ließ er seinen Oskar trommeln. Der Gnom aus der Heilanstalt entlarvt mit gespielter kindlicher Unschuld nicht nur die Scheinheiligkeit vieler ehemaliger NSDAP-Mitglieder nach dem Krieg – so steckt er seinem Vater Alfred Matzerath dessen Parteiabzeichen zu, just in dem Augenblick, als sie von russischen Soldaten kontrolliert werden – er wird selbst zum Sinnbild des deutschen Kleinbürgers der Nachkriegszeit: Das genaue Gegenteil des heldenhaften riesigen Herkules, mit dem sich die Deutschen zuvor so gern identifizierten. Ein intelligenter Erwachsener beschließt, Kind zu bleiben, um sich so jeder Verantwortung entziehen zu können, obgleich er selbst mehrfach zum Mörder wird. Erst nach dem Krieg beginnt Oskar wieder zu wachsen, doch er bleibt deformiert. Die Zeit der Verweigerung, sich der Realität zu stellen, hat ihre Spuren hinterlassen.

Porträt

Seine Erzählkunst und sein politisches Engagement machten Günter Grass zu einem der wichtigsten Autoren der Nachkriegszeit. Am 10. Dezember 1999 erhielt er den Literaturnobelpreis.
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Am Pranger der Scheinheiligkeit

Gleichzeitig ist Oskar das Brennglas, unter dessen vermeintlich kindlicher Perspektive Grass schonungslos die Verführbarkeit und die Unzulänglichkeit der Menschen in Weimar und unter den Nationalsozialisten aufzeigt. Er seziert ihre Schwächen in Großaufnahme, mit jedem ekelerregenden Detail – etwa beim Tod von Oskars Mutter Agnes oder der ungezügelten Sexualität seiner Stiefmutter Maria. Gleichzeitig thematisiert Grass aber auch die allzu schnelle Re-Integration von Amtsträgern und Kriegsverbrechern der Nazi-Zeit: Der Leiter der Schaustellertruppe, Bebra, bleibt auch nach Kriegsende gut im Geschäft, der Obergefreite Lankes, der den Mord an mehreren Nonnen in der Normandie befehligte, gelingt der Aufstieg zum etablierten Maler – von Nonnenbildern.

Günter Grass – sein Leben in Bildern

Diese Zuspitzungen bis an die Grenze des Perversen mussten schockieren. Denn zum einen hatte es in der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur solch eine tabubrechende Sprachgewalt noch nicht gegeben, zum anderen war ihre Aussage an jeden einzelnen gerichtet. Grass forderte mit seiner Blechtrommel zur Auseinandersetzung mit der jeweils individuellen Schuld der deutschen Bürger auf. Nicht einige wenige, nein, das deutsche Volk in seiner Gesamtheit habe den Nationalsozialismus mit allen seinen schrecklichen Auswirkungen mitgetragen, das war Oskars Botschaft. Dieser Aufarbeitung weiter aus dem Wege zu gehen, war mit einem Trommelschlag unmöglich geworden.

Literaturnobelpreis für die „Die Blechtrommel“


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Am 10. Dezember 1999 erhielt Günter Grass in Stockholm den Nobelpreis für Literatur.

Den Werken anderer großer deutscher Schriftsteller des Jahres 1959 wurde solche Aufmerksamkeit nicht zuteil – Heinrich Böll veröffentlichte in diesem Jahr mit „Billard um halbzehn“ eines seiner Hauptwerke und der junge Uwe Johnson trat mit „Mutmaßungen über Jakob“ erstmals mit einem Roman an die Öffentlichkeit. Doch der Klang der Blechtrommel war weit über die deutschen Grenzen hinaus zu hören und machte damit die deutsche Literatur auch international wieder glaubwürdig. „Die Blechtrommel“ sei die „Wiedergeburt des deutschen Romans im zwanzigsten Jahrhundert“ gewesen, würdigte 40 Jahre nach dem Erscheinen des Buches die schwedische Akademie Grass‘ Erstlingswerk – und verlieh ihm für dieses Buch die höchste Literaturauszeichnung überhaupt: den Nobelpreis.

Und auch bei seinen internationalen Schriftstellerkollegen ist es „Die Blechtrommel“, die seinen Ruf festigte: Salman Rushdie, John Irving, Nadine Gordimer, Kenzaburo Oe – sie alle bestätigten, dass es der kleine Oskar Matzerath mit seiner Kindertrommel gewesen sei, der sie in ihrem Schreiben motiviert und inspiriert habe. „‚Die Blechtrommel‘ ist der größte Roman eines lebenden Autors“, urteilte Irving 1982. Aber, so Irving weiter: Auch Grass selbst habe dieses erste Werk nicht mehr übertroffen.

Ruhm und Fluch

Grass selbst hat an dieser häufig vorgenommenen Reduktion seines Gesamtwerkes auf „Die Blechtrommel“ immer wieder Anstoß genommen. An weiteren großen oder viel diskutierten Werken des Autors mangelt es schließlich nicht: Die Vollendung seiner Danziger Trilogie – mit „Katz und Maus“ und „Hundejahre“ -, „Der Butt“, oder sein halb-autobiografisches Werk „Beim Häuten der Zwiebel“, das 2006 wegen Grass’ Bekenntnis, Mitglied der Waffen-SS gewesen zu sein, für Schlagzeilen sorgte. Doch trotz allem: Der Name Günter Grass bleibt untrennbar verbunden mit seinem ersten Werk, mit der Blechtrommel und mit Oskar Matzerath.

Weitere Informationen

Am 12. August 2006 räumt Günter Grass öffentlich ein, dass er Ende des Zweiten Weltkrieges zur Waffen-SS einberufen wurde. Das späte Eingeständnis führt zu einer heftigen Debatte.
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Von Günter Grass bis Willy Brandt: Mehrere Norddeutsche sind für ihre Leistungen in Literatur und Wissenschaft sowie den Einsatz für den Frieden mit dem bedeutenden Preis geehrt worden.
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Dieses Thema im Programm:

31.08.2015 | 23:30 Uhr

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Erst die Schande, dann der Krieg | ZEIT ONLINE

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Im Jahre 1938 erkauften sich England und Frankreich in München eine Atempause von Hitler und nannten es „Frieden in unserer Zeit“. Der Preis war der Verrat an der Tschechoslowakei – die Einverleibung des Sudetenlandes durch Nazideutschland. Winston Churchill kommentierte diese Beschwichtigungspolitik mit einem bitteren Spruch: „Die Regierung musste zwischen Krieg und Schande entscheiden. Sie wählte die Schande. Den Krieg wird sie ebenfalls bekommen.“ Den Zweiten Weltkrieg entfesselte Hitler ein Jahr später.

Damals traf es die Tschechen und Slowaken, heute trifft es die Kurden – Amerikas beste Bundesgenossen im Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat (IS). Dieses Mal verstrich kein Jahr, bis die Quittung kam. Kaum hatte Donald Trump dem türkischen Präsidenten Erdoğan in einem Telefongespräch sein Plazet gegeben, da flogen die Bomber und marschierten schwer bewaffnete türkische Truppen in Ost-Syrien ein. An die 130.000 Menschen seien seit Beginn der Offensive gegen die Kurden vertrieben worden, meldete die Uno. Videos zeigen, wie Erdoğans arabische Hilfstruppen Zivilisten ermorden.

Trump will Amerikas „endlose Kriege“ in Nahost beenden. Stattdessen hat er einen neuen losgetreten und obendrein einen humanitären Horror ausgelöst.

Die Schande lässt sich nicht übertreffen. Dass Hitler sich seinerzeit die ganze Tschechoslowakei greifen würde, war in München nicht ausgemacht; immerhin hatte er gelobt, nach dem Zugriff auf das Sudetenland keine weiteren Ansprüche mehr zu stellen. Doch Erdoğan hatte offen die Unterwerfung von Amerikas kurdischen Alliierten angekündigt. So weit die moralische Schandtat des Donald Trump, der ungerührt twitterte: „Wir werden nur dort kämpfen, wo es uns nützt.“

Doch im Fach „Realpolitik“ bekommt der US-Präsident ebenfalls eine Sechs. Selbst bei eiskalter Betrachtung geht das Kalkül nicht auf. Beginnen wir mit dem IS, der weitgehend vernichtet worden war. Freilich waren in der Kurdenenklave Tausende von IS-Kämpfern interniert. Hunderte sind bereits geflohen. Sie werden sich neu formieren. Was kümmert es Trump? „Wir sind 11.000 Kilometer weiter weg,“ twitterte er, „und wenn uns der IS irgendwo in die Quere kommt, werden wir ihn abermals zertrümmern.“ Also doch wieder ein „endloser Krieg“.

Trump kennt die eigene Geschichte nicht. Barack Obama zog 2011 die letzten Kampftruppen aus dem Irak ab. Kaum waren die weg, war der IS da, der bis an die Tore Bagdads vorstoßen konnte und ein Schreckensregiment namens „Kalifat“ errichtete. Der IS streckte seine Terrortentakel rings um die Welt aus, was man Obamas Abzugsbefehl zurechnen darf. Sodann musste der Präsident abermals Truppen entsenden. Sie sind noch immer im Irak.

Inzwischen haben die verzweifelten Kurden die Seiten gewechselt und sich unter den Schutz des syrischen Schlächters Baschar al-Assad gestellt, eines Mannes, den Trump einen „Kriegsverbrecher“ genannt hat. Der wird den Kurden keinen eigenen Quasistaat schenken, sondern sie gnadenlos unterwerfen oder vertreiben. Auch wenn Trump deren Schicksal so egal ist wie seinerzeit das der Tschechen den Engländern und Franzosen, ist der strategische Verlust für die USA schon heute offenkundig. Der Sieger ist Assad, und mit ihm sind es seine Helfer Russland und der Iran, also Amerikas schärfste Konkurrenten in Nahost.



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Werbung Verlinkung 🆈🆄🅼🅼🆈 Bis vor einer Woche habe ich daheim komplett auf Nutel…

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Werbung Verlinkung 🆈🆄🅼🅼🆈 😋
Bis vor einer Woche habe ich daheim komplett auf Nutella verzichtet, wir haben uns sogar Alternativen gekauft – ich kann leider nicht komplett darauf verzichten 🤭 Mögt ihr denn Nutella ?😊
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#nutella #yummy #anajohnson #inspiration #flatlay #pinterest #flatlayinspo #mikutas #maryshionistastyle



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