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Wirtschaft

Grippe-Impfstoff im Corona-Herbst: Engpässe beim Grippeschutz

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Dosis einer Grippeimpfung

Wegen der Corona-Pandemie ist die Nachfrage derzeit besonders hoch.

(Foto: dpa)

Frankfurt, Berlin Die Bereitschaft der Deutschen, sich gegen die Grippe impfen zu lassen, ist normalerweise nicht allzu groß: Allein vergangenes Jahr wurden rund fünf Millionen überflüssige Impfstoffdosen vernichtet – das ist etwa ein Viertel aller für das deutsche Gesundheitssystem georderten Vakzine. In der Corona-Pandemie ist die Nachfrage dagegen so groß wie nie.

Grund dafür dürften vor allem die steigenden Corona-Fallzahlen in Deutschland im Herbst sein: An diesem Donnerstag registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) einen Höchstwert von fast 20.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden.

Arztpraxen mussten impfwillige Patienten in den vergangenen Wochen wieder nach Hause schicken. So berichtet die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in Bayern über zahlreiche Rückmeldungen aus Städten und Gemeinden, dass keine Grippe-Impfstoffe mehr verfügbar seien und dass von den Apotheken auf absehbare Zeit auch keine Bestellungen mehr entgegengenommen würden.

Auch im Rheinland gibt es Engpässe. Aus der KV Nordrhein hieß es, dass die vorbestellte Menge so schnell abgerufen worden sei, dass viele Praxen nachordern mussten. Lieferbar waren die angeforderten Dosen vielerorts aber nicht.

Das soll sich im November ändern. Bis Ende des Monats sollen in den Praxen mehr als sechs Millionen Dosen Influenza-Impfstoffe ankommen, die das Bundesgesundheitsministerium zusätzlich beschafft hat. Doch Ärztevertreter bezweifeln, dass diese Menge ausreicht. Und die Hersteller können die Produktion für Deutschland nicht so einfach kurzfristig erhöhen.

„Die Ankündigungen aus der Politik, wonach genug Impfstoff für alle zur Verfügung stünde, haben zu einem wahren Run auf die Praxen geführt“, erklärten kürzlich die Vorstände der Kassenärzte in Bayern. „Fakt ist, dass die insgesamt geplanten Impfdosen nicht einmal dazu reichen werden, ein Drittel aller Menschen in diesem Lande zu impfen.“ Die Lage werde durch die zusätzlichen Impfdosen nicht wesentlich entspannt, da diese wohl auch bereits zum größten Teil vorreserviert seien.

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Wirtschaft

Co-Chef der Digitalbank N26 sieht einen Gewinn Ende des Jahres erstmals „in Griffweite“

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Valentin Stalf

Der Gründer und Co-Chef von N26 setzt weiter auf Wachstum. Inzwischen zählt die Smartphone-Bank sieben Millionen Kunden.

(Foto: dpa)

Frankfurt, Düsseldorf Mit einer Bewertung von 3,5 Milliarden Dollar ist N26 das wertvollste deutsche Finanz-Start-up. Schon lange wird die Digitalbank von etablierten Geldhäusern nicht mehr belächelt, sondern als scharfer Konkurrent gefürchtet – gerade, wenn es um junge Kunden geht.

Auch während der Coronakrise ist N26 weiter gewachsen. Das Fintech hat zwei Millionen neue Kunden für seine Banking-App gewonnen, wie Co-Gründer Valentin Stalf dem Handelsblatt sagte. Damit zählt N26 nun sieben Millionen Kunden. „Die Coronakrise treibt letztlich sogar unser Geschäft an“, so Stalf, der N26 im Jahr 2013 zusammen mit Maximilian Tayenthal gegründet hat.

Ziel sei es, in den Jahren 2021 und 2022 „weiter deutlich in Richtung Gesamtprofitabilität des Unternehmens zu gehen“, erklärte Stalf. „Bis Ende dieses Jahres könnte ein Gewinn in Griffweite sein.“

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Wirtschaft

Erwartungen verfehlt: Tesla gewinnt – und enttäuscht doch

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Erwartungen verfehlt

Tesla gewinnt – und enttäuscht doch

Tesla schreibt 2020 konstant schwarze Zahlen und beendet das Jahr mit einem satten Plus. Die Aktionäre reagieren dennoch verhalten auf den Quartalsbericht. Sie hätten sich noch mehr erhofft.

Der US-Elektroautobauer Tesla hat sein sechstes Quartal mit schwarzen Zahlen in Folge geschafft und erstmals ein ganzes Kalenderjahr mit Gewinn abgeschlossen. Trotz Corona-Krise erreichte das Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk 2020 einen Überschuss von 721 Millionen Dollar (595 Mio Euro), wie es nach US-Börsenschluss mitteilte. Im Vorjahr hatte Tesla noch einen Verlust in Höhe von 862 Millionen Dollar verschmerzen müssen. Die Erlöse kletterten um 28 Prozent auf 31,5 Milliarden Dollar.

Tesla Motors (USD) 864,16

Bei Anlegern kamen die Zahlen trotz des ersten Jahresgewinns seit der Firmengründung 2003 nicht gut an, die Aktie reagierte nachbörslich zunächst mit Kursabschlägen von rund vier Prozent. Denn Tesla verfehlte die Erwartungen im Schlussquartal. Zwar schaffte Musks Konzern einen weiteren Gewinn, dieser fiel jedoch mit 270 Millionen Dollar geringer aus als am Markt angenommen. Die Erlöse wuchsen derweil im Jahresvergleich um starke 46 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar und übertrafen damit die Prognosen der Analysten leicht.

Für Ernüchterung bei Börsianern sorgte unter anderem, dass Tesla lediglich ein vages Auslieferungsziel für das laufende Jahr ausgab. Das Unternehmen, das sich in der Vergangenheit häufig mit den ehrgeizigen Vorgaben von Vorstandschef Musk schwertat, verkniff sich diesmal eine konkrete Zielmarke. Stattdessen hieß es lediglich, dass angestrebt werde, die Wachstumsrate von 50 Prozent aus dem vergangenen Jahr zu übertreffen. Das würde heißen, dass Tesla anpeilt, 2021 weltweit rund 750.000 Autos auszuliefern. 2020 waren es knapp 500 000 gewesen, womit Tesla seinen bisherigen Rekord schaffte.

Auch Teslas am Finanzmarkt stark beachtete Gewinnspanne verschlechterte sich zuletzt wieder deutlich, was die Hoffnung auf dauerhafte Profitabilität dämpft. Der Konzern macht einen wesentlichen Teil seines Ertrags mit dem Handel von Abgaszertifikaten, die andere Autobauer benötigen, um ihre Emissionsbilanz auszugleichen und so gesetzliche Vorgaben etwa in Kalifornien oder Europa zu erfüllen. Ohne diese Einkünfte, die sich im vergangenen Jahr auf 1,6 Milliarden und im Schlussquartal auf 401 Millionen Dollar beliefen, hätte Tesla kein Geld verdient.

Trotz des aus Sicht von Aktionären eher enttäuschenden letzten Vierteljahrs verlief 2020 für Tesla insgesamt äußerst erfolgreich. An der Börse zählte Musks Unternehmen mit einem Kursplus von rund 700 Prozent zu den größten Gewinnern, Tesla ist trotz seiner noch relativ bescheidenen Produktionszahlen und Gewinne der Autobauer mit der weltweit mit Abstand höchsten Börsenbewertung. Mit seiner bislang längsten Gewinnstrecke und dem Aufstieg in den renommierten US-Aktienindex S&P 500 erreichte der Konzern, der vor rund zwei Jahren noch als möglicher Pleitekandidat galt, wichtige Meilensteine.



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Einzelhändler und Mitarbeiter demonstrieren in Rostock

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In der Rostocker Innenstadt wollen Einzelhändler und ihre Mitarbeiter heute (11.30 Uhr) auf die Probleme ihrer Branche durch die Folgen der Corona-Pandemie aufmerksam machen. Die Händler sind wegen des Lockdowns und fehlender Einnahmen zunehmend verzweifelt, bislang gebe es keine nennenswerte Unterstützung, wie der Geschäftsführer des Handelsverbands Nord in Rostock, Kay-Uwe Teetz, sagte. Die Teilnehmer wollten der Öffentlichkeit berichten, dass hier potenziell Arbeitslose stehen, wenn die Bundesregierung nicht bald helfe. Deshalb seien persönliche Beiträge der Betroffenen und ein Demonstrationszug durch die Stadt geplant.

Nach Angaben des Branchenverbandes HDE musste der vom Lockdown betroffene Einzelhandel bundesweit im vergangenen Jahr Umsatzeinbußen in Höhe von 36 Milliarden Euro hinnehmen. Mit Stand 19. Dezember 2020 habe der gesamte deutsche Einzelhandel Überbrückungshilfen in Höhe von lediglich 90 Millionen Euro erhalten, kritisierte der Verband.

Nach Zahlen der Statistischen Bundesamts stieg jedoch der Umsatz des gesamten Einzelhandels im Jahr 2020 trotz aller Widrigkeiten um 5,3 Prozent. Vor allem der Onlinehandel boomte, auch Lebensmittelhändler sowie Möbel- und Heimwerkermärkte machten gute Geschäfte. Der Textilhandel stürzte dagegen tief in die Krise.



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