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Gesungenes Tagebuch – André Heller: Der „Poet der vielen Disziplinen“

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Wien (dpa) – Er weiß, dass sein Werk erneut polarisieren wird. „Es wird, wie immer, Menschen geben, deren inneren Ton es trifft, und andere lehnen es gelangweilt oder aggressiv ab“, sagt André Heller in einem von seiner Agentur veröffentlichten Gespräch.

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Der 72-jährige Impresario, Autor, Regisseur und Entertainer aus Österreich schlägt nach rund 30 Jahren den Bogen zurück zu seinen Anfängen als Chansonnier und Liedermacher.

Die 16 neuen Titel seines Albums „Spätes Leuchten“ seien über lange Zeit in seinen Notizbüchern gereift. Es sind Geschichten aus dem Tagebuch eines Mannes, der als „Poet der vielen Disziplinen“, so sein Biograf, in den 50 Jahren seiner Karriere glühende Anhänger wie erklärte Gegner hatte.

Das Fazit zieht der Show-Erfinder und Zirkusgründer („Roncalli“, „Afrika, Afrika!“, „Flic Flac“) gleich zu Beginn im Song „Alles in Allem“, wenn er sich altersmilde vom Glück verfolgt, gesegnet und von Liebe begleitet sieht. „Ja, wir fliegen hoch und wir fallen tief, aber häufiger fallen wir hinauf“, intoniert er untermalt von eingängig-melancholischen Klängen. „Und Gazellenmilch heilt die Wunden rasch, am vorletzten Tag im Mai.“ Zeilen wie diese können beim Hörer verfangen, müssen es aber nicht. In seinen Jahren als Musiker von 1968 bis 1982 sammelte Heller mit seinen 14 LPs vielfach Gold und Platin ein.

Diesmal nimmt der von tiefer Spiritualität geprägte Autor („Das Buch vom Süden“) seine Hörer mit auf eine Reise. Orientalische Töne begleiten den Sprechgesang „Marrakech“, worin er von seiner zweiten Heimat Marokko erzählt. Dort hat er vor Jahren seinen drei Hektar großen Paradiesgarten „Anima“ angelegt. Kein Wunder, dass er sich in dem nordafrikanischen Land in seinem Element fühlt und musikalisch von Luft voller Weihrauch, Minze und Sandelholz schwärmt.

In „Venedig“ wird selbst der touristenüberströmte Markusplatz im Mai zum Sehnsuchtsort – dank einer Liebe, die sich von Café zu Café rettet. In „Heldenplatz“ ist Wien der Ort der „Fiaker und Huren“. Den Platz selber, wo Diktator Adolf Hitler 1938 den „Anschluss“ Österreichs an des Deutsche Reich verkündete, verdunkelt der „Schatten der Mörder“.

Heller, geboren in der wohlhabenden Familie eines jüdischen Wiener Zuckerbäckers, der zum Katholizismus konvertierte, verarbeitet auch dunkle Lebenserinnerungen. Er sollte auf Drängen seines Vaters Kardinal werden, musste für Freunde der Familie als Kind die Messe lesen, besuchte gefühlsarme Internate. Die für ihn schockierende Beziehung zu seinem tyrannischen Vater, für dessen Tod er nach eigenen Worten als Kind gebetet hat, ist immer wieder Anlass für einen Ruf nach Empathie und Zartheit. Im Song „Wiener Judenkinder“ beschwört Heller gar das Bild eines sanften Endes: „Auch der Tod ist Zärtlichkeit.“

Den letzten Anstoß zur Veröffentlichung des Albums hätten sein Sohn Ferdinand und dessen umjubelte Auftritte als Musiker gegeben, bekennt Heller. In seinen Palais-Räumen ließ der Wiener ein Studio einrichten, das wegen seiner besonderen Aura zum Gelingen des Projekts maßgeblich beitragen sollte. „Wo immer ich mich einrichte, bemühe ich mich um die Anwesenheit von hohen Energien“, so der 72-Jährige. Bilder von Georg Baselitz und David Hockney an der Wand oder eine Skulptur von Picasso im Raum seien „energetische Sandsäcke gegen das Eindringen von Schlamperei, Dummheit und Entmutigung“.

Multi-Talent Heller, der 2006 die von der Fifa kurzfristig abgesagte Eröffnungs-Gala der Fußball-WM in Deutschland organisierte, galt nicht wenigen als eitler Selbstdarsteller, gar als Blender. Der frühe Ruhm habe ihn abheben lassen, sagte er selber einmal. Inzwischen fühlt er sich geläutert. Die Geburt seines Sohnes, der er voller Skepsis entgegen gesehen hatte, habe ihm die Augen geöffnet. Zusammen mit Ferdinand, der als Rapper „Left Boy“ unterwegs ist, habe er beim Abhören des Albums eine Zeit großer Innigkeit erlebt.

Das Album, das weder Comeback noch Alterswerk sein will, passt in die Zeit der dunklen Kuschel-Monate. Seine Fans werden darin seelenwärmende Poesie sehen.



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[Werbung] Waiting for snow Ich finds immer ein bisschen schade, wenn es im Deze…

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Waiting for snow ❄️ Ich finds immer ein bisschen schade, wenn es im Dezember nicht schneit ❄️ Wie ist das bei euch? Schnee 👍🏼 oder 👎🏼?
Ich fahr heute Mittag zu meinem lieben „Bruderherz“ @funfairblog und dort werden wir später einen Livestream auf seinem YouTube Kanal machen. Vielleicht habt ihr ja Lust vorbeizuschauen 😊 Würde mich auf jeden Fall freuen ein paar von euch dort zu „treffen“ 🥰
Ich wünsche euch einen schönen, entspannten Sonntag ihr Lieben 😘💕



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Crossout Spieldings Unterhaltung | Gameplay Deutsch

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Tumult oder Badlam, Spieler die einfach auf andere ballern und sonstige Sachen. Mein neues Build, hält schon einiges aus, ich muss aber noch mehr lernen bessere zu bauen. 😉

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Wintersalon in Wismar zeigt zeitgenössische Kunst | NDR.de – Kultur – Kunst

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Stand: 11.12.2019 11:07 Uhr

von Wolfram Pilz

Erneut findet in Wismar in der Galerie für zeitgenössische Kunst Kristine Hamann der sogenannte Wintersalon statt. 15 Künstler, darunter arrivierte wie neue, stellen Malerei, Fotografie sowie Konzeptkunst aus. Bis zum 2. Februar 2020 läuft die Ausstellung. Ein Überblick.

Der Wintersalon ist eröffnet. Galeristin Kristine Hamann zeigt Arbeiten von 15 mit der Galerie verbundenen Künstlerinnen und Künstlern aus den Bereichen Malerei, Konzept und Fotografie. „Es geht darum, zu zeigen, dass Kunst im Kontrast entstehen kann“, erläutert Hamann. „Wie kann man verschiedene Genres zusammenbringen? Handschriften, die sich dann letztendlich gegenseitig hervorbringen?“ Das sei interessant, sagt Hamann. So würden die ruhigen Arbeiten neben den lauteren hängen, die farbigen neben den zurückhaltenden.

Bilder aus der Ausstellung

Tulpenbild von Hendrik Möller mit morbider Anmutung

Da ist zum Beispiel ein großes Bild des Berliners Henrik Urs Möller mit dem Titel „Tulipan“, das von Weitem betrachtet wie Fliesenmalerei aussieht. Das Medium ist Fotografie, eine digitale Collage. „Zu sehen sind verwelkte Tulpen. Es ist ein Vanitas-Bild – die Schönheit des Vergehens auf Kompositgold mit vielen kleinen Kacheln“, erzählt die Galeristin. Die Kacheln seien wichtig, weil das Bild sonst monumental wirken würde, ergänzt sie: „Sie wirken wie ein Bruch. Diese Kacheln haben etwas Verletzliches. Etwas Morbides und Wunderschönes.“ Ein Bild mit einer üppig morbiden barocken Anmutung und direkt daneben realistische Malerei.








Anamaria Avram: "ROLES 3" © Anamaria Avram

Der Beitrag zum Hören



Henrik Urs Müller, Willi Siber und die rumänische Neuenteckung Anamaria Avram: Der Wintersalon in Wismar stellt zeitgenössische Arbeiten von 15 Künsterlinnen und Künstlern vor.

Objektkunst trifft auf Gemälde

Sie stammt von Anamaria Avram aus Rumänien. „Diese Künstlerin ist eine Neuentdeckung. Ich stelle Sie das erste Mal aus. Ich suche auch immer nach interessanten neuen Künstlern. Die beiden Bilder um die Ecke sind Porträts von ihr. Das ist ein bisschen Ikonenmalerei, in die Zeit übertragen.“ Ein Bild Avrams heißt „Beauty Sleep“ – mit einer Katze, die auf einem alten Fernsehgerät schläft. Es steht im Zusammenspiel mit der Objektkunst von Willi Siber, von dem drei mit Epoxidharz übergossene Pelletsquader ausgestellt sind.

Willi Siber – Dresdner Maler und Fotograf

„Willi Siber ist einer der wichtigsten bekannten Künstler Süddeutschlands“, sagt Hamann. Er habe gerade eine Retrospektive im Museum Villa Rot gehabt und die Pinakothek der Moderne München habe jüngst eine Auktion mit ihm veranstaltet, erzählt die Galeristin.

Farb- und Formenspiele von Kirk Sora

Im Wintersalon sind auch Fotoarbeiten von Kirk Sora mit intensiven Formen und Farbspielen zu sehen. Er hat in Dresden Malerei studiert und schätzt das Aufeinanderprallen so unterschiedlicher Arbeits- und Kunsthaltungen. „Das ist das Spannende an der Sache“, sagt er. Es sei eine Herausforderung, wahrzunehmen, was passiert, wenn eine Arbeit in verschiedenen Kontexten gezeigt wird. „Das erschließt auch Dinge, die für mich nicht planbar sind. Darum gehe ich gern zu diesen Ausstellungen“, so Foto-Künstler Sora. Zumal Kristine Hamann verschiedene Hängungen angekündigt hat. Es werden also immer wieder andere Arbeiten in neuen Zusammenhängen zu sehen sein.

Wintersalon in Wismar zeigt zeitgenössische Kunst

Arbeiten von 15 Künstlerinnen und Künstlern hängen im Wintersalon von Kristine Hamann in Wismar. Bis zum 2. Februar wird die Ausstellung in verschiedener Hängung zu sehen sein.

Art:
Ausstellung
Datum:
Ende:
Ort:

Galerie Kristine Hamann

Schweinsbrücke 11
23966 
Wismar


E-Mail:
galeriehamann@googlemail.com

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV |
Kulturjournal |
10.12.2019 | 19:00 Uhr

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