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Gesetze forcieren Nachhaltigkeit: Wirtschaft reagiert auf Druck bei Klimaschutz

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Gesetze forcieren Nachhaltigkeit

Wirtschaft reagiert auf Druck bei Klimaschutz

Der Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft und Gesellschaft ist ein enormer Kraftakt. Wie sind Unternehmen hierzulande aufgestellt? Eine Studie nennt Bremsklötze beim Ressourcenschutz, zeigt aber auch, warum der Wandel zuletzt deutlich Fahrt aufgenommen hat.

Nachhaltigkeit galt lange Zeit als unsexy und langweilig, mehr als Thema für kommende Generationen als für die heutige. Das hat sich geändert. Nachhaltigkeit ist mittlerweile ein Megatrend, wie auch die Weltklimakonferenz kürzlich in Glasgow gezeigt hat. Klima- und Ressourcenschutz ist in den Köpfen angekommen, und damit ist die Überzeugung gewachsen, dass ökologisches Handeln und der bewusste Umgang mit den Ressourcen auf unserem Planeten nun keinen Aufschub mehr erlauben.

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Peer School for Sustainable Development und des Lehrstuhls für nachhaltiges Wirtschaften der Universität Mannheim hat untersucht, wie gut Unternehmen inzwischen in dem Bereich aufgestellt sind. Das Ergebnis lautet: Dreiviertel der befragten 51 Nachhaltigkeitsverantwortlichen aus großen Unternehmen versichert, das Thema sei “viel wichtiger” geworden. Bei mehr als der Hälfte sind entsprechende Entscheidungen deshalb auch “ganz oben”, beim Vorstand oder bei der Geschäftsführung angesiedelt.

Obwohl Nachhaltigkeit auch inhaltlich an Bedeutung gewonnen hat, wie die Umfrage zeigt, wird deutlich, dass es gleichzeitig immer noch viel zu tun gibt. So gibt nur ein einziger der Befragten an, dass das Thema “voll und ganz in allen Bereichen verankert” sei. Auch nur knapp die Hälfte hält die finanziellen Mittel für den eigenen Bereich für ausreichend. Als positiv heben die Autoren dabei ausdrücklich hervor, dass sich die Corona-Pandemie bei der Mehrheit der Unternehmen nicht wie erwartet auf das Budget für Nachhaltigkeit ausgewirkt hat (56,9 Prozent). Nur 11,8 Prozent der befragten Nachhaltigkeitsverantwortlichen geben an, dass das Budget infolge der Pandemie kleiner geworden sei.

Interessant sind auch die Antworten auf die Frage nach den Treibern der Transformation. Denn laut der Umfrage ist es vor allem der Druck von außen, der hier seine Wirkung tut. Die Kunden übten einen “sehr wesentlichen” Einfluss auf die Unternehmensentscheidungen aus, lautet die Antwort von 47 Prozent der Befragten. An zweiter Stelle wird die Führungsetage als Entscheidungsgeberin (43 Prozent) und an dritter die politische Regulierung (35 Prozent) genannt. Experten sprechen hier von einem “Trickle-Down-Effekt”. “Wenn einige große Unternehmen bestimmten Transparenzpflichten unterliegen, werden diese Standards auch innerhalb der Wertschöpfungskette weitergereicht”, erklärt Jakob Kunzlmann, Wirtschaftsexperte der Bertelsmann Stiftung.

Einige Beispiele, die als Beschleuniger genannt werden, sind neue gesetzliche Regelwerke wie der EU-Aktionsplan “Nachhaltige Finanzierung” (EU Sustainable Finance Action Plan – SFAP) mit der EU-Taxonomie – hierbei sollen Kapitalflüsse in ökologisch nachhaltige Aktivitäten gelenkt werden – , die ausgeweiteten nachhaltigkeitsbezogenen Berichtspflichten sowie das Lieferkettengesetz. Alle Regularien sorgten aber auch für große Unsicherheit in Unternehmen, heißt es in der Studie. Die Verantwortlichen in den Unternehmen fürchteten vor allen die damit verbundenen Kosten und die zusätzliche Bürokratie. Die Folgen der Umsetzung des Lieferkettengesetzes ab dem 1. Januar 2023 sei für die Unternehmen bisher wenig abschätzbar.

Hohe Kosten und viel Aufwand bei “laufendem Motor”

Dass die Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit immer noch nur mit angezogener Handbremse vorangeht, liegt laut den Autoren an den hohen Kosten für Nachhaltigkeitsmaßnahmen, an mangelnden Ressourcen sowie einer immer noch zu geringen Nachfrage. Insgesamt stehe die Wirtschaft immer noch “am Anfang der Startbahn für eine nachhaltige Transformation. Wir laufen uns gerade erst richtig warm”, kommentiert Alexander Kraemer, Mitgründer und Vorstandsmitglied der Peer School.

In Bezug auf ihre konkrete Arbeit, nennt die Mehrheit der Befragten das Vermeiden von Emissionen und die Dekarbonisierung der Unternehmensprozesse in den kommenden Jahren als “wesentliche” oder “sehr wesentliche” Prioritäten. Auch verbirgt sich laut den Studienautoren ein Bremsklotz auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Denn der Umbau erfolge “bei laufendem Motor”, formuliert es Laura Marie Edinger-Schons, Professorin für nachhaltiges Wirtschaften an der Universität Mannheim. Es gebe “so viel neue Regulierung und Methoden wie noch nie für die nächsten Jahre”, was gänzlich neue Management-Kompetenzen und Prozesse erfordere, “insbesondere bei Unternehmen, die die Relevanz des Themas erst spät erkannt haben”.

Insgesamt befinden wir uns “in einer Zeit der substantiellen Neuorientierung unserer Wirtschaft”, lautet das Fazit der Studie. Und die Prognose: “In Zukunft wird es vermutlich deutlich mehr Transparenz über Nachhaltigkeitsaspekte geben und dies wird sich auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auswirken.” Sie Umfrage “Sustainability Management Monitor” soll künftig jährlich wiederholt werden.



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Für die richtige Gage biss sie fest zu

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Aller guten Dinge sind drei, so sagt man. Auf Joko und Klaas trifft das nicht zu. In der dritten Staffel ihrer Show im Kampf gegen ProSieben ließ sie ausgerechnet Verona Pooth alt aussehen. 

Foto-Serie mit 11 Bildern

Aufgrund einer Verletzung bekamen Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf in der neuen Ausgabe von “Joko & Klaas gegen ProSieben” Unterstützung. Weil sich der Joko in der vergangenen Ausgabe verletzt hatte, bekamen er und Kollege Klaas Heufer-Umlauf am 7. Dezember im Kampf gegen den Sender Unterstützung von Producer und Autor Jakob Lundt. Das Trio konnte sich in den unterschiedlichen Aufgaben zwar mehrere Vorteile erspielen, der dritte Sieg in der dritten Ausgabe der neuen Staffel blieb ihnen aber verwehrt.

Anteil daran hatte auch Verona Pooth. Zusammen mit Micky Beisenherz trat die Entertainerin gegen das Ulk-Duo an und gewann sogar. Dabei verriet sie scherzhaft: “Ich habe mich immer wieder gedrückt und gedrückt. Aber jetzt habt ihr die Gage so hochgeschraubt, dass ich nicht ‘Nein’ sagen konnte.” Wie viel man ihr für ihren Auftritt geboten hatte, plauderte Pooth nicht aus. 

Dauerschleife Modern Talking ist für Verona Pooth die “Todesstrafe” 

Es schien allerdings genug dafür zu sein, dass sich die 53-Jährige so richtig ins Zeug legte. So überstand sie zum Beispiel eine 20-minütge “Brother Loui”-Dauerschleife von Modern Talking. “Das ist die Todesstrafe”, stellte sie fest. Warum sie auf die Musik der beiden Deutschen nicht gut zu sprechen ist, dürfte wohl auf der Hand liegen. Die Hamburgerin war in den Neunzigerjahren für kurze Zeit mit Dieter Bohlen verheiratet. Die Beziehung endete nicht in Freundschaft. 

Doch Pooth blieb zäh. Ihrem Promikollegen musste sie das Wort “Zorn” mit der Hilfe eines Tonklumpen erklären. dazu biss sie einfach beherzt in den Klumpen. Beisenherz erkannte zumindest, dass dieses Werk von ihr stammen müsste. Die beiden schlugen Joko und Klaas in ihrem Duell. 

Max Giesinger und Johannes Oerding gelang es ebenfalls gegen die Gastgeber zu brillieren. So verloren die beiden an diesem Abend die dritte Folge der Staffel. Dabei hatte zunächst alles gut für Winterscheidt und Heufer-Umlauf ausgesehen. Zusammen mit Lundt konnten sie die ersten vier Herausforderungen meistern. In Spiel zwei, “The Taped Singer”, konnten sie etwa mit Vanessa Mai und Lucy Diakovska zwei von vier Promi-Sänger, deren Gesicht mit Klebeband verhüllt war, richtig erkennen und die Aufgabe damit erfolgreich lösen. 

Auch im schwierigen Finale “Klammern”, an dem Klaas und Lundt teilnahmen, war das Trio nicht siegreich. Die beiden sollten sich an sechs unterschiedlichen Gegenständen zusammengerechnet insgesamt fünf Minuten lang festhalten, ohne dass die Füße den Boden berühren. Während das etwa bei einer Jeans und einem Medizinball nicht sonderlich gut klappte, klammerte Klaas sich relativ lange an einer Puppe von Joko fest. “Ich hab dich so hart gelöffelt”, scherzte der 38-Jährige. Weil nach dem letzten Gegenstand aber noch 54 Sekunden auf dem Zähler waren, galt das Finale als verloren.

Bestrafung soll “fürchterlich” werden 

Als Bestrafung bereitet der Sender “etwas Krasses” für die Moderatoren in ihrer Live-Show “Das Duell um die Welt”, am 11. Dezember ab 20:15 Uhr, vor. Schon in der vergangenen Ausgabe hatte Moderator Steven Gätjen “etwas Schreckliches, Unerwartetes, Fürchterliches” angekündigt, das Joko und Klaas bei einer Niederlage in ihrer Sendung am vergangenen Samstag erwartet hätte. Was das genau sein wird, ist eine Überraschung.

Somit erhalten die Moderatoren am 8. Dezember zudem keine Live-Sendezeit zur Primetime auf ProSieben. Nach der ersten Show hatten sie “15 Minuten live aus Joko & Klaas” gezeigt und damit auf Vorsorgeuntersuchungen hingewiesen. In der vergangenen Woche hatten die beiden aus drei verschiedenen Blickwinkeln knallharte Corona-Realität gezeigt. Neben einer jungen Patientin und dem Oberarzt der Intensivstation der Charité war auch Olaf Scholz zu sehen. Scholz, der am Mittwoch im Bundestag zum neuen Kanzler gewählt werden soll, erklärte: “In Deutschland sind zu wenige Menschen geimpft. Schützt euer Leben und das der anderen.”



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Bundestag, Steinmeier, Merkel: So läuft die Kanzlerwahl von Scholz

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Bundestag, Steinmeier, Merkel

So läuft die Kanzlerwahl von Scholz

Das erste Mal seit 2005 stellt die SPD wieder den Bundeskanzler: Am Vormittag wollen die Ampelparteien Olaf Scholz zum neuen Regierungschef wählen. Auch seine Ministerinnen und Minister übernehmen im Laufe des Tages ihre Ämter.

Deutschlands erste Ampel-Koalition im Bund geht an den Start: SPD, Grüne und FDP wollen den Sozialdemokraten Olaf Scholz am Vormittag im Bundestag zum neunten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland wählen. Er muss bei der Abstimmung mindestens 369 Stimmen erhalten – die drei Ampel-Parteien kommen zusammen auf 416 Mandate. Nach Vorgabe des Grundgesetzes findet die Abstimmung ohne vorherige Debatte statt.

Der 63-Jährige wäre der vierte SPD-Kanzler nach Willy Brandt, Helmut Schmidt und Gerhard Schröder. Die CDU stellte bislang die vier Kanzler Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Kurt Georg Kiesinger und Helmut Kohl sowie in den vergangenen 16 Jahren Kanzlerin Angela Merkel.

Übergabe des Kanzleramtes am Nachmittag

Nach der Abstimmung im Bundestag wird Scholz gegen 10.15 Uhr von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Ernennungsurkunde ausgehändigt. Damit geht die Regierungsgewalt auf den neuen Kanzler über. Um 12.00 Uhr wird Scholz im Bundestag von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas vereidigt. Auf Vorschlag von Scholz ernennt Steinmeier anschließend die Bundesminister und -ministerinnen.

Am Nachmittag übergibt schließlich die bisherige Bundeskanzlerin Angela Merkel das Bundeskanzleramt an ihren Nachfolger. Auch die meisten neuen Ministerinnen und Minister werden im Laufe des Nachmittags zur Amtsübergabe an ihren Dienstsitzen empfangen.

7x SPD, 5x Grün, 4x FDP

Die SPD hatte die Bundestagswahl am 26. September gewonnen und war nach einer Aufholjagd mit 25,7 Prozent stärkste Kraft vor der CDU/CSU (24,1 Prozent) geworden. Rein rechnerisch hätte die Union mit diesem Ergebnis auch ein Jamaika-Bündnis mit Grünen und FDP anführen können. Die zwei kleineren Parteien entschieden sich jedoch für Koalitionsverhandlungen mit der SPD.

In der neuen Regierung stellt die SPD sieben Ministerinnen und Minister: Wolfgang Schmidt (Kanzleramtschef), Karl Lauterbach (Gesundheit), Hubertus Heil (Arbeit und Soziales), Nancy Faeser (Innen), Christine Lambrecht (Verteidigung), Klara Geywitz (Bau) und Svenja Schulze (Entwicklung).

Für die Grünen ziehen Annalena Baerbock (Außen), Robert Habeck (Wirtschaft und Klimaschutz), Anne Spiegel (Familie), Steffi Lemke (Umwelt) und Cem Özdemir (Agrar) ins Kabinett ein. Habeck ist auch Vizekanzler. Die Kabinettsmitglieder der FDP sind Christian Lindner (Finanzen), Volker Wissing (Verkehr), Marco Buschmann (Justiz) und Bettina Stark-Watzinger (Bildung).



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Schaffner sollen Nachweis prüfen: Bahn verschärft ab heute 3G-Kontrollen

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Schaffner sollen Nachweis prüfen

Bahn verschärft ab heute 3G-Kontrollen

Seit zwei Wochen gelten im Nah- und Fernverkehr die 3G-Regeln. Fahrgäste müssen geimpft, genesen oder getestet sein, um mitfahren zu dürfen. Ab sofort sollen die Nachweise noch strenger kontrolliert werden, denn nun prüfen auch Schaffner die Angaben. Allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Ab diesem Mittwoch verschärft die Deutsche Bahn die sogenannten 3G-Kontrollen im Regionalverkehr. Fortan sollen auch die sogenannten Kundenbetreuer, also Schaffnerinnen und Schaffner, bei der Ticketkontrolle überprüfen, ob die Fahrgäste geimpft, genesen oder getestet (3G) sind. Bislang hatten das im Nahverkehr vor allem die Sicherheits-Mitarbeiter übernommen.

Allerdings bleibe es bei stichprobenhaften Überprüfungen, sagte die Bahn. Es werde nur dann nach dem 3G-Nachweis gefragt, wenn die Kontrolleure von Sicherheitspersonal begleitet werden. Es würden stets zwei Mitarbeitende bei der Kontrolle eingesetzt, um größtmögliche Sicherheit für die Kundenbetreuer im Nahverkehr zu gewährleisten, hieß es. Außerdem kann bei Fahrtausschlüssen die Bundespolizei zu Hilfe gerufen werden.

Bereits seit dem 24. November gilt die 3G-Pflicht im Regional- und im Fernverkehr. Wer keinen entsprechenden Nachweis vorweisen kann, wird dazu aufgefordert, den Zug an der nächsten Station zu verlassen. Es droht ein Bußgeld von bis zu 2500 Euro. Der Bahn zufolge war stets geplant, dass auch die Schaffnerinnen und Schaffner im Nahverkehr kontrollieren sollen.

Vor ihrem erweiterten Einsatz mussten sie demnach noch speziell geschult werden. “Nach ersten Erhebungen zeichnet sich auch im Regional- sowie im S-Bahnverkehr eine sehr hohe Akzeptanz der neuen Regeln bei unseren Fahrgästen ab”, teilte das Unternehmen mit. “Hier konnten rund drei Prozent der kontrollierten Reisenden keinen 3G-Nachweis vorzeigen.”



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