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Feuerwehrleute im Einsatz in Brandenburg getötet: Prozess gegen Lkw-Fahrer wird neu aufgerollt

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Vor mehr als zwei Jahren raste ein Lastwagen auf der A2 in Brandenburg in eine Unfallstelle und zwei Feuerwehrleute starben: Gegen den Fahrer des Sattelzuges beginnt am 19. September nun vor dem Landgericht Potsdam der Berufungsprozess. Zuvor hatte am die „MAZ“ darüber berichtet.

Das Amtsgericht Brandenburg/Havel hatte den Mann wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft legte daraufhin gegen das Urteil Berufung ein. In ihrem Plädoyer hatte sie drei Jahre und sieben Monate gefordert. 

Nach Aussage eines Gutachters im ersten Prozess raste der Mann am 5. September 2017 ungebremst in die Unfallstelle auf der A2 bei Lehnin (Potsdam-Mittelmark). Dabei kippte ein Feuerwehrwagen um und begrub die zwei Feuerwehrleute im Alter von 23 und 38 Jahren unter sich. Ein weiterer Feuerwehrmann (23) wurde schwer verletzt. 

Richterin: „Die Müdigkeit fällt nicht plötzlich vom Baum“

Der Lastwagenfahrer hatte vor Gericht angegeben, möglicherweise eingeschlafen zu sein. Er könne sich jedoch nicht mehr erinnern und behauptete, während seiner Fahrt nach Berlin die vorgeschriebenen Ruhepausen eingehalten zu haben. Müdigkeit hätte er keine bemerkt.

Richterin Susanne Götsche sagte damals in der Urteilsbegründung, der Angeklagte hätte während der Fahrt doch bemerken müssen, dass er müde sei. Darauf hätte er reagieren müssen. „Dass man nicht merkt, dass man müde ist, kann mir keiner erzählen“, sagte die Richterin. „Die Müdigkeit fällt nicht plötzlich vom Baum.“ (BLZ/dpa)





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Berlin

Streaming-Anbieter: Teilen von Netflix-Accounts könnte bald verboten werden

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Köln –

Streaming-Anbieter Netflix denkt offenbar darüber nach, das beliebte Teilen von Accounts abzuschaffen. Netflix-Manager Greg Peters sagte in einem Pressegespräch anlässlich der Quartalszahlen des Unternehmens auf Nachfrage eines Investors: „Wir behalten das im Auge. Wir suchen nach kundenfreundlichen Wegen, um das Teilen oder Stehlen von Passwörtern einzudämmen.“ Für viele Investoren ist der Sharing-Trick ein Dorn im Auge.

Das Modell, einen Account auf mehrere Nutzer zu verteilen, ist bei vielen Zuschauern beliebt. Eine Person meldet sich bei Netflix an und bekommt dann die entsprechenden Kosten von den anderen Nutzern zurücküberwiesen. Im Gegenzug gibt die Person ihr Passwort weiter, sodass mehrere Personen zu einem günstigeren Preis den Streamingdienst nutzen können.  

Bis zu vier Personen gleichzeitig können über einen Netflix-Account je nach Abo-Modell Serien und Filme schauen, so sinkt natürlich auch der monatliche Preis pro Nutzer – was Netflix am Ende weniger Gewinn einbringt.

Quartalszahlen im Schnitt

Bisher hatte sich Netflix im Kampf gegen dieses Modell eher zurückgehalten. Wohl auch, weil die Konkurrenz mit Sky, Amazon Prime, Maxdome oder dem bald in Deutschland startenden Disney+ groß ist und der US-Streaminganbieter um seine Abonnenten kämpfen muss. Bei vielen Konkurrenten ist das Sharing-Modell von Netflix nicht möglich, Nutzer können sich nur an einer begrenzten Zahl von Geräten einloggen und meist auch nur ein Gerät gleichzeitig nutzen.

Im dritten Quartal hat Netflix einen Umsatz von 5,24 Milliarden Euro gemacht und lag damit etwa 1,2 Milliarden Euro vor dem Quartalsergebnis aus dem Vorjahr. Erwartet hatten die Verantwortlichen 5,25 Milliarden Euro an Umsatz. Auch die Nutzerzahlen sind im dritten Quartal 2019 gestiegen, 6,77 Millionen neue Nutzer konnte Netflix für sich gewinnen und lag damit 70.000 Nutzer über den eigenen Erwartungen.





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Peking/China: Auftragsmörder macht mit Opfer gemeinsame Sache

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Peking –

Dieser Plan ging wohl nach hinten los: In China sind fünf Männer festgenommen worden, die den Auftrag zur Ermordung eines Geschäftsmannes so lange untereinander weiterreichten, bis ihr Opfer zur Polizei ging. Ein Gericht in Nanning verurteilte die fünf potenziellen Mörder und den Auftragsgeber zu Haftstrafen bis zu fünf Jahren. Die Farce begann 2013 mit der Klagedrohung eines Geschäftsmannes gegen einen Immobilienunternehmer. Um einen teuren und langwierigen Rechtsstreit zu vermeiden, engagierte der Immobilienunternehmer einen Auftragsmörder.

Er zahlte ihm zwei Millionen Yuan (255.000 Euro), damit dieser seinen Kontrahenten aus dem Weg schafft. Der gedungene Killer wollte sich jedoch die Hände nicht schmutzig machen und gab den Auftrag zum halben Preis an einen Kollegen weiter. Auch der engagierte wiederum für 700.000 Yuan einen weiteren Mörder. Dieser schreckte ebenfalls vor der Tat zurück und beauftragte für 100.000 Yuan schließlich einen potenziellen Mörder.

Der Letzte in der Reihe beschloss jedoch, die Summe sei eine drohende lebenslange Haft nicht wert und entschied, den Mord vorzutäuschen – mit Hilfe des Opfers. In einem Café traf sich der Geschäftsmann mit seinem potenziellen Mörder und erklärte sich bereit, für ein Foto gefesselt und geknebelt zu posieren. Nach dem Fototermin ging er schnurstracks auf eine Polizeiwache, sämtliche saumseligen Auftragsmörder wurden festgenommen. (afp)





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rbb-„Abendshow“: neuer Moderator-Comedian Ingmar Stadelmann verspricht Fressefreiheit für Berlin

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In der letzten Ausgabe der „Abendshow“ Ende September trat Ingmar Stadelmann noch als großspuriger Chef des „E-Scooter-Departments“ im RBB an und verspottete so den Medienhype gegenüber dem Vehikel. In der neuen Ausgabe am Donnerstag wird er schon seinen Kopf für die gesamte „Abendshow“ hinhalten und die Sendung moderieren. Seine beiden Vorgänger bekamen nicht mal die Chance, sich vom Publikum zu verabschieden. Britta Steffenhagen und Marco Seiffert hätten der Show „vom Start weg eine erstklassige Präsenz“ verschafft, lobhudelte Heiner Heller, beim RBB verantwortlich für „Unterhaltung und junge Formate“.

„Abendshow“-Start – ein Desaster

Dabei war der Start des RBB-Satireformats vor zwei Jahren ein Desaster – und viel besser wurde es auch nicht mehr, weder inhaltlich noch quotentechnisch. Die Show wollte sowohl „unterhaltsam-satirisch“ wie „politisch zupackend“ sein. Doch diese Kombination funktionierte nie, Berichte über ernste Themen blieben Fremdkörper, wurden zuletzt immer weniger eingestreut. Ebenso wenig gelang das Zusammenspiel der Moderatoren. Marco Seiffert, eine beliebte Radiostimme, wirkte vor der Kamera linkisch. Britta Steffenhagen dagegen versuchte, ihre schalen Gags mit Geschrei und Grimmassen zu verbreiten, was alles nur noch schlimmer machte. So empörte sie sich in der letzten Ausgabe minutenlang darüber, dass im September, wie in jedem Jahre, schon wieder Lebkuchen angeboten werden.

Dabei hätte Berlin, laut RBB die „aufregendste Stadt der Welt“, viel mehr zu bieten als solche altbackenen Meckereien. „Wir müssen viel mehr abbilden, was Berlin eigentlich ist“, betont Ingmar Stadelmann. Der aus der Altmark stammende Wahlberliner und Radiomoderator hat viele Erfahrungen damit, den Wahnsinn, aber auch die liebevollen Skurrilität dieser Stadt einzufangen und auf die Bühne zu bringen. In seinem dritten Programm „Fressefreiheit“ spielte er mit dem Berliner Humor und den Berliner Typen − vom Kellner bis zum Kampfradler − vor vollen Sälen in ganz Deutschland und machte die Erfahrung, dass das überall funktioniert: „Der Einheimische sagt: Stimmt! Der Auswärtige sagt: Witzig!“ Gern agiert der Stand-up-Comedian mit dem Publikum – das würde auch der „Abendshow“ guttun.

Zugleich streitet Stadelmann unter dem Motto „Fressefreiheit“ auch dafür, über alles offen zu sprechen – und so mancher Kollege beklagt sich darüber, dass er auf der Bühne mehr wagen könne als im Fernsehen. Stadelmann ist sich des Problems bewusst, will vor allem gegen die eigene „Selbstbeschneidung“ ankämpfen und baut auf das Vertrauen der RBB-Redakteure, das ihm schon seit Jahren bei Radio Fritz entgegengebracht wird. „Mein Plan ist es, nichts wegzulassen: Wir sollten über alles sprechen, über alles Witze machen, über alles lachen und über alles nachdenken.“

Format Late-Night-Show

Eine wichtige Baustelle sieht er darin, sich mit dem RBB-Team „warmzuarbeiten“ und dessen Potenzial endlich „auf die Straße zu bringen“. Als neuer Redaktionsleiter wird der gebürtige Wiener Robert Wilde arbeiten, mit dem Stadelmann schon für die „heute show“ im ZDF kooperiert hat. Ihr Beitrag über die Wiener „Hakenkreuzschnitzel“ sorgte 2016 für Wirbel. Einschränken muss Stadelmann dafür seine Bühnenauftritte – seine für 2020 geplante Tour zum neuen Programm „Verschissmus“ muss er eindampfen, um die „Abendshow“ live moderieren zu können. Der bekennende Harald-Schmidt-Fan will in der Sendung formal an die traditionellen Late-Night-Shows mit Sidekick und Band anknüpfen und verspricht schon für die heutige Ausgabe echte Überraschungen.
Die Abendshow donnerstags 20.15 Uhr, RBB   





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