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Berlin

Feuerwehrleute im Einsatz in Brandenburg getötet: Prozess gegen Lkw-Fahrer wird neu aufgerollt

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Vor mehr als zwei Jahren raste ein Lastwagen auf der A2 in Brandenburg in eine Unfallstelle und zwei Feuerwehrleute starben: Gegen den Fahrer des Sattelzuges beginnt am 19. September nun vor dem Landgericht Potsdam der Berufungsprozess. Zuvor hatte am die „MAZ“ darüber berichtet.

Das Amtsgericht Brandenburg/Havel hatte den Mann wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft legte daraufhin gegen das Urteil Berufung ein. In ihrem Plädoyer hatte sie drei Jahre und sieben Monate gefordert. 

Nach Aussage eines Gutachters im ersten Prozess raste der Mann am 5. September 2017 ungebremst in die Unfallstelle auf der A2 bei Lehnin (Potsdam-Mittelmark). Dabei kippte ein Feuerwehrwagen um und begrub die zwei Feuerwehrleute im Alter von 23 und 38 Jahren unter sich. Ein weiterer Feuerwehrmann (23) wurde schwer verletzt. 

Richterin: „Die Müdigkeit fällt nicht plötzlich vom Baum“

Der Lastwagenfahrer hatte vor Gericht angegeben, möglicherweise eingeschlafen zu sein. Er könne sich jedoch nicht mehr erinnern und behauptete, während seiner Fahrt nach Berlin die vorgeschriebenen Ruhepausen eingehalten zu haben. Müdigkeit hätte er keine bemerkt.

Richterin Susanne Götsche sagte damals in der Urteilsbegründung, der Angeklagte hätte während der Fahrt doch bemerken müssen, dass er müde sei. Darauf hätte er reagieren müssen. „Dass man nicht merkt, dass man müde ist, kann mir keiner erzählen“, sagte die Richterin. „Die Müdigkeit fällt nicht plötzlich vom Baum.“ (BLZ/dpa)





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Berlin

Ric Ocasek von den Cars im Alter von 75 Jahren gestorben

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New York –

Der Sänger der US-Rockgruppe The Cars, Ric Ocasek, ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Der Musiker wurde am Sonntag leblos in seinem Appartement in Manhattan gefunden. Er starb an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, zudem litt er an einem Lungenemphysem und Bluthochdruck. 

Die New-Wave-Band wurde in den 70er und 80er Jahren mit Songs wie „Just What I Needed“ und „My Best Friend“s Girl“ bekannt. Nach der Auflösung 1988 machte Ocasek solo weiter.

The Cars wurden 1978 gegründet

Ocasek – der mit bürgerlichem Namen Richard Theodore Otcasek hieß – wurde in Baltimore als Sohn eines Nasa-Mitarbeiters geboren. Seine Großmutter legte ihm eigenen Angaben zufolge das Singen nah und kaufte ihm auch seine erste Gitarre, als er 14 war. Sein Studium schmiss er und wendete sich der Musik zu.

Zusammen mit seinem langjährigen Freund Benjamin Orr gründete Ocasek 1978 The Cars und kreierte im New-Wave-Zeitalter einen Sound an der Grenze zwischen Punk und Pop, der sowohl szenetauglich als auch fürs Radio geeignet war. Ihre Songs waren eigen und auf den Punkt, raue Kanten aber wurden in der Produktion abgeschliffen.

The Cars wurden damit einem breitem Publikum zugänglich. Ihre Alben verkauften sich Millionen Mal, 2018 zog die Band in die Rock and Roll Hall of Fame ein. Danach versuchte sie ein kurzzeitiges Comeback.

Ocasek trennte sich von seiner langjährigen Partnerin

Viele Musikerkollegen zeigten sich nach der Todesnachricht geschockt. „Ruhe in Frieden. Ich habe die Arbeit mit seiner Band geliebt“, schrieb Billy Idol bei Twitter. Richard Marx erklärte: „Du warst ein wahres Original“. Und Schauspielerin und Sängerin Bette Midler schrieb über die Cars: „Unfassbar. Ihr Sound war der Sound eines ganzen Jahrzehnts. Bissig, verschmitzt, unbeschwert, sarkastisch und amüsant.“

Schlagzeilen hatte im vergangenen Jahr auch die Trennung Ocaseks von Ex-Supermodel Paulina Porizkova gemacht. Er hatte sie einst beim Videodreh zu „Drive“ kennengelernt. Die beiden haben zwei gemeinsame Kinder. (dpa)





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Berlin

In der Champions League trifft Dortmunds Paco Alcácer auf seinen alten Arbeitgeber FC Barcelona

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Ganz genau weiß Paco Alcácer noch nicht, was er tun wird, wenn er am Dienstagabend im Westfalenstadion durch einen Treffer gegen den FC Barcelona eine Explosion der Freude auslösen sollte. Es wäre ein Tor gegen seine ehemaligen Kollegen, gegen einen Verein aus seinem Heimatland, die Rituale des Spiels sehen für solche Augenblicke eigentlich einen pietätvollen Verzicht auf große Jubelorgien vor.

Doch Alcácer verspürt offenbar auch ein Jahr nach seinem Wechsel in die Bundesliga noch Reste von Groll wie er jüngst gegenüber Radio Cadena SER Catalunya andeutete. „Ich würde das in dem Moment entscheiden“, erwiderte er auf die Frage nach seinen Jubelplänen, „Ich habe Respekt vor vielen Leuten und vielen ehemaligen Teamkollegen. Viele Leute haben sich sehr gut gegenüber mir verhalten und andere haben sich sehr schlecht benommen. Einige Leute beim FC Barcelona haben ihr Wort nicht gehalten.“ Diplomatie und Dankbarkeit klingen anders.

Die dunkle Seite offengelegt

Alcácer ist einer dieser Stürmer, die nicht ohne ihre besonderen Eigenheiten vorstellbar sind. Fußballer, die seit ihrer Kindheit treffen und treffen und treffen, die es gewohnt sind, auch dann gefeiert zu werden, wenn sie jenseits ihrer Momente vor dem Tor kaum auffallen. Der vorige Sonnabend war wieder einmal so ein Tag, als der 26 Jahre alte Spanier zwar das kostbare 1:0 gegen Bayer Leverkusen geschossen und das wegweisende 2:0 mit einer genialischen Finte vorbereitet hatte, die Daten der Spielanalysten aber auch die dunkle Seite dieses Fußballers offenlegten. Alcácer hatte nur 24 Ballaktionen, er war lediglich 8,59 Kilometer gelaufen, und er hatte nur elf Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen.

Obwohl Alcácers Sturmpartner deutlich mehr gearbeitet hatten, sagte Sebastian Kehl, der Leiter der Lizenzspielerabteilung über den Torjäger: „Heute hat Paco auch ein enormes Laufpensum an den Tag gelegt, viel gestört zwischen den Innenverteidigern, und ist dann da, wenn man ihn braucht.“ Bei diesem Fußballer sehen sie gerne über mäßige Werte in vielen Diagnosekategorien hinweg. Denn Alcácer „ist ein echter Torjäger von hoher fußballerischer Qualität“ sagt BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Und solche sind selten.

Für den BVB ist dem Spieler – Pokal und Supercup eingerechnet – in allen sechs Pflichtspielen der laufenden Saison ein Tor gelungen. Hinzu kommen drei Treffer für Spanien in der Länderspielpause – das Fußballpublikum hat sich längst an solche Quoten bei Alcácer gewöhnt. Neu ist hingegen, dass er mittlerweile spielen kann, ohne nach spätestens einer Stunde an die Leistungsgrenzen seines Körpers zu geraten. Im Vorjahr traf er oft als Einwechselspieler in den Schlussphasen der Partien des BVB, zwölf Jokertore innerhalb einer Saison sind Bundesliga-Rekord. Durchschnittlich traf Alcácer alle 67 Minuten, auch das ist eine Ligabestmarke unter den Spielern, die in einem Jahr zehn mal oder öfter zum Einsatz kamen. Allerdings war er auch immer wieder mal verletzt.

Der physische Zustand, in dem Alcácer aus Katalonien ins Revier gekommen war, muss für einen professionellen Fußballer ziemlich außergewöhnlich gewesen sein. Erst jetzt, ein Jahr später, wirkt er wirklich fit. In diesem Bereich habe der Angreifer „einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht“, sagte Kehl am Sonnabend, „wir sind froh, dass er die Kraft hat, alle zwei Tage zu spielen.“

Allerdings wird auch hier wieder die schwierige Seite Alcácers sichtbar. Nachdem der Torjäger mit beeindruckenden Quoten vom FC Valencia nach Barcelona gekommen war, wurde er von kritischen Barça-Fans schnell „paquete“ genannt, was im Fußballjargon so viel heißt wie „Lusche“ oder „Flasche“. Offensichtlich hat ihn seine Situation bei dem berühmten Weltklub so sehr frustriert, dass er sich nicht besonders gewissenhaft um seine Fitness gekümmert hat. Gegen die Sturmkonkurrenten Lionel Messi, dessen Kumpel Luis Suárez, den eigensinnigen Neymar und später auch Ousmane Dembélé konnte Alcácer sich nie durchsetzen. Nachdem er dann nach Dortmund gewechselt war, sagte der große Diego Maradona: „Paco ist viel besser als Messi. Er hatte leider keine Chance bei Barça, weil ihn Messi schlecht behandelt hat.“

Beachtliches Gemeinschaftswerk

So eine Aussage muss natürlich mit Vorsicht betrachtet werden, weil Messi und Maradona alles andere als Freunde sind und der ehemals beste Spieler der Welt nicht immer ganz zurechnungsfähig ist, wenn er redet. Dass die zwischenmenschlichen Konstellationen im Angriff des FC Barcelona seit Jahren nicht ganz einfach sind, wird aber immer wieder mal sichtbar. Alcácer muss sich damit jetzt nicht mehr herumplagen, er hat sein Glück beim BVB gefunden. Dass es den Dortmundern tatsächlich zu gelingen scheint, diesen außergewöhnlichen Spieler immer besser zu machen, ist ein beachtliches Gemeinschaftswerk der Mitspieler, der Trainer, der Physiotherapeuten und der Menschen im Umfeld des BVB. Nun hoffen sie, dass Alcácer sich nicht bremsen lässt bei seiner Begegnung mit der eigenen Vergangenheit.





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Strommarkt: Brüssel erlaubt Deal zwischen RWE und Eon unter Auflagen

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Die EU-Wettbewerbshüter haben den Stromdeal der deutschen Platzhirsche RWE und Eon unter Auflagen erlaubt. Er führe nicht zu weniger Auswahl und höheren Preisen, teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit. Damit können Eon und RWE den deutschen Strommarkt umkrempeln.

Die beiden Essener Konzerne wollen die RWE-Tochter Innogy zerschlagen und ihre Geschäftsfelder komplett neu aufteilen. Eon soll die Netze und das Endkundengeschäft von Innogy erhalten, RWE die erneuerbaren Energien von Innogy und Eon.

Einstige Rivalen teilen sich Geschäftsbereiche auf

Die langjährigen Rivalen wollen sich nicht mehr in die Quere kommen. RWE wird zum Produzenten und Großhändler von Strom. Eon, künftig ohne eigene Kraftwerke, will sich auf den Transport und Verkauf von Strom, Gas und Energiedienstleistungen an Haushalte und Unternehmen konzentrieren. Neu ist auch: Beide Konzerne sind künftig geschäftlich eng miteinander verbunden. Denn RWE erhält im Zuge des Tauschgeschäfts eine Beteiligung von 16,7 Prozent an Eon und kann so von dessen Dividenden profitieren.

„Privat- und Geschäftskunden in Europa müssen Strom und Gas zu wettbewerbsfähigen Preisen beziehen können. Wir können heute die Übernahme von Innogy durch Eon genehmigen, weil die Verpflichtungszusagen von Eon sicherstellen, dass der Zusammenschluss in den Ländern, in denen diese Unternehmen tätig sind, nicht zu einer geringeren Auswahl und höheren Preisen führen wird“, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Zu den Auflagen gehört nun, dass Eon unter anderem 34 Ladestationen für Elektroautos an deutschen Autobahnen abgeben muss. Die Ladestationen sollen künftig von einem Drittanbieter betrieben werden. Zudem muss Eon die Verträge mit den meisten seiner Heizstromkunden in Deutschland abgeben.

RWE, wegen seiner Braunkohlekraftwerke in der Kritik, wird durch den Deal mit Eon zu einem führenden Anbieter von erneuerbaren Energien – bei der Windenergie auf See nach eigenen Angaben die Nummer zwei weltweit. Jedes Jahr will der Konzern künftig 1,5 Milliarden Euro in die erneuerbaren Energien investieren. In Deutschland wird der Anteil von RWE an der Ökostrom-Erzeugung aber vorerst nur gering ausfallen. Von den rund 100 Gigawatt erneuerbarer Energien in Deutschland verfügt RWE nach Angaben von Vorstandschef Rolf Martin Schmitz nur über ein Gigawatt.

Für Innogy, erst vor drei Jahren von der Konzernmutter RWE an die Börse gebracht, bedeutet die Entscheidung aus Brüssel das Aus. Der Großteil der mehr als 40 000 Mitarbeiter wird zu Eon wechseln. Dabei sollen bis zu 5000 Stellen aus beiden Unternehmen ohne betriebsbedingte Kündigungen abgebaut werden. Darüber hatte Eon-Chef Johannes Teyssen mit den Gewerkschaften eine Vereinbarung getroffen. Das neue Unternehmen wird den Namen Eon behalten. (dpa)





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