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Unterhaltung

“Es könnte alles schlechter sein”

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Frumpy-Sängerin Inga Rumpf gilt als Deutschlands erste Rockröhre. Bei t-online blickt sie zu ihrem 75. Geburtstages auf ihr Leben zurück und spricht dabei unter anderen über ihre WG mit Udo Lindenberg.

In den späten 60ern wurde sie durch die City Preachers bekannt. Mit Frumpy und Atlantis ebnete sich Inga Rumpf den Weg für die Solokarriere. Heute ist sie eine feste Größe in der deutschen Musikszene. Und nun feiert sie am Montag, den 2. August, ihren 75. Geburtstag. Zu dem Anlass lässt die gebürtige Hamburgerin im Geburtstagsplausch mit t-online ihr Leben Revue passieren.

t-online: Frau Rumpf, Sie werden 75. Bedeutet Ihnen das etwas oder ist es “nur” eine Zahl?

Inga Rumpf: Ich wundere mich schon, wie schnell das Leben vorbeirauscht. Ich konnte zum Glück viel erleben. Schon beim 65. Geburtstag war ich erstaunt, dass ich schon so alt werde. Es ist schön, dass ich noch tätig sein kann und Fans habe, die mit mir alt geworden sind. Es kommt immer wieder vor, dass ich einige von ihnen auf Konzerten treffe.

Wie geht es Ihnen?

Meine Devise ist: Könnte alles schlimmer sein. (lacht) Morgens beim Aufstehen knirscht es schon.

Wenn ich das so sagen darf: Sie wirken auf mich geistig absolut fit. Hält Sie die Musik fit? Brauchen Sie Aufgaben im Leben?

Neue Ideen halten einen fit. Etwas vorzuhaben hält einen immer jung. Das muss nicht nur Musik wie in meinem Fall sein. Ich muss allerdings mit meiner Stimme und meinem Körper vorsichtig sein. Das ist mein Instrument, das brauche ich, um aktiv zu bleiben. Ich war vor Corona jeden zweiten Tag schwimmen. Aber das geht gerade nicht. Jetzt mache ich täglich 10 Minuten Gymnastik.

Sie war die erste Rockröhre Deutschlands: Inga Rumpf wird 75. (Quelle: Jim Rakete)

Blicken wir mal zurück zu den Anfängen. Was verbinden Sie mit Ihrer Kindheit?

Ich wurde in der Nachkriegszeit geboren. Das war eine schwierige Zeit, weil wenig Geld da war. Als Kind habe ich für Geschäfte schon kleine Aufträge erledigt und für Nachbarn Hausarbeiten gemacht. Als Teenager habe ich auch in den Ferien gearbeitet – Urlaub kannten wir nicht. Und ich bin in einer musisch begabten Familie groß geworden. Ich habe mir viel abgeschaut.

Was war denn Ihre erste Begegnung mit der Musik?

Bei einer Feier stand ich mit vier Jahren auf dem Tisch und habe gesungen. Dafür habe ich sogar fünf Mark bekommen. (lacht)

Die erste Gage also.

Genau. Da dachte ich “Das mache ich öfter!” Denn fünf Mark waren damals viel Geld. In unserem Haus habe ich manchmal bei den Nachbarn geklingelt und gefragt, ob ich etwas vorsingen dürfte. Ich wusste, dass das gut ankommt und ich dafür vielleicht zwei, fünf oder gar zehn Pfenning bekommen könnte. (lacht) Meine Eltern sahen das mit Humor. Als ich mir später eine Gitarre gewünscht habe, war für mich klar: Die Musik ist mein Weg.

War die Musik denn schon immer Ihr Traum oder gab es davor auch noch anderes, was Ihnen gefiel?

Mein Vater war Seemann, und ich war auch begeistert vom Meer und der Schifffahrt. Als kleines Mädchen wollte ich tatsächlich gern Funkerin werden und zur See fahren. Ich konnte schon früh das Morsealphabet, die Seemannsknoten binden und kannte die Bedeutung der Flaggen. Aber ich merkte, dass ich mit der Musik weiterkommen würde. Meiner Mutter zuliebe habe ich allerdings eine Ausbildung zur Schaufensterdekorateurin abgeschlossen. Sie meinte nämlich, das wäre sicherer, falls es mal mit der Musik nicht so läuft. (lacht) Aber ich war damals schon mit den City Preachers unterwegs.

Mit den City Preachers fing Ihre Karriere ja direkt gut an. Von der Azubistelle auf die großen Bühnen, sozusagen. Ihre Mutter wollte für Sie ja den Plan B. Wie hat sie dann reagiert, als Sie sagten, dass Sie sich auf die Musik fokussieren werden?

Meine Mutter war nicht so begeistert von meinen Versuchen als Musikerin, aber ich habe einfach das gemacht, worauf ich Bock hatte.

Aber Mama hat sich schon damit abgefunden, oder?

Als ich 21 wurde, hatte ich alle Freiheiten. Ich lebte mit den City Preachers in einer Wohngemeinschaft und meine Mutter gab mir für meine Zukunft den Segen.

Wie erinnern Sie sich an die Zeit mit den City Preachers in den späten 60ern?

Wir haben viel geprobt und erste Konzerte gespielt. Es war eine Zeit des Aufbruchs und wir waren ein wechselnder Haufen von Amateuren.

Inga Rumpf, Udo Lindenberg (2.v.l.) und die restlichen City Preachers. (Quelle: Michael Laukeninks)Inga Rumpf, Udo Lindenberg (2.v.l.) und die restlichen City Preachers. (Quelle: Michael Laukeninks)

In der WG lebte ja auch Udo Lindenberg, der bei den City Preachers Schlagzeuger war. Wie muss man sich das Zusammenleben mit dem jungen Udo vorstellen?

Unsere Diskussionen in der Küche waren sehr interessant. Wir haben das alte Hamburg unten am Hafen vor unserer Haustür sehr genossen und über Gott und die Welt gesprochen. Aber über Hausarbeit konnte man mit Udo nicht sprechen. (lacht) Das passte nicht zusammen.

Dann ging es für Sie mit Frumpy und Atlantis weiter. Da kam dann auch der Erfolg und Sie tourten sogar mit Aerosmith und Lynyrd Skynyrd zusammen in den USA. War das ein Kulturschock?

Amerika war für uns Krautrocker weit weg. Das war eine aufregende Zeit. Wir haben etwa dreieinhalb Wochen teilweise mit den beiden Bands in Stadien gespielt. Aerosmith waren schon Stars, Lynyrd Skynyrd standen gerade vor dem Durchbruch mit ihrem Hit “Sweet Home Alabama”. Wir kamen beim Publikum gut an, und auch die Bands behandelten uns kollegial und redeten mit uns.

Nur geredet? Gerade Aerosmith haben doch zu der Zeit nonstop Kokain geschnupft.

Die waren schon gepudert, ja. (lacht) Das war halt deren Ding. Aber uns hat eher das Catering interessiert. Weil wir wenig Geld verdient haben, waren wir auf das Essen Backstage angewiesen. Das war überlebenswichtig!

Und dann covert Tina Turner noch einen Song von Ihnen, “I Wrote a Letter”. Wie kam’s denn dazu?

Zu einer Karriere gehört ein bisschen Sein, ein bisschen Schein und ein bisschen Schwein. Mein Verlag hatte Tina 1983, als sie ihr Comeback plante, den Titel vorgeschlagen. Den Song hat sie kaum verändert, singt ihn aber vier Töne höher als ich. Das war eine große Ehre für mich.

Bei Aerosmith stibitzten Sie sich noch die Stullen und dann kommt der Geldregen durch Tina Turner, oder?

Wenn man künstlerisch tätig ist, ist das mit viel Risiko verbunden. Man braucht einen langen Atem, um durchzukommen. Man muss Durchhaltevermögen entwickeln und für schlechte Zeiten etwas zurücklegen. Man kann sich nie darauf verlassen, dass es nach einem Hit weitergeht.

Blicken Sie denn jetzt gelassen in die Zukunft?

Nun, jeder Mensch kennt Existenzängste, ich auch. Aber man legt etwas zurück oder investiert etwa in den Hauskauf. Da kann ich jetzt schon etwas gelassener sein.

Lässig auf dem Roten Platz: Inga Rumpf 1976 in Moskau. (Quelle: Privat)Lässig auf dem Roten Platz: Inga Rumpf 1976 in Moskau. (Quelle: Privat)

Wenn Sie zurückblicken, haben Sie in Ihrer Karriere alles richtig gemacht?

Ich denke schon, dass alles gut war, so wie es war. Alles andere wäre Spekulation. Manche Sackgassen oder Umwege führen auch zum Ziel. Man weiß ja nie, was in einer Sackgasse zu finden ist. Ich bin zufrieden mit dem, was ich mir erarbeitet habe. Als ich in den 1960ern antrat, wollte ich mit der Musik mein Leben finanzieren, die Welt sehen, Menschen kennenlernen und körperlich wie geistig gesund bleiben. Das ist mir alles gelungen.

Auf Ihrer neuen Compilation “Hidden Tracks”, welche neben der neuen LP “Universe of Dreams” und Ihrer Autobiographie erscheint, spielen auch Ron Wood und Keith Richards von den Rolling Stones mit. Wo haben Sie denn die beiden getroffen?

Das war 1987. Ich machte eine Produktion für Island Records. Der Produzent erzählte mir, dass Keith Richards Musik von mir gehört hat und die gut fand. “Wenn diese Lady in der Stadt ist, dann sag mir Bescheid”, hatte er wohl gesagt. Ich konnte das gar nicht glauben. Der war doch einer meiner Heroes! Er kam zusammen mit Ron Wood und seiner Managerin in unseren Proberaum. Er brachte mir eine Kiste bayerisches Bier und für sich und Ronnie Whisky mit. (lacht) Wir haben dann einfach gejammt. Keith hat sich das Stück “Dance It Up” ausgesucht und einen Riff dafür gefunden. Die Songs waren toll. Aber die ganze Produktion war nicht rund genug. Ich wollte es so damals nicht veröffentlichen. Das wäre nur Namedropping und Angeberei gewesen.

Ich bin großer Fan von The Smiths und Morrissey, habe aber eine Regel: Von denen möchte ich niemanden treffen. Wie war es denn für Sie, da auf einmal Ihren wie Sie sagten, “Heroes” zu begegnen? Da kann ja, wenn es schlecht läuft, auch ein jahrelang gepflegtes Bild zerbrechen…

Ich habe mir da nie was vorgestellt. Wir sind ja Musiker und Kollegen. Da ist man sich auf Augenhöhe begegnet, auch wenn die ein anderes Standing als ich haben. Keith Richards ist ein Gentleman. Er war sehr höflich. Ron Wood auch. Sie waren zu den anderen Musikern im Raum genauso freundlich wie zu mir.



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Unterhaltung

Sarah Jessica Parker nimmt Abschied von Willie Garson

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Während ihre “Sex and the City”-Kollegen öffentlich um Willie Garson trauerten, hüllte sich Sarah Jessica Parker in Schweigen. Bis jetzt. Drei Tage nach seinem Tod hat sie ihm auf Instagram rührende Zeilen gewidmet.

Foto-Serie mit 18 Bildern

“Ich bin noch nicht bereit”, schrieb Sarah Jessica Parker unter dem Trauer-Post ihres Serienkollegen Chris Noth. Während die anderen Schauspieler auf Instagram von Willie Garson mit bewegenden Worten Abschied nahmen, zog sich die Carrie-Bradshaw-Darstellerin zurück.

“Manchmal ist Schweigen ein Statement”

Erst drei Tage nach seinem Tod meldete sich die Schauspielerin mit einem eigenen Beitrag auf Instagram zu Wort. Die 56-Jährige, die jahrelang mit Willie Garson für “Sex and the City” vor der Kamera stand, erklärte ihren Fans, dass die letzten Tage “unerträglich” für sie gewesen seien.

Manchmal sei auch ein Schweigen ein Statement, schreibt Sarah Jessica Parker zu einer Reihe von Bildern der beiden. Es sei eine Aussage über “die Schwere” einer Situation, über die “Qual” und “das Ausmaß des Verlustes einer mehr als 30-jährigen Freundschaft”.

Die beiden Schauspieler hätten “eine echte Freundschaft” gehabt, die vieles erlaubt habe – darunter Geheimnisse, Abenteuer, Triumphe, viele Jahre an Sets und Telefonate sowie Gelächter bis tief in die Nacht, aber auch Enttäuschungen, Angst und Wut. “Willie, ich werde alles an dir vermissen”, erklärte die Mimin weiter. Sie werde die letzten gemeinsamen Momente der beiden durchspielen, die Texte aus den letzten Tagen des Schauspielers noch einmal lesen und die letzten Telefonate aufschreiben.

Die Abwesenheit Garsons sei “ein Krater”, den sie mit ebendiesen und mit weiteren Erinnerungen, die noch auftauchen werden, füllen wolle. Sarah Jessica Parker sende ihre Liebe und ihr tiefstes Mitgefühl an seinen Sohn Nathen, der “das Licht in Willies Leben” gewesen sei und ist. Für den Verstorbenen sei, “dein Papa zu sein”, der größte Erfolg gewesen, erklärt sie an Nathen gerichtet.

Willie Garson war am 21. September im Alter von 57 Jahren an den Folgen von Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben. In der Serie und den zwei Spin-off-Filmen spielte er Carries besten Freund Stanford Blatch. Auch in der Neuauflage “And Just Like That…”, die 2022 erscheint, wird er zu sehen sein.



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Low-fat & weniger süß: Dieser gesunde Carrot Cake ist perfekt für den Herbst

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Mit Zutaten wie Karotten, Pekannüssen, Rosinen und Ahornsirup passt ein Carrot Cake geschmacklich hervorragend in den Herbst.

In Kombination mit einer heißen Tasse Tee ist Gemütlichkeit und Wohlfühlen vorprogrammiert.

Streng nach dem Motto ‘Wer selbst backt, backt gesünder’ kannst du deinen herbstlichen Carrot Cake so gestalten, dass du beim Essen kein schlechtes Gewissen haben musst.

Dieses Carrot Cake-Rezept setzt nämlich auf gute Zutaten, weniger Zucker, weniger Fett – und trotzdem vollen Genuss.
 

Mehr Nährstoffe und Ballaststoffe dank Vollkorn

Statt ausschließlich normales Mehl zu verwenden, wird für diesen Karottenkuchen eine Mischung mit Vollkornmehl verwendet.

Vollkornmehl enthält mehr Nährstoffe und auch mehr Ballaststoffe. Es verhält sich beim Backen allerdings anders als normales Mehl. Deshalb wird eine 50:50 Mischung aus beiden Mehlsorten verwendet. So hat der Teig trotz gesünderer Zutaten die gewünschte Konsistenz.

Kalorienärmere Zuckeralternative mit vollem Geschmack

Dieser Carrot Cake ist komplett frei von weißem Haushaltszucker. Stattdessen kommen körniger, brauner Zucker und Ahornsirup zum Einsatz.

Ahornsirup ist deshalb eine beliebte Zuckeralternative, weil sie weniger Kalorien als Zucker hat, mehr Nährstoffe und zudem ein natürliches Produkt ist.

Obendrein sorgt Ahornsirup für ein extra saftiges Backergebnis und bringt nochmal eine ganz eigene Geschmacksnote in den Teig hinein.
 

Kalorien und Fett sparen mit Apfelmus als Öl-Ersatz

Apfelmus kann einen Teil des Öls im Backrezept ersetzen, weil es ähnliche Backeigenschaften hat. Es spart nicht nur viele Kalorien, sondern bringt auch Vitamine und Nährstoffe in deinen Carrot Cake, ohne ihn auszutrocknen.
 

Mehr Eiweiß, weniger Fett: Gesundes Cream-Cheese Frosting

Was wäre ein Carrot Cake ohne ein extra cremiges Frosting? Doch auch dieses ist hier aus guten Zutaten gemacht. Statt Unmengen von Sahne und Zucker besteht es aus Frischkäse, griechischem Joghurt und erneut Ahornsirup.

Fettarmer, griechischer Joghurt hat nicht nur deutlich weniger Fett als in Sahne, sondern bringt jede Menge Proteine mit.

Zutaten für den Carrot-Cake mit gesundem Frosting

Da du bei der Zubereitung des Carrot Cakes erst alle trockenen und alle feuchten Zutaten separat vermengst, sind diese auch hier einzeln gelistet.

Trockene Zutaten:

  • 2 bis 3 Karotten, geschält und geraspelt
  • 100 Gramm Vollkornmehl
  • 100 Gramm Mehl
  • 100 Gramm brauner Zucker
  • 50 Gramm gehackte Pekannüsse
  • 50 Gramm Rosinen
  • 1/2 Teelöffel Backpulver
  • 1/2 Teelöffel Backnatron
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 1/2 Teelöffel Ingwerpulver
  • Prise Salz

Nasse Zutaten:

  • 80 Gramm ungesüßtes Apfelmus
  • 2 große Eier
  • 60 Gramm Ahornsirup
  • 60 Gramm ungesüßte Mandelmilch
  • 2 Esslöffel geschmolzenes Kokosfett
  • 1 Teelöffel Vanille-Extrakt

Zutaten für das Frosting:

  • 60 Gramm fettarmer Frischkäse
  • 60 Gramm fettarmer griechischer Joghurt
  • 2 Esslöffel Ahornsirup

Rezept: So schnell ist der gesunde Carrot Cake zubereitet

  1. Heize den Ofen auf 180 Grad vor und stelle eine mit Kokosfett eingefettete flache Ofenform bereit. Noch besser ist eine Silikonform, mit dieser sparst du dir nämlich das Fett.
  2. Nun kommt das Wichtigste: die Karotten. Schäle und raspele 2 bis 3 Karotten – etwa 110 Gramm sollten es sein. Lege die Karottenmasse in ein Geschirrtuch und presse den Saft heraus. Ihn kannst du anschließend trinken – für den Teig wird er nicht benötigt.
  3. Vermenge die Karottenmasse mit dem Rest der trockenen Zutaten in einer Rührschüssel. Nimm eine andere Schüssel und verrühre hier die feuchten Zutaten – bis auf das Kokosfett – gut miteinander. Erst anschließend kommen alle Zutaten zusammen und werden vermengt. Wenn eine homogene Masse entstanden ist, kommt das geschmolzene Kokosfett hinzu und wird untergerührt.
  4. Und schon ist der Teig fertig für den Ofen. Fülle ihn in die vorbereitete Ofenform und backe ihn für 25 bis 30 Minuten bei 180 Grad.

Alles schmeckt besser mit einem cremigen Frosting

Während der Teig im Ofen backt, ist genug Zeit für die Zubereitung des Frostings. Vermenge dafür den Frischkäse, den griechischen Joghurt und den Ahornsirup in einer Schüssel und rühre die Zutaten so lange, bis sie cremig sind.

Stelle das Frosting nochmal in den Kühlschrank, bis der Carrot Cake fertig gebacken und vollständig abgekühlt ist. Verteile das Frosting erst dann auf dem kalten Kuchen – sonst fließt es herunter.

Zur Dekoration kannst du noch etwas Zimt und gehackte Pekannüsse auf das Frosting geben – das Auge isst schließlich mit. Voilà, fertig ist der gesunde Carrot Cake. Guten Appetit.





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Andy Borg: Das würde er seinem jüngeren Ich sagen

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Andy Borg feiert 40-jähriges Bühnenjubiläum. Im Interview zieht er Bilanz, erzählt von einem Gänsehautmoment und verrät seine Styling-Sünde.

Von Floridsdorf am Wiener Stadtrand gelegen aus eroberte Andy Borg (60) ab den frühen 1980er Jahren die Herzen der Schlagerfans. Zum 40-jährigen Bühnenjubiläum lässt ihn der SWR mit einer Jubiläumsausgabe seiner regulären Musikshow “Schlager-Spaß mit Andy Borg” am Samstag (25.9., 20:15 Uhr) hochleben. Stars der Szene wie Florian Silbereisen (40) und Thomas Anders (58), Stefan Mross (45), Ireen Sheer (72) oder Peter Kraus (82) haben Überraschungen für den Gastgeber und Jubilar vorbereitet.

“Wir werden singen, wir schauen ein bisschen zurück auf 40 Jahre und wir feiern, dass wir zu so einem schönen Anlass zusammenkommen dürfen – so wie man das unter Freunden eben mag”, sagt Andy Borg im Interview mit spot on news. Dabei verrät er auch, wann er wirklich seinen ersten Auftritt hatte, bei welchem Moment es ihm kalt den Rücken hinunterlief und über welche eigene Styling-Sünde er heute lacht.

Herzlichen Glückwunsch zum 40-jährigen Bühnenjubiläum. Sie blicken auf eine beeindruckende Karriere zurück: vom Sieger in der österreichischen Talentshow “Die große Chance” bis hin zum erfolgreichen Gastgeber und Entertainer in Musikshows wie dem “Musikantenstadl” (2006-2015) und “Schlager Spaß mit Andy Borg” (seit 2018). Wie lautet Ihre Bilanz?

Andy Borg: Das Leben hat es gut mit mir gemeint. Als ich bei “Die große Chance” auf die Bühne gegangen bin, habe ich noch als Mechaniker gearbeitet und in jeder freien Minute Musik gemacht. Bis heute kann ich es manchmal selbst nicht glauben, dass ich mein Hobby und meine Leidenschaft zum Beruf machen durfte, und dass ich mit meiner Musik die Menschen unterhalten darf und davon meinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Was hatte ich als Jugendlicher am Wiener Stadtrand denn schon zu erwarten, außer Schule, Lehre, Heiraten, Kinder und Sterben? Was ich dann in den vergangenen 40 Jahren erleben durfte, seitdem mir damals das Lied “Adios Amor” [1982, Red.] auf den Leib geschrieben wurde, hätte ich so nicht für möglich gehalten.

An welchen Moment aus den vergangenen Jahren erinnern Sie sich besonders gerne zurück?

Borg: Am 19. September 2006 fuhr ich zu meinem ersten “Stadl” [“Musikantenstadl”] nach Wiener Neustadt. Es war fast zwei Uhr nachts als wir ankamen und erfuhren, dass unser Regisseur Prof. Kurt Pongratz noch bei einer Besprechung war. Meine Frau und ich wollten kurz “Hallo” sagen und dann schnell ins Bett, obwohl ich nicht wirklich wusste, worauf ich mich da einlasse. Doch der Kurti hatte die Idee, mir mein neues “Wohnzimmer” zu zeigen – so nannte er die Deko – und das mitten in der Nacht. Als wir dann um halb drei Uhr nachts die Halle betraten, lief es mir kalt den Rücken hinunter. An die 200 fleißige Menschen bauten zum ersten Mal den ganz neuen “Stadl” auf, sie hämmerten, schraubten, bauten den Ton und das Licht ein. Es war überwältigend, dieses Schauspiel zu erleben und zu wissen, dass ich der Moderator sein werde – diesen Augenblick werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Ich werde aber auch die ganze “Stadl”-Zeit und vor allem das Publikum nicht vergessen.

Und was war ein lehrreicher Tiefpunkt?

Borg: Als dann der Abschied vom “Stadl” anstand, habe ich über viele Wochen Zuspruch in einem Ausmaß bekommen, wie ich es niemals für möglich gehalten hätte. Auf Tournee, bei meinen Auftritten und vor allem im Internet in Foren, Gästebüchern und Fan-Initiativen sprangen mir viele Tausend Menschen bei. Zu erleben, wie sehr die Leute die ganze Geschichte anfasst, hat meine Sichtweise auch etwas verändert und am Ende dann zu dieser wunderschönen Zugabe, dem “Schlager-Spaß”, geführt. Mir wurde bewusst, dass es nicht um mich geht, sondern allein um die Menschen: um ein treues, reiferes Publikum, das seine Sendung und diese Musik wirklich mag.

Welches Erinnerungsstück vom “Musikantenstadl” haben Sie zuhause?

Borg: Eine Kuckucksuhr: die “Stadl”-Zeit ist mir geblieben – und die Sendung “Schlager-Spaß”, die ich seit einigen Monaten moderiere. Das ist meine neue Musiksendung, die absolut zu mir passt. Jede einzelne Sendung, die ich bisher moderieren durfte, hat mir viel Freude gemacht und ich hatte schon viele tolle Gäste: Engelbert Humperdinck, Karel Gott, Bernd Clüver, Drafi Deutscher, Costa Cordalis, Dieter Thomas Heck, Roy Black, Rex Gildo, … Ich habe viel mehr Persönlichkeiten kennenlernen dürfen, als ich es mir als Schlagersängernachwuchs damals je erträumt hätte – und die wirklich Großen sind die umgänglichsten.

Von welchem Auftritt oder Künstler haben Sie ein Foto aufgehängt?

Borg: Das Foto von David Hasselhoff mit mir, das beim “Musikantenstadl” in Salzburg aufgenommen wurde, sehe ich immer, wenn ich ins Studio gehe. Auch Dieter Thomas Heck, gewissermaßen mein Moderations-Vater, und “J.R. Ewing” [US-Schauspieler Larry Hagman] haben einen der Ehrenplätze.

Über welche eigene Styling-Sünde – aus heutiger Sicht – können Sie am meisten lachen?

Borg: Mein ge-borg-ter cremefarbener Anzug beim Auftritt für “Die große Chance” … der war damals noch eine Nummer zu groß.

Was sagen Ihre Frau und Ihre Kinder zum großen Jubiläum?

Borg: Die freuen sich natürlich mit mir. Aber ohne den Rückhalt meiner Familie hätte ich auch gar nicht 40 Jahre auf der Bühne stehen können. Die Sendungen und Auftritte sind immer auch ein Erlebnis für uns alle. Gerade weil ich beruflich viel unterwegs bin, sind das auch immer wieder tolle Gelegenheiten, sich zu sehen, wenn ich in die Nähe komme.

Haben Sie schon mal ans Aufhören gedacht?

Borg: Als Wiener habe ich die Gemütlichkeit erfunden und lasse mich nicht stressen. Wenn die Zeit zu schnell läuft und ich nicht mehr hinterherkomme, dann mache ich Pause. Und wenn ich mich dann daran erinnere, was ich schon alles erleben durfte, dann fühlt sich das so an, als wenn das gerade in dem Moment passiert. Und dann ist die Zeit von früher wieder da. Und das macht mir gerade so richtig viel Spaß. Zu viel Spaß, um damit so einfach aufzuhören. Ich würde mir schon wünschen, dass das noch ein bisschen so weitergeht.

Was würden Sie Ihrem jüngeren Ich gerne sagen oder raten?

Borg: Solange du deinen eigenen Träumen folgst, wird immer eine neue Tür aufgehen, wenn eine andere zufällt.

Der SWR schmeißt für Sie eine große TV-Party. Unter anderem werden die Zuschauerinnen und Zuschauer Ihren allerersten Auftritt zu sehen bekommen. Woran erinnert Sie das?

Borg: Wenn wir als Kinder im Wald Schwammerl suchen waren, haben meine Mutter und ich schon immer zweistimmig Lieder gesungen. Damals hat mich Heintje auf die Schlagerfährte gelockt und ich habe seine Lieder nachgesungen. Meinen allerersten Auftritt hatte ich als Bub vor meiner Oma. Gespielt habe ich Akkordeon und dazu gesungen. Und weil sie sich so sehr darüber gefreut hat, habe ich das am nächsten Tag gleich nochmal gemacht. Später habe ich bei Familienfesten aufgespielt und bei so ziemlich jeder Feier bei uns in der Nachbarschaft – und es wurde viel gefeiert bei uns in Floridsdorf.

Nachdem ich dann bei “Die große Chance” gewonnen hatte und mein erstes Lied “Adios Amor” als Tonbandaufnahme aus dem Studio nach Hause geschickt bekam, habe ich mich einfach nur gefreut und das Päckchen den ganzen Abend angeschaut und ganz festgehalten. Abspielen und anhören konnte ich das Band nicht, dafür hatte ich damals noch gar kein Gerät daheim. Aber das war mir völlig egal. Ich war so stolz, weil ich jetzt tatsächlich meine erste eigene Single hatte. Der Titel war mein erster großer Hit, “Adios Amor” habe ich meine Karriere zu verdanken, viele tolle Erlebnisse, Konzertreisen, Bekanntschaften und deshalb singe ich das Lied auch immer wieder gerne. Wie sehr diese paar Minuten mein Leben und das meiner Lieben so sehr zum Positiven verändert haben, das vergesse ich nie.

Welches Ritual haben Sie, bevor Sie die Bühne betreten?

Borg: Bevor ich auf die Bühne gehe, gibt mir meine Frau ein Busserl, und wenn ich wieder runterkomme, geb ich’s ihr zurück.

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