verbinde dich mit uns: uacentr@gmail.com

Geschaeft

Enercon streicht Tausende Stellen | ZEIT ONLINE

Avatar

Veröffentlicht

auf


Der Windkraftanlagenbauer Enercon hat den Abbau von 3.000 Stellen angekündigt. Auch bei Produktionspartnern, Zulieferern und Zeitarbeitsfirmen sei in der Folge mit Einschnitten zu rechnen, sagte der Chef der Enercon-Geschäftsleitung, Hans-Dieter Kettwig. Zur Begründung verwies Kettwig auf die Energiepolitik der Bundesregierung, die zu einem Einbruch des Markts für Windenergie an Land geführt habe. „Die aktuelle Energie- und Klimapolitik gefährdet nicht nur über Jahre aufgebautes Know-how und Arbeitsplätze in unserer Branche, sondern auch den Klimaschutz und die Energiewende insgesamt.“

Das Unternehmen beendet wegen des Markteinbruchs die Zusammenarbeit mit mehreren Produktionspartnern. Der Vergabestopp für Produktionsaufträge betreffe demnach in erster Linie die Lieferung von Rotorblättern. Für die Blattwerke in Aurich und Magdeburg gebe es keine Aufträge mehr. Bereits im vergangenen Jahr hatte Enercon angekündigt, sich stärker international auszurichten und in seinen deutschen Werken rund 800 Arbeitsplätze abzubauen.

In Deutschland kam im ersten Halbjahr 2019 der Ausbau der Windkraft an Land fast zum Erliegen. Nur rund 150 Windräder wurden neu errichtet, rund 80 Prozent weniger als im Vorjahr. Im April hatte der Windenergiekonzern Senvion Insolvenz angemeldet. Bei Nordex brach der Gewinn im ersten Halbjahr um mehr als die Hälfte ein. Als Hauptgründe für die Branchenkrise gelten lange Genehmigungsverfahren, zu wenig ausgewiesene Flächen und viele Klagen von Bürgerinitiativen.

„Die Bundesregierung treibt eine weitere Zukunftsbranche aus dem Land“

Der Grünen-Fraktionsvize im Bundestag, Oliver Krischer, machte die Energiepolitik der Bundesregierung auch für den Stellenabbau bei Enercon verantwortlich. „Während weltweit die Windenergie boomt, bricht in Deutschland die Industrie zusammen“, sagte Krischer. „Die Bundesregierung treibt nach der Photovoltaik gerade eine weitere Zukunftsbranche aus den Land.“

Der Bundesverband Windenergie sprach von einem „letzten Weckruf“. Präsident Hermann Albers rief die Regierung auf, „das Wertschöpfungsnetzwerk Wind in Deutschland zu halten“. Der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, warnte vor einem drohenden „Kahlschlag in der Windindustrie“.



Quelle

Geschaeft

Christoph Scherbaum (marktEINBLICKE): „Bill Gates ist eine IT-Legende und ein IT-Boy"

Avatar

Veröffentlicht

auf



„Bill Gates verkörpert die Geldanlage als IT-CEO und ist auch die Lebensart im Sinne von IT“, sagt Christoph A. Scherbaum. Der Herausgeber vom Magazin marktEINBLICKE spricht mit Inside Wirtschaft-Chefredakteur Manuel Koch zudem über das Thema Uhren. Die können nämlich ein gutes Investment sein. Mehr Details im Video.

Quelle

Weiterlesen

Geschaeft

Überschwemmungen im Südsudan treffen fast eine Million Menschen | ZEIT ONLINE

Avatar

Veröffentlicht

auf

von


Seit Monaten gibt es im Südsudan schwere Überschwemmungen. Laut dem UN-Nothilfebüro (OCHA) sind mehr als 908.000 Bürgerinnen und Bürger des ostafrikanischen Landes betroffen. Viele Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. Andere haben ihre Ernte verloren oder sind wegen der Fluten von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Organisation Save the Children teilte mit, man sei zutiefst besorgt, vor allem über die mehr als 200.000 Kinder, die fliehen mussten. Viele Kinder seien auch von ihren Angehörigen getrennt worden und daher noch größeren Gefahren ausgesetzt, so Save the Children.

Seit Juli hat es ungewöhnlich viel geregnet in der Region. Die südsudanesische Regierung hatte daraufhin in fast allen Gebieten des Landes einen Notstand ausgerufen. In vielen Teilen Ostafrikas sieht es ähnlich aus, da die saisonale Regenzeit deutlich früher begann als normalerweise. Im Oktober lag der Niederschlag deutlich über dem Durchschnitt, wie Fews Net, ein Wetterfrühwarnsystem der US-Entwicklungshilfeagentur USAID, mitteilte.

Insgesamt sind nach Angaben von OCHA mindestens 2,5 Millionen Menschen in Ostafrika – darunter der Südsudan, Sudan, Uganda, Äthiopien, Somalia und Kenia – von Überschwemmungen betroffen. Viele von ihnen leiden bereits unter dem Mangel an Nahrungsmitteln und sind Opfer von Konflikten.



Quelle

Weiterlesen

Geschaeft

„Null Emissionen bis 2050 ist das absolute Minimum“ | ZEIT ONLINE

Avatar

Veröffentlicht

auf

von


Der Bundestag hat das Klimaschutzgesetz im großen Teilen verabschiedet – Großbritannien hat schon seit elf Jahren eins. Seither sind die
Emissionen dort kontinuierlich gesunken. Der Ökonom Lord Adair
Turner spielte dabei eine wichtige Rolle: Er war von 2008 bis 2012 erster
Vorsitzender
des Climate Change Comittee, einer Expertenkommission, die für die Erarbeitung
der britischen Emissionsbudgets verantwortlich ist. Zusätzlich stand er von
2008 bis 2013
der
britischen Finanzaufsicht vor
. Seit 2005 ist Turner Mitglied im House
of Lords.
Heute arbeitet er
als Senior Fellow am Institute for New Economic Thinking (INET)
Im Interview spricht er über den Erfolg des britischen
Klimaschutzgesetzes und mögliche Lehren für Deutschland. 

ZEIT ONLINE: Lord Turner,
das britische Klimaschutzgesetz sah ursprünglich vor, die Emissionen bis 2050
um 80 Prozent zu reduzieren. Im Juni verschärfte die Regierung, damals noch
unter Theresa May, das Ziel: Großbritannien
will nun bis 2050 klimaneutral werden
. Wie
realistisch ist das? 

Adair Turner: Ich bin absolut sicher, dass wir unsere Emissionen
bis 2050 netto auf null senken können, und zwar zu eher belanglosen Kosten. Wir
werden auf etwa ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts verzichten müssen. Unsere
Wirtschaft wird weiterhin wachsen – nur eben etwas langsamer.

ZEIT ONLINE: Netto null bedeutet, dass es zwar noch
Emissionen geben wird, die dann aber durch sogenannte Offsets ausgeglichen
werden, also den Zukauf von CO2-Zertifikaten.

Turner: Ja. Der
Zukauf wird aber nur eine Restgröße darstellen. Die Technik entwickelt sich so
schnell, dass wir beispielsweise in der Stromerzeugung so gut wie kein CO2 mehr
ausstoßen werden. Wir brauchen dann keine
Kohle mehr
– vielleicht
noch eine kleine Menge Gas, aber deren Emissionen lassen sich dann durch die Speicherung
von Kohlendioxid im Untergrund (CCS)
ausgleichen.
Sogar die Stahl- und Zementproduktion
oder der Flugverkehr
lassen
sich so umbauen, dass sie keine Emissionen mehr ausstoßen. Jedes reiche,
entwickelte Land kann – und sollte – das tun. Die Kosten sind so gering, dass
wir sie am Ende nicht einmal bemerken werden.

ZEIT ONLINE: In Deutschland wären vermutlich viele überrascht über
so viel Vertrauen in die Dekarbonisierung der Wirtschaft.

Turner: Es überrascht mich, dass man darüber überrascht sein kann.
Schauen Sie sich die Technologien an, die Kosten, die Zahlen! Ich kann mir
keinen Sektor der Wirtschaft vorstellen, der nicht bis 2050 emissionsfrei
arbeiten könnte. Das ist absolut machbar. Für Leute, die behaupten, wir könnten
das nicht schaffen, habe ich wirklich keinen Respekt.

ZEIT ONLINE: Großbritannien nutzt weiter Kernkraft, im Gegensatz zu
Deutschland …

Turner: Ich denke, dass Deutschland einen Fehler gemacht hat, die
Kernkraftwerke vor dem Ende ihrer Lebensdauer abzuschalten. Das war eine groteske
Entscheidung, denn es macht den Übergang zu einer emissionsfreien Wirtschaft
viel schwieriger. Man muss die erneuerbaren Energien noch schneller aufbauen.
Auf kurze Sicht ist der Atomausstieg schlecht für den Kampf gegen den
Klimawandel.

ZEIT ONLINE: Sie sagen, es gibt keine Branche, die sich nicht bis
2050 umstellen könnte. Was ist mit der Autoindustrie?

Turner: Für die deutsche Autoindustrie ist der Wandel in der Tat
eine große Herausforderung. An ihr hängen viele Arbeitsplätze und der Erfolg
der Unternehmen basiert auf dem Verbrennungsmotor. Jetzt kommen Elektroautos,
die deutlich effizienter sind und leichter herzustellen und die so gut wie
nicht kaputt gehen. Für ein E-Auto und seinen Betrieb werden die Kunden deshalb
langfristig deutlich weniger zahlen.

Die Autohersteller werden sich
deshalb verändern müssen. Aber bis 2050 ist das machbar. Sicher werden
dann deutlich weniger Menschen in der Autoindustrie arbeiten. Aber so funktioniert
nun mal der Kapitalismus: Sobald neue Technologien aufkommen, wandern
Arbeitsplätze von einer Branche in die andere. Für die Autoindustrie ist das
eine große Umstellung, aber die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus der
Landwirtschaft in die Industrie zwischen 1950 und 1970 war beispielsweise für
Länder wie Deutschland, Frankreich und Italien eine viel größere Veränderung.



Quelle

Weiterlesen

Trending

Auch auf dieser Seite werden Cookies verwendet. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Das ist für uns wichtig, denn unser Angebot finanziert sich über Werbung. Die Nutzung der Seite gilt als Zustimmung zur Cookie-Nutzung.
Accept