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EM 2021 | Spielplan: Alle Termine, Spiele und Austragsorte & TV-Übertragung

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Mit rund einem Jahr Verspätung beginnt die erste paneuropäische EM am 11. Juni 2021. Bis zum Finale in London am 11. Juli werden insgesamt 51 Partien ausgetragen. Der komplette Spielplan im Überblick.

Ein langes Jahr mussten Fußballfans warten, nun ist es soweit: Die Fußball-Europameisterschaft 2021 startet. Eigentlich sollte das Turnier schon 2020 stattfinden, die Corona-Pandemie machte aber allen einen Strich durch die Rechnung.

Mit einem Jahr Verspätung nun gehen die deutsche Nationalmannschaft, Weltmeister Frankreich und Titelverteidiger Portugal in die paneuropäische Endrunde. Holt die DFB-Elf beim letzten Turnier von Bundestrainer Joachim Löw den vierten EM-Titel für Deutschland? 

Der komplette EM-Spielplan im Überblick:

Gruppenphase

Freitag, 11. Juni 2021

21 Uhr | Gruppe A: Türkei – Italien (in Rom)

Samstag, 12. Juni 2021

15 Uhr | Gruppe A: Wales – Schweiz (Baku)

18 Uhr | Gruppe B: Dänemark – Finnland (Kopenhagen)

21 Uhr | Gruppe B: Belgien – Russland (St. Petersburg)

Sonntag, 13. Juni 2021

15 Uhr | Gruppe D: England – Kroatien (London)

18 Uhr | Gruppe C: Österreich – Nordmazedonien (Bukarest)

21 Uhr | Gruppe C: Niederlande – Ukraine (Amsterdam)

Montag, 14 Juni 2021

15 Uhr | Gruppe D: Schottland – Tschechien (Glasgow)

18 Uhr | Gruppe E: Polen – Slowakei (St. Petersburg)

21 Uhr | Gruppe E: Spanien – Schweden (Sevilla)

Dienstag, 15 Juni 2021

18 Uhr | Gruppe F: Ungarn – Portugal (Budapest)

21 Uhr | Gruppe F: Frankreich – Deutschland (München)

Mittwoch, 16. Juni 2021

15 Uhr | Gruppe B: Finnland – Russland (St. Petersburg)

18 Uhr | Gruppe A: Türkei – Wales (Baku)

21 Uhr | Gruppe A: Italien – Schweiz (Rom)

Donnerstag, 17. Juni 2021

15 Uhr | Gruppe C: Ukraine – Nordmazedonien (Bukarest)

18 Uhr | Gruppe B: Dänemark – Belgien (Kopenhagen)

21 Uhr | Gruppe C: Niederlande – Österreich (Amsterdam)

Freitag, 18. Juni 2021

15 Uhr | Gruppe E: Schweden – Slowakei (St. Petersburg)

18 Uhr | Gruppe D: Kroatien – Tschechien (Glasgow)

21 Uhr | Gruppe D: England – Schottland (London)

Samstag, 19. Juni 2021

15 Uhr | Gruppe F: Ungarn – Frankreich (Budapest)

18 Uhr | Gruppe F: Portugal – Deutschland (München)

21 Uhr | Gruppe E: Spanien – Polen (Sevilla)

Sonntag, 20. Juni 2021

18 Uhr | Gruppe A: Italien – Wales (Rom)

18 Uhr | Gruppe A: Schweiz – Türkei (Baku)

Montag, 21. Juni 2021

18 Uhr | Gruppe C: Nordmazedonien – Niederlande (Amsterdam)

18 Uhr | Gruppe C: Ukraine – Österreich (Bukarest)

21 Uhr | Gruppe B: Finnland – Belgien (St. Petersburg)

21 Uhr | Gruppe B: Russland – Dänemark (Kopenhagen)

Dienstag, 22. Juni 2021

Gruppe D: Tschechien – England (21 Uhr in London)

Gruppe D: Kroatien – Schottland (21 Uhr in Glasgow)

Mittwoch, 23. Juni 2021

18 Uhr | Gruppe E: Slowakei – Spanien (Sevilla)

18 Uhr | Gruppe E: Schweden – Polen (St. Petersburg)

21 Uhr | Gruppe F: Deutschland – Ungarn (München)

21 Uhr | Gruppe F: Portugal – Frankreich (Budapest)

K.o.-Runde

Achtelfinale

Samstag, 26. Juni 2021

Spiel 1: Zweiter Gruppe A – Zweiter Gruppe B (18 Uhr in Amsterdam)

Spiel 2: Erster Gruppe A – Zweiter Gruppe C (21 Uhr in London)

Sonntag, 27. Juni 2021

Spiel 3: Erster Gruppe C – Dritter Gruppe D/E/F (18 Uhr in Budapest)

Spiel 4: Erster Gruppe B – Dritter Gruppe A/D/E/F (21 Uhr in Sevilla)

Montag, 28. Juni 2021

Spiel 5: Zweiter Gruppe D – Zweiter Gruppe E (18 Uhr in Kopenhagen)

Spiel 6: Erster Gruppe F – Dritter Gruppe A/B/C (21 Uhr in Bukarest)

Dienstag, 29. Juni 2021

Spiel 7: Erster Gruppe D – Zweiter Gruppe F (18 Uhr in London)

Spiel 8: Erster Gruppe E – Dritter Gruppe A/B/C/D (21 Uhr in Glasgow)

Viertelfinale

Freitag, 02. Juli 2021

VF1: Sieger Spiel 6 – Sieger Spiel 5 (18 Uhr in St. Petersburg)

VF2: Sieger Spiel 4 – Sieger Spiel 2 (21 Uhr in München)

Freitag, 03. Juli 2021

VF3: Sieger Spiel 3 – Sieger Spiel 1 (18 Uhr in Baku)

VF4: Sieger Spiel 8 – Sieger Spiel 7 (21 Uhr in Rom)

Halbfinale

Dienstag, 06. Juli 2021

HF1: Sieger VF2 – Sieger VF1 (21 Uhr in London)

Mittwoch, 07. Juli 2021

HF2: Sieger VF4 – Sieger VF3 (21 Uhr in London)

Finale

Sonntag, 11. Juli 2021

Sieger HF1 – Sieger HF2 (21 Uhr in London)

Alle Kader der EM-Teilnehmer im Überblick

  • EM-Kader der Gruppe A: Italien, Schweiz, Türkei, Wales
  • EM-Kader der Gruppe B: Belgien, Dänemark, Finnland, Russland
  • EM-Kader der Gruppe C: Österreich, Niederlande, Nordmazedonien, Ukraine
  • EM-Kader der Gruppe D: Kroatien, Tschechische Republik, England, Schottland
  • EM-Kader der Gruppe E: Polen, Slowakei, Spanien, Schweden
  • EM-Kader der Gruppe F: Frankreich, Deutschland, Ungarn, Portugal

Hier lesen Sie, welche besonderen Corona-Regeln bei der Europameisterschaft auf dem ganzen Kontinent gelten. 

EM 2021: TV-Übertragung live im Free-TV und Live-Stream

Die Europameisterschaft 2021 wird dieses Mal gleich von drei Sendern übertragen. Nicht alle Spiele sind deshalb live im Free-TV zu sehen. 

Die Telekom hat sich mit Magenta TV im Oktober 2019 überraschend die kompletten Medienrechte für die EM 2024 in Deutschland von der Europäischen Fußball-Union Uefa gesichert. In einem umfangreichen Vertragswerk teilte sie diese Rechte mit den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern ARD und ZDF und erhielt im Gegenzug unter anderem Sendelizenzen für alle Begegnungen der EM in diesem Jahr. Der Großteil des Turniers läuft jedoch mit 41 von 51 Spielen auch im Free-TV im Ersten und Zweiten.



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Deutschland gegen Portugal: Joachim Löw vertraut der Frankreich-Startelf

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EM 2021
Gegen Portugal: Löw vertraut der Frankreich-Startelf

Nationalspieler Joshua Kimmich spielt natürlich auch gegen Portugal – nur wo, ist noch offen

© Matthias Hangst / Getty Images

Die deutsche Nationalmannschaft trifft im zweiten Gruppenspiel der EM 2021 auf Portugal. Nach der 0:1-Niederlage gegen Frankreich steht das Team von Joachim Löw bereits unter Druck. Joachim Löw verändert seine Aufstellung zunächst nicht.

Über nichts wird vor und nach einem Spiel so leidenschaftlich diskutiert wie über die Aufstellung. Joachim Löw kennt das schon aus seinen Jahren als Bundestrainer. Doch noch nie gab es wohl so viel grundlegende Kontroversen wie aktuell bei der EM 2021. Das 3-4-3-System des DFB-Teams steht in der Kritik und bei Einzelentscheidungen wie zu Bayern-Mittelfeld-Star Joshua Kimmich, der gegen Frankreich mal wieder auf dem rechten Flügel ranmusste, gab es viele Diskussionen.

Gegen Portugal läuft die DFB-Elf zunächst in unveränderter Aufstellung auf. Ob es einen Systemwechsel gibt, zeigt sich vermutlich erst zum Anpfiff.

Egal ob ehemalige DFB-Spieler oder kommentierende Pressevertreter: Viele hatten sich im Vorfeld der Partie gegen Portugal eine Umstellung gewünscht. So hatte sich der frühere Kapitän Michael Ballack für eine offensive Ausrichtung der deutschen Nationalmannschaft im zweiten EM-Gruppenspiel ausgesprochen. Er forderte zudem personelle Umstellungen. „Wir brauchen eine Topmentalität. Und ich sage, dass wir eine andere Aufstellung brauchen – dann traue ich dem Team einen Sieg zu“, sagte der 44-Jährige im Interview des „Sportbuzzer“ vor der Partie in München. Bundestrainer Joachim Löw habe verschiedene taktische Varianten im Kopf, sagte Ballack. „Dazu gehört auch das System mit einer Viererkette in der Abwehr und einer offensiven Dreierreihe mit zwei Flügelspielern.“ 

Auch der langjährige Nationalmannschafts-Beobachter und „kicker“-Chefreporter Karlheinz Wild forderte in seiner Kolumne eine Systemumstellung auf Viererkette. Er schrieb: „Das deutsche Team braucht Tempo.“ Er forderte daher einen Einsatz von Leroy Sané oder Timo Werner. Und eine Veränderung im Mittelfeld. Er wünscht sich Joshua Kimmich im Zentrum: „Der Versuch mit Joshua Kimmich rechts blieb nicht mehr als eine Notlösung. Der Sechser des FC Bayern darf wieder Sechser des DFB sein und in der Mitte wirken, als Antreiber und Gestalter, aber – ganz wichtig! – ebenso als defensive Autorität.“



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Schottland „nicht bereit, nach Hause zu gehen“

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Darlington (dpa) – Nach dem viel gelobten Unentschieden gegen Titelkandidat England hofft Schottlands Fußball-Nationalmannschaft auf den Einzug in die erste K.o.-Runde einer Europameisterschaft.

„Wir haben nach dem Spiel gesagt, dass wir noch nicht bereit sind, jetzt nach Hause zu gehen. Wir wollen im Turnier bleiben“, sagte Co-Trainer Steven Reid im Teamquartier in Darlington. „Das war ein gutes Gefühl für den Moment, aber das sagt nichts für den Dienstag aus. Dann brauchen wir ein Ergebnis.“

Dann wollen die Schotten durch einen Sieg gegen Kroatien im heimischen Glasgow einfahren. „Hoffentlich machen wir ein oder zwei Tore, denn sonst geht es nach Hause“, sagte der Assistenztrainer. Nach dem 0:0 gegen England verzichteten die Bravehearts am Samstag auf das Training. Zahlreiche Spieler entspannten auf dem Golfplatz. „Man hätte denken können, dass dort draußen um den Ryder Cup gespielt wurde“, sagte Reid. Man habe lautstarke Rufe von den Plätzen gehört.

Schottland, das zum Auftakt 0:2 gegen Tschechien verlor, ist erstmals seit 25 Jahren wieder bei einer EM dabei. Ein Unentschieden oder eine Niederlage gegen Kroatien bedeuten das Aus. Bei einem Sieg müssen die Schotten entweder auf eine Niederlage Englands gegen Kroatien hoffen und dabei die schlechtere Tordifferenz gegenüber dem britischen Rivalen aufholen – oder unter die besten vier Gruppendritten kommen.



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Deutschland fällt ein jahrelanger Fehler auf die Füße

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Das letzte Tor eines deutschen Stürmers bei einem großen Turnier fiel im Achtelfinale der EM 2016. Seitdem ist tote Hose im DFB-Angriff. Und diese Situation macht Bundestrainer Löw auch in diesem Jahr Probleme.

Belgien, England, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande. Sechs EM-Titelkandidaten, die Deutschland alle etwas voraus haben: Sie spielen mit einem echten Mittelstürmer. Ob Romelu Lukaku, Harry Kane oder Ciro Immobile. Bei jeder dieser Mannschaften steht ein „Neuner“ auf dem Platz, auf den das Spiel in besonderer Art und Weise ausgerichtet ist. 

Der eine ist der Fixpunkt jedes Konters und macht Bälle fest und schafft Räume für die Hintermänner (Lukaku), der andere ist klassisch im Strafraum unterwegs und sucht immer den Abschluss (Kane). Und der Dritte lässt sich auch mal etwas fallen und gestaltet das Spiel mit oder reißt mit seinen cleveren Laufwegen Lücken auf (Immobile). 

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Was alle verbindet, sind ihre Grundqualitäten vor dem Tor und ihre Denkweise. Sie sind Mittelstürmer, lieben das Zentrum und fühlen sich mittig im gegnerischen Strafraum wohl. Sie sind es gewohnt, lange Bälle oder Flanken mit dem Kopf oder dem Fuß zu verarbeiten und im Idealfall das Tor zu treffen.

Flanken sind für den Gegner kein Problem

Und genau so ein Typ fehlt dem deutschen Spiel unter Joachim Löw. Der Bundestrainer sucht die Dominanz, will Ballbesitz und Spielkontrolle. Mit Spielern wie Toni Kroos oder Ilkay Gündogan, die sich im Passspiel wenig Fehler erlauben und auch unter Druck gute Entscheidungen treffen, funktioniert das auch bis zum letzten Drittel sehr gut. Das war beim ersten EM-Spiel gegen Frankreich zu sehen.

Das Problem ist aber, dass die Gegner sich daran anpassen und sehr tief verteidigen. So agierten nicht nur die drei WM-Gruppengegner der DFB-Auswahl, sondern eben auch die Franzosen am Dienstag. Kurz vor dem Strafraum läuft Deutschland gegen eine Wand. Durchs Zentrum führt nahezu kein Weg. Die Räume sind eng, die Anspielstationen rar. Was die Gegner aber zulassen, sind Pässe auf die Flügel, vor Flanken haben sie keine Angst. Denn was soll beispielsweise ein Serge Gnabry (1,76m) in der Luft gegen Raphaël Varane (1,91m) anrichten?

Gegen Raphaël Varane (2.v.l.) hatten die deutschen Spieler kaum Chancen in der Luft. (Quelle: Moritz Müller/imago images)

Am Ende waren es 23 Hereingaben im ganzen Spiel, fünf davon Ecken. Angekommen sind nur die wenigsten von ihnen, da Frankreich meist souverän klärte. Lediglich drei Abschlüsse per Kopf hatte Deutschland im gegnerischen Strafraum, zwei davon kamen durch Verteidiger (Hummels, Rüdiger) zustande. Zum Vergleich: Frankreich hatte genau sechs Flanken, drei davon waren Ecken. 

Und da liegt das Problem: Deutschland spielt ein System, das mit einem klassischen Mittelstürmer gut funktionieren könnte. Mit einem Miroslav Klose, Sandro Wagner oder Mario Gomez wäre die Erfolgsquote der Hereingaben eine andere und die Gegner müssten sich anders auf das Flügelspiel einstellen. Doch diesen Stürmertyp gibt es auf hohem Niveau in Deutschland kaum. Kevin Volland ist zwar als Mittelstürmer im EM-Kader, doch ein klassischer Strafraumtyp ist er nicht. Dazu ist auch er „nur“ 1,79m groß, für Timo Werner (1,81m) gilt das ebenso.

Fehler in der Ausbildung

Der Mangel an „echten“ Mittelstürmern ist das Ergebnis eines falschen Fokus‘ in den vergangenen Jahren bei der Ausbildung. U21-Bundestrainer Stefan Kuntz, selbst Mittelstürmer der DFB-Auswahl zu seiner aktiven Zeit, wies erst im Herbst 2020 bei der „Bild“ auf das Problem hin: „Die Ausbildung des klassischen Mittelstürmertyps ist in den letzten Jahren ein wenig vernachlässigt worden. Man wollte, dass die Stürmer flexibel sind, verschiedene Positionen spielen können oder sich auch in anderen Räumen bewegen. Deshalb hatten sich, national wie international, neue Stürmertypen in den Vordergrund gespielt und auch bewährt. Trotz allem ist der typische Mittelstürmer: groß, körperlich robust. Auch Kopfballstärke ist immer noch wichtig, siehe Robert Lewandowski und bringt, je nach taktischer Ausrichtung, einige wichtige Komponenten mit ins Spiel.“

Für Kuntz‘ Aussagen gibt es viele Beispiele. Deutschland entwickelte in den vergangenen Jahren viele hochtalentierte Halb- oder Flügelstürmer wie Gnabry, Havertz, Sané, Wirtz, Waldschmidt oder Musiala. Spieler, die besondere Qualitäten haben. Im Sturmzentrum zu lauern ist aber keine davon.

Hoffnung gibt es zwar in Lukas Nmecha, der bei der U21-EM im System Kuntz als robuster und gleichzeitig spielstarker „Neuner“ agierte. Für die A-Nationalmannschaft reicht es aber noch nicht. 

Von Stefan Kuntz (l.) konnte Lukas Nmecha in der U21 viel lernen. (Quelle: imago images/Sven Simon)Von Stefan Kuntz (l.) konnte Lukas Nmecha in der U21 viel lernen. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Fehler in der Taktik?

Gleichzeitig muss sich aber auch Bundestrainer Joachim Löw die Frage stellen, inwiefern er aus der WM 2018 gelernt hat, wo es ähnliche Probleme gab. Taktische Unterschiede zum Debakel von Russland sind bei der EM in der Formation zu erkennen, doch die etwas ziellose Dominanz im Spiel war auch gegen Frankreich ein Problem.

Deutschlands Offensive hat viel Tempo und technische Qualität. Deshalb strahlt sie gerade in Umschaltsituationen viel Gefahr aus. Gut zu sehen war das beispielsweise gegen die Schweiz im Oktober 2020, als zwei Tore nach Ballgewinn fielen und die gegnerische Defensive sich nicht in Ruhe formieren konnte. 

Mit der richtigen Taktik kann man das Fehlen eines klassischen Mittelstürmers auch gut umgehen. Das bewiesen die beiden Champions-League-Finalisten Manchester City und FC Chelsea, die beide ohne kantigen Strafraumtypen im Endspiel standen. Pep Guardiola setzte meist Phil Foden als „falsche Neun“, also eher als hängende Spitze ein. Durch seine Spielweise mit Kombinationen über die Halbräume und Läufen bis an die Grundlinie mit flachen Hereingaben war Foden auch ein idealer Stürmer dafür.

Pep Guardiola (l.) brachte Phil Foden auf eine neue Stufe. (Quelle: imago images/Shutterstock)Pep Guardiola (l.) brachte Phil Foden auf eine neue Stufe. (Quelle: Shutterstock/imago images)

Thomas Tuchel vom FC Chelsea setzte gerade gegen offensivstarke Gegner auf schnelle Akteure wie Werner, Havertz, Mount und Pulisic, die überfallartig auf das gegnerische Tor zustürmten. So fiel auch das Siegtor im Finale gegen City durch Havertz. Er hatte mit Giroud oder Abraham zwar zwei echte Mittelstürmer auf der Bank, doch selbst wenn sie nicht auf dem Patz standen, war ihr Fehlen dem Spiel kaum anzumerken.

Und so sollte auch Joachim Löw überlegen, ob er seinen Kurs weiterfahren will. Denn das französische Erfolgsrezept werden sich auch andere Mannschaften abgucken. Und mögliche Achtelfinalgegner wie Belgien oder England stehen den Franzosen in gutem Umschaltspiel in fast nichts nach.



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