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Eliud Kipchoge: Marathon-Mondlandung mit Makel – Sport

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Technischer Fortschritt verschmolz im Sport schon immer mit dem menschlichen. Aber bei Eliud Kipchoges Unter-zwei-Stunden-Lauf wurde dieses Konzept auf die Spitze getrieben.

Die Freude, die war zweifellos pur und echt. Als Eliud Kipchoge am Samstag auf der Hauptallee im Wiener Prater über die Ziellinie rauschte, da erlebte man den Kenianer so aufgekratzt, wie man ihn selten erlebt hatte in seiner 18 Jahre währenden Läuferkarriere. Er riss seine Frau und Kinder, die erstmals ein Rennen von ihm vor Ort verfolgt hatten, beinahe um, so schnell und aufgezogen war er noch vor Freude. Er klatschte in jede Zuschauerhand, er jubelte auf den Schultern seiner Mitstreiter, wo er eine kenianische Fahne so feierlich schwenkte, als habe er gerade ein noch nie von einem Menschen erreichtes Territorium erobert. Als solches Unterfangen hatten sie seinen Versuch ja auch ausgeschrieben: als eine Art Mondlandung – sollte er den Marathon, den Ausdauerklassiker über 42,195 Kilometer, tatsächlich als erster Mensch in unter zwei Stunden schaffen.

Was dem 34-Jährigen dann auch gelungen war, in 1:59:40,2. In Nairobi jubelten Tausende Landsleute beim Public Viewing, der Verkehr brach stellenweise zusammen. Wann hatte die Leichtathletik das jemals geschafft: einen Großstadtverkehr in die Knie zu zwingen?

Kein Mensch ist limitiert – das war der Slogan des Versuchs

Am Ende lag trotzdem eine bizarre Stimmung über dieser Mondlandung am Wiener Prater. Freude und Anerkennung vermischten sich mit der Skepsis vieler Beobachter, die zurecht auf die Sterilität des Experiments hinwiesen. Kipchoge und sein Lager hatten ihren Versuch ja nicht gerade unterverkauft: Man würde ein historisches Erbe hinterlassen; den Beweis antreten, dass kein Mensch limitiert sei. Und tatsächlich war ihnen das gelungen, wenn auch wohl nicht ganz so wie beabsichtigt. Sie hatten in den vergangenen Jahren und Monaten ja wahrhaftig kaum eine Möglichkeit ausgelassen, an dem Läufer und seinem Umfeld herumzuschrauben.

Da waren monatelange sportmedizinische Vermessungen, neuartige Energiedrinks, ein glatter, frisch asphaltierter Kurs auf der Hauptallee, eine Steilkurve, die Kipchoge noch ein paar Sekunden schenken sollte. Und da waren 41 Tempomacher, die Kipchoge zwei Stunden lang Windschatten spendeten – das war der gewichtigste Grund, warum seine Zeit nicht als Weltrekord ratifiziert wird. Das Bild war am Ende jedenfalls ein passendes: wie die Pacemaker sich vor Kipchoge auffächerten, so dass man ihn oft gar nicht zu Gesicht bekam. Als verschwinde da ein Athlet hinter einer Wand künstlichen Leistungs-Tunings.

Es stimmt schon: Der Hochleistungssportler war noch nie allein das Maß, der technische Fortschritt verschmolz schon immer mit dem menschlichen. Andererseits wurden in Wien derart viele Spielregeln auf einmal verrückt, dass man schon von einem Laborversuch sprechen konnte, ohne gleich Montagsdemonstrationen zu provozieren.

Und die größte Frage ist ungeklärter denn je: welchen Einfluss die neuen Schuhe haben, die Kipchoge am Samstag trug und deren Absätze so groß wirkten, als könnte man darin die Verpflegung für einen zweistündigen Marathon verstauen. Mehrere Studien haben nahegelegt, dass das Modell die Läufer bei jedem Schritt nach vorne trägt wie ein kleines Katapult. Fünf der besten Marathonzeiten wurden in den vergangenen 13 Monaten in diesem Modell erschaffen, auch Kipchoges offiziell gültiger Weltrekord (2:01:39); etablierte Profiläufer drückten ihre Bestzeiten auf einmal um Minuten in Fabelregionen. Die Triathletin Anne Haug lief ihren Marathon am Samstag bei ihrem Sieg auf Hawaii in einem ähnlichen Modell, Männer-Sieger Jan Frodeno hatte bei seinem Ausrüster offenbar einen verwandten Prototyp in Auftrag gegeben.

Das wird wohl ebenfalls ein historisches Erbe dieses Wochenendes in Wien sein: eine Materialdiskussion, die wie ein zusätzliches Sternchen an Kipchoges Fabelzeit prangt. Und Rekorde mit Sternchen, die hat die dopingbelastete Leichtathletik eigentlich schon zur Genüge.

Kosgei rennt neuen Marathon-Weltrekord

Die Kenianerin verbessert beim Chicago-Marathon die 16 Jahre alte Bestmarke von Paula Radcliffe um über eine Minute. Ihr Manager betreute allerdings bereits zahlreiche überführte Doper.




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Düsseldorfer EG verliert bei den Grizzlys Wolfsburg

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Formel 1: Betrugsvorwürfe: Vettel und Ferrari in Brasilien unter Druck

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Interlagos –

Dieses Jubiläum hatte sich Sebastian Vettel (32) ganz anders vorgestellt.

In seinem 100. Formel-1-Rennen für Ferrari wollte er beim Brasilien-GP (Sonntag 18.10 Uhr, RTL&Sky) am liebsten zum vierten Mal gewinnen und damit den Rekord seines Idols Michael Schumacher (50) einstellen.

Hat Ferrari den FIA-Sensor ausgetrickst?

Stattdessen fährt der erneut gescheiterte Herausforderer von Sechsfach-Weltmeister Lewis Hamilton (34) um seinen Ruf und auch gegen die Betrugsvorwürfe gegen Ferrari.

Es geht um das angebliche Benzin-Doping im Qualifying und auf langen Geraden, das Mercedes und Red Bull schon die ganze Saison argwöhnisch beäugt hatten.

Vettel im Ferrari vorm großen Preis von Brasilien

Ferrari soll den nur intervallartig Benzinfluss messenden Sensor des Weltverbands ausgetrickst und in den Pausen Sprit eingespritzt haben.

Red-Bulls Verstappen vermutet „Benzin-Doping“

Auf Red-Bull-Anfrage erließ die FIA beim Rennen in Austin eine technische Direktive, die dieses Vorgehen als illegal verbot.

Und prompt waren die Ferrari von Vettel (Ausfall mit Aufhängungsbruch) und Charles Leclerc (nur Fünfter) im US-Rennen nicht konkurrenzfähig.

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Red-Bull-Heißsporn Max Verstappen wirft Sebastian Vettels Ferrari-Team Betrug vor.

Max Verstappen wirft Ferrari Betrug vor

Red-Bull-Ass Max Verstappen (22) warf Ferrari Betrug vor: „Ich bin nicht überrascht über Ferraris schlechtes Ergebnis. Das passiert, wenn du aufhören musst, zu schummeln.“

Hier lesen: Max Verstappen wirft Ferrari Betrug vor.

Doch Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (50) warnte Verstappen vor falschen Verdächtigungen und behauptete, ein anderes Set-up sei für den Tempo-Verlust verantwortlich gewesen: „Wir haben zugunsten von mehr Kurvengeschwindigkeit Speed auf den Geraden geopfert. Deshalb haben wir auf den Geraden nicht so viel gewonnen wie sonst.“

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Ferrari Team-Chef Mattia Binotto (50).

Ferrari in Brasilien besonders unter der Lupe

Doch in Interlagos fahren seine Autos unter besonderer Beobachtung, zumal Leclerc ein neuer Experimental-Motor für 2020 eingebaut wird (bedeutet fünf Startplätze Strafe).

Hamilton sagt: „Ferrari  hat Power im Vergleich zu früher verloren. Es wird interessant sein zu beobachten, ob sich das so fortsetzt.“

Sebastian Vettel: „Kommentare waren sehr unreif“

Und was sagt Vettel zu all dem?

„Da gibt es nicht viel zu sagen. Ich denke, die Kommentare waren sehr unreif. Deshalb ignoriere sie, weil sie nicht relevant sind.“ Er hofft, dass sein Ferrari wieder schneller als in Austin ist – und auf seinen vierten Brasilien-Sieg: „Die beste Antwort können wir auf der Strecke geben.“

Aber Vettel weiß auch: „Das ist irgendwie eine magische Strecke. Jedes Jahr passiert irgendwas Verrücktes.“





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Isaiah “Swerve” Scott vs. Bronson Reed: WWE NXT, Nov. 13, 2019

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With the threat of a Raw or SmackDown invasion looming over the black-and-gold brand, Isaiah “Swerve” Scott goes one-on-one with Bronson Reed.

#WWENXT

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