Connect with us

Unterhaltung

Eine zweite Chance für „Klara Sonntag“

Veröffentlicht

on



Berlin (dpa) – „Nein, ich will nicht.“ Mit diesen Worten schreckt Klara Sonntag (Mariele Millowitsch) aus dem Schlaf. Neben ihr liegt ihr Liebhaber Thomas Aschenbach (Bruno Cathomas).

+++ Aktuelle Promi-News +++

Klara hatte einen Alptraum, in dem Thomas ihr in Robe und singend im Gerichtssaal einen Heiratsantrag machte, den sie gut hörbar abgewiesen hat. Dabei hat der Richter sich endlich scheiden lassen und will Klara nach 15-jähriger Affäre tatsächlich ehelichen. Sie möchte jedoch ihre Unabhängigkeit behalten – zumal sie in ihrem Job als Bewährungshelferin ohnehin schon oft beruflich vor Gericht mit ihm zu tun hat. Viel Zündstoff also für den Film „Klara Sonntag – Kleine Fische, große Fische“ an diesem Freitag um 20.15 Uhr im Ersten.

In ihrer Arbeit darf Klara sich nicht nur mit ihrer nervigen Chefin, sondern gleich mit zwei Fällen herumschlagen. Zum einen geht es um die hochnäsige Insolvenzbetrügerin Merle Scheffler (Nadja Becker), die nun, statt in ihrem Pool zu schwimmen, mit dem Rad zur Ableistung ihrer Sozialstunden radeln muss und nie gelernt hat, um Hilfe zu bitten.

Zum anderen betreut sie den 80-jährigen Rudi Dülmen (Christian Grashof), der nach 50 Jahren im Gefängnis erst einmal lernen muss, wie Formulare auszufüllen sind. Bei der Bearbeitung des Antrages auf Grundsicherung erfährt er, dass seine langjährige Tätigkeit im Gefängnis nicht auf die Rente angerechnet wird – was der Gesetzgeber angeblich seit 40 Jahren ändern will, aber noch immer der Fall ist.

Autor Sebastian Orlac (51, „Lotta“) und Regisseur Oliver Schmitz (60, „Türkisch für Anfänger“) legen hier einen ernsthaften Film vor, der neben aller Dramatik auch Platz für komische Momente lässt. Das Tempo ist enorm, aber wenn es um den Einblick in das Seelenleben der Hauptfiguren geht, dann ist ganz viel Zeit da. Der Film bleibt nah dran an den Menschen, die von allen Schauspielern klar und gut verkörpert werden und die deutlich werden lassen, dass Menschen zwar nicht immer im Leben eine Wahl, wohl aber eine zweite Chance verdient haben.

Mariele Millowitsch (65, „Marie Brand“) ist hier in einer weiteren Paraderolle zu sehen. Als Frau Sonntag fegt sie mit ihrem kleinen Flitzer durch die Gegend, hört gerne laute Rockmusik, besitzt eine Schildkröte – und hat wie sie einen ziemlichen Dickschädel samt guter Spürnase. „Sie schnüffelt nicht, sondern sie entdeckt die Wahrheit über ihre eigene Geschichte – den Hintergrund ihrer Kindheit – eher zufällig. Das bringt sie zunächst einmal ordentlich durcheinander“, sagt Mariele Millowitsch gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

„Finger weg von Schutzbefohlenen“ – so heißt ein Grundsatz im Job der Bewährungshelfer, und so wäre der durchaus gut gespielten Hauptfigur etwas mehr professionelle Distanz zu den Probanden zu wünschen, verbunden mit weniger persönlichen Verwicklungen, die obendrein unnötig konstruiert wirken. Gerade diese Verwicklungen gehen hier durchaus an der Lebensrealität einer Bewährungshelferin vorbei – aber das ließe sich ja in den nächsten Folgen ändern, die den Sendeplatz „Endlich Freitag im Ersten“ sicherlich bereichern würden.



Quelle

Weiterlesen
Partner
Klicken Sie hier, um einen Kommentar abzugeben

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Unterhaltung

Bundesländer lockern: Neue bundesweite Einreise-Regeln

Veröffentlicht

on



Berlin (dpa) – Für Urlaubsrückkehrer und andere Einreisende nach Deutschland gelten ab heute bundesweit einheitliche Corona-Regeln. Für vollständig Geimpfte und Genesene fallen Vorgaben zu Quarantäne und Test-Erfordernissen weg – außer, man kommt aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten.

Laut einer vom Kabinett beschlossenen Verordnung können auch Nicht-Geimpfte die bisher übliche Quarantäne von zehn Tagen nach Einreise vermeiden – wenn sie aus einem „Risikogebiet“ mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 kommen. Dafür muss man belegen, dass man frisch negativ getestet ist. Gehen soll das auch durch Hochladen des Nachweises in der digitalen Einreiseanmeldung.

Die Regelung soll auch Reisen im Sommer in Europa erleichtern, etwa, wenn geimpfte Eltern zusammen mit nicht-geimpften Kindern reisen. Wie Reiseländer für deutsche Urlauber eingestuft werden, ist auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts (RKI) zu sehen. Zentraler Faktor für die Einstufung als „Risikogebiet“ sind mehr als 50 gemeldete Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Daneben gibt es „Hochinzidenzgebiete“ ab der Schwelle von 200 sowie „Virusvariantengebiete“ mit neuen Mutationen. Bei der Rückkehr aus Hochinzidenzgebieten soll es dabei bleiben, dass man die Quarantäne frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test verkürzen kann. Rückkehrer aus Virusvariantengebieten müssen weiter für 14 Tage in häusliche Quarantäne gehen, die nicht per Test verkürzt werden kann.

Mit den sinkenden Neuinfektionszahlen lockern immer mehr Bundesländer die Corona-Regeln für Regionen, bei denen die Bundesnotbremse von 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen nicht mehr greift. Baden-Württemberg will für Kreise, in denen fünf Tage lang die Inzidenz von 100 unterschritten wird, die Regeln in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit entschärfen. So soll die Außen- und Innengastronomie zwischen 6.00 Uhr und 21.00 Uhr mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Stuttgart. Geplant ist ferner, dass in den Kreisen mit niedrigen Inzidenzen Hotels und Pensionen wieder öffnen und Ferienwohnungen vermietet werden können.

In Schleswig-Holstein sollen ebenfalls die Corona-Regeln gelockert werden, vor allem im Tourismus und der Gastronomie, bei Kontakten im Freien und in der Freizeit. Niedersachsen öffnet touristische Übernachtungen und Außengastronomie für Einwohner des Bundeslandes. In weiteren Bundesländern sind Lockerungen zu Pfingsten geplant. Die Sieben-Tages-Inzidenz näherte sich zuletzt bundesweit der Marke von 100, am Mittwoch gab das RKI sie mit 107,8 an.

Auch beim Impfen gegen das Coronavirus kommt Deutschland voran. Am Dienstag wurden laut RKI zum dritten Mal mehr als eine Million Menschen an einem Tag geimpft. 34,3 Prozent aller Einwohner haben eine Erstimpfung erhalten. Bei den Zweitimpfungen wurde die Marke von zehn Prozent erreicht.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigte sich mit Blick auf den Sommer zuversichtlich, richtete aber auch mahnend den Blick auf den Herbst. „Die Zahlen entwickeln sich sehr positiv. Einem entspannten Sommer mit deutlichen Lockerungen steht nichts mehr entgegen, wenn wir jetzt nicht unvorsichtig werden“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“. „Um jedoch eine vierte Welle im Herbst zu verhindern, müssen wir Vorkehrungen insbesondere für Reiserückkehrer treffen“, fügte er hinzu. Mindestens 20 Prozent der Bevölkerung würden auf absehbare Zeit ohne Schutz sein, weil sie sich nicht impfen lassen können oder wollen. „Wir brauchen deswegen schon jetzt strenge Tests an den Flughäfen und eine Quarantäne der Reisenden, bis das Testergebnis vorliegt für diejenigen, die aus Mutationsgebieten kommen“, forderte der SPD-Politiker.



Quelle

Weiterlesen

Unterhaltung

Denzel Washington in „Macbeth“ Neuverfilmung

Veröffentlicht

on



Los Angeles (dpa) – Eine Neuverfilmung des Shakespeare-Klassikers „Macbeth“ mit hochkarätigen Oscar-Preisträgern soll noch in diesem Jahr in die Kinos kommen.

+++ Aktuelle Promi-News +++

„The Tragedy of Macbeth“ mit Frances McDormand (63, „Nomadland“) und Denzel Washington (66, „Training Day“) wird vom Studio A24 und Apple Original Films herausgebracht, wie der Streamingdienst Apple TV+ mitteilte.

Regie führt Joel Coen („Fargo“, „No Country for Old Men“), der schon häufiger mit seiner Frau McDormand zusammenarbeitete. Die Schauspielerin hatte Ende April für „Nomadland“ den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen. Gewöhnlich ist bei Coen-Projekten auch Joels Bruder Ethan als Produzent, Regisseur oder Drehbuchschreiber beteiligt. „Macbeth“ ist aber ein Solo-Projekt von Joel, der auch das Skript und die Produktion übernimmt.

Die Tragödie von William Shakespeare von 1606 dreht sich um einen machtgierigen, skrupellosen Fürsten (Washington), der mit Hilfe seiner Frau Lady Macbeth (McDormand) zum König von Schottland aufsteigen will. Nach Leinwandadoptionen durch Orson Welles (1948) oder Roman Polanski (1971) holte 2015 der Australier Justin Kurzel Michael Fassbender und Marion Cotillard als mörderisches Fürstenpaar vor die Kamera.



Quelle

Weiterlesen

Unterhaltung

Apple TV+: Denzel Washington in «Macbeth» Neuverfilmung

Veröffentlicht

on


Apple TV+
Denzel Washington in «Macbeth» Neuverfilmung

US-Schauspieler Denzel Washington. Foto: Lisa Ducret/dpa

© dpa-infocom GmbH

In der um 1606 geschriebenen Tragödie spielt Washington einen skrupellosen Fürsten, der mit Hilfe seiner Frau Lady Macbeth zum König von Schottland aufsteigen will.

Eine Neuverfilmung des Shakespeare-Klassikers «Macbeth» mit hochkarätigen Oscar-Preisträgern soll noch in diesem Jahr in die Kinos kommen.

«The Tragedy of Macbeth» mit Frances McDormand (63, «Nomadland») und Denzel Washington (66, «Training Day») wird vom Studio A24 und Apple Original Films herausgebracht, wie der Streamingdienst Apple TV+ mitteilte.

Regie führt Joel Coen («Fargo», «No Country for Old Men»), der schon häufiger mit seiner Frau McDormand zusammenarbeitete. Die Schauspielerin hatte Ende April für «Nomadland» den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen. Gewöhnlich ist bei Coen-Projekten auch Joels Bruder Ethan als Produzent, Regisseur oder Drehbuchschreiber beteiligt. «Macbeth» ist aber ein Solo-Projekt von Joel, der auch das Skript und die Produktion übernimmt.

Die Tragödie von William Shakespeare von 1606 dreht sich um einen machtgierigen, skrupellosen Fürsten (Washington), der mit Hilfe seiner Frau Lady Macbeth (McDormand) zum König von Schottland aufsteigen will. Nach Leinwandadoptionen durch Orson Welles (1948) oder Roman Polanski (1971) holte 2015 der Australier Justin Kurzel Michael Fassbender und Marion Cotillard als mörderisches Fürstenpaar vor die Kamera.

dpa



Quelle

Weiterlesen

Trending

We use cookies in order to give you the best possible experience on our website. By continuing to use this site, you agree to our use of cookies.
Accept