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Geschaeft

Eine Seefahrt, die ist dreckig | ZEIT ONLINE

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Die Banane aus Costa Rica, das T-Shirt aus Bangladesch, der
Staubsauger aus China – etwa 90 Prozent des weltweiten Handels findet auf dem
Seeweg statt. Nach Angaben
des Umweltbundesamtes
ist der Schiffsverkehr auf den Weltmeeren für 2,6
Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Das klingt erst einmal wenig, aber der Verkehr auf dem
Wasser wird in den nächsten Jahren stark zunehmen. Der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) zufolge könnten die
klimaschädlichen Emissionen der Schifffahrt von 2012 bis 2050 um bis zu 250 Prozent steigen. Dabei hatte sich die IMO eigentlich das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen deutlich zu senken. Noch klaffen Anspruch und Wirklichkeit also weit auseinander.

Neben den Treibhausgasemissionen hat die Schifffahrt noch ein weiteres Problem: Luftschadstoffe. Die meisten Schiffe würden keine
Abgastechnik nutzen und daher viel Feinstaub, Ruß und Stickoxide ausstoßen, sagt Daniel Rieger vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Er
fordert daher, dass die Schiffe Abgasfilter und Stickoxidkatalysatoren
verwenden, um die Belastung durch Luftschadstoffe zu senken.

Flüssigerdgas als Übergangstechnologie?

Viele Vertreter aus der Branche sehen Potenzial in
Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) als Übergangstechnologie, bis es Treibstoffe aus
erneuerbaren Energien gibt. Der Vorteil von LNG ist, dass beim Verbrennen kein
Schwefeloxid oder Feinstaub ausgestoßen wird und weniger Stickoxide und Ruß.
Allerdings löst es nicht das Klimaproblem, da sich die CO2-Emissionen kaum
reduzieren.

Zuletzt veröffentlichte
das International Council on Clean Transportation (ICCT) eine Studie, wonach
LNG sogar klimaschädlicher ist als Marinediesel. Rieger vom Nabu hat sich mit
der Studie beschäftigt. Die Forscher hätten sich das LNG vom Bohrloch bis zum
Schiffsschornstein angesehen und festgestellt, dass immer wieder Methan
entweiche, das die Erde viel stärker erwärme als CO2. Auf eine Sicht von 20
Jahren verursache LNG somit 70 bis 82 Prozent mehr Treibhausgase als
Marinediesel, sagt Rieger. „Wenn man nicht verhindern kann, dass Methan
entweicht, sehen wir es als großes Problem, LNG als Alternative zu verwenden.“

Andere Experten hoffen, dass sich die Technologie noch verbessern lässt. Laut Ralf Brauner, Professor an der Jade-Hochschule in Elsfleth, arbeiten die Motorenhersteller schon
daran, dass weniger Methan austritt. Er sieht LNG als gute
Übergangslösung zu Brennstoffen, die aus regenerativer Energie gewonnen werden.

Industrie plant Forschungsfonds

Wichtige Verbände der Schifffahrtsindustrie haben zuletzt vorgeschlagen, einen weltweiten Forschungs- und
Entwicklungsfonds einzurichten. Die Idee: Pro Tonne Brennstoff zahlen alle
Schifffahrtsunternehmen zwei US-Dollar. Im Vergleich zu den Brennstoffkosten
insgesamt ist der Betrag gering. Eine Tonne Brennstoff koste, je nachdem, was
getankt werde, zwischen 300 und 600 Dollar, sagt Christian Denso, Sprecher des
Verbands Deutscher Reeder. Mit den Beiträgen sollen über einen Zeitraum von
zehn Jahren fünf Milliarden US-Dollar zusammenkommen, mit denen man zu
alternativen Kraftstoffen forschen kann.

Bis der Fonds startet, wird es aber wohl noch eine Weile
dauern. „Die Industrieverbände, die diese Initiative vorgeschlagen haben, sind
der Meinung, dass alle Schifffahrtsunternehmen sich verpflichtend an dem Fonds
beteiligen sollen“, sagt Denso. Das könnten nur die Staaten in der IMO
entscheiden. Denso rechnet damit, dass das frühestens im Herbst passieren
werde.

Rieger vom Nabu sieht es positiv, dass die Branche in den
Fonds investieren will. Doch das reiche nicht. „Kraftstoffe müssen
teurer werden, damit die Branche mehr in Effizienztechnologe investiert.“ Da
der Kraftstoff so günstig sei, bemühe sich die Branche momentan nicht genug,
die Schifffahrt effizienter zu machen. Rieger fordert, Kraftstoffe für Schiffe
zu besteuern. Die EU-Kommission möchte die Schifffahrt im Rahmen ihres Green
Deals in den europäischen Emissionshandel integrieren. Auch dadurch würden die
Kraftstoffe teurer werden.



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EU-Kommission umreißt „Ausstiegsstrategie“ aus Corona-Maßnahmen

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Praktisch ganz Europa befindet sich – mit wenigen Ausnahmen – im Lockdown. Das öffentliche Leben steht ebenso still wie große Teile der Wirtschaft. Wann und wie die harten Vorschriften zur Eindämmung des Coronavirus wieder zurückgefahren könnten, ist daher eine zentrale Frage.

Die EU-Kommission schlägt laut einem Medienbericht einen stufenweisen Ausstieg aus den Notfallmaßnahmen mit langen Zeitabständen vor. Die EU-Staaten sollten die bestehenden freiheitsbeschränkenden Maßnahmen erst auf lokaler Ebene aufheben und dann die Öffnung nach und nach ausweiten, heißt es in der bislang unveröffentlichten „Ausstiegsstrategie“, die der Zeitung „Die Welt“ vorliegt.

Laut diesem Plan könnten die Restriktionen im Bedarfsfall lokal schnell wieder eingeführt werden – etwa bei einem erneuten Aufflammen des Virus. Außerdem sollten die Maßnahmen schrittweise aufgehoben werden, sodass zwischen den einzelnen Schritten ausreichend Zeit bleibe. Als Orientierungswert geben die Verfasser einen Monat zwischen den einzelnen Lockerungen an.

Grundsätzlich müssten die Maßnahmen weniger breit und dafür stärker fokussiert sein als bisher. Demnach müssen die „verletzlichsten Gruppen, zum Beispiel die Älteren“ länger geschützt werden, zitiert die „Welt“ aus dem Papier.

Nicht alle gleichzeitig zurück an den Arbeitsplatz – sondern nach volkswirtschaftlicher Bedeutung gestaffelt

Auch Ansammlungen von Menschengruppen sollen nur schrittweise wieder erlaubt werden. In Geschäften sollte die Anzahl der gleichzeitig zugelassenen Kunden zunächst beschränkt werden. In Schulen sollten Kinder ausreichend Abstand zueinander halten können; Klassen sollten dafür verkleinert werden.

Bars, Restaurants und Kultureinrichtungen wie Kinos sollten nur allmählich wieder öffnen. „Die Aufhebung von Verboten von Massenansammlungen wie Festivals muss zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden“.

„Nicht die gesamte Bevölkerung sollte zur gleichen Zeit wieder an den Arbeitsplatz gehen“, schreiben die Experten der EU-Kommission laut „Welt“ weiter. Stattdessen solle danach priorisiert werden, wie volkswirtschaftlich bedeutend die jeweiligen Tätigkeiten seien und wie sehr sie sich für Arbeit von Zuhause eigneten.

Die Kommissare sollten den Plan ursprünglich am Mittwoch beschließen; Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wollte ihn anschließend der Öffentlichkeit vorstellen. Auf Drängen einiger Mitgliedsländer soll er jetzt allerdings erst nach Ostern präsentiert werden. Die nationalen Regierungen hatten die EU-Kommission gebeten, einen Fahrplan für die Lockerungsmaßnahmen in Europa zu entwickeln.

Icon: Der Spiegel



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🔴 Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier über die Änderung der Exportgesetz

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Die Bundesregierung informiert über das weitere Vorgehen im Kampf gegen Corona.

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Coronavirus und Geheimdienste: „Ein gefährliches Spiel“

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SPIEGEL: Weltweit verbreiten sich falsche Informationen und Verschwörungstheorien zum Coronavirus. Quellen sind unter anderem regierungsnahe russische Internetseiten, ist das ein neues Phänomen? 

Selvage: Nein, das ist überhaupt nichts Neues. Das ist etwas Historisches. Schon in den Achtzigerjahren gab es ähnliche Desinformationen über das HI-Virus, das Aids verursacht. Mit der „Operation Denver“ hatten der sowjetische Geheimdienst KGB und die ostdeutsche Stasi international die These verbreitet, dass das Virus in einem US-amerikanischen Biowaffenlabor in Fort Detrick hergestellt wurde. 

SPIEGEL: Heute gibt es Facebook, Twitter und andere soziale Medien, wie lief diese Kampagne damals ab? 

Selvage: Die Sowjetunion nutzte ihre eigene Presse dafür, die natürlich auch außerhalb des Ostblocks gelesen wurde – zudem andere Kanäle, wie ihre Agenten und inoffizielle Mitarbeiter im Westen. Dabei spielten sogenannte Kontaktpersonen eine Rolle, also Menschen, die nicht wussten, dass sie mit Mitarbeitern von Geheimdiensten in Kontakt stehen, aber durch diese beeinflusst waren. Oft waren das Personen, die man schon länger im Sinne der Außen- oder Innenpolitik der Sowjetunion beeinflusste und die diese Desinformation dann weitertrugen. Sie verbreiteten und veröffentlichten die Erzählung des KGB und der Stasi, ohne nach außen erkennbare Verbindungen zur Sowjetunion oder der DDR zu haben oder sich in manchen Fällen selbst als Agenten des KGB oder der Stasi zu verstehen. Heute, mit den sozialen Netzwerken, ist so was wesentlich einfacher. 



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