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Eilmeldungen: Nach Corona-Fall: Basketball-Finalturnier in München verlegt

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München (dpa) – Das Finalturnier um den deutschen Basketball-Pokal in München ist für dieses Wochenende abgesagt worden. Nach einem Corona-Fall bei der BG Göttingen sollen die Spiele zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, wie die Bundesliga am Samstag mitteilte.



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Corona-Zahlen: RKI registriert 17 419 Corona-Neuinfektionen – Schlaglichter

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Berlin (dpa) – Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 17 419 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus den heutigen Zahlen hervor. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 18 485 Neuansteckungen gelegen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI bundesweit bei 103,6 (Vortag: 107,8; Vorwoche: 125,7).

Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 278 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 284 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3 565 704 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3 240 300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 85 658.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht bei 0,82 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

© dpa-infocom, dpa:210513-99-579889/4




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Angst vor neuem Krieg zwischen Israel und der Hamas

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Angst vor neuem Krieg zwischen Israel und der Hamas

Luftangriff im Gazastreifen

© © 2021 AFP

Angesichts der Gewalteskalation in Nahost wächst die Sorge, dass die Auseinandersetzungen in einen neuen Krieg zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas münden könnten.

Angesichts der Gewalteskalation in Nahost wächst die Sorge, dass die Auseinandersetzungen in einen neuen Krieg zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas münden könnten. In der Nacht zu Donnerstag wurde erneut im Süden Israels, in der Wirtschaftsmetropole Tel Aviv und erstmals auch im Norden des Landes Raketenalarm ausgelöst. Fünf Menschen wurden nach Angaben von Rettungskräften verletzt, als ein Geschoss in einen Wohnkomplex in Petach Tikwa nahe Tel Aviv einschlug.

Das israelische Militär setzte in der Nacht zu Donnerstag seine Luftangriffe auf den Gazastreifen fort. Die Attacken richteten sich unter anderem gegen ein Gebäude, das mit der „Spionageabwehr“ der Hamas in Verbindung steht, sowie gegen das Haus eines Hamas-Kommandanten.

Am Mittwoch hatte die israelische Luftwaffe bereits bei hunderten Einsätzen Einrichtungen der radikalislamischen Hamas und anderer militanter Gruppen im Gazastreifen bombardiert. Dabei wurde unter anderem ein Hochhaus im Stadtzentrum von Gaza komplett zerstört, in dem sich auch mehrere Büros der Hamas befanden.

Nach palästinensischen Angaben wurden bei den Angriffen insgesamt 67 Menschen getötet, unter ihnen 17 Kinder. Zudem meldeten die Behörden knapp 400 Verletzte. Die Hamas bestätigte den Tod mehrerer ihrer militärischen Anführer, darunter auch der Chef ihres bewaffneten Arms in Gaza, Bassem Issa.

Die Hamas feuerte am Mittwochabend als Vergeltung auf den Angriff auf das Hochhaus mehr als 100 Raketen in Richtung Israel. Viele der Geschosse wurden von der israelischen Raketenabwehr abgefangen, andere schlugen jedoch in Wohngebieten ein. In Israel wurden insgesamt sieben Menschen durch den Raketenbeschuss getötet, darunter ein sechs Jahre altes Kind.

Insgesamt schossen militante Palästinenserorganisationen wie die Hamas und der Islamische Dschihad seit Montag nach israelischen Angaben mehr als 1500 Raketen auf Israel ab.

Angesichts der Verschärfung des blutigen Schlagabtauschs beantragten am Mittwoch Tunesien, Norwegen und China die bereits dritte Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats binnen einer Woche. An der für Freitag vorgesehenen öffentlichen Sitzung werden voraussichtlich auch Israel und die Palästinenser teilnehmen.

Bei den bisherigen Sitzungen konnte sich der Rat nicht auf eine gemeinsame Erklärung einigen. Übereinstimmenden Berichten zufolge lehnten die USA als einziges der 15 Ratsmitglieder die Erklärung ab. Sie scheinen nicht daran zu glauben, dass dies „zur Deeskalation beitragen“ könnte, sagte ein Diplomat. Das US-Außenministerium kündigte am Mittwoch jedoch die Entsendung des Vize-Staatssekretärs Hady Amr als Vermittler in die Region an.

US-Präsident Joe Biden äußerte in einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu die Hoffnung auf ein rasches Ende der Gewalt. „Meine Erwartung und meine Hoffnung ist, dass das eher früher als später endet“, sagte er. Zugleich betonte der US-Präsident: „Israel hat das Recht sich zu verteidigen, wenn tausende Raketen in sein Territorium fliegen.“

US-Außenminister Antony Blinken forderte in einem Telefonat mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ein Ende des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen. Er habe in dem Gespräch „die Notwendigkeit unterstrichen, die Raketenangriffe zu beenden und die Spannungen zu deeskalieren“, schrieb Blinken auf Twitter.

Vor dem Hintergrund des Konflikts nahmen auch die Spannungen zwischen jüdischen und arabischen Israelis zu. In mehreren jüdisch-arabischen Orten kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei berichtete am Mittwoch von gewaltsamen Zwischenfällen in Akko, Haifa und Lod.

In Bat Yam südlich von Tel Aviv wurde ein mutmaßlich arabischer Einwohner von einer wütenden Menge ultranationalistischer Juden attackiert. Vom israelischen Sender Kan übertragene Livebilder zeigten, wie dutzende Angreifer den Mann gewaltsam aus seinem Auto zerrten und ihn bewusstlos prügelten.

Auslöser der jüngsten Gewalteskalation ist die drohende Zwangsräumung von rund 30 Palästinensern aus ihren von jüdischen Israelis beanspruchten Wohnungen in Ost-Jerusalem. Bei den heftigsten Zusammenstößen seit Jahren zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern in Ost-Jerusalem waren in den vergangenen Tagen hunderte Palästinenser und dutzende Polizisten verletzt worden.

noe

AFP



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Warum die Pandemie dafür verantwortlich ist, dass Kalifornien erstmals schrumpft und Texas stark wächst

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Warum die Pandemie dafür verantwortlich ist, dass Kalifornien erstmals schrumpft und Texas stark wächst

Erstmals hat der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat Kalifornien im vorigen Jahr an Einwohnerinnen und Einwohner verloren. Dafür verantwortlich war auch Corona.

Kalifornien verlor letztes Jahr über 180’000 Einwohner. Im Bild: Long Beach.

Keystone

So etwas hat die Immobilienmaklerin Chrissy Mallouf noch nie erlebt. Derart überhitzt sei der Häuser-Markt im Verwaltungsbezirk Denton County (Texas) derzeit, dass sie für jede neue Immobilie, die zum Verkauf stehe, 10 bis 20 reelle Angebote bekomme. Und nicht selten lägen diese Gebote weit über dem ursprünglichen Preis.

«Bis zu 70’000 Dollar mehr» wollten potenzielle Kunden bezahlen, erzählt Mallouf, um mögliche Konkurrenten auszustechen. «Das ist absolut irre», sagt die Immobilienhändlerin im Gespräch, bevor sie lacht. Denn eigentlich will sie sich nicht über diesen Boom in ihrer Heimat beklagen.

Denton ist Teil des rasant wachsenden Ballungsraums Dallas-Fort Worth, in dem heute fast 8 Millionen Menschen wohnen – oder umgerechnet 20 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Allein im vergangenen Jahr zogen unter dem Strich mehr als 30’000 Menschen in den gleichnamigen Verwaltungsbezirk, der verkehrstechnisch äusserst günstig im Norden der Mega-Agglomeration liegt.

Zwar machen sich alteingesessene Bewohner von Denton, einem Universitätsstädtchen, bereits Sorgen um den Charme des Vorortes. Aber letztlich nutzen die lokalen Wirtschaftsförderer die Bevölkerungsexplosion, um aggressiv neue Arbeitgeber anzuwerben. Denn neue Jobs ziehen Neuzuzüger an.

Elon Musk macht es vor: Von Kalifornien nach Texas

Besonders eifrig buhlen texanische Standort-Promotoren dabei um Betriebe und Unternehmer aus Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat in Amerika. Diese Kampagne scheint Erfolg zu haben, gemessen am grossen Echo in den Medien.

So verkündete im vorigen Jahr der eigenwillige Technologie-Milliardär Elon Musk, dass er seinen Wohnsitz aus dem Silicon Valley nach Texas verlege – auch weil seine Firmen Tesla (Autos) und SpaceX (Raketen) im «Lone Star State» ein Standbein aufbauen. In der Nähe des Flughafens von Austin entsteht derzeit eine neue Tesla-Fabrik, die mehr als 1 Milliarde Dollar kosten soll.

Natürlich fällt es einem schwerreichen Unternehmer wie Musk – geschätztes Vermögen: gegen 150 Milliarden Dollar – leicht, seine Zelte abzubrechen. Aktuelle Erhebungen zeigen allerdings, dass er bei weitem nicht der einzige Kalifornier ist, der dem «Golden State» und den hohen Lebenshaltungskosten in Städten wie San Francisco oder San José den Rücken zukehrte.

So verlor der Bundesstaat im vorigen Jahr, als die Pandemie an der Westküste besonders stark wütete und das öffentliche Leben viele Monate lang praktisch stillstand, netto gegen 182’000 Bewohnerinnen und Bewohner.

Angesichts der 39,5 Millionen Menschen, die immer noch in Kalifornien wohnen, ist dieser Dämpfer zwar verschmerzbar; der Staat aber war lange stolz auf seine Magnetwirkung. «Go West, young man», lautete der legendäre Slogan aus früheren Zeiten, mit dem Kalifornien inoffiziell Neuzuzüger in den «Wilden Westen» lockte.

Nun ist dieser Trend gebrochen, vielleicht zum ersten Mal seit der Gründung des Bundesstaates im Jahr 1850. Zahlen der nationalen Statistikbehörde, die von der Denkfabrik Public Policy Institute of California ausgewertet wurden, zeigen: 2020 zogen 4,9 Millionen Menschen nach Kalifornien, während 6,1 Millionen wegzügelten.

Keine neue «Great Migration»

Und obwohl diese Zahlen darauf hindeuten, dass die Coronapandemie zu einer neuen «Great Migration» führte, einer massiven Wanderungsbewegung von einem Landesteil in den andern, sind sie doch mit Vorsicht zu geniessen. Zwar stimmt es, dass Städte an der West- und Ostküste im vorigen Jahr Einwohner einbüssten.

Eine Analyse der «New York Times», die auf 30 Millionen Adressänderungen der amerikanischen Post beruht, deutet aber auch darauf hin, dass von der Binnenmigration nur einige urbane Grossräume betroffen waren. Vor allem das Silicon Valley und New York City verzeichneten im vorigen Jahr einen überdurchschnittlich grossen Bevölkerungseinbruch – Städte also, in denen die Lebensqualität in den vergangenen Monaten stark zurückging.

Klar ist: Nebst Ballungsräumen wie Dallas-Fort Worth oder Austin profitierten im vorigen Jahr vor allem kleine Städte im Westen des Landes von den Neu-Zuzügern, Provo (Utah) beispielsweise oder Boise (Idaho). Dafür verantwortlich ist in erster Linie eine boomende lokale Wirtschaft, die sich von der Coronakrise weitgehend erholt hat.

In Utah belief sich die Arbeitslosenquote im März bloss auf 2,9 Prozent oder mehr als 3 Punkte weniger als im nationalen Durchschnitt. Bereits wird die Gegend um Provo im Volksmund «Silicon Slopes» genannt, eine Anspielung auf die zahlreichen Technologie-Firmen, die sich bereits in der herrlichen Bergwelt der Rocky Mountains angesiedelt haben.



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