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Dresdner Folktrio Standard Crow Behavior präsentiert Selbstgespräche

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Am Sonntag erblickt ein hübsches Baby die Welt: Abends (ab 19 Uhr) in der Neustädter Kultkneipe „Madness“ präsentiert das Folktrio Standard Crow Behavior sein Debütalbum namens „Talking To Space“. Es ist dann zwei Tage alt und enthält zwölf frische Songs – zusammengeführt vom einstigen Startmythos: Konzerte mit nur einem Mikro in der Mitte für drei Stimmen und drei Instrumente, was nicht nur Authentizität verheißt, sondern auch genauer Arrangements und sorgsam abgestimmten Satzgesangs bedarf.

Kammermusikalischer Bluegrass mit Satzgesang

Nun die erste Bilanz im mutigen Eigenverlag, kammermusikalischer Bluegrass und Songwriter-Pop sind versprochen, dazu Texte von „Verantwortung, bewusstem Handeln und weisen Entscheidungen“. Und Geschichten. Natürlich geschieht die erste öffentliche Präsentation dieser Art Selbstgespräche nur zeitlive, also quasi aus der Kulturquarantäne heraus über Linse, Kabel und Bildschirm – ergo als digital reduzierter Netzgenuss auf dem Endgerät wo auch immer. Also ohne Kommunikation, Beifall und Fassbier, dafür mit drei Mikrofonen und einsfuffzig Abstand (in Metern). Aber immerhin: ein Vorgriff auf Zeiten ohne Daunenlocken.

Judith Beckedorf, gebürtige Niedersächsin Jahrgang 1992, kam 2012 aus Hamburg nach Dresden, um Akustikgitarre an der Musikhochschule zu studieren. Seither kennt man sie als Solistin sowie auch als Mitgründerin von zwei Netzwerken: MusiSHEans und MusicSWomen, eins international, eins sachsenweit agierend. Beide mit dem Ziel: spezielle Förderung von Musikerinnen. Ersteres will kurz vorm Frauentag anno 2022 das verschobene erste Festival in der Dresdner Jazztonne nachholen, um ab dann in aller Munde zu sein. Im Trio spielt sie Mandoline und Banjo – neben Steve Voltz an der Akustikgitarre und Filip Sommer an Bratsche wie Mandoline.

Weitgereist, aber in der Neustadt verwurzelt

Steve Voltz – der auch via Voltz Brothers oder Riley & Voltz auftritt – ist gebürtiger New Yorker Jahrgang 1990, hat dort Geschichte studiert und ist vor rund acht Jahren seinem Bruder nach Dresden gefolgt, wo er aktiv mit der Musik anfing und in normalen Zeiten immer sonntagabends im Pub „Tir Na Nog“ spielte. Sein Doppelfaible – also Geschichte und Musik – verbindet sich hier und gipfelt nun im Song „Spotswood Rice“ als wahre Geschichte über einen Sklaven, der einst aus den amerikanischen Südstaaten floh und an der Seite der Nordstaaten kämpfte, um seine Familie zu befreien.

In Sachsens Hauptstadt schon gut bekannt ist Filip Sommer, 1987 geborener Dresdner, der an der hiesigen Musikhochschule Viola und in Leipzig Freie Improvisation studierte, jetzt auch an der Pleiße wohnt, bei Formationen wie Garda, der Sarah-Brendel-Band, Peuker8 oder David-Lübke-Band spielt und schon die gläserne Hamburger „Elphi“ von innen und aus Bühnensicht kennt. Er musizierte schon mit Alin Coen, Blixa Bargeld oder Woods of Birnam und bastelt auch Gitarrenverstärker für die Londoner Audio Kitchen Amps.

Standard Crow Behavior
Quelle: PR/Dovile Sermokas

Warum nun aber das „Madness“ als Konzertort für dieses Releasekonzert? „Wir alle drei fühlen uns in der Dresdner Neustadt sehr verwurzelt, und das Madness spiegelt den hiesigen Vibe einfach perfekt wider. Dort finden derzeit ohnehin regelmäßig Streaming-Veranstaltungen statt“, erklärt Beckedorf. So werden auch – jeweils in kleiner, hygienischer Runde – gemeinsam Schallplatten gehört und besprochen. „Einer der Jungs aus dieser Runde, der Grafikdesigner und Musiker Ronny Wunderwald, wird auch unser Konzert am Sonntag moderieren.“

Für Leute, die es nur echt live mögen, steht ein kleines Lichtlein am Ende des Tunnels als Terminchen im Kalender: am 19. Juno im Jazzclub Tonne, bis dahin gibt es das Debütalbum vielleicht schon auf Vinyl – bis dato als Silberling direkt über die Netzpräsenz des Trios für 18 Euronen zu erwerben.

www.standardcrowbehavior.com

Konzertvideo: www.youtube.com/standardcrowbehavior

Von Andreas Herrmann



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Bundesländer lockern: Neue bundesweite Einreise-Regeln

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Berlin (dpa) – Für Urlaubsrückkehrer und andere Einreisende nach Deutschland gelten ab heute bundesweit einheitliche Corona-Regeln. Für vollständig Geimpfte und Genesene fallen Vorgaben zu Quarantäne und Test-Erfordernissen weg – außer, man kommt aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten.

Laut einer vom Kabinett beschlossenen Verordnung können auch Nicht-Geimpfte die bisher übliche Quarantäne von zehn Tagen nach Einreise vermeiden – wenn sie aus einem „Risikogebiet“ mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 kommen. Dafür muss man belegen, dass man frisch negativ getestet ist. Gehen soll das auch durch Hochladen des Nachweises in der digitalen Einreiseanmeldung.

Die Regelung soll auch Reisen im Sommer in Europa erleichtern, etwa, wenn geimpfte Eltern zusammen mit nicht-geimpften Kindern reisen. Wie Reiseländer für deutsche Urlauber eingestuft werden, ist auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts (RKI) zu sehen. Zentraler Faktor für die Einstufung als „Risikogebiet“ sind mehr als 50 gemeldete Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Daneben gibt es „Hochinzidenzgebiete“ ab der Schwelle von 200 sowie „Virusvariantengebiete“ mit neuen Mutationen. Bei der Rückkehr aus Hochinzidenzgebieten soll es dabei bleiben, dass man die Quarantäne frühestens nach fünf Tagen durch einen negativen Test verkürzen kann. Rückkehrer aus Virusvariantengebieten müssen weiter für 14 Tage in häusliche Quarantäne gehen, die nicht per Test verkürzt werden kann.

Mit den sinkenden Neuinfektionszahlen lockern immer mehr Bundesländer die Corona-Regeln für Regionen, bei denen die Bundesnotbremse von 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen nicht mehr greift. Baden-Württemberg will für Kreise, in denen fünf Tage lang die Inzidenz von 100 unterschritten wird, die Regeln in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit entschärfen. So soll die Außen- und Innengastronomie zwischen 6.00 Uhr und 21.00 Uhr mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Stuttgart. Geplant ist ferner, dass in den Kreisen mit niedrigen Inzidenzen Hotels und Pensionen wieder öffnen und Ferienwohnungen vermietet werden können.

In Schleswig-Holstein sollen ebenfalls die Corona-Regeln gelockert werden, vor allem im Tourismus und der Gastronomie, bei Kontakten im Freien und in der Freizeit. Niedersachsen öffnet touristische Übernachtungen und Außengastronomie für Einwohner des Bundeslandes. In weiteren Bundesländern sind Lockerungen zu Pfingsten geplant. Die Sieben-Tages-Inzidenz näherte sich zuletzt bundesweit der Marke von 100, am Mittwoch gab das RKI sie mit 107,8 an.

Auch beim Impfen gegen das Coronavirus kommt Deutschland voran. Am Dienstag wurden laut RKI zum dritten Mal mehr als eine Million Menschen an einem Tag geimpft. 34,3 Prozent aller Einwohner haben eine Erstimpfung erhalten. Bei den Zweitimpfungen wurde die Marke von zehn Prozent erreicht.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zeigte sich mit Blick auf den Sommer zuversichtlich, richtete aber auch mahnend den Blick auf den Herbst. „Die Zahlen entwickeln sich sehr positiv. Einem entspannten Sommer mit deutlichen Lockerungen steht nichts mehr entgegen, wenn wir jetzt nicht unvorsichtig werden“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“. „Um jedoch eine vierte Welle im Herbst zu verhindern, müssen wir Vorkehrungen insbesondere für Reiserückkehrer treffen“, fügte er hinzu. Mindestens 20 Prozent der Bevölkerung würden auf absehbare Zeit ohne Schutz sein, weil sie sich nicht impfen lassen können oder wollen. „Wir brauchen deswegen schon jetzt strenge Tests an den Flughäfen und eine Quarantäne der Reisenden, bis das Testergebnis vorliegt für diejenigen, die aus Mutationsgebieten kommen“, forderte der SPD-Politiker.



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Denzel Washington in „Macbeth“ Neuverfilmung

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Los Angeles (dpa) – Eine Neuverfilmung des Shakespeare-Klassikers „Macbeth“ mit hochkarätigen Oscar-Preisträgern soll noch in diesem Jahr in die Kinos kommen.

+++ Aktuelle Promi-News +++

„The Tragedy of Macbeth“ mit Frances McDormand (63, „Nomadland“) und Denzel Washington (66, „Training Day“) wird vom Studio A24 und Apple Original Films herausgebracht, wie der Streamingdienst Apple TV+ mitteilte.

Regie führt Joel Coen („Fargo“, „No Country for Old Men“), der schon häufiger mit seiner Frau McDormand zusammenarbeitete. Die Schauspielerin hatte Ende April für „Nomadland“ den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen. Gewöhnlich ist bei Coen-Projekten auch Joels Bruder Ethan als Produzent, Regisseur oder Drehbuchschreiber beteiligt. „Macbeth“ ist aber ein Solo-Projekt von Joel, der auch das Skript und die Produktion übernimmt.

Die Tragödie von William Shakespeare von 1606 dreht sich um einen machtgierigen, skrupellosen Fürsten (Washington), der mit Hilfe seiner Frau Lady Macbeth (McDormand) zum König von Schottland aufsteigen will. Nach Leinwandadoptionen durch Orson Welles (1948) oder Roman Polanski (1971) holte 2015 der Australier Justin Kurzel Michael Fassbender und Marion Cotillard als mörderisches Fürstenpaar vor die Kamera.



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Apple TV+: Denzel Washington in «Macbeth» Neuverfilmung

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Denzel Washington in «Macbeth» Neuverfilmung

US-Schauspieler Denzel Washington. Foto: Lisa Ducret/dpa

© dpa-infocom GmbH

In der um 1606 geschriebenen Tragödie spielt Washington einen skrupellosen Fürsten, der mit Hilfe seiner Frau Lady Macbeth zum König von Schottland aufsteigen will.

Eine Neuverfilmung des Shakespeare-Klassikers «Macbeth» mit hochkarätigen Oscar-Preisträgern soll noch in diesem Jahr in die Kinos kommen.

«The Tragedy of Macbeth» mit Frances McDormand (63, «Nomadland») und Denzel Washington (66, «Training Day») wird vom Studio A24 und Apple Original Films herausgebracht, wie der Streamingdienst Apple TV+ mitteilte.

Regie führt Joel Coen («Fargo», «No Country for Old Men»), der schon häufiger mit seiner Frau McDormand zusammenarbeitete. Die Schauspielerin hatte Ende April für «Nomadland» den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewonnen. Gewöhnlich ist bei Coen-Projekten auch Joels Bruder Ethan als Produzent, Regisseur oder Drehbuchschreiber beteiligt. «Macbeth» ist aber ein Solo-Projekt von Joel, der auch das Skript und die Produktion übernimmt.

Die Tragödie von William Shakespeare von 1606 dreht sich um einen machtgierigen, skrupellosen Fürsten (Washington), der mit Hilfe seiner Frau Lady Macbeth (McDormand) zum König von Schottland aufsteigen will. Nach Leinwandadoptionen durch Orson Welles (1948) oder Roman Polanski (1971) holte 2015 der Australier Justin Kurzel Michael Fassbender und Marion Cotillard als mörderisches Fürstenpaar vor die Kamera.

dpa



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