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DOSB muss Impflösung finden: Ex-Schwimmstar Michael Groß: „Ohne Impfung wird Olympiatraum für viele platzen“

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„Albatros“ Michael Groß war einer der besten deutschen Schwimmer aller Zeiten. Bei „XING News/Insider“ blickt der 56 Jahre alte Frankfurter mit Sorge auf die Hygieneregeln bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio. Ohne Impfung könnte für viele der Olympiatraum platzen.

Olympia wurde bereits um ein Jahr verschoben. Nun stehen die Spiele ganz auf der Kippe. Die Absage droht. Denn die Corona-Pandemie wird im Sommer 2021 nicht vorbei sein. Das IOC hat deshalb in einem „Playbook“ die Regeln bestimmt, wie Olympia auch mit Corona stattfinden soll. In der Theorie sind die Planungen nachvollziehbar. In der Praxis unrealistisch. Fazit: Ohne vorherige Impfung aller Beteiligten sind die Risiken nicht beherrschbar, leider. Mögliche Sonderrechte beim Impfen für Sportler sind ein heikles Thema.

Bei Olympia kommen weit über 10.000 Teilnehmer und Betreuer aus allen Ecken unseres Planeten an einen Ort. Jeden Tag jeden testen, wie in der Fußballbundesliga, oder eine Blase schaffen, wie jüngst bei der Handball-WM, ist illusorisch. Im Olympischen Dorf ist es zudem ziemlich „kuschelig“ mit vier oder mehr Personen in einer „Bude“. Alle treffen sich zum Essen in diversen Mensen. Das ist das Besondere an Olympia – für jeden Sportler.

Das IOC hat deshalb ein „Playbook“ für Athleten und Trainer veröffentlicht. Auf 32 Seiten wird im Detail dargestellt, wie vor Ort eine Ansteckung mit dem SARS-Cov-2 vermieden werden soll und was bei einer Ansteckung und einem positiven Test passiert. Auf der vorletzten Seite wird betont, dass eine Impfung keine Bedingung zur Teilnahme an Olympia sein wird und der Vortritt zur Impfung für besonders gefährdete Menschen unterstützt wird.

„Playbook“ mit skurrilen Tipps

Zweifellos sind die Anweisungen und Empfehlungen im „Playbook“ notwendig. Nicht alles ist sinnvoll, eher skurril. Was bringt es einem Athleten, vor der Abreise eine Liste zu erstellen von den Personen, die man wahrscheinlich während Olympia treffen wird. Wer weiß denn so was? Niemand! Sicher ist nur, man trifft zu 90 Prozent wildfremde Leute, im Wettkampf und drumherum.

In der Praxis in einem Olympischen Dorf und bei den Wettkämpfen ist die Einhaltung der Regeln aus dem „Playbook“ utopisch. Beispiel Schwimmen… da kenne ich mich aus: Um das Becken tummeln sich beim Einschwimmen vor jedem Wettkampf einige hundert Athleten, Trainer und Offizielle. Das geht nicht anders, wenn alle die gleichen Bedingungen haben sollen.

Im Wasser an den Wenden drängeln sich die Schwimmer Kopf an Kopf. Und das in einer Halle mit Temperaturen über 30 Grad. Haltet Abstand von zwei, mindestens einem Meter, vermeidet physischen Kontakt oder Ansammlungen in geschlossenen Räumen. Das steht im „Playbook“. Das geht selbst in einem kontaktlosen Wettkampfsport, wie im Schwimmen, nicht. Und wenn alle es versuchen würden, dann wäre eine faire Vorbereitung nicht möglich.

Die Botschaft des „Playbook“ lautet deshalb letztlich: Ohne Impfung aller Beteiligten kann Olympia guten Gewissens nicht stattfinden. Da hilft es auch nicht, zur Vermeidung von Infektionen und Erkrankungen alle Beteiligten bereits vor der Abreise zu isolieren. Wenn jemand dann bei einem Test vor der Abreise durchfällt: Pech gehabt! Olympia ade! Und bei einer Infektion vor Ort, die dennoch nicht ausgeschlossen werden kann, würden ganze Teams in Quarantäne müssen. Jeder Wettkampf würde zu einer Farce.

Absage wäre Albtraum für Athleten

Für die Athleten ist die Erkenntnis eine extrem bittere Pille. Für viele ist Olympia der Höhepunkt oder das Ende der Karriere. Ich selbst weiß vom Boykott der Olympischen Spiele 1980 durch die damalige BRD, dass damit eventuell eine einmalige Gelegenheit im Leben futsch ist. Um den eigenen Traum zu realisieren, wurden zuvor freiwillig viele Jahre Training eingesetzt und Verluste in Schule und Beruf akzeptiert.

Nur eine rechtzeitige Impfung kann diesen Traum sichern. Und dort agiert das IOC nach dem Prinzip Hoffnung. Denn jedes Land hat einzeln zu entschieden, ob und wie die Sportler rechtzeitig vor Olympia geimpft werden. Garantiert werden etliche Länder nicht zögern, ihre Sportler zu schützen.

Und in Deutschland? Diese Diskussion, ob Sportler frühzeitig geimpft werden, müsste auch bei uns geführt und entschieden werden. Und zwar jetzt, damit rechtzeitig geimpft werden könnte. Bis dahin hängen unsere Sportler in der Luft, was aus Tokio 2021 wird.

DOSB muss Lösung finden

Wegducken hilft nicht, lieber DOSB. Der Deutsche Olympische Sportbund spielt auf Zeit für eine Lösung. Präsident Alfons Hörmann sagte, Sportler sollten „im zweiten Quartal möglichst bald an die Reihe kommen – nicht im Sinne einer Bevorzugung, sondern dann, wenn genügend Impfstoff da ist“.

Es ist jedoch nicht absehbar, wann wir alle geimpft werden können. Dieser Zeitpunkt wird eher zu spät sein, damit der Impfschutz vor der Abreise ins Trainingslager und Tokio 2021 voll da ist. Wahrscheinlich werden nur wenige Wochen liegen zwischen einer notwendigen Impfung der Sportler und einem Angebot an uns alle. 

Andere Impfberechtigte könnten ihr Vorrecht an Sportler „spenden“. Eine ungewöhnliche Idee in einer außergewöhnlichen Zeit. Ich wäre dazu bereit, falls es die Möglichkeit gäbe. Denn ich weiß zu gut, was es bedeutet, wenn unverschuldet ein Lebenstraum zerplatzt. Mit zwei kleinen Stichen in den Arm bliebe die Chance auf Tokio 2021 und eine gesunde Rückkehr aller Beteiligten erhalten.





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Filmpreise: „Nomadland“ siegt bei Globes

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Beverly Hills/New York (dpa) – Das Road-Movie „Nomadland“ von
Regisseurin Chloé Zhao hat den Golden Globe als bestes Filmdrama
gewonnen. Das gab der Verband der Auslandspresse in der Nacht zum
Montag bekannt.

+++ Aktuelle Promi-News +++

Zhao holte für den Film auch die Regie-Trophäe, erst als zweite Frau in der Geschichte der 1944 erstmals vergebenen Auszeichnung. Sie erzählt in dem auf einem Sachbuch basierenden Film die Geschichte einer 60-Jährigen, die sich nach dem Tod ihres Mannes mit prekären Jobs über Wasser hält und als moderne Nomadin im Wohnwagen durch die USA zieht. 

In der Komödien-Sparte siegte die bissige Gesellschaftssatire „Borat Subsequent Moviefilm“ (dt.: Borat Anschluss Moviefilm) mit dem britischen Komiker Sacha Baron Cohen, der auch den Globe als bester Hauptdarsteller in einer Komödie erhielt. Wie schon 2006 war der Brite durch die USA gereist, kam mit Menschen ins Gespräch und verwickelte sie in mitunter komische oder auch entlarvende Situationen. Sein erster „Borat“-Auftritt hatte ihm ebenfalls die Trophäe eingebracht.

Die zwölfjährige Deutsche Helena Zengel ging bei der Verleihung leer aus. Sie war in der Sparte „Beste Nebendarstellerin“ für den Western „Neues aus der Welt“ nominiert gewesen. Die Schülerin hatte die Preisvergabe in einer Live-Schalte aus Berlin mitverfolgt. Die Trophäe ging an Jodie Foster (58) für ihre Nebenrolle in dem Polit-Thriller „The Mauritanian“.

In den Serien- und Fernsehfilm-Kategorien war die britische Königshaus-Serie „The Crown“ mit vier Preisen der große Abräumer des Abends. Auszeichnungen gab es als beste Dramaserie, für Josh O’Connor als Prinz Charles in der besten männlichen Drama-TV-Rolle, für Emma Corrin als Prinzessin Diana in der gleichen weiblichen Kategorie und für Gillian Anderson, die Margaret Thatcher verkörperte und dafür den Globe für die beste TV-Nebenrolle gewann.

Die Serie läuft beim Streaminganbieter Netflix, einem der großen Gewinner der Verleihung. Mit „Das Damengambit“ hat der Dienst auch die beste Miniserie des Jahres im Angebot. Anya Taylor-Joy spielt darin ein Schachgenie und gewann dafür den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie.

In beiden Kategorien ging damit das von Maria Schrader als Regisseurin inszenierte deutsche Drama „Unorthodox“ mit Shira Haas in der Hauptrolle leer aus. Beste Comedy-Serie wurde „Schitt’s Creek“, eine warmherzige kanadische Reihe, die bereits bei den Emmys in diesem Jahr eine Rekordzahl an Auszeichnungen einfuhr.

Ebenfalls bei Netflix laufen „I Care a Lot“, deren Hauptdarstellerin Rosamund Pike als betrügerische Anwältin den Preis für die beste weibliche Hauptrolle in einer Komödie gewann, und „Ma Rainey’s Black Bottom“, für den Hauptdarsteller Chadwick Boseman posthum ein halbes Jahr nach seinem Krebstod im August als bester Schauspieler in einem Drama ausgezeichnet wurde. Seine Witwe Taylor Simone Ledward nahm unter Tränen den Golden Globe entgegen.

US-Schauspielerin und Sängerin Andra Day (36), die in „The United States vs. Billie Holiday“ die Jazz-Sängerin Billie Holiday verkörpert, wurde zur besten Drama-Darstellerin gekürt. 

In der Kategorie „Bester nicht-englischsprachiger Film“ gewann das Familiendrama „Minari“ von US-Regisseur Lee Isaac Chung, der darin seine eigenen Erfahrungen als Kind südkoreanischer Einwanderer im ländlichen US-Staat Arkansas einbringt. Mit „Minari“, hauptsächlich in koreanischer Sprache gedreht, waren unter anderem Filme aus Italien, Frankreich und Dänemark im Rennen.

Wegen der Corona-Pandemie lief die Gala diesmal weitgehend virtuell ab, die Nominierten wurden von Standorten in aller Welt zugeschaltet. Die Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler moderierten die Zeremonie von getrennten Bühnen in Kalifornien und New York aus.

Die Golden Globes wurden in Beverly Hills und New York zum 78. Mal vergeben. Über die Auszeichnungen des Verbands der Auslandspresse (HFPA) in 25 Film- und Fernsehkategorien entscheiden nur knapp 90 internationale Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten.

In diesem Jahr hatte es für die intransparenten Mitgliedschaftskriterien Kritik an dem Verband gegeben. Außerdem seien die Juroren ausschließlich weiß, hatte die „Los Angeles Times“ im Vorfeld berichtet. Während der Verleihung versprachen mehrere Mitglieder der HFPA, dass künftig auch Schwarze aufgenommen würden. Bei den Oscars stimmen mehr als 9000 Filmschaffende ab. Die Academy Awards sollen am 25. April vergeben werden.



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Warten auf die ganz andere Idee

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Die Zurichtung von Talkshows muss natürlich auf den Schlauberger-Effekt setzen, wenn das Pandemie-Thema weiter herhalten und etwas abwerfen soll. Zum Schlauberger-Effekt gehört die Erwartung, dass es die eine Idee, den einen Einfall gibt, den es nur zu formulieren gilt, um das gesamte bisherige Corona-Regime über den Haufen zu werfen. Das steckt als meta-kommunikatives Bedürfnis grundsätzlich hinter den vermehrten Stimmungsbefunden, denen zufolge jetzt endlich das ganz Andere her müsse – nämlich die Berichtigung von Merkels Sichtfahrerei entlang von Inzidenzwerten.

Genauso, als der Durchbruch des ganz Anderen, wurden unter der Überschrift „Die große Ratlosigkeit – gibt es einen Weg aus dem Dauer-Lockdown?“ zunächst auch bei „Anne Will“ die Positionen in Stellung gebracht: Christiane Woopen, Kölner Ethik-Gelehrte und Vorsitzende des Europäischen Ethikrats, sowie Smudo, Rapper der „Fantastischen Vier“ und Mitentwickler der Luca-App zur Nachverfolgung von Infektionsketten, kamen im Stil von Hölderlins Patmos-Hymne daher: Wo aber Gefahr ist, wachse das Rettende auch. Dann zeige sich, so der Tenor, nämlich nicht nur ein Weg aus dem Lockdown, sondern endlich auch ein solcher Weg, der „sicher“ zu sein verspricht und damit den magischen Klang des Wortes „Perspektive“ mit sich führt (als verdienten nur solche Ausblicke den Namen „Perspektive“, die auch jede künftige Gegenwart wie die je aktuell erfahrbare Gegenwart behandeln).

Natürlich muss man versuchen, Ausstiegsbewegungen aus dem Lockdown so kontrollierbar wie möglich und in diesem Sinne sicherer zu machen. Nur so sitze man keinem Phantasma auf, wie Sabine Leutheusser-Schnarrenberger anmerkte. Daher kämen Lockerungen ohne begleitende Schutzkonzepte, die über die schon bekannten hinausgehen, überhaupt nicht in Frage. Anders, so legte die frühere Justizministerin dar, sei der schrittweise Ausstieg aus dem Lockdown und damit aus dem Zustand der eingeschränkten Grundrechte politisch ja gar nicht verantwortbar, zumal bei derzeit wieder steigender Inzidenz. 

Ernüchterungseffekt statt Erlösungscharakter

Im Ton ganz anders das Sicherheitsversprechen, das sowohl Woopens als auch Smudos digitaler Agenda unterlegt war, nützlichen technologischen Programmen, die erst einmal nahezulegen schienen, sich mit der flachen Hand an die Stirn zu schlagen: Ja, warum sind wir darauf nicht schon längst gekommen?

Die Betonung liegt auf „erst einmal“. Denn im Laufe des Gesprächs (und darin lag der diskursive Mehrwert dieser Talk-Show) relativierte sich der Erlösungscharakter selbst so wichtiger Instrumente wie der Schnell- und Selbsttests sowie personifizierter Kontaktnachverfolgung durch die Luca-App. Auf diesen sich – etwa durch den begrenzenden Faktor des Datenschutzes – dann doch einstellenden Ernüchterungseffekt spielte Helge Braun, Chef des Kanzleramts, an, als er an einer Stelle erklärte, jetzt fange man an, sich mit dem „Unterholz“ des Themas zu befassen. Was sich als erkenntnistheoretisches Votum auffassen ließ für den Teufel im Detail einerseits, für die hinreichende Ausleuchtung von Kontexten andererseits. Und tatsächlich: Sobald das eine wie das andere zum Zuge kommt, fliegt die Attitüde des Schlaumeierischen auf.



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Golden Globes: „Borat“, „The Crown“, „Nomadland“ siegen – Zengel geht leer aus

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Kein Preis für zwölfjährige Helena Zengel: „Borat“ und „The Crown“ räumen bei Golden Globes ab – deutsche Hoffnung geht leer aus

Die Golden Globes geben meist schon Hinweise auf die Oscars. Zu den Gewinnern der 78. Verleihung gehören „Nomadland“ und „Borat Subsequent Moviefilm“. Die Deutsche Helena Zengel geht leer aus. Bei den Serien-Kategorien räumt „The Crown“ ab.

Das Road-Movie „Nomadland“ von Regisseurin Chloé Zhao hat den Golden Globe als bestes Filmdrama gewonnen. Das gab der Verband der Auslandspresse in der Nacht zum Montag bekannt. Zhao holte für den Film auch die Regie-Trophäe, erst als zweite Frau in der Geschichte der 1944 erstmals vergebenen Auszeichnung. Sie erzählt in dem auf einem Sachbuch basierenden Film die Geschichte einer 60-Jährigen, die sich nach dem Tod ihres Mannes mit prekären Jobs über Wasser hält und als moderne Nomadin im Wohnwagen durch die USA zieht.

In der Komödien-Sparte siegte die bissige Gesellschaftssatire „Borat Subsequent Moviefilm“ (dt.: Borat Anschluss Moviefilm) mit dem britischen Komiker Sacha Baron Cohen, der auch den Globe als bester Hauptdarsteller in einer Komödie erhielt. Wie schon 2006 war der Brite durch die USA gereist, kam mit Menschen ins Gespräch und verwickelte sie in mitunter komische oder auch entlarvende Situationen. Sein erster „Borat“-Auftritt hatte ihm ebenfalls die Trophäe eingebracht.

Kein Globe für Helena Zengel

Die zwölfjährige Deutsche Helena Zengel ging bei der Verleihung leer aus. Sie war in der Sparte „Beste Nebendarstellerin“ für den Western „Neues aus der Welt“ nominiert gewesen. Die Schülerin hatte die Preisvergabe in einer Live-Schalte aus Berlin mitverfolgt. Die Trophäe ging an Jodie Foster (58) für ihre Nebenrolle in dem Polit-Thriller „The Mauritanian“.

In den Serien- und Fernsehfilm-Kategorien war die britische Königshaus-Serie „The Crown“ mit vier Preisen der große Abräumer des Abends. Auszeichnungen gab es als beste Dramaserie, für Josh O’Connor als Prinz Charles in der besten männlichen Drama-TV-Rolle, für Emma Corrin als Prinzessin Diana in der gleichen weiblichen Kategorie und für Gillian Anderson, die Margaret Thatcher verkörperte und dafür den Globe für die beste TV-Nebenrolle gewann.

Netflix dominiert

Die Serie läuft beim Streaminganbieter Netflix, einem der großen Gewinner der Verleihung. Mit „Das Damengambit“ hat der Dienst auch die beste Miniserie des Jahres im Angebot. Anya Taylor-Joy spielt darin ein Schachgenie und gewann dafür den Preis als beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie. In beiden Kategorien ging damit das von Maria Schrader als Regisseurin inszenierte deutsche Drama „Unorthodox“ mit Shira Haas in der Hauptrolle leer aus. Beste Comedy-Serie wurde „Schitt’s Creek“, eine warmherzige kanadische Reihe, die bereits bei den Emmys in diesem Jahr eine Rekordzahl an Auszeichnungen einfuhr.

Ebenfalls bei Netflix laufen „I Care a Lot“, deren Hauptdarstellerin Rosamund Pike als betrügerische Anwältin den Preis für die beste weibliche Hauptrolle in einer Komödie gewann, und „Ma Rainey’s Black Bottom“, für den Hauptdarsteller Chadwick Boseman posthum ein halbes Jahr nach seinem Krebstod im August als bester Schauspieler in einem Drama ausgezeichnet wurde. Seine Witwe Taylor Simone Ledward nahm unter Tränen den Golden Globe entgegen.

Koreanischsprachiges Drama siegt

US-Schauspielerin und Sängerin Andra Day (36), die in „The United States vs. Billie Holiday“ die Jazz-Sängerin Billie Holiday verkörpert, wurde zur besten Drama-Darstellerin gekürt. 

In der Kategorie „Bester nicht-englischsprachiger Film“ gewann das Familiendrama „Minari“ von US-Regisseur Lee Isaac Chung, der darin seine eigenen Erfahrungen als Kind südkoreanischer Einwanderer im ländlichen US-Staat Arkansas einbringt. Mit „Minari“, hauptsächlich in koreanischer Sprache gedreht, waren unter anderem Filme aus Italien, Frankreich und Dänemark im Rennen.

Ausschließlich weiße Jury

Wegen der Corona-Pandemie lief die Gala diesmal weitgehend virtuell ab, die Nominierten wurden von Standorten in aller Welt zugeschaltet. Die Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler moderierten die Zeremonie von getrennten Bühnen in Kalifornien und New York aus.

Die Golden Globes wurden in Beverly Hills und New York zum 78. Mal vergeben. Über die Auszeichnungen des Verbands der Auslandspresse (HFPA) in 25 Film- und Fernsehkategorien entscheiden nur knapp 90 internationale Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten.

In diesem Jahr hatte es für die intransparenten Mitgliedschaftskriterien Kritik an dem Verband gegeben. Außerdem seien die Juroren ausschließlich weiß, hatte die „Los Angeles Times“ im Vorfeld berichtet. Während der Verleihung versprachen mehrere Mitglieder der HFPA, dass künftig auch Schwarze aufgenommen würden. Bei den Oscars stimmen mehr als 9000 Filmschaffende ab. Die Academy Awards sollen am 25. April vergeben werden.

Jürgen Milskis Leben nach „Big Brother“ war „die schrecklichste Zeit seines Lebens“

flr/dpa





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