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Diese Märkte müssen 2021 schließen

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Kurz nachdem der russische Investor SCP die Supermarktkette Real übernommen hat, steht fest: Mindestens acht Märkte müssen dichtmachen. Doch auch weitere Geschäfte könnten bald betroffen sein.

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Die Supermarktkette Real hat nur wenige Tage nach dem Besitzerwechsel die Schließung von acht der derzeit noch 276 Filialen angekündigt. Folgende Standorte sind betroffen: Berlin-Spandau, Duisburg-Süd, Herten-Westerholt, Leißling-Weißenfels, Mönchengladbach-Rheydt, Bitterfeld-Wolfen, Frankenthal und Goslar.

Im kommenden Jahr sollen sie den Betrieb einstellen, wie Real am Montag mitteilte. Betroffen seien knapp 700 Mitarbeiter. Zuvor hatte die „Lebensmittel Zeitung“ darüber berichtet.

Der russische Finanzinvestor SCP hatte erst am vergangenen Donnerstag die Kontrolle bei Real von der Metro übernommen. Er will den Konzern zerschlagen und hat bereits den Verkauf von insgesamt 141 Real-Filialen an Kaufland und Edeka vereinbart. Dabei sollen die Mitarbeiter übernommen werden. „Zudem stehen wir mit weiteren führenden Unternehmen aus dem deutschen Lebensmitteleinzelhandel in teils finalen Verhandlungen, mit dem Ziel, auch hier möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern“, betonte der neue Real-Chef Bojan Luncer am Donnerstag.

Sieben Filialen schließen noch dieses Jahr

Von Anfang an hatte SCP allerdings auch deutlich gemacht, dass voraussichtlich rund 30 Real-Filialen mangels Perspektiven geschlossen werden müssten. Für die acht Standorte, die nun bekannt gegeben wurden, habe trotz intensiver Bemühungen kein Interessent gefunden werden können, berichtete die Handelskette. Deshalb bleibe nur die Schließung.

„Hintergrund für diese Entscheidung war die in allen Fällen schwierige wirtschaftliche Lage aufgrund sehr hoher Verluste in den vergangenen Jahren“, betonte ein Real-Sprecher. „Vor diesem Hintergrund sind die Schließungen dieser Märkte unumgänglich.“ Das Unternehmen werde schnellstmöglich mit den zuständigen Betriebsräten Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan aufnehmen.

Bereits im März hatte Real noch unter dem alten Besitzer Metro die Schließung von sieben Filialen in Bamberg, Deggendorf, Bad Sobernheim, Papenburg, Augsburg, Rheine und in Wildau bei Berlin angekündigt.



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Berenberg baut Investmentbanking um

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Gebäude der Berenberg Bank in Hamburg

Im vergangenen Jahr war es Berenberg gelungen, den Trend sinkender Gewinne zu stoppen.


(Foto: PR)

Hamburg Die Hamburger Berenberg Bank ordnet die Struktur ihres Investmentbankings neu. Damit sollen Wachstum und Expansion ermöglicht werden, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Der Umbau umfasst mehrere Personalien. So wird Laura Janssens, bisher Chefin für European Research, Head of European Equities. Ihre neue Aufgabe umfasst unter anderem das Research sowie alle in London und Europa ansässigen Sales Teams.

Zudem wird Tom Jones neben Laura Janssens Co-Head European Research, Philipp Wiechmann und Stewart Cook werden Co-Heads European Markets und Fabian de Smet wird Leiter des kontinentaleuropäischen Investmentbankings.

Berenberg ist im Investmentbanking in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Beschäftigt werden in diesem Bereich fast 500 Mitarbeiter. Weltweiter Chef der Investmentbank ist David Mortlock.

Die Bank hat sich zuletzt aus einigen Märkten zurückgezogen. Ende 2018 wurde ein Anteil von über 80 Prozent an einer Schweizer Tochtergesellschaft verkauft und 2019 die Wiener Niederlassung geschlossen. Ebenfalls veräußert wurde das Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern.

Im vergangenen Jahr war es Berenberg gelungen, den Trend sinkender Gewinne zu stoppen. So erzielte die Bank 2019 einen Überschuss von 61 Millionen Euro, verglichen mit 23 Millionen Euro in 2018.

Mehr: Hamburger Bankhaus Berenberg ordnet seine Führung neu.



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Dax: Aktueller Bericht von der Börse mit Aktien und Euro-Kurs

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Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag einen neuen Anlauf nach oben unternommen. In den vergangenen Tagen hatten sich an der Börse Hoffnungen auf eine weitere Erholung der Weltwirtschaft und die Furcht vor einer wieder zunehmenden Corona-Infektionswelle und deren wirtschaftlichen Folgen die Waage gehalten.

Der Dax stieg im frühen Handel um 1,02 Prozent auf 12.385,89 Punkte, nachdem er am Vortag um rund 0,4 Prozent gesunken war. Damit startete der deutsche Leitindex einen weiteren Ausbruchsversuch über den Bereich um 12.350 Punkte, an dem er in den vergangenen Tagen mehrfach abgeprallt war. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte gewann am Donnerstagmorgen 0,88 Prozent auf 26.311,37 Punkte. Der Euro-Zonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um rund 0,9 Prozent zu.

In den vergangenen Tagen hatten sich an der Börse Hoffnungen auf eine weitere Erholung der Weltwirtschaft und die Furcht vor einer wieder zunehmenden Corona-Infektionswelle und deren wirtschaftlichen Folgen die Waage gehalten.

Im Fokus der Anleger steht am Donnerstag der US-Arbeitsmarktbericht. Wegen der Feierlichkeiten rund um den Unabhängigkeitstag am Samstag, den 4. Juli, wird der Arbeitsmarktbericht bereits heute veröffentlicht. Nachdem die US-Wirtschaft schon im Mai überraschend wieder Stellen aufgebaut hatte, rechnen Experten mit einer weiteren Erholung.

Nach dem Börsenschluss hierzulande richten sich die Blicke nochmals in die USA. Dort wird das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed veröffentlicht, das Investoren auf Hinweise zur künftigen Geldpolitik abklopfen werden.

Aktien, Kurse, Indizes: Hier geht es zu unserer Börsenseite.

Wirecard erneut mit Kurskapriolen im Blick

Am deutschen Aktienmarkt griffen Anleger vor allem bei Versorgern zu. An der Dax-Spitze standen die Titel von E.on und RWE mit einem Plus von bis zu 1,7 Prozent.

Zudem könnten die Aktien von Grenke einen Blick wert sein. Der Finanzdienstleister sieht nach starken Einbrüchen des Neugeschäfts im April und Mai erste Anzeichen einer Besserung. Das Papier stieg um 3,36 Prozent.

Der Pharmakonzern Bayer nimmt sechs Milliarden Euro Schulden auf. Vier Anleihen wurden am Mittwoch platziert, teilte der Konzern am Abend mit. Die Ratings von Bayer dürften voraussichtlich erhalten bleiben, teilte das Unternehmen mit. Die Aktie legte um 0,77 Prozent zu.

Bei den Wirecard-Aktien ist erneut mit den seit Tagen üblichen Kurskapriolen zu rechnen. Am Donnerstagmorgen sackten sie um rund 20 Prozent ab. Am Mittwoch hatten die Titel des Zahlungsdienstleisters rund 16 Prozent verloren, nachdem sich der Kurs in den beiden Vortagen zum Schlusskurs am Freitag mehr als vervierfacht hatte.

Asiatische Börsen legen vor US-Jobdaten zu

Gestützt auf eine festere Wall Street haben die asiatischen Börsen am Donnerstag zugelegt. Fortschritte bei der Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs hatten die Kurse in New York nach oben getrieben. Vor den am Nachmittag erwarteten US-Beschäftigtenzahlen wollten sich allerdings viele Investoren nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. In den USA dürfte sich im Juni die im Vormonat begonnene Erholung am Arbeitsmarkt fortgesetzt haben. Experten rechnen mit der Schaffung von drei Millionen Jobs außerhalb der US-Landwirtschaft.

In Tokio kletterte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 0,1 Prozent auf 22.149 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,3 Prozent. Soichiro Matsumoto, Chief Investment Officer Japan bei der Credit Suisse, geht aber davon aus, dass die Aktien in Tokio innerhalb einer engen Spanne bleiben werden, da es mittelfristig nicht mehr viel Aufwärtspotenzial gebe. In China legte der Shanghaier Index 1,5 Prozent zu. Investoren hofften auf weitere Konjunkturhilfen der Regierung.

Nasdaq auf Rekordhoch

An der Wall Street hat am Mittwoch die gute Stimmung überwiegend angehalten. Gestützt auf positive Ergebnisse für einen Impfstoffkandidaten gegen die Lungenkrankheit Covid-19 und dank erfreulicher Wirtschaftsnachrichten waren vor allem die als konjunktursensibel geltenden Technologiewerte gefragt, von denen sich viele zu neuen Rekordhöhen aufschwangen. Der Dow Jones Industrial hingegen schloss leicht im Minus.

Die Privatwirtschaft erholte sich spürbar von dem Schock der Corona-Krise. Nach Angaben des Arbeitsmarktdienstleisters ADP kamen im Juni insgesamt 2,37 Millionen Arbeitsplätze hinzu. Darüber hinaus wurde die Entwicklung im Vormonat Mai stark revidiert. Nachdem zunächst ein hoher Arbeitsplatzabbau bekannt gegeben worden war, ergibt sich nach neuen Zahlen ein Arbeitsplatzaufbau um rund drei Millionen Stellen. Zudem hatte sich die Stimmung in der Industrie im Juni deutlich aufgehellt und signalisiert nach dem Einbruch in der Corona-Krise wieder Wachstum. Das im späten Handel veröffentlichte Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung lieferte derweil keine großen Impulse.

Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,50 Prozent auf 3115,86 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,21 Prozent auf 10.279,25 Zähler nach oben. Bei fast 10.322 Punkten hatte er im Handelsverlauf den bislang höchsten Stand seiner Geschichte erreicht.

Der Dow Jones gab um 0,30 Prozent auf 25.734,97 Punkte nach. Der Leitindex hatte in den drei Monaten bis Dienstag den größten Quartalsgewinn seit mehr als drei Jahrzehnten verzeichnet.

Euro-Kurs legt leicht zu

Der Euro hat am Donnerstag an die Kursgewinne vom Vortag angeknüpft. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1264 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,1200 (Dienstag: 1,1198) Dollar festgesetzt.

An den Finanzmärkten herrschte eine allgemein freundliche Grundstimmung, von der auch der Euro profitieren konnte. Zur Wochenmitte hatten besser als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten für mehr Risikofreude gesorgt. Die Stimmung der Einkaufsmanager in der amerikanischen Industrie hatte sich im Juni überraschend stark aufgehellt. Ein entsprechender Stimmungsindikator, der an den Finanzmärkten stark beachtet wird, deutet auf Wachstum im amerikanischen Industriesektor hin und damit auf eine Erholung nach dem Einbruch in der Corona-Krise.

Im Tagesverlauf ist am Devisenmarkt mit weiteren Impulsen durch wichtige Konjunkturdaten zu rechnen. Am Nachmittag steht die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für Juni auf dem Programm. Zuvor hatten bereits Daten aus der Privatwirtschaft der USA Hinweise einen kräftigen Stellenaufbau geliefert.

Ölpreise kaum verändert

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag nur wenig bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 42,06 US-Dollar. Das waren drei Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um einen Cent auf 39,81 Dollar.

Damit konnten die Ölpreise die Gewinne seit Beginn der Woche vorerst halten. Gestützt wurden die Notierungen durch einen kräftigen Rückgang der Ölreserven in den USA. Am Vortag hatte die US-Regierung ein Schrumpfen der Lagerbestände in der vergangenen Woche um 7,2 Millionen Barrel gemeldet, nachdem die Reserven zuvor ein Rekordhoch erreicht hatten.



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Corona bremst VW und BMW in USA aus

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Die Corona-Pandemie hat den US-Automarkt im zweiten Quartal ausgebremst. Das bekam Volkswagen deutlich zu spüren. Noch drastischer fiel der Rückgang bei BMW aus.



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