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Die Top-Nachrichten des Tages | 11. Juni 2021 | Die Region in 90 Sekunden | Newsflash

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„Ein kleines Wunder“: Youtube-Star Dagi Bee wird Mutter

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„Ein kleines Wunder“

Youtube-Star Dagi Bee wird Mutter

Baby-News bei Dagi Bee und ihrem Mann Eugen Kazakov: In einem emotionalen Video mit dem Titel „Ein neues Leben“ zeigt sich die Youtuberin mit einem deutlichen Babybäuchlein. „Wir sind überglücklich“, erklärt die 26-Jährige.

Youtuberin Dagi Bee und ihr Ehemann Eugen Kazakov werden zum ersten Mal Eltern. Ihre Schwangerschaft hat die 26-Jährige in einem persönlichen, knapp fünfminütigen Video verkündet. Der Clip zeigt zunächst einige private Momente des Paares, unter anderem bei der großen Hochzeit, die 2018 gefeiert wurde. Erst zum Ende des Videos werden Aufnahmen von Dagi Bee gezeigt, auf denen ein deutlicher Babybauch zu sehen ist. „Ein neues Leben“, schreibt sie dazu.

Auch ein emotionaler Moment, in dem die Youtuberin einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hält, wurde mit einer Kamera festgehalten. Ehemann Eugen umarmt seine Frau immer wieder und legt seine Hände behutsam auf ihren Bauch. „Ein kleines Wunder“, ist am Ende zu lesen, während im Hintergrund der Herzschlag ihres Babys zu hören ist. „Wir sind überglücklich“, postet Dagi unter das Video. Der Geburtstermin oder das Geschlecht des Kindes sind bis jetzt nicht bekannt.

Fans der 26-Jährigen sind total begeistert und beglückwünschen Dagi Bee und ihren Ehemann: „Mir kamen die Tränen, zu schön! Ich wünsche euch alles Liebe und ein wunderschönes, gesundes Leben als kleine Familie“, lautet einer der unzähligen Kommentare.

Dagi Bee hat fast vier Millionen Youtube-Abonnenten und mehr als sechs Millionen Instagram-Follower. Die 26-Jährige ist auch immer wieder im Fernsehen zu sehen. Sie hatte unter anderem bereits Auftritte in Shows wie „Grill den Henssler“ und „Schlag den Star“. Zudem hatte sie auch schon in mehreren Filmen Rollen, darunter in „Fack ju Göhte 2“.



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Das gab es bei Olympia noch nie: Hochspringer einigen sich auf doppeltes Gold

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Das Hochsprung-Finale der Männer ist einmalig in der langen olympischen Historie der Leichtathletik. Nicht wegen eines Weltrekords, sondern weil der Italiener Gianmarco Tamberi und Mutaz Essa Barshim aus Katar für einen außergewöhnlichen Sportmoment sorgen. Und nun gemeinsam Olympiasieger sind.

Eigentlich sind die Regeln im Hochsprung eindeutig. Wenn es zwei Athleten gibt, die nicht nur dieselbe Höhe übersprungen haben, sondern auch dieselbe Zahl an Fehlversuchen produziert haben, dann muss ein Stechen her. Denn zwei Sieger sind nicht vorgesehen, die Vorgaben des Weltverbandes sehen einen alleinigen Sieger vor. Im Finale der Olympischen Spiele von Tokio trat genau dieser Fall ein. Der Italiener Gianmarco Tamberi und Mutaz Essa Barshim aus Katar hatten alle Höhen bis einschließlich 2,37 Meter im Gleichschritt gemeistert, scheiterten anschließend dreimal an 2,39 Meter. Und sorgten mit einer Absprache für eine Premiere in der langen olympischen Historie des Hochsprungs und damit der Leichtathletik.

Ein kurzer Videoausschnitt zeigt die beiden im Gespräch mit einem Kampfrichter, der offenbar den Modus für das Stechen erklären möchte. Ob „zwei Goldmedaillen“ denkbar wären, fragt Barshim darin, der Offizielle überlegt kurz, antwortet dann „das ist möglich“. Barshim und Tamberi schauen sich an, scheinen sich ohne Worte zu verständigen. „Wenn ihr euch dazu entscheidet …“, leitet der Kampfrichter noch ein, aber die Entscheidung ist längst gefallen. „Das ist Geschichte“, sagt Barshim, während Tamberi ausholt, um auf die Einigung einzuschlagen. Dann fallen sich die beiden Hochspringer, die in diesem Moment zu zwei Olympiasiegern werden, in die Arme.

Es ist einer der großen Momente der olympische Historie, den der irische Journalist Gavan Reilly auf Twitter als „die wahre Essenz des Sports“ zusammenfasst. Natürlich gibt es Kritik, die beiden Sportler hätten einen alleinigen Sieger ausspringen sollen, so wie es die Regeln eben vorgeben. Tamberi aber erklärte anschließend, warum er „niemals mit einem anderen meine Medaille geteilt hätte“, mit Barshim aber schon: „Mutaz hat dasselbe erlebt wie ich“, sagt er nach dem Wettkampf und meint dabei die schwere Knöchelverletzung, die beiden in den vergangenen Jahren zurückgeworfen hatte: „Es ist eine magische Nacht.“

Barshim betonte in Interviews nach dieser Einigung, dass „niemand entschieden“ habe, „wir haben uns einfach angeschaut.“ Viel mehr sei es „ein großartiges Gefühl, das Gold mit Marco zu teilen“. Die Konkurrenten betonten dazu wiederholt ihre Freundschaft, die trotz der zahllosen Wettkämpfe gegeneinander mit der Zeit gewachsen sei. Tamberi jubelte anschließend mit einem Gips, den er nicht nur von seiner Verletzung behalten hatte, sondern sogar mit ins Stadion genommen hatte. „Road to Tokyo“ stand darauf geschrieben, die „2020“ durchgestrichen, darunter eine „2021“. Ein Weg, an dessen ein Moment steht, in dem Sportgeschichte geschrieben wurde.

Tamberi schreit anschließend seine Freude in das weitgehend menschenleere Olympiastadion heraus, als er ungläubig zu Boden. Die Spiele in Rio 2016 hatte der Italiener, der oftmals mit seinem ungewöhnlichen Bart – eine Gesichtshälfte rasiert, die andere nicht – für Aufsehen sorgt, als amtierender Hallen-Weltmeister und Freiluft-Europameister verletzungsbedingt verpasst, war seitdem nie mehr so hoch gesprungen wie im olympischen Finale am heutigen Sonntag. Barshim hatte 2012 in London Bronze gewonnen, 2016 in Rio dann Silber, jetzt sind beide Olympiasieger. „Es ist ein Traum, der wahr geworden ist“, erklärt er anschließend, auch Tamberi spricht von einem Traum. Den sich nun beide gemeinsam erfüllen konnten, auf eine bemerkenswerte und außergewöhnliche Art und Weise.



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Demoverbot in Berlin missachtet: Polizei nimmt 500 Demonstranten fest

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Demoverbot in Berlin missachtet

Polizei nimmt 500 Demonstranten fest

Anhänger der „Querdenken“-Bewegung missachten ein Demonstrationsverbot und ziehen durch Berlin. Die Polizei versucht, sie aufzuhalten, wird aber selbst immer wieder angegriffen. Es gibt Hunderte Festnahmen, bevor sich die Menge zerstreut.

In Berlin haben Tausende Menschen trotz Verbots gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Dabei kam es auch zu Angriffen gegen Einsatzkräfte. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden rund 500 Menschen festgenommen oder vorübergehend festgesetzt, um Personalien aufzunehmen. In verschiedenen Stadtteilen kreisten Hubschrauber, weil sich „Querdenker“-Gruppen in der Hauptstadt verstreut hatten. Die Polizei ließ auch Wasserwerfer auffahren. Am Nachmittag begannen die Versammelten am Großen Stern im Stadtteil Mitte schließlich damit, sich zu zerstreuen, wie die Polizei auf Twitter mitteilte.

Am Morgen hatten sich zunächst mehrere Hundert Menschen in der Nähe des Olympischen Platzes im Westen der Hauptstadt versammelt. Mehr als 2200 Polizistinnen und Polizisten waren im Einsatz. Auch an der Siegessäule gab es größere Proteste. Auf der Straße des 17. Juni war ursprünglich eine Kundgebung der Initiative „Querdenken 711“ geplant gewesen, zu der rund 22.500 Teilnehmende angemeldet worden waren. Die Berliner Polizei hatte die Kundgebung und eine Reihe anderer Proteste allerdings verboten, weil sie Verstöße gegen die Corona-Hygieneauflagen befürchtete.

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte am Samstag das Verbot bestätigt. Gegen das Verbot einer der Veranstaltungen war auch ein Antrag auf den Erlass einer einstweiligen Anordnung beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht worden, den dieses aber ablehnte.

Ein Autokorso war genehmigt worden, an diesem wollten die Protestler ursprünglich zu Fuß oder im Reisebus teilnehmen. Weil dies nicht ging, versammelten sie sich zunächst im Stadtteil Charlottenburg und zogen dann in Gruppen durch die Straßen der Stadt. Dabei seien Absperrungen ignoriert und teilweise überrannt und Einsatzkräfte angegriffen worden, erklärte die Polizei. „Hierbei musste in einzelnen Fällen körperliche Gewalt angewendet werden“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ansammlung mit nach Polizeiangaben rund 2000 Menschen sei als verbotene Ersatzveranstaltung zu werten.

Polizei droht mit Wasserwerfern

Die Gruppen hätten sich stadtweit immer wieder zusammengefunden – das „Aggressionspotenzial“ habe variiert, sagte der Polizeisprecher. Es seien auch Polizisten verletzt worden, eine genaue Zahl und weitere Details nannte er jedoch nicht. Die Polizei setzte nach Angaben bei Twitter auch Reizstoff und Schlagstöcke ein.

Die Menschen protestierten in verschiedenen Gruppen und forderten etwa „Schluss mit der Corona-Diktatur“, sie hielten Transparente wie „Kein Test: keine Pandemie“. Andere nutzten Trillerpfeifen, Fahnen, Trommeln oder Sprechchöre wie „Friede, Freiheit, Demokratie“ und „Wir sind das Volk“. Manche waren mit Luftballons in Herzform unterwegs. Teils liefen Protestierende durch den Verkehr, teils waren sie auf Fußwegen unterwegs. Nach Angaben eines dpa-Reporters waren zwischen Theodor-Heuss-Platz und Wilmersdorfer Straße am frühen Nachmittag Hunderte von Menschen auf der Fahrbahn. Polizisten hätten die Fahrbahn stellenweise geräumt.

„Wir haben uns auf einen sehr kräftezehrenden Einsatz vorbereitet an diesem gesamten Wochenende“, sagte der Polizeisprecher. Auf die Frage nach der Taktik der Polizei und warum es Menschen gelungen sei, sich zu versammeln, sagte er: Die Polizei sei angehalten, mit Augenmaß vorzugehen. „Wir können jetzt nicht jede Person willkürlich kontrollieren, etwa am Pariser Platz.“ Menschen hätten sich etwa auch aus touristischen Hotspots heraus bewegt und seien zu mehreren Hundert zusammengekommen. Die Polizei habe sie wieder zerstreut.

Der Sprecher der Initiative „Querdenken 711“, Michael Ballweg, hatte gesagt, seine Initiative akzeptiere das Verbot der Demonstration. Freiheit lasse sich aber nicht verbieten. „Die Menschen stehen jetzt eigenständig für ihre Grundrechte ein. Und die Versammlungen finden trotzdem statt.“ Gleichzeitig kritisierte Ballweg das Verbot und sagte, eine koordinierte Versammlung mit Auflagen, Ordnern und Deeskalationsteams wäre sicherer gewesen. Die Initiative hatte in einem internen „Notfallplan“ dazu aufgerufen, auch im Fall eines Verbots nach Berlin zu kommen. Genau vor einem Jahr hatte es am 1. August in Berlin eine größere Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen gegeben.



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