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„Die Patienten sind verständig wie nie“ | ZEIT ONLINE

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Zu Beginn des Jahres habe ich die Meldungen aus China verfolgt. Mir war relativ schnell klar, dass dieses Virus nicht lokal bleiben wird, und ich dachte: Mannomann, was kommt da auf uns zu. Für unsere Hausarztpraxis haben meine Kollegin und ich uns gesagt: Lass uns zur Vorsicht ein paar Masken bestellen, die gehören bei uns nicht zur Standardausstattung, aber wir wollten uns wenigstens ein bisschen vorbereiten. Die haben recht viel gekostet, 20 haben wir nun. 

Sandra Quantz, 53, ist seit 14 Jahren niedergelassene Hausärztin im Hamburger Stadtteil Langenhorn
© privat

Noch bevor der erste Corona-Fall in Hamburg war, hatten wir einen Patienten, der aus China zurückkam. Da lief alles total unstrukturiert ab. Das Gesundheitsamt sagte, es müsse sich schlaumachen. Die Ärztekammer hatte geschrieben, wir sollten uns an das Bernhard-Nocht-Institut wenden. Dort sagten sie uns, sie wüssten von nichts. Das Labor, mit dem wir zusammenarbeiten, sagte am Montag, es wolle den Abstrich Ende der Woche weiterleiten. Das war zu der Zeit, in der Jens Spahn öffentlich verkündete, Deutschland sei gut vorbereitet. Den Eindruck hatten wir nicht. Zum Glück wurde unser Patient negativ getestet. Aber beruhigend war die Situation nicht. 

Ich bin dann eine Woche in den Skiurlaub gefahren. Innerhalb von kürzester Zeit wurde dort alles geschlossen, wir fuhren zurück und ich musste in Quarantäne. Gemeinsam mit meiner Kollegin in der Praxis habe ich eine Strategie entwickelt: An der Personalküche haben wir eine Terrassentür, meine Mitarbeiter haben die aufgemacht und auch die zu meinem Zimmer. Ich bin, ohne etwas anzufassen, reingegangen und habe den ganzen Tag mit Patienten telefoniert. Es gab so viel Bedarf, alles war anders. 

Eine Anruferin, die starke Bauchschmerzen hatte, habe ich zu meiner Kollegin geschickt, die sollte in die Praxis kommen, das ging nicht anders. Bei vielen anderen aber konnte ich am Telefon helfen. Noch vor zwei Wochen habe ich zu Infektkranken gesagt, dass sie in die Praxis kommen müssen, weil ich sie nicht am Telefon krankschreiben kann. Das hat sich komplett geändert. Den Älteren habe ich geraten, zu Hause zu bleiben. Unser Plan war und ist, so wenig Menschen wie möglich in der Praxis zu haben. Wir haben Schilder angebracht, dass alle auf den Mindestabstand achten sollen. Und schon vor der Tür stehen Stühle, auf die sich Patienten setzen können.

Die Krise hat etwas Befreiendes

Plötzlich geht ganz viel, was nie möglich erschien. Hat jemand Fieber, habe ich mein ganzes Berufsleben lang gesagt: Sie müssen eine fiebersenkende Tablette nehmen und reinkommen, dann kann ich Sie begutachten und krankschreiben. Jetzt geht das per Ferndiagnose. Unsere neue Haltung ist: Lassen Sie es uns versuchen, wir finden einen Weg. In diesem Sinne hat die Krise etwas Befreiendes. 

Es gibt immer Patienten, die einen hohen Anspruch haben und meckern, meist sind das die Jüngeren. Die wollen ein großes Blutbild, einfach so. Dann sage ich: Das ist nicht vorgesehen in unserem System. Die entgegnen: Ich möchte das aber und am besten noch den Zinkspiegel und Vitamin D checken Sie bitte auch. Es gibt auch immer wieder welche, die Antibiotika verschrieben haben wollen, dabei haben sie nur einen normalen Virusinfekt. Dann argumentiere ich mit denen rum. So etwas passiert nun nicht mehr. 

Ich hatte einen Mann am Telefon, der unbedingt krankgeschrieben werden wollte, weil die Kita zuhat und er unbezahlten Urlaub nehmen soll. Da habe ich gesagt: Es tut mir leid, aber ich kann keine Krankheit für Sie erfinden. Ansonsten sind die Patienten verständig wie nie. Wenn ich einigen am Telefon sage, ich darf sie nicht testen, sie sollten sich verhalten, als hätten sie Corona, und das Haus nicht verlassen, auch wenn die Symptome nicht eindeutig sind, gibt es dafür eine große Bereitschaft. Das ist in Ordnung, das mache ich so, vielen Dank – solche Sätze höre ich nun häufig. Die Stimmung ist eine völlig andere. Als ich aus den Skiferien wiederkam, war ich ein wenig traurig, dass ich mir keine Blumen kaufen konnte, ich hätte so gern Hornveilchen und Osterglocken für meinen Garten gehabt. Dann kam ein Patient in die Praxis, der mir einen Blumenstrauß als Dankeschön gab. Natürlich hätte auch der nicht in den Blumenladen gehen sollen, aber das zeigt, wie wertschätzend gerade die Beziehungen sind. 



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Homo antecessor: Älteste genetische Hinweise klären Streit um Vorfahren des Menschen

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800.000 Jahre lang ruhten die Überreste eines frühen Menschen in einer Höhle im heutigen Spanien. Nun ist es Forschern gelungen, aus einem Zahn des sogenannten Homo antecessor genetische Informationen zu gewinnen. Die Analyse reicht viel weiter zurück als bisherige genetische Untersuchungen. Zum Vergleich: Die bislang älteste bekannte menschliche DNA ist mit 400.000 Jahren gerade einmal halb so alt.

Seit Jahren streiten Forscher, wo sie Homo antecessor im menschlichen Stammbaum einordnen sollen. Weil das Gesicht an den modernen Menschen erinnert, aber sich über den Augenbrauen ein auffälliger Vorsprung wölbt, hielten einige Forscher Homo antecessor für den letzten gemeinsamen Vorfahren des modernen Menschen und dem Neandertaler.

Kein Vorfahr, eine Schwester

Die aktuelle Studie widerspricht nun dieser Theorie. Demnach handelte es sich bei Homo antecessor nicht um einen direkten Vorfahren, sondern um eine Schwestergruppe der frühen Menschen. Für die Analyse hatten Forscher der Universität Kopenhagen Eiweiße aus dem Zahnschmelz entnommen, wie sie im Fachblatt „Nature“ berichten. Diese Eiweiße bleiben zehnmal länger erhalten als menschliche DNA, liefern aber ebenso Rückschlüsse auf die Verwandtschaftsverhältnisse.

„Vieles, was wir bisher über die menschliche Evolution wissen, basiert entweder auf DNA-Analysen oder der Form von Fossilien“, sagt Studienautor Enrico Cappellini. Die DNA zersetzt sich jedoch selbst unter den besten Erhaltungsbedingungen. „Die Analyse alter Eiweiße ermöglicht es uns, diese Grenzen zu überwinden“, so Cappellini.

Das Fossil der Homo antecessor wurde 1994 bei Ausgrabungen im spanischen Höhlenkomplex von Atapuerca entdeckt, das berühmt ist für seine archäologischen und paläontologischen Funde. Die ersten Ausgrabungen fanden bereits in den Sechzigerjahren statt, sie dauern bis heute an. Eine der wichtigsten Fundstellen ist die „Gran Dolina“ – die Höhle in der auch der Zahn gefunden wurde, der nun die Verwandtschaftsverhältnisse des Homo antecessor aufklärt.

Über die Jahre haben sich Archäologen durch eine 18 Meter dicke Erdschicht gegraben und außer menschlichen Knochen, auch Werkzeuge und die Überreste von Tieren wie Säbelzahntigern und Höhlenbären gefunden.

Neben Homo antecssor, modernen Menschen und Neandertalern lebten in Europa auch Vertreter einer anderen frühen Menschenart: Die Denisova-Menschen, benannt nach ihrem Fundort in einer Höhle in Russland. Von ihnen ist außer einem Knochen eines kleinen Fingers, zwei Backenzähnen und einem Unterkiefer nur wenig bekannt. Doch bis heute finden sich Spuren ihrer DNA in modernen Menschen.

Icon: Der Spiegel



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Coronavirus: Sind Vitamine ein Mittel gegen Covid-19? Der Faktencheck

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„Andererseits steht der Nachweis aus, dass die Gabe von Vitamin D das Pneumonie-Risiko senkt beziehungsweise einen therapeutisch günstigen Effekt hat.“

Santiago Ewig, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Infektiologie, Thoraxzentrum Ruhrgebiet

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Corona: Risiken der Hilfspakete • DW Wirtschaft • Podcast •

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Düstere Konjunkturprognose in Krisenzeiten +++ Anti-Deutschen-Stimmung in Italien wegen Coronabonds +++ Abrechnung mit der Deutschen Bank

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