verbinde dich mit uns: uacentr@gmail.com

Technologie

Die Höhle der Löwen: Ein Apotheker ködert gleich drei Löwen

Avatar

Veröffentlicht

auf

In der neuen Folge der sechsten Staffel von „Die Höhle der Löwen“ ist es mehr als einmal zum Wettbieten unter dem Rudel gekommen. Gleich drei Löwen streiten um einen Köder. Zudem schwelgt Carsten Maschmeyer (60) in Kindheitserinnerungen und Judith Williams (47) hat zum Schluss eine Bitte.

Gehen Kindheitsträume in Erfüllung?

„Wir sind die Stars“ sind die ersten, die auf die Löwen treffen. Bei den Gründern Mirko Lauterbach, Michael Janek und Fabi Bönsch aus Berlin dreht sich alles um Sticker: sammeln, tauschen und einkleben. „Mit ‚Stickerstars‘ lassen wir Kindheitsträume in Erfüllung gehen – für die kleinen und die großen Kinder“, kündigt Michael an. „Bei uns wird jeder zum Star.“ 800.000 Euro wollen die Gründer für 10 Prozent Firmenanteile.

Die Geschäftsidee: In Deutschland gibt es rund 90.000 Sportvereine, die kostenlos teilnehmen können, im lokalen Supermarkt kann man die Klebebildchen mit den Konterfeis der Vereinsmitglieder kaufen. Als Beispiel präsentieren die Gründer das „Höhle der Löwen“ -Sammelalbum mit Stickerpacks für alle.

„Das erinnert mich an mein ‚Flipper‘-Bilderalbum, dann kam ‚Bonanza‘ und dann ging Fußball los“, freut sich Carsten Maschmeyer. Toll finden die Idee alle, tauschen und kleben macht den Löwen auch Freude, doch zuschnappen möchte am Ende keiner. „Mit 800.000 seid ihr schon an der oberen Kante für unsere Gründerstandards“, findet Georg Kofler (62).

„Ihr gehört zu den Top-Top-Top-Gründern, die hier aufgetreten sind. Ich könnte helfen, aber das Verhältnis stimmt nicht. Es ist ein super Thema, aber wegen der Firmenbewertung bin ich raus“, fasst Ralf Dümmel (52) zusammen. Auch die anderen Löwen sind wegen der hohen Bewertung raus. Kein Deal für die Sticker-Stars.

Frisch gezapftes Bier für zu Hause

Jana und Jürgen Schade aus Beverungen sowie Thorsten Schäfer genießen gerne frisch gezapftes Bier. Um auch zu Hause nicht auf diesen Genuss verzichten zu müssen, haben sie „Taste Hero“ entwickelt, einen Flaschenaufsatz, der sich auf jede handelsübliche Flasche aufstecken lässt. Durch Zacken wird das Bier aufgewirbelt und mit Sauerstoff angereichert – und wie von Zauberhand schmeckt ein Flaschenbier wie frisch vom Fass gezapft. Noch ist „Taste Hero“ ein Prototyp, doch das soll sich mit 50.000 Euro ändern. Dafür bieten sie 20 Prozent der Firmenanteile.

Nils Glagau (43) wagt sich an eine Blindverkostung und ist vom Geschmack überzeugt: „Es ist ganz am Anfang, ich bin hin und hergerissen, finde euch und eure Idee toll.“ Er gibt ein Angebot ab. Ralf Dümmel findet „Taste Hero“ ein „geiles Produkt“, bietet ein Rundumsorglospaket, will aber 25 Prozent der Firmenanteile. Die Gründer entscheiden sich für Dümmel.

Zu hoch gepokert?

Lisa Wendzich und Bryce Felmingham aus Berlin, die nächsten Gründer, lernten sich in Australien kennen und haben mit „Suncrafter“ eine mobile Stromquelle entwickelt, die Tag und Nacht funktioniert und weltweit Stromprobleme lösen soll. Auch auf Festivals können sie Strom liefern. Miete kostet die Solaranlage 1.500 Euro pro Tag. 200.000 Euro wollen sie für 10 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.

Überzeugen können sie mit ihrer Idee die Löwen aber nicht. „Was ist in der Kiste für Wunderbares an Inhalten drin, dass das so viel teurer ist?“, will Carsten Maschmeyer wissen. Er bewundert am Ende den Mut der Gründer, alles andere sei zu komplex. Georg Kofler ebenso: „Ich sehe den Investment Case nicht, ich bin raus.“ Dagmar Wöhrl (65) findet den Markt sehr schwierig und ist ebenfalls raus. Einen Deal gibt es für die Gründer nicht, aber alle drücken die Daumen.

Drei Löwen, ein Köder

Wer beißt beim nächsten Pitch an? Es geht ums Angeln. Apotheker Dr. Christopher Rupp aus Gehrden hat „iCapio“ entwickelt, innovative duftende Angelköder. „Fische können 100mal besser riechen als Hunde“, erklärt der Gründer. Er will mit kleinen Behältern, gefüllt mit getrockneten Raubfischen, die Fische anlocken. 95.000 Euro will er für 20 Prozent. Der Gründer hat mit seiner Erfindung nicht nur den deutschen, sondern vor allem den amerikanischen Markt im Blick. 60 Millionen Angler gebe es dort, erklärt er.

Ein Argument, das Carsten Maschmeyer durchaus überzeugt. „Ich finde Sie toll, Sie können das Geld haben.“ Auch Georg Kofler und Ralf Dümmel beißen an. Dümmel bietet Handel, Teleshopping und Expertise: „Ich habe schon mal Angelkoffer verkauft.“

Drei Angebote, der Gründer muss sich erst einmal mit seiner Ehefrau beraten und Carsten Maschmeyer fasst zusammen: „Habt ihr euch das vorstellen können, dass wir drei uns mal um Köder streiten?“ Er bekommt am Ende den Zuschlag.

Eine Bitte zum Schluss

Der nächste Pitch ist gut gegen Löwen-Hunger. Alexander Kirchmaier, Anton Vänska und Tim Schulz stellen „Renjer“ vor, den Jerky-Snack aus Skandinavien, hergestellt aus Wildfleisch vom Rentier, Elch und Hirsch. „Besser fürs Klima als Gemüsesorten, die um die halbe Welt geschickt werden.“ 130.000 Euro benötigen sie, 10 Prozent bieten sie.

Ran ans Fleisch. Die Löwen probieren, nur Vegetarierin Judith Williams (47) begnügt sich mit dem Zuschauen. Carsten Maschmeyer ist nicht zu begeistern: „Meine Familienmitglieder sind vegan, aus persönlichen Gründen bin ich raus.“ Ralf Dümmel schmeckt’s. „Der Markt schreit nach etwas Neuem. Das Problem ist die Firmenbewertung.“ Er bietet 130.000 und 15 Prozent. Dagmar Wöhrl ist vom Produkt überzeugt, bietet 130.000 für 10 Prozent, auch Frank Thelen (43) will einsteigen, bietet 20 Prozent für 150.000 Euro.

Die Gründer schnappen bei Ralf Dümmel zu. Und Judith Williams hat am Ende noch eine Bitte: „Lasst noch ein paar Elche übrig“.



Quelle

Weiterlesen
Partner
Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Technologie

Ist Indonesiens Millionenmetropole noch zu retten?

Avatar

Veröffentlicht

auf

von


Es gibt Titel, die möchte man nicht unbedingt haben. So gilt die indonesische Hauptstadt Jakarta als am schnellsten absinkende Metropole weltweit. Tatsächlich sind die Veränderungen dort gewaltig. Während beispielsweise der Boden unterhalb von Venedig jährlich um zwei Millimeter absinkt, sind es im Fall der indonesischen Wirtschaftsmetropole stolze 25 Zentimeter. Historische Daten belegen dies. Als der Hafen von den niederländischen Kolonialherren ausgebaut wurde, befand sich die Stadt noch deutlich oberhalb des Meeresspiegels. Die Flüsse und Kanäle konnten also einfach in den Ozean fließen. Heute hingegen liegt ein Großteil der Stadt unterhalb des Wasserspiegels und wird nur durch Seemauern geschützt. Riesige Pumpen sorgen dafür, dass die Stadt nicht einfach mit Wasser voll läuft.

Die indonesische Hauptstadt Jakarta wächst in die Höhe und sinkt doch ab.

Ohne Wasser sinkt der Boden in sich zusammen

Doch warum sinkt die Stadt überhaupt so stark ab? Dies liegt zum einen daran, dass der Ort nicht besonders gut geeignet ist, um dort eine Millionenmetropole zu errichten. Denn der Boden ist nicht sehr fest, sondern besteht aus Sand- und Lehmschichten, in denen auch das Grundwasser gespeichert ist. Durch den Hafen wurden allerdings dennoch viele Menschen angelockt, die dort Behausungen errichteten. Weil die öffentliche Wasserversorgung aber unzureichend war und ist, begannen Privatleute und Unternehmen Wasser aus dem Boden zu pumpen. Dadurch wurde dem Boden Feuchtigkeit entzogen und der Untergrund sinkt nach und nach in sich zusammen. Verstärkt wird das Problem dadurch, dass die unterirdischen Schichten nicht neu mit Regenwasser befüllt werden können, weil die meisten Flächen in der Stadt durch Beton versiegelt sind.

Die Lösung des Problems muss drei Dimensionen berücksichtigen

Experten gehen davon aus, dass ein signifikanter Teil der Stadt in rund zehn Jahren im Meer versinken wird – sofern nicht zeitnah Gegenmaßnahmen eingeleitet werden. Problematisch ist allerdings, dass die Lösung drei Dimensionen berücksichtigen muss:

1. Die technische Seite: Rein theoretisch ist es nicht besonders schwer die Entwicklung zu stoppen. Es muss schlicht dafür gesorgt werden, dass kein Grundwasser mehr nach oben gepumpt wird. Dass dies möglich ist, zeigt das Beispiel Tokio. Dort gelang es den Stadtvätern in den 1960er Jahren eine ähnliche Entwicklung zu stoppen.

2. Die soziale Komponente: Damit die Einwohner kein Wasser mehr aus der Erde pumpen und keine Abflüsse mehr blockieren, müssen sie allerdings eine Alternative haben. Sprich: Es müssten Sozialwohnungen entstehen, die an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen sind. Berechnungen haben allerdings ergeben, dass dort rund 13 Euro Miete fällig wären – zu viel für viele Einwohner der Stadt.

3. Die politische Dimension: Die Verwaltung in Indonesien ist nicht besonders leistungsfähig. Schon innerhalb des vorhandenen Leitungsnetzes gibt es zahlreiche Lecks, die für enorme Wasserverluste sorgen. Die Privatisierung verschlimmerte dieses Problem noch. Alle Einwohner an die Wasserversorgung anzuschließen, dürfte daher keine leichte Aufgabe werden.

Die Regierung plant schon eine neue Hauptstadt

Die Regierung Indonesiens plant daher im Notfall ein gigantisches Bauprojekt. Ein vierzig Kilometer langer und befahrbarer Deich soll die Bucht vor der Stadt vom Meer abschneiden und so die Gefahr von Überflutungen bannen. Geschätzte Baukosten: 35 Milliarden Dollar. Aufgebracht werden soll das Geld unter anderem mithilfe von privaten Investoren, die dafür die Straße auf dem Damm als Mautstrecke betreiben dürften. Noch gilt der gigantische Bau aber nur als Notfalllösung. Die Regierung Indonesiens hat für sich ohnehin ganz andere Pläne. Sie will im Osten der Insel Borneo eine komplett neue Hauptstadt errichten. Dort gibt es nicht nur weniger Erdbeben, sondern es besteht auch keine Gefahr, dass die Stadt einfach im Meer versinkt. Für Jakarta bringt dies aber nur eine geringe Entlastung. Schätzungen gehen davon aus, dass nur rund ein Zehntel der heutigen Bevölkerung mit umziehen würde.

Via: DLF

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping



Quelle

Weiterlesen

Technologie

YOUTH AND THE DIGITAL ECONOMY | | Kigali Convention Center 11 October 2019

Avatar

Veröffentlicht

auf



YOUTH AND THE DIGITAL ECONOMY
|Main Auditorium
| Kigali Convention Center 11 October 2019
Lead: MINICT, Smart Africa

Quelle

Weiterlesen

Technologie

Sind diese Forderungen noch zu vertreten?

Avatar

Veröffentlicht

auf

von


Nach dem Anschlag in Halle fordern mehrere Politiker von CDU und CSU mehr Befugnisse für Sicherheitskräfte im Internet. Dazu sollen Behörden Zugriff auf verschlüsselte Nachrichten bekommen, die über WhatsApp und andere Messenger verschickt werden. Doch es regt sich bereits erster Widerstand.


Bildquelle: GIGA.

Union: WhatsApp-Nachrichten sollen entschlüsselt werden

Wenn es nach der Unionsfraktion im Bundestag geht, dann sollen Messenger-Betreiber wie Facebook gezwungen werden, die Inhalte von einzelnen Nachrichten an die Behörden auszuliefern. Trotz einer mittlerweile verbreiteten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sollen auf richterliche Anordnung hin auf Inhalte zugegriffen werden können. Unter anderem Bundesinnenminister Horst Seehofer sieht hier die bestehenden Regelungen als unzulänglich an, berichtet das ZDF.

Die Forderung ist als direkte Folge des rechtsterroristischen Angriff auf eine Synagoge in Halle zu sehen. Sicherheitskräfte müssten neue Befugnisse bekommen, meint auch Matthias Middelberg, der als innenpolitischer Sprecher für die Unionsfraktion im Bundestag arbeitet: „Da heute nicht mehr so viel klassisch telefoniert wird, müssen wir eben auch an die Messenger-Dienste, wie zum Beispiel WhatsApp ran.“

Unklar ist derweil noch die konkrete Ausgestaltung. Behörden müssten einen direkten Zugriff auf die Handys der Betroffenen erhalten, da bei einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auch der Betreiber nichts über den Inhalt weiß. Facebook bietet mit WhatsApp und dem Facebook Messenger die beliebtesten Apps in diesem Bereich. Aber auch kleinere Anbieter wie Threema und Telegram dürften davon betroffen sein.

Die besten Tipps rund um WhatsApp findet ihr hier im Video:

Zugriff auf Nachrichten: SPD warnt vor Aktionismus

Während einige Politiker von CDU und CSU nach stärkeren Gesetzen rufen, warnt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil vor Aktionismus: „Bevor man gleich wieder hysterisch Gesetze verschärft, sofort den Sicherheitsapparat ausbaut, müssen wir ganz genau hinschauen, was sich am rechten Rand tut.“ Die Wahrung der Privatsphäre sei wichtig und mit einem Einmischen bei der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht kompatibel.

Was WhatsApp noch besser machen könnte, erfahrt ihr in der Bilderstrecke:


Bilderstrecke starten

14 Bilder

Das können andere Messenger besser als WhatsApp.

Auch Datenschützer sehen ein Problem der bei der Forderung der Union, da sie schlicht „nicht erfüllbar“ seien, ohne damit die Sicherheit aller Nutzer zu gefährden. Die zuvor von den drei Ländern USA, Großbritannien und Australien geforderte offengelassene Hintertür für Regierungen sei gefährlich, da so auch weitere Akteure in den Besitz sensibler Daten gelangen könnten. Was sagt ihr zu dem Thema?



Quelle

Weiterlesen

Trending

We use cookies in order to give you the best possible experience on our website. By continuing to use this site, you agree to our use of cookies.
Accept