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Die Autorin und Moderatorin Thea Dorn übernimmt die Leitung der ZDF-Sendung Das Literarische Quarte

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Mit drei wechselnden Gästen wird sie von März an über literarische Neuerscheinungen und Klassiker debattieren – eine Stammbesetzung wird es dann nicht mehr geben: „Es gibt so viele Kollegen, Künstler, spannende Menschen, auf deren Meinung ich neugierig bin“, sagte Dorn der „Süddeutschen Zeitung“ (Wochenendausgabe). Die Neuauflage der Literatursendung wird erstmals am 6. März zu sehen sein.

Gäste Dorns sind dann die Schriftstellerin Vea Kaiser, die Radiojournalistin und Autorin Marion Brasch und der Publizist und Verleger Jakob Augstein. Mit der neuen personellen Besetzung ist auch eine inhaltliche Neuausrichtung geplant. Literatur und gesellschaftlich relevante Themen sollen verbunden werden. Literatur soll aber der Schwerpunkt bleiben. „Ich möchte um Himmels Willen nicht die nächste Polit-Talkshow machen. Davon gibt es im deutschen Fernsehen genug“, sagte Dorn der „Süddeutschen Zeitung“. Bereits bei der zweiten Auflage im Jahr 2015 habe man erkannt, dass der „Gestus des Großkritikertums“ nicht mehr funktioniere. Das „neue Orientierungsbild“ sei „nicht die Kritikerrunde, sondern eher, etwas bescheiden ausgedrückt, der Lesekreis oder, etwas mondäner ausgedrückt, der Salon“, so die Moderatorin weiter. Der bisherige Gastgeber Volker Weidermann hatte vergangenes Jahr bekannt gegeben, dass er die Sendung verlässt. Ebenso verabschiedete sich Christine Westermann. Dorn gehörte von 2017 bis 2019 zum festen Stamm des „Literarischen Quartetts“. Als Gastgeberin wird sie nun sechsmal im Jahr zu sehen sein. Ziel ist es auch, durch wechselnde Gäste mehr Diversität in das „Literarische Quartett“ zu bringen. Für 2020 seien Sahra Wagenknecht, Juli Zeh, Eva Menasse, Ulrich Matthes, Marko Martin und Feridun Zaimoglu angekündigt, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“. Es ist die zweite Neuauflage der Sendung, die der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki 1988 erstmals ins Fernsehen brachte.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH





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Ror Wolf ist tot | ZEIT ONLINE

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Der Schriftsteller Ror Wolf ist am Montagabend infolge einer längeren schweren Krankheit gestorben. Das teilte der Schöffling-&-Co.-Verlag mit. Zuletzt habe er an einem autobiografischen Text gearbeitet, typischerweise einer Art Collage, hieß es in seinem Freundeskreis. Wolf wurde 87 Jahre alt.

Bekannt wurde Wolf vor allem mit seiner Montage von Fußballhörspielen. Er war jedoch weit mehr als ein „Fußballpoet“. Sprachgewaltig und humoristisch sezierte er in Romanen, Gedichten, Bildcollagen und Hörspielen die Wirklichkeit.  

Die sogenannte Schmach von Córdoba, bei der die deutsche Fußballnationalmannschaft 1978 während der Weltmeisterschaft gegen Österreich mit 2:3 unterlag, wurde für Wolf zur Sternstunde. Als einer der ersten Intellektuellen widmete er sich dem Fußball, auf seine Weise: Er setzte Kommentarfetzen und Interviewpassagen zu amüsanten Hörspielcollagen zusammen. Doch Wolf wirkte auch als Schriftsteller, Lyriker und sogar als bildender Künstler.

Bewegung in die Köpfe brachte er mit seinen Prosa- und Poesietexten, die immer wieder die Erwartungshaltung des Lesers brechen und ihn herausfordern. So veröffentlichte er 2012 den Horrorroman Die Vorzüge der Dunkelheit, in dem er den Icherzähler auf einen surrealen Streifzug durch Absteigen und Kaschemmen schickt. Auch seine Gedichte sind mal komisch und mal melancholisch, aber fast immer überraschend.

Wolf kam 1932 im thüringischen Saalfeld zur Welt. Bevor er 1953 die DDR verließ, arbeitete er zwei Jahre als Bauarbeiter, seine Bewerbungen zum Studium wurden zunächst abgelehnt. 1954 begann er in Frankfurt am Main unter anderem bei Marx Horkheimer und Theodor W. Adorno ein Studium der Literatur, Soziologie und Philosophie. Sein erstes Buch, der Roman Fortsetzung des Berichts, erschien 1964, eine auf Papier gebrachte Traumlandschaft in Anlehnung an Franz Kafka. Seine unverwechselbare Sprache entwickelte er bereits in Romanen wie Pilzer und Pelzer (1967).

Zuletzt lebte Wolf rund 30 Jahre in Mainz. Die Stadt habe er seit fünf Jahren vor allem aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verlassen, hatte er zu seinem 85. Geburtstag gesagt.



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Britisches Königshaus – Prinz Charles: Kleidergrößen halten nicht einfach

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London (dpa) – Prinz Charles scherzt über den „nie endenden Kampf“, fit zu bleiben. Der britische Thronfolger sagte, es sei nicht einfach, seine Kleidergröße zu halten.

+++ Aktuelle Promi-News +++

Das verriet er bei einem Besuch seiner Schneiderin Emma Willis in Gloucester rund zweieinhalb Stunden von London entfernt, wie das Magazin „Hello!“ berichtete.

Willis schneidert nach eigenen Angaben seit gut sechs Jahren Hemden und andere Kleidungsstücke für Prinz Charles. Sie habe seine Maße, er versuche sie zu halten, scherzte der 71-Jährige bei der Besichtigung der Schneiderei.



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Ror Wolf ist vor allem für zerschnipselte Zitate von Fußballspielern, Kommentatoren und Zuschauern

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Tod mit 87 Jahren – Schriftsteller und «Fußball-Poet» Ror Wolf gestorben. Doch der Autor schuf mit seiner ganz eigenen Sprache viel mehr Texte.

Mainz – Seine Montage von Fußball-Hörspielen hat den vielfach ausgezeichneten Schriftsteller Ror Wolf vor allem bekannt gemacht. Er war jedoch weit mehr als ein «Fußball-Poet». Sprachgewaltig und humoristisch sezierte er in Romanen, Gedichten, Bild-Collagen und Hörspielen die Wirklichkeit.

Am Montagabend ist der gebürtige Thüringer im Alter von 87 Jahren nach längerer Krankheit in seiner Wahlheimat Mainz in einem Krankenhaus gestorben. Das berichteten der Frankfurter Schöffling-Verlag und Freunde Wolfs am Dienstag. Zuletzt habe er an einem autobiografischen Text gearbeitet, typischerweise einer Art Collage, heißt es in seinem Freundeskreis.

Die sogenannte Schmach von Córdoba, bei der die deutsche Fußball-Nationalmannschaft 1978 während der Weltmeisterschaft gegen Österreich mit 2:3 unterlag, wurde für Wolf zur Sternstunde. Als einer der ersten Intellektuellen widmete er sich dem Volkssport Fußball – auf seine Weise: Er setzte Kommentarfetzen und Interviewpassagen zu amüsanten Hörspiel-Collagen zusammen. Doch Wolf wirkte auch als Schriftsteller, Lyriker und sogar als bildender Künstler.

Bewegung in die Köpfe brachte er mit seinen Prosa- und Poesie-Texten, die immer wieder die Erwartungshaltung des Lesers brechen und ihn herausfordern. So veröffentlichte er 2012 den Horror-Roman «Die Vorzüge der Dunkelheit», in dem er den Ich-Erzähler auf einen surrealen Streifzug durch Absteigen und Kaschemmen schickt. Auch seine Gedichte sind mal komisch und mal melancholisch, aber fast immer überraschend.

Skurril bis grotesk sind die meisten seiner Bücher. Immer wieder beschäftigte sich Wolf mit der Welt und ihrem Auseinanderdriften von der Wirklichkeit. Eine allgemeinverbindliche Wirklichkeit gebe es für ihn als Autor ohnehin nicht, sagte Wolf. Es zähle vor allem das Erlebte: «Die Realität ist eine Mischung, die im Laufe der Jahre zustande kommt.»

Eine der letzten Auszeichnungen, die Wolf bekam, war 2016 der Schiller-Gedächtnispreis des Landes Baden-Württemberg. Die Jury urteilte: «Für die zersplitterte Gegenwart, in der wir leben, hat Ror Wolf wie kein anderer literarische Formen entwickelt, die mit den tröstlichen Verbindlichkeiten des konventionellen Erzählens nichts zu tun haben.»

Wolf kam 1932 im thüringischen Saalfeld zur Welt. Bevor er 1953 die DDR verließ, arbeitete er zwei Jahre als Bauarbeiter, seine Bewerbungen zum Studium wurden zunächst abgelehnt. 1954 begann er in Frankfurt am Main unter anderem bei Marx Horkheimer und Theodor W. Adorno ein Studium der Literatur, Soziologie und Philosophie. Sein erstes Buch, der Roman «Fortsetzung des Berichts», erschien 1964, eine auf Papier gebrachte Traumlandschaft in Anlehnung an Franz Kafka. Seine unverwechselbare Sprache entwickelte er bereits in Romanen wie «Pilzer und Pelzer» (1967).

Mehr als 30 Mal zog Wolf um. Er wohnte in New York, London, Frankfurt/Main. Zwischen seinen zahlreichen Lebensorten und seiner Arbeit mit Collagen sah er durchaus einen Zusammenhang. «Das ergibt sich notwendigerweise aus so einem Leben.» Zuletzt lebte Wolf rund 30 Jahre in Mainz. Die Stadt habe er seit fünf Jahren vor allem aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr verlassen, hatte er zu seinem 85. Geburtstag gesagt.

Fußball sei ihm in seiner Jugend noch fremd gewesen, erzählte Wolf. Den Sport lernte er bei Fans in Stuttgart kennen, wo er als Hilfsarbeiter tätig war. Die Weltmeisterschaft 1954 habe «Bewegung in die Köpfe gebracht». In den 1970er Jahren schrieb er vor allem aus dem Stadion der Frankfurter Eintracht Texte und nahm Radiostücke auf, die ihn bekannt machten.

Collagen schuf Wolf auch als bildender Künstler. Dabei übertrug er das Spiel mit dem Verfremden ins Optische. Seine Arbeit an den Bild-Collagen sei aber nur eine «gewollte Nebenbeschäftigung» sagte er, ein Ausgleich zum Schreiben.





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