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DFB-News: Lahm sieht Rückkehr von Müller und Hummels in die DFB-Elf skeptisch

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+++ Nationalmannschaft im News-Ticker +++: Lahm kritisiert Rückkehr der „Ausgemusterten“: Zerstören Müller und Hummels die Hierarchie

Hansi Flick wird ab Sommer neuer Bundestrainer und beerbt damit Joachim Löw. Zuvor steht die Fußball-EM 2021 auf dem Programm, Thomas Müller und Mats Hummels kehren fürs Turnier in die deutsche Nationalmannschaft zurück. Alle Infos zum DFB-Team im News-Ticker.

  • Lahm über Nominierung von Müller und Hummels: „Es ist die Frage, wie sich das auf die Hierarchie auswirkt
  • Hitzfeld: Habe Flicks Entscheidung „nie verstanden“
  • Löw verzichtet auf Formierung von Corona-Reservekader

Lahm über Rückkehr von Müller und Hummels: „Es ist die Frage, wie sich das auf die Hierarchie auswirkt“

17.27 Uhr: Philipp Lahm ist sich nicht sicher, ob es die richtige Entscheidung von Joachim Löw war, Mats Hummels und Thomas Müller zu nominieren. „Joachim Löw hat die zwei ausgemusterten Weltmeister zurückgeholt. Nun ist die Frage, wie sich das auf die Hierarchie auswirkt“, schreibt der ehemalige Kapitän der Nationalelf in der neuesten Ausgabe seiner Kolumne bei „ZEIT ONLINE“.

Dennoch zählt Lahm Deutschland, wie die traditionellen Fußballnationen Frankreich, Spanien und Italien, zu den Favoriten dieser EM, die am Freitag beginnt. „Nicht zuletzt wird es für Löw nach dem frühen Aus bei der WM 2018 darauf ankommen, allen Spielern klarzumachen, dass es eine besondere Verantwortung ist, für sein Land zu spielen.“

Lahm äußert sich auch zu dem generellen Charakter von EM- oder WM-Turnieren. „Speziellen Charme zieht eine EM paradoxerweise daraus, dass das taktische Niveau niedriger ist als im Klubfußball.“ Nationaltrainer könnten seltener mit den Spielern arbeiten und weniger Einfluss nehmen.

„Zudem kann nicht in Kader investiert werden, weswegen sie heterogen und manche Positionen nicht mit Spezialisten besetzt sind.“ Das beste Beispiel dafür habe er selbst erlebt. „2014 half Benedikt Höwedes, der Rechtsfuß und gelernter Innenverteidiger ist, als linker Außenverteidiger aus. Auch weil er seine ungewohnte Aufgabe alle sieben Spiele lang großartig löste, wurden wir Weltmeister.“

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Löw verzichtet auf Formierung von Corona-Reservekader

15.48 Uhr: Joachim Löw verzichtet anders als etwa seine Trainerkollegen aus Spanien und Schweden auf die Nominierung eines EM-Reservekaders für den Fall von Corona-Ausfällen. „Nein“, sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff am Donnerstag auf die Frage, ob auch der Deutsche Fußball-Bund diese Möglichkeit verfolge.

„Wir hatten im Vorfeld darüber diskutiert, ob wir eine erweiterte Liste abgeben“, berichtete Bierhoff. Darauf hätten die Trainer dann aber verzichtet.

Bundestrainer Löw hatte zuvor schon darauf hingewiesen, dass er den vom europäischen Verband UEFA auf 26 Spieler erweiterten Kader für groß genug halte, um auch auf Ausfälle reagieren zu können.

Müller glaubt an deutsche Titelchance bei der EM

Mittwoch, 09. Juni, 09.45 Uhr: Thomas Müller hält den Gewinn der Europameisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft für realistisch. „Ganz ehrlich: Ich glaube daran. Der Weg dorthin ist allerdings das, was mich gerade am meisten beschäftigt“, sagte Müller der „Sport Bild“: „Das Auftaktspiel steht im Moment über allem. Ich sehe uns aktuell durchaus in der Verfassung, dass mehr möglich ist, als uns von vielen zugetraut wird.“

Am 15. Juni trifft die DFB-Auswahl in ihrem ersten EM-Spiel auf Frankreich. Müller weiß um die Schwere der Aufgabe. „In der Favoritenrolle sehe ich am 15. Juni die Franzosen. Aber: Das heißt noch lange nicht, dass sie gewinnen“, so der Profi von Rekordmeister Bayern München, der für die EM von Bundestrainer Joachim Löw wieder in den Kader berufen worden war. In der sogenannten Todesgruppe F warten außer Frankreich noch Europameister Portugal und Ungarn.

Hitzfeld: Habe Flicks Entscheidung „nie verstanden“

16.05 Uhr: Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld kann den Wechsel von Hansi Flick von Rekordmeister Bayern München zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht nachvollziehen. „Da blicke ich nicht durch, ehrlich gesagt, ich hab’s nie verstanden. Für mich ist es immer noch ein unfassbarer Entscheid, dass du als Erfolgstrainer von Bayern zum DFB gehst – er hätte bei Bayern über Jahre eine Ikone werden können“, sagte der 72-Jährige dem „Schweizer Blick“.

Flick (56) wird nach der EURO Nachfolger von Bundestrainer Joachim Löw. Seinen Abschied in München hatte er im April nach einem 3:2-Sieg in Wolfsburg spontan angekündigt. Dass die Führung des FC Bayern „nichts davon wusste, führte sicher zum Bruch zwischen allen“, sagte Hitzfeld.

Von Löw sei es dagegen eine „kluge Entscheidung“ gewesen, so Hitzfeld, „das rechtzeitig bekannt zu geben. Dann ist der Druck weg. Ich bin überzeugt, dass es eine Erleichterung für ihn ist und er sich erfolgreich verabschieden will. Er will diesen EM-Titel, auch wenn er es nicht offen ausspricht“.

Hummels spricht EM-Titel als klares Ziel aus

Montag, 07. Juni, 07.45 Uhr: Mats Hummels hat vor dem abschließenden Testspiel den EM-Titel als Ziel benannt. „Zwei Dinge treiben mich an: Erstens möchte ich nicht, dass meine Nationalmannschaftszeit mit einem sportlich katastrophalen Jahr zu Ende geht – wie es 2019 noch schien. Zweitens will ich den Titel holen. Dafür sind wir hier“, sagte der 32 Jahre alte Fußball-Profi von Borussia Dortmund in einem Interview dem „Kicker“. Deutschland sei nicht der Topfavorit. „Wir wissen aber, dass wir die Fähigkeiten und die Waffen haben, jedes Spiel bei diesem Turnier gewinnen zu können. Das ist unser Ziel“, sagte Hummels vor dem Test gegen Lettland am Montag in Düsseldorf.

Hummels war wie Thomas Müller und Jérôme Boateng im Früjahr 2019 von Bundestrainer Jogi Löw ausgebootet worden. Müller und Hummels stehen nun im EM-Aufgebot. „Mein Aus damals hat mich emotional sehr getroffen“, sagte Hummels. Die Beziehung zu Löw musste deswegen aber nicht repariert werden. „Im Sport gibt es oft nicht die eine Antwort, die eine Lösung, oft kein richtig oder falsch. Ich habe es Joachim Löw jedenfalls nie als Boshaftigkeit ausgelegt, sondern es als rein sportlich motivierte Entscheidung betrachtet.“

Löw: Goretzka droht EM-Start zu verpassen

13.16 Uhr: Bundestrainer Joachim Löw rechnet für den EM-Auftakt gegen Frankreich am 15. Juni nicht mit Mittelfeldspieler Leon Goretzka. „Er wird sicher noch einige Tage, vielleicht noch eine Woche brauchen, um ins Mannschaftstraining einzusteigen“, sagte Löw am Sonntag im Trainingslager in Seefeld. Der Bayern-Profi habe nach einer Muskelverletzung seit rund vier Wochen keine Spielpraxis mehr sammeln können. In Österreich absolvierte der 26-Jährige ein individuelles Aufbauprogramm.

Dagegen habe Routinier Toni Kroos seine Corona-Infektion gut überstanden. „Toni Kroos kam ohne Probleme aus dieser Erkrankung raus“, sagte Löw. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid sei im Trainingslager „vom ersten Tag weg so wie man ihn kennt“ aufgetreten. Kroos war mit etwas Verspätung nach Seefeld gereist.

Auch die vier Nationalspieler, die im Champions-League-Finale zum Einsatz gekommen waren, hatten erst später die Reise nach Österreich angetreten. „Die Engländer brauchen noch ein bisschen Anlauf“, sagte der Bundestrainer über Ilkay Gündogan von Manchester City und die Königsklassen-Sieger Kai Havertz, Timo Werner und Antonio Rüdiger vom FC Chelsea. Sie seien aber für die EM-Generalprobe gegen Lettland am Montag in Düsseldorf einsatzbereit.

Klostermann und Goretzka fehlen beim Abschlusstraining

Sonntag, 06. Juni, 12.44 Uhr: Die deutsche Nationalmannschaft hat die letzte Trainingseinheit in Seefeld ohne Leon Goretzka und Lukas Klostermann absolviert. Die weiteren 24 Akteure seines EM-Kaders standen Bundestrainer Joachim Löw dagegen am Sonntagvormittag vor der Turnier-Generalprobe am Montag (20.45 Uhr/RTL) in Düsseldorf gegen Lettland zur Verfügung. Der DFB-Tross sollte am Sonntagnachmittag aus Tirol abreisen und von Innsbruck nach Düsseldorf fliegen.

Der Leipziger Abwehrspieler Klostermann hatte bereits nach dem 1:1 im ersten EM-Test gegen Dänemark für einen Tag wegen Problemen am Kniegelenk mit dem Training ausgesetzt. Bayern-Profi Goretzka konnte nach einer Muskelverletzung während des gesamten Trainingslagers in Österreich nicht mit dem Team trainieren. Der Mittelfeldspieler absolvierte ein individuelles Aufbauprogramm.

Die deutsche Elf bezieht nach dem letzten Test gegen die Letten am Dienstag ihr EM-Basisquartier im fränkischen Herzogenaurach. Am 15. Juni startet die DFB-Auswahl gegen Weltmeister Frankreich in München in die EM-Endrunde. Weitere Gruppengegner sind Portugal und Ungarn.  

Hoeneß offen für Beratertätigkeit beim DFB: „Wäre eine neue Situation“

22.36 Uhr: Uli Hoeneß hat sich offen für eine Beratertätigkeit beim DFB gezeigt. „Wenn man uns als Berater braucht, wäre das eine neue Situation. Zuerst muss aber der DFB sagen, was sie wollen und dann sehen wir weiter“, sagt er im Anschluss an die Dokumentation „Nacht der Legenden“, die am Mittwoch nach dem Testspiel der DFB-Elf gegen Dänemark ausgestrahlt wird.

Der ehemalige Spieler und Funktionär beim FC Bayern war in der Vergangenheit häufiger als Kritiker des DFB aufgefallen und hatte sich neben einigen Spielern auch den scheidenden Bundestrainer Joachim Löw und Direktor Oliver Bierhoff vorgenommen.

Als DFB-Präsident kommt Hoeneß eigenen Aussagen zufolge aber nicht in Frage. Er fühle sich „sehr geehrt“, sagte Hoeneß, aber der neue Mann an der Spitze des Verbandes müsse „jung und dynamisch“ sein.

DFB-Prämien enthüllt: Bei EM-Sieg bekommt jeder Profi 400.000 Euro

Dienstag, 01. Juni, 17.18 Uhr: Die 26 deutschen Spieler würden für den Titelgewinn bei der Fußball-Europameisterschaft eine Rekordprämie von jeweils 400 000 Euro erhalten. Das berichtete die „Bild“-Zeitung am Dienstag. Die Gelder sollen klar erfolgsbezogen gezahlt werden. Nur bei Platz eins in der Vorrunden-Gruppe mit Weltmeister Frankreich, Europameister Portugal und Ungarn würde es eine Achtelfinal-Prämie geben.

Für den WM-Sieg 2014 in Brasilien hatten Manuel Neuer und Co. 300 000 Euro pro Mann erhalten. Bei der WM 2018 hätte der Verband 350 000 Euro Siegprämie bezahlt. Das Turnier war für das Team von Bundestrainer Joachim Löw aber schon nach der Vorrunde beendet. Die Spieler gingen finanziell leer aus.

Kapitän Fritz Walter und seine Mitspieler hatten nach dem „Wunder von Bern“, dem WM-Sieg 1954, noch je 2500 D-Mark, einen Fernseher, einen Lederkoffer und einen Motorroller bekommen. Nun würde der DFB bei einem EM-Titel insgesamt 10,4 Millionen Euro allein an die Spieler ausschütten.

Weitere News zur DFB-Elf auf der nächsten Seite.

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Biden macht Ukraine keine neuen Hoffnungen auf Nato-Beitritt

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Ein solcher Schritt sei zwar ungeachtet der Vereinnahmung der ukrainischen Krim durch Russland nicht ausgeschlossen. Die Aufnahme der Ukraine in den Aktionsplan für eine Nato-Mitgliedschaft hänge aber davon ab, ob das Land die Kriterien dafür erfülle. „Sie müssen überzeugen, und das ist nicht einfach“, sagte Biden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wertete die in der Abschlusserklärung erneut hervorgehobene Aussicht auf Nato- Mitgliedschaft als positives Zeichen. „Allerdings fehlt in der Summit-Erklärung ein konkreter Zeitrahmen für die nächsten Schritte unserer Nato-Annäherung, auf den wir gehofft hatten“, zitierte die Agentur Tass aus einer Erklärung des ukrainischen Staatschefs.

Mit US-Hilfe „gegen physische russische Aggression wehren“

Der US-Präsident betonte auch, dass eine Aufnahme der Ukraine in den Aktionsplan nicht von den USA alleine, sondern vom Votum der Nato abhänge. Dort blockiert seit einiger Zeit Ungarn einen Ausbau der Beziehungen zu dem Land. Das Bündnismitglied will die Ukraine so dazu bringen, Regelungen zu revidieren, die den Schulunterricht in den Sprachen von Minderheiten nur noch in eingeschränkter Form zulassen. Davon ist vor allem die russische, aber auch die ungarische Minderheit in der Ukraine betroffen.

Zur weiteren für die Ukraine sagte Biden, die Vereinigten Staaten würden alle ihre Möglichkeiten nutzen, „um die Ukraine in die Lage zu versetzen, sich weiter gegen physische russische Aggression wehren zu können“.

Den früheren Sowjetrepubliken Ukraine und Georgien war zwar beim Nato-Gipfel in Bukarest 2008 eine spätere Nato-Mitgliedschaft in Aussicht gestellt worden. Beide Länder wurden aber bislang nicht in den „Aktionsplan für die Mitgliedschaft“ aufgenommen.





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Claus Kleber hört beim ZDF „heute-journal“ auf

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Seit fast 19 Jahren ist Claus Kleber beim ZDF „heute-journal“ – doch die 20 will er nicht vollmachen. Nach Informationen der „Bild“ verlässt Kleber die Nachrichtensendung zum Ende des Jahres. Eine Bitte der ZDF-Chefs auf Verlängerung schlug der 65-Jährige aus.

„Claus Kleber ist noch bis Ende des Jahres für das ‚heute-journal‘ im Einsatz“, sagte ein Sprecher gegenüber „Bild“. „Jetzt stehen zunächst ein politisch spannender Sommer und eine Bundestagswahl bevor – und unter anderem darauf ist sein journalistisches Augenmerk gerichtet.“

Bestbezahlter Nachrichtenmoderator Deutschlands

Ein Senderwechsel, so heißt es, sei nicht geplant. Zuletzt hatten mit Jan Hofer, Linda Zervakis und Pinar Atalay gleich ein ganzer Schwung namhafter Nachrichten-Moderatoren ihren Wechsel von den Öffentlich-Rechtlichen zu Privatsendern verkündet.

Claus Kleber ging am 3. Februar 2003 zum ersten Mal mit dem „heute-journal“ auf Sendung. Doch bereits während des Studiums arbeitete er nebenbei für den Südwestfunk, leitete später ARD-Büros in Washington und London.

Den Posten des „Spiegel“-Chefredakteurs lehnte er 2007 ab. Anschließend gab er beim ZDF seine Festanstellung auf und moderiert das „heute-journal“ seitdem als freier Mitarbeiter. Dieser Status machte ihn nach Recherchen der „Süddeutschen Zeitung“ zum bestbezahlten deutsche Nachrichtenmoderator: 2009 verdiente Kleber für die Moderation des Nachrichtenmagazins 480.000 Euro im Jahr.





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„Um Himmels Willen“ geht zu Ende

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Landshut (dpa) – Es wird ein Abend der Abschiede. Ein letztes Mal spinnt Bürgermeister Wolfgang Wöller Intrigen, um das Kloster samt Nonnen loszuwerden. Ein letztes Mal kämpft Schwester Hanna trickreich dagegen an.

+++ Aktuelle Promi-News +++

Ein letztes Mal steigt die Benefizgala, die Krönung jedes Staffel-Endes der ARD-Serie „Um Himmels Willen“. Am Dienstag (15.6.) endet um 20.15 Uhr im Ersten die Serie, mit der sich das Team rund um Fritz Wepper (79) als Wöller und Janina Hartwig (60) als Hanna in die Herzen des Fernsehpublikums gespielt hat.

Seit Januar 2002 lockten die Geschichten rund ums fiktive Städtchen Kaltenthal und die Klosterschwestern jedes Mal Millionen Zuschauer an. Nach 260 Folgen ist nun Schluss.

Für viele Zuschauer hatte „Um Himmels Willen“ etwas Tröstliches und Vertrautes, auch weil die Staffeln stets das gleiche Muster hatten und versöhnlich endeten. Bürgermeister Wöller hatte immer neue Ideen, wie er das Kloster beseitigen und aus dem Baugrund Kapital schlagen könnte. Doch die Nonnen boten ihm jedes Mal die Stirn und lösten nebenbei eine Fülle an menschlichen Problemen. Angst, Armut, Trauer und Einsamkeit und natürlich die vielen Facetten der Liebe für den schönen Schuss Romantik.

Wepper erinnert die Serie an eine legendäre Filmreihe, die er liebt: „Ich habe in meiner Jugend in den 1950er Jahren die Filme mit Don Camillo und Peppone gesehen“, schwärmte er im Frühjahr von den Geschichten, bei denen sich ein kommunistischer Bürgermeister und ein energischer Pfarrer ständig in den Haaren liegen. „Da ging es auch um himmlische und um weltliche Macht.“ Als das Angebot für „Um Himmels Willen“ kam, sagte er begeistert zu. „Ich war erfreut, dass diese Drehbücher Ähnliches erzählen.“

Als das Aus der Serie verkündet wurde, war es ein Schock. „Da spielt alles mit, Wehmut, Enttäuschung. Aber das muss man einfach annehmen, es ist halt so“, sagte Wepper, der im Frühjahr eine Krebserkrankung öffentlich gemacht hatte.

Auch Hartwig wurde wehmütig. Sie folgte 2006 auf Jutta Speidel, die Wöller in den ersten fünf Staffeln als Schwester Lotte das Leben schwer gemacht hatte. 15 Jahre lang legte Hartwig jeden Drehtag das Nonnenhabit an. „Das Team ist gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Es wurden Kinder geboren, es sind liebe Menschen gestorben. Es gab Hochzeiten und Trennungen. Man wächst einfach zusammen“, hatte sie mal erklärt. Zu den traurigsten Momenten gehörte 2011 der Tod von Rosel Zech, jahrelang Oberin des Klosters. Nach ihrem Tod ging der Part erst an Gaby Dohm, dann an Nina Hoger.

Gedreht wurde im mittelalterlich geprägten Landshut. Die Stadt will künftig nicht nur mit dem historischen Prunkfest der Landshuter Hochzeit, dem höchsten Backsteinturm der Welt und dem längsten gotischen Straßenzug Europas werben, sondern auch mit einer Stadtführung auf den Spuren von „Um Himmels Willen“. Ab Mittwoch bietet die Stadt auf ihrer Internetseite zudem einen digitalen Spaziergang an – mit Janina Hartwig als Gästeführerin.

Viele Orte dürften Serienfans dabei wiedererkennen. Ansonsten sieht Oberbürgermeister Alexander Putz (parteilos) wenig Parallelen zur Realität. „Die Schlitzohrigkeit von Herrn Wöller ist eigentlich nicht angebracht, wenn man so ein Amt ausübt“, findet er. „Er macht es ja manchmal auf liebenswürdige Art und Weise, zum Vorteil der Gemeinde, manchmal durchaus auch zu seinem eigenen Vorteil. Das sollte man als Politiker grundsätzlich, als Kommunalpolitiker schon gar nicht tun.“

Was bleibt den Zuschauern am Dienstag? Sind Serien mit versöhnlichem Ende ein Auslaufmodell, wie so manche Fans von „Um Himmels Willen“ befürchten? Nein, heißt es bei der ARD, die auf Formate wie „In aller Freundschaft“ oder „Die Kanzlei“ verweist. „Man sollte sich immer bemühen, solche Krisen aufzulösen und einen gemeinsamen Weg daraus zu finden. Diese Handlungsmaxime ist vom Zeitgeist unabhängig.“

Nun also das wehmütige Finale von „Um Himmels Willen“. „Da flossen Tränen, auch bei mir“, bekannte Wepper („Derrick“, „Der Kommissar“, „Cabaret“). Gefühle, die man ihm ansieht, wenn er in der Schlussszene bei der Benefizgala ein allerletztes Mal mit Hartwig auf der Bühne steht und beide voller Inbrunst das „Dirty Dancing“-Hit-Duett „I’ve had the Time of my Life“ singen – Ich hatte die Zeit meines Lebens.



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