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Wirtschaft

Dax fest nach Test der 15 000 Punkte-Marke

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FRANKFURT (dpa-AFX) – Der deutsche Aktienmarkt hat sich von seiner steilen Talfahrt zu Wochenbeginn etwas erholt. Das Wohl und Wehe hierzulande wie an Europas Börsen bleibt dabei spürbar abhängig vom Handelsverlauf in den USA, wie sich auch am Dienstag wieder zeigte. Dass sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft laut dem Ifo-Geschäftsklima zu Jahresbeginn trotz der grassierenden Omikron-Welle entgegen den Erwartungen verbessert hat, half den deutschen Indizes nur kurzzeitig. Insgesamt sind die Anleger weltweit vor den Zinsaussagen der US-Notenbank sehr nervös. Die große Frage lautet Börsianern zufolge, wie die Fed künftig den Spagat schafft, die hohe Inflation zu bekämpfen und gleichzeitig die Finanzmärkte vor einer Schieflage zu bewahren.

Der Dax schloss nach einem teils stark schwankenden Verlauf 0,75 Prozent höher auf 15 123,87 Punkten, nachdem am Nachmittag – im Zuge des US-Börsenstarts – die Marke von 15 000 Punkten zeitweise wieder ins Wanken kam. Tags zuvor hatte der Leitindex wegen Ängsten über bald anstehende Leitzinsanhebungen in den USA und die zugespitzte Ukraine-Krise fast vier Prozent eingebüßt und war im Verlauf erstmals seit Oktober sogar wieder unter 15 000 Punkte gefallen.

Konstantin Oldenburger von CMC Markets sprach von bestenfalls „zaghaften Anzeichen einer Stabilisierung“ im Dax. „Der Kampf zwischen Bullen, die jetzt schon wieder Einstiegskurse sehen, und den Bären, die aus Angst vor der Zinswende noch viel Anpassungsbedarf in ihren Portfolios haben, dürfte noch bis morgen 20 Uhr andauern. Dann läuft das Ergebnis der Sitzung der US-Notenbank Fed über die Ticker und es werden in Sachen Geldpolitik hoffentlich ein paar Fakten geschaffen.“ Eine erste Leitzinserhöhung in den USA wird allgemein im März erwartet, spekuliert wird nur über die Höhe des Schrittes und ob es mehr als drei geben könnte in diesem Jahr.

Der MDax gewann am Dienstag 0,57 Prozent auf 32424,55 Zähler und auch europaweit erholten sich die Aktienmärkte etwas. Der EuroStoxx 50 legte um 0,59 Prozent auf 4078,26 Zähler zu und auch in Paris und London erholten sich die Börsen. In den USA war der Dow Jones Industrial nach einer schwungvollen Erholung im späten Montagshandel kurz nach der Börseneröffnung zeitweise um etwas mehr als 2 Prozent abgesackt. Bis zum Handelsschluss in Europa erholte er sich wieder etwas und verlor 1,3 Prozent. Die technologielastigen Nasdaq-Indizes büßten rund 3 Prozent ein.

Unter den Einzelwerten im Dax zogen die Aktien von FMC als klarer Spitzenreiter um 6,6 Prozent nach oben und machten damit einen Großteil der Korrektur der vergangenen vier Handelstage wett. Die Papiere des Dialysespezialisten, der auch in den USA sehr aktiv ist, hatten zuvor unter anderem darunter gelitten, dass der rasante Anstieg an Infektionen mit der Corona-Variante Omikron in den USA zu einer hohen Übersterblichkeit im ersten Quartal führen könnte.

Die Papiere der Lufthansa rückten im MDax um 1,8 Prozent vor. Die Fluggesellschaft nimmt mit einem starken Partner Kurs auf das langgehegte Ziel Italien. Gemeinsam mit der großen Container- und Kreuzfahrtreederei MSC aus Genf strebt Europas umsatzstärkster Luftverkehrskonzern die mehrheitliche Übernahme der Alitalia-Nachfolgerin ITA Airways an.

Wegen des schwächelnden Geschäfts in Brasilien ist der Möbelversandhändler Home24 2021 langsamer gewachsen als prognostiziert, was den jüngst aus dem SDax gerutschten Papieren einen Kursverlust von fast 10 Prozent einbrockte.

Schmerzliche Verluste erlitten auch die Anteile des Linux-Entwicklers Suse. Die Aktien, die zu Jahresbeginn noch bei 43,60 Euro ein Rekordhoch erklommen hatten, sackten im Zuge der Techwerte-Krise an diesem Tag auf ein Rekordtief von 25,20 Euro. Im bisherigen Jahresverlauf hat die Aktie knapp 36 Prozent eingebüßt und ist damit Schlusslicht unter den 70 Unternehmen im Nebenwerte-Index. Zu Handelsschluss gaben sie um 1,53 Prozent auf 25,80 Euro nach.

Der Euro kostete am frühen Abend 1,1286 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1268 (Montag: 1,1304) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8875 (0,8846) Euro.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,23 Prozent am Vortag auf minus 0,21 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,01 Prozent auf 143,76 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,08 Prozent auf 170,53 Zähler./ck/he
— Von Claudia Müller, dpa-AFX —



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Wirtschaft

Verkehrsbetriebe starten Verkauf des 9-Euro-Tickets

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Die Menschen in Sachsen können ab diesem Montag das 9-Euro-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr kaufen. Der Fahrschein ist in der Regel an Automaten, Verkaufsstellen oder bei Busfahrern erhältlich, wie die Verkehrsverbünde mitteilten. Wer lieber sein Handy benutzt, kann das Ticket etwa in der App



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Wirtschaft

Sorge um mögliche Rezession bestimmt die Woche

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FRANKFURT (dpa-AFX) – In dieser Woche dürften die Rezessionssorgen die Bewegungen am Kapitalmarkt bestimmen. Während bei den Unternehmen nur noch wenige Nachzügler ihre Bücher öffnen, rücken Daten aus der Konjunktur in den Fokus. Analysten erwarten dabei wenig positive Signale für den Kapitalmarkt. Der nächste „Daten-Blues“ rolle an, warnte Robert Greil von der Privatbank Merck Finck.

„An den Finanzmärkten ringen Anleger weiter mit der toxischen Mischung aus hoher Inflation und zunehmenden Wachstumsrisiken“, kommentiert Expertin Claudia Windt von Helaba. Anleger hätten sich zuletzt in als sicher empfundene Häfen gerettet, vor allem in den Dollar. Selbst Gold, das „Krisenasset schlechthin“, habe eine schwache Handelswoche hingelegt. Weil Zinsen für Staatsanleihen aber fielen, dürften Investoren die Aktien nicht aus den Augen verlieren, schreibt Windt. „Dabei hilft die inzwischen günstige Bewertung ebenso wie die bisher noch solide Gewinnentwicklung der Unternehmen.“

Angesichts von Konjunktur-, Zins- und Kriegsängsten stehe derzeit jedes Entspannungssignal an der Börse auf tönernen Füßen, schrieb Robert Halver, Kapitalmarktstratege der Baader Bank. Auch Wirtschaftsdaten hätten die Kurse zuletzt eher nach unten als nach oben gedrückt. Als „Hoffnungsschimmer“ bezeichnete er den Lkw-Hersteller Daimler Trucks, der als „harter Konjunkturzykliker“ inmitten der Krisen seine Prognosen erhöhte.

Quartalsberichte der Unternehmen bleiben in dieser Woche aber Mangelware. Eine der wenigen Ausnahmen ist am Dienstag CTS Eventim. In den USA profitiere der Tickethändler und Veranstalter von einer aufgestauten Nachfrage, schrieb Analyst Henrik Paganetty vom Analysehaus Jefferies. Auch ein schwächelndes Konsumverhalten könne das nur bedingt ausbremsen.



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Börsen nach Regierungswechsel in Australien uneinheitlich

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Tokioter Börse

Die Anleger in Asien beobachten aufmerksam das Geschehen auf dem Weltmärkten.

(Foto: dpa)

Tokio Die Börsen in Asien können sich zu Wochenauftakt zunächst auf keine gemeinsame Richtung einigen. Anhaltende Inflationsängste und die Aussicht auf steigende Zinsen lassen die Anleger am Montag nicht los. Vor diesem Hintergrund blicken die Anleger nach Australien: Bei den Parlamentswahlen am Wochenende konnte die Mitte-Links-Partei Labor der fast 10-jährigen Regierungszeit der Konservativen ein Ende setzen. Trotz der angekündigten Reformen in den Bereichen Klima, Wohnungsbau und Sozialwesen gehen Analysten nicht davon aus, dass der Regierungswechsel größere Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes haben wird.

„Unserer Ansicht nach hat die neue Regierung während des Wahlkampfes wenig vorgeschlagen, was uns zum jetzigen Zeitpunkt veranlasst, unsere Wirtschaftsprognosen zu überdenken“, schrieben die Ökonomen der CBA. „Mit anderen Worten: Unsere Wirtschaftsprognosen und unsere Forderung an die RBA bleiben trotz des Wechsels der nationalen Führung unverändert.“

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