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Inhaltsverzeichnis

  • 1 Ist die Corona-Warn-App kostenlos?
  • 2 Welche Daten überträgt die Corona-Warn App?
  • 3 Wo bekomme ich die Corona-Warn-App?
  • 4 Werden Daten per Mobilfunk übertragen? Kosten diese etwas?
  • 5 Kann ich die Codes anderer Nutzer sehen?
  • 6 Werden Standortdaten erfasst?
  • 7 Was ist die Check-In-Funktion?
  • 8 Ich wurde geimpft, brauche ich die Corona-Warn-App noch?
  • 9 Warum braucht die App eine Standortfreigabe / GPS
  • 10 Warum will die App eine Kamera-Freigabe?
  • 11 Kann ich Bluetooth ausschalten?
  • 12 Erhöht sich mein Akkuverbrauch durch die Corona-App?
  • 13 Ist die Nutzung der App freiwillig?
  • 14 Muss ich angeben, wenn ich positiv auf Corona getestet wurde?
  • 15 Wie sage ich der App, dass ich positiv auf Corona getestet bin?
  • 16 Erhöhtes Risiko, niedriges Risiko, unbekanntes Risiko – was heißt das?
  • 17 Können meine Kontakte sehen, dass ich mich infiziert habe?
  • 18 Kann mein Arbeitgeber mich verpflichten, die App zu nutzen?
  • 19 Darf ich künftig nur noch mit der Corona-Warn-App ins Restaurant?
  • 20 Ich habe jetzt die Corona-App, muss ich weiter die Atemmaske tragen, Abstand halten und Hände waschen?
  • 21 Bin ich mit der Corona-Warn-App vor Corona geschützt?
  • 22 Die App sagt, ich habe ein erhöhtes Risiko. Bin ich jetzt mit Corona infiziert?
  • 23 Muss ich mich testen lassen, wenn ich ein erhöhtes Risiko habe?
  • 24 Funktioniert die Corona App im Ausland?
  • 25 Wann benachrichtigt mich die App, welche Kontakte werden erfasst?
  • 26 Ist die App sicher?
  • 27 Was bringt die Corona-Warn-App?

Ist die Corona-Warn-App kostenlos?

Ja. Weder die Corona-App noch die Nutzung kostet etwas.

Welche Daten überträgt die Corona-Warn App?

Die App tauscht sich per Bluetooth mit anderen Handys mit dieser App in deiner Nähe aus. Das erfolgt über einen geheimen, anonymen Code. Diesen Code tauschen die Handys aus, wenn sie sich länger als 5 Minuten in einem geringen Abstand befunden haben. Du hast dann für 14 Tage den geheimen Code des anderen Handys auf deinem Handy.

Markiert sich ein Nutzer als infiziert, so wird dessen geheimer Code auf einen Server geladen und von dort an alle Nutzer verteilt. Die Handys der Nutzer finden dann diesen Code und informieren dich über eine mögliche Infizierung. Deine Daten landen zu keinem Zeitpunkt auf einem Server.

Wo bekomme ich die Corona-Warn-App?

Du kannst sie über die Appstores von Android und iOS auf dein Handy laden.



Werden Daten per Mobilfunk übertragen? Kosten diese etwas?

Ja, es werden Daten übertragen. Nach Angaben von Telekom-Chef Höttges werden die aber bei keinem deutschen Anbieter berechnet. Das gilt nur innerhalb Deutschlands.

Kann ich die Codes anderer Nutzer sehen?

Nein. Du weißt nicht, wie viele Nutzercodes du schon auf deinem Handy gespeichert hast und kannst sie auch nicht sehen.

Werden Standortdaten erfasst?

Nein. Durch Bluetooth und aufwendige Messmethoden und Modifikationen in den Schnittstellen kann die App ausschließlich auf Bluetooth setzen und speichert nur jene Kontakte, die sich in unmittelbarer Nähe befunden haben.

Was ist die Check-In-Funktion?

Mit dem Check-In in der Corrona-Warn-App kannst du dich bei Veranstaltungen, privaten Treffen oder im Büro ein- und auschecken. Es ist eine Art Anwesenheits-Buch. Gespeichert werden diese Daten lokal auf deinem Handy. Ist später jemand, der ebenfalls bei diesem Event war, positiv getestet, kann er andere Teilnehmer warnen.

Ich wurde geimpft, brauche ich die Corona-Warn-App noch?

Ja, denn eine Impfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz. Es kann also immer noch sein, dass du dich infizierst und das Virus auch weiter verbreitest – wenngleich das Risiko extrem gering ist. So kannst du im Fall der Fälle auch weiterhin andere, nicht geimpfte warnen. Außerdem ist geplant, die App als digitalen Impfpass einzusetzen. Das ist aber noch nicht umgesetzt.

Warum braucht die App eine Standortfreigabe / GPS

Unter Android fordert die Corona-App zur Freigabe des Standortes auf. Der Grund: Bluetooth gilt unter Android zur Kategorie Stand­ort­ermitt­lung. Denn auch über Bluetooth lassen sich Rück­schlüsse auf den Stand­ort ziehen. Im Fall der Corona-App wird das aber nicht getan – es werden lediglich die geheimen Codes ausgetauscht. Damit das geschehen kann, musst du die Ortungsfunktion dauerhaft freigeben. Auf GPS greift die App nicht zu.

Hier gilt zu beachten, dass auch andere Apps den freigegebenen Standort nutzen können. Wie du dies verhinderst, zeigen wir dir in diesem Ratgeber.

Warum will die App eine Kamera-Freigabe?

Die Corona-App braucht die Kamera, um deinen QR-Code vom Labor scannen zu können. Das erfolgt über die Kamera deines Handys. Für andere Zwecke wird sie nicht benötigt.

Kann ich Bluetooth ausschalten?

Nein. Die App braucht Bluetooth, damit andere Nutzer der Corona-App deinen geheimen Code laden können. Nur so funktioniert die Nachverfolgung zuverlässig. Deine Daten aus der Corona-App können nicht durch andere ausgelesen werden.

Erhöht sich mein Akkuverbrauch durch die Corona-App?

Der meiste Strom dürfte durch das aktivierte Bluetooth draufgehen, wenn du es nicht ohnehin wegen Kopfhörern aktiv hast. In den Akku-Einstellungen deines Handys kannst du nachvollziehen, wie viel Strom sich die Corona-App gönnt.

Ist die Nutzung der App freiwillig?

Ausdrücklich ja. Hieran will die Bundesregierung auch nicht wackeln.

Muss ich angeben, wenn ich positiv auf Corona getestet wurde?

Nein, auch das ist freiwillig. Allerdings ist die App-Nutzung für alle nur dann sinnvoll, wenn jeder diese Information weitergibt. Es wird niemand erfahren, wer sich als positiv in der App gemeldet hat. Die Meldung bei deinen Kontakten erfolgt anonym, es gibt keine Angaben zum Ursprung der Meldung.

Wie sage ich der App, dass ich positiv auf Corona getestet bin?

Du bekommst vom Testlabor einen QR-Code oder eine TAN. Mit diesen Daten kannst du dem System sagen, dass du positiv getestet wurdest. Daraufhin werden deine Kontakte der vergangenen Tage benachrichtigt. Auch kannst du dich je nach Labor über die App über deinen Corona-Test benachrichtigen lassen.

Hast du einen Selbsttest gemacht, so kannst du diesen nicht in der App eingeben. Schnelltest können jedoch inzwischen bei einigen Teststellen wie ein PCR-Test per QR-Code über die App abgefragt werden. Deine Kontakte kannst du in diesem Fall ebenfalls benachrichtigen. Du musst bei einem positiven Schnelltest aber noch einen PCR-Test nachlegen.

Erhöhtes Risiko, niedriges Risiko, unbekanntes Risiko – was heißt das?

Die Startseite der Corona-Warn-App

Wenn du die App gerade erst aktiviert hast, meldet sie dir ein unbekanntes Risiko. Sie kann dich erst nach einigen Tagen im Rahmen ihrer Möglichkeiten informieren.

Hast du die App lang genug aktiviert, hast du ein niedriges Risiko. Denn auch, wenn die App keinen Alarm auslöst, könntest du durch eine kurze aber enge Begegnung oder eine Begegnung, bei der kein Handy dabei war infiziert sein. Daher warnt die App vor einem niedrigen Risiko, um dich nicht in Sicherheit zu wiegen.

Zeigt sie dir ein erhöhtes Risiko an, so hattest du innerhalb der vergangenen 14 Tage eine Begegnung mit mindestens einer positiv getesteten Person. Dabei arbeitet im Hintergrund ein Algorithmus, bei dem auch berücksichtigt wird, wie lange der Kontakt war, wie nah er war und wie viele Tage seitdem zurückliegen.  Die App gibt dir jetzt Handlungsempfehlungen.

Können meine Kontakte sehen, dass ich mich infiziert habe?

Nein, es wird lediglich der Tag, an dem der Kontakt zwischen dir und deinen Kontakten bestand, übermittelt. Aber keine Uhrzeit und kein Ort. Und natürlich auch kein Name.

Kann mein Arbeitgeber mich verpflichten, die App zu nutzen?

Nach Angaben der Bundesregierung wäre das allerhöchstens auf Diensthandys möglich und es sei letztlich eine Abwägung zwischen der Freiwilligkeit und dem Verhältnis zwischen einem weisungsbefugten Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer. Allerdings gäbe es in Betrieben andere Möglichkeiten, um eine Kontaktnachverfolgung zu realisieren.

Darf ich künftig nur noch mit der Corona-Warn-App ins Restaurant?

Nein. Generell hat zwar der Gastronom das Hausrecht, doch die Bundesregierung sieht es als gelebte Praxis an, dass es für Gastronomen nicht sinnvoll sei, Gäste ohne die App auszusperren. Schließlich schütze die App nicht vor Infizierung.

Ich habe jetzt die Corona-App, muss ich weiter die Atemmaske tragen, Abstand halten und Hände waschen?

Ja, die sogenannte AHA-Regel (Abstand-Hygiene-Alltagsmaske) wird nicht durch die Corona-Warn-App aufgehoben.

Bin ich mit der Corona-Warn-App vor Corona geschützt?

Nein. Aber es steigt die Wahrscheinlichkeit, dass du schneller informiert werden kannst, wenn du dich infiziert haben könntest. Die Benachrichtigung erfolgt durch die App schneller und zuverlässiger, da auch Zufallskontakte benachrichtigt werden können. Da die Infizierung aber auch schon möglich ist, bevor jemand überhaupt weiß, dass er infiziert ist, ist auch weiterhin eine Infizierung möglich. Außerdem wird nie jeder die App nutzen.

Die App sagt, ich habe ein erhöhtes Risiko. Bin ich jetzt mit Corona infiziert?

Nein, aber du hattest offenbar zu jemandem Kontakt, der jetzt mit Corona infiziert ist. Dadurch hast du ein erhöhtes Risiko und solltest dich testen lassen. Dein Hausarzt oder die kassenärztliche Vereinigung unter der Telefonnummer 116117 hilft dir weiter.

Du solltest Kontakte zu anderen Menschen vermeiden.

Muss ich mich testen lassen, wenn ich ein erhöhtes Risiko habe?

Nein, die App informiert dich lediglich und du so solltest der Empfehlung in deinem eigenen Sinne und der Eindämmung der Pandemie nachkommen. Es weiß aber niemand wer du bist und es kann dich auch niemand auffordern, zum Test zu gehen.

Funktioniert die Corona App im Ausland?

Ja, inzwischen funktioniert die deutsche Corona-Warn-App auch im Austausch mit anderen Ländern. Dabei geht es vor allem um den Austausch der anonymen Codes. Das gilt sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Wenn sich Deutsche mit der deutschen Corona-App im Ausland begegnen, funktioniert das System auch dort – beispielsweise in einer Hotelanlage.

Wann benachrichtigt mich die App, welche Kontakte werden erfasst?

Es geht um die Dauer der Begegnung (5 Minuten und mehr), den Abstand (3 Meter und weniger) sowie weitere Faktoren. So kann man inzwischen recht genau sagen, an welchen Tagen nach der Infektion jemand am ansteckendsten ist. Das berücksichtigt der Algorithmus.

Ist die App sicher?

Die App wurde als Open Source Projekt angelegt und von zahlreichen freiwilligen Entwicklern geprüft und auch verbessert. Das gilt als Garant, dass die Software sicher ist. In Kürze wolle man auch nachweisen, dass der offengelegte Code der Code ist, der in den AppStores steht.

Was bringt die Corona-Warn-App?

Die Vorteile sind, dass auch anonyme Zufallsbegegnungen im Falle einer Infektion benachrichtigt werden können. Außerdem ermögliche die Digitalisierung der Labors und die Nutzung des QR-Codes eine schnellere Nachvollziehbarkeit. Die Verantwortlichen gehen von einem Zeitgewinn von bis zu vier Tagen aus.

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Survival-Game „Ashwalkers“: Moral und Konsequenzen im Ödland

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Berlin (dpa/tmn) – Eine postapokalyptische Zeit, riesige Aschewolken verdunkeln die Erde und mittendrin vier Reisende mit unbekanntem Ziel.Und wie kam es überhaupt zu dieser Katastrophe? Willkommen bei „Ashwalkers“, einem düsteren Survival-Game.

Spielerinnen und Spieler begleiten eine Gruppe von Überlebenden einer globalen Katastrophe. Sie suchen eine neue sichere Unterkunft, nachdem ihre Schutzkuppel zu bröckeln beginnt. Auf der Reise haben sie nicht nur mit ständig fallender Asche, Säureregen und eisiger Kälte zu kämpfen – es stehen auch moralische Fragen an und die Folgen einmal getroffener Entscheidungen.

Viele Entscheidungen, viele mögliche Lösungen

Ob und wie die Gruppe ihren Weg durch die kalte Asche bestreitet und das Ende ihrer Mission hängen von Spielerentscheidungen ab. Insgesamt gibt es 34 mögliche Enden, die alle auf unterschiedlichsten Wegen erreicht werden können.

Aber nicht nur die Entscheidungen bei Konflikten sind wichtig für den Spielverlauf. „Ashwalker“ ist auch ein Survival-Game. Spielerinnen und Spieler müssen die Nahrungsvorräte, Erschöpfungslevel, mentale Gesundheit und die Gruppendynamik ihrer Reisegruppe im Blick behalten.

Im Laufe der Reise stößt die Gruppe immer wieder auf Ruinen und Spuren der früheren Menschheit. Neben wichtigen Gegenständen gibt es hier kurze Textsequenzen – so erfährt man, was eigentlich mit der zerstörten Welt von „Ashwalkers“ passiert ist.

„Ashwalkers“ läuft ausschließlich unter Windows und kostet rund 12 Euro. Eine Altersfreigabe gibt es noch nicht.



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Ausgewogenes Coloring: Monitor-Farben unter Windows einstellen

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Berlin (dpa/tmn) – Knallig, verwaschen, mit Blau- oder Rotstich? Wer die Farbwiedergabe seines Bildschirms als verfälscht und störend wahrnimmt, sollte handeln. Dazu braucht es keine Extra-Tools. Meist genügt es, das Windows-Programm „Bildschirmfarbe kalibrieren“ aufzurufen.

Am schnellsten erreicht man es, wenn man unten links auf die Lupe klickt und als Suchbegriff „kalibrieren“ eingibt. Dann schlägt Windows das Programm gleich vor und man kann es starten. Fachwissen braucht man für die Kalibrierung nicht.

Das Tool führt Schritt für Schritt mit Erklärungen durch Helligkeitskurven, Monitor-Einstellungen und das Anpassen der Farbdarstellung. Und am Ende lässt sich als „Bonus“ auch noch die Schriftdarstellung anpassen.



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Das Xiaomi Mi 11 Ultra bietet das volle Smartphone-Programm

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Berlin (dpa/tmn) – Sie wollen eines der leistungsstärksten besten Smartphones des Jahres? Dann brauchen Sie starke Hände.

Auf den ersten Blick mögen die 234 Gramm von Xiaomis Mi 11 Ultra gar nicht so schwer und massiv erscheinen. Aber mit einer Hand hält man das Gewicht des riesigen Bildschirms, der Kamera und des Akkus nicht viel länger als eine Folge der Lieblingsserie aus.

Wenn Gewicht aber kein Problem ist – und Sie die obere Hälfte des Displays nicht mit dem Daumen erreichen müssen – dann hat das Mi 11 Ultra ziemlich alles, was man braucht. Andererseits: Für einen stolzen Preis von 1200 Euro sollte es besser alles haben.

Xiaomis Mi 11 Ultra ist eine Checkliste für ein Flaggschiff-Smartphone des Jahres 2021. Die Chinesen haben jedes mögliche Hardware-Feature, von dem Sie denken, dass Sie es jemals brauchen könnten, in dieses Smartphone gepackt. Los geht es mit der Kamera.

Ganz nah ran – 120facher Zoom

Das Mi 11 Ultra hat einen ähnlichen Funktionsumfang wie die Ultra-Premium-Smartphones von Samsung, Oppo und Apple. Doch Xiaomi setzt noch einen drauf: Das 11 Ultra hat eine Kamera mit 120-fachen Hybrid-Zoom (der Samsungs 100-fachen Zoom auf dem Galaxy S21 Ultra schlagen will).

Theoretisch wäre das genug Zoom, um die Besatzung eines Hubschraubers im Flug durchs Cockpitfenster anzusehen. In der Praxis werden Sie schon ab dem 50-fachen Zoom eine zunehmende Unschärfe feststellen. Dennoch ist das mehr als genug für die meisten Aufnahmen. Die Kamera stützt sich dabei auf ein optisches 5-fach-Zoomobjektiv. (Bei Mitbewerber Samsung S21 Ultra ist es ein optisches 10-fach-Zoomobjektiv).

Das Zoomobjektiv wird von zwei weiteren Objektiven unterstützt: einem Weitwinkel- (50 Megapixel (MP), Blende f/1.95 und optischer Bildstabilisierung) und einem Ultraweitwinkelobjektiv (48 MP), die beide beeindruckend detailreiche Aufnahmen liefern. Für manche mögen die Fotos mit ihren satten Farben übertrieben wirken, während Nachtaufnahmen künstlich beleuchtet aussehen. Aber es besteht kein Zweifel, dass dies eine der vielseitigsten Smartphone-Kameras ist, die es im Jahr 2021 zu kaufen gibt.

Der Pro-Modus bietet eine riesige Auswahl an zusätzlichen Optionen, mit denen man sogar eine passable Aufnahme des Mondes machen kann. Von Zeitrafferaufnahmen von Stadtstraßen bis hin zu Langzeitbelichtungen der Sterne gibt es viele kreative Möglichkeiten, und es lohnt sich fast, in ein Stativ zu investieren, um die Vielseitigkeit der Kamera voll auszuschöpfen.

Bitte einmal alles mit alles

Das Mi 11 Ultra läuft auf Qualcomms aktuell schnellstem Chip, dem Snapdragon 888, und hat dazu noch 12 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und 256 GB Speicher. Zum Vergleich: In aktuellen Notebooks steckt oft weniger Speicher.

Das Display hat eine Bildwiederholrate von maximal 120 Hertz für flüssige Animationen und einen Fingerabdrucksensor unter dem Display. Wer will, kann die 6,8 Zoll messende Anzeige mit voller Hertz-Rate und QHD-Auflösung (1440 zu 3200 Pixel) betreiben. Das knabbert aber stark am Akku. Für blinzelfreies Ablesen bei Sonnenschein verspricht Xiaomi eine maximale Displayhelligkeit von 1700 Nits. Das ist in etwa doppelt so viel wie bei anderen Mitbewerbern.

Der Energiespeicher mit 5000 Milliamperestunden Kapazität könnte eine bessere Alltagsleistung liefern. Dafür lädt das Mi 11 Ultra mit 67 Watt schnell wieder auf. Das ist flotter als Samsungs 45-Watt- und Apples 20-Watt-Ladegeschwindigkeit.

Überraschenderweise fand sich im voluminösen Gehäuse dann doch kein Platz mehr für eine Kopfhörerbuchse. Bei Xiaomi geht man wahrscheinlich davon aus, dass Leute mit 1200 Euro Smartphonebudget bereits kabellose Kopfhörer haben.

Vorsicht Glas!

Beim Mi 11 gibt es vorne wie hinten Glas. Das Display wird von der neuesten Generation von Schutz-Glas bedeckt. Das Corning Gorilla Glass Victus soll widerstandsfähiger gegen Kratzer und Risse sein als bisherige Gläser. Etwas weniger erfreulich ist, dass es hinten auch klares Glas gibt. Das sieht zwar hochwertig aus, ist aber sehr schnell voll mit Fingerabdrücken.

Viel schlimmer ist, dass sich das Glas in Kombination mit dem Gewicht des Mi 11 Ultra sehr glitschig anfühlt und man schnell Angst bekommt, es fallen zu lassen. Käuferinnen und Käufer werden wahrscheinlich eine Schutzhülle in Erwägung ziehen, auch wenn sie das ohnehin schon große Smartphone noch weiter vergrößern.

Dicker Kamera-Brocken

Das herausragendste (im wahrsten Sinne des Wortes) Merkmal dieses Smartphones ist das klobige Kameramodul. Es zieht sich im oberen Drittel des Geräts über die gesamte Breite der Rückseite hin. Das bringt einen überraschenden Vorteil mit sich: Während Telefone mit großen Kameras dazu neigen, zu wackeln, wenn man sie auf eine flache Oberfläche legt, ist dies beim Mi 11 Ultra nicht der Fall. Es liegt schräg, aber solide.

Und das Riesenmodul bietet nicht nur Platz für drei Sensoren, auch ein kleiner Bildschirm steckt darin. Xiaomi ist der Meinung, dass Sie auch die Uhrzeit sehen wollen, wenn das Smartphone mit dem Display nach unten liegt. Deswegen – und aus noch einem anderen Grund – gibt es neben den Linsen einen Hochkant-Bildschirm.

In der Praxis ist das jedoch keine große Hilfe, da sich das Display nach ein paar Sekunden ausschaltet. Dann muss man erst doppelt darauf tippen, um die Uhrzeit wieder zu sehen.

Der eigentliche Vorteil ist ein anderer: Das kleine Display ist ein guter Sucher für bessere Selfies mit der Hauptkamera. Aber auch hier gibt es Einschränkungen. Für Videos oder den Porträtmodus taugt das kleine Display (noch) nicht.

Ein Haufen unerwünschter „Geschenke“

Xiaomi hat sich außerhalb Chinas einen Namen als Hersteller von Billig-Smartphones gemacht. Dazu gehören auch vorinstallierte Apps – Bloatware genannt. Das ist beim Mi 11 Ultra nicht anders. Ab Werk wird man mit Apps für Reisebuchungen, Karriereportale, soziale Netzwerke oder Xiaomis eigenen Musik-App und Browser „beglückt“. Sie lassen sich zum Glück deinstallieren.

Sobald das Telefon von Bloatware befreit ist, bietet Xiaomis MIUI 12 hauptsächlich praktische Ergänzungen zu Android. Ein Highlight hier ist ein stark an Apples iOS angelehntes Control Center.

Die Frage aller Fragen: Lohnt sich das?

Verkaufsstart des Mi 11 Ultras ist am 20. Mai. Dieses Smartphone ist für das Zeitalter gemacht, in dem Menschen Telefone online und nicht in Läden kaufen. Denn es überzeugt vor allem auf dem Papier mit einer Top-Ausstattung. Aber: Wer sich für das Mi 11 Ultra interessiert, sollte auch Samsungs Galaxy S21 Ultra im Auge haben. Es ähnelt dem Mi 11 Ultra in Sachen Größe, Ausstattung und Preis sehr.

Auf dem Papier ist das Xiaomi dem koreanischen Mitbewerber in fast allen Kategorien ebenbürtig. Mit 1200 Euro unterbietet es dessen Startpreis. Gute Fotos liefern alle Spitzenmodelle des Jahres 2021. Wer allerdings nach besonders großem Kamera-Zoom sucht, sollte Mi 11 Ultra und Galaxy S21 Ultra vergleichen. Hier hat in unserem Vergleich Samsung noch leicht die Nase vorn. Die im Zoom-Modus digital stabilisierten Bilder wackeln nicht so stark, wenn man das Gerät in den Händen hält.

Wer von einem kleineren Telefon in die Schwergewichtsklasse dieses Ultra-Telefons umsteigt, sollte besser vorher prüfen, ob die 234 Gramm bequem sind. Xiaomi hat mit dem Mi 11 (ohne Ultra) auch ein kleineres Modell (ähnlich wie Samsungs Galaxy S21) im Angebot. Für 800 Euro bietet es ähnliche Funktionen – aber ohne die Ultra-Kamera mit Selfie-Display.

Xiaomi Mi 11 Ultra

Prozessor: Qualcomm Snapdragon 888
Arbeitsspeicher: 12GB
Speicher: 256GB
Akku-Kapazität: 5.000 mAh
Ladegeschwindigkeit: 67W kabelgebunden und kabellos
Bluetooth 5.2
Betriebssystem: MIUI 12 basierend auf Android 11
Gewicht: 234g (240g im Test)
Abmessungen: 164,3mm x 74,6mm x 8,38mm

Display
Maximale Auflösung: 3200×1440, 515 PPI
Helligkeit: 900 nits, 1700 nits Spitzenhelligkeit
Bildwiederholrate: 120Hz (passt sich auf 30Hz/60Hz/90Hz an, wenn nicht benötigt)
Touch-Abtastrate: bis zu 480Hz
Glas: Corning Gorilla Glass Victus

Kameras
50 MP Weitwinkel: 1 /1,12″ Sensorgröße, f/1,95 und OIS
48 MP Ultra-Weitwinkel: 128° FOV, f/2.2
48 MP Teleobjektiv: 120x Digitalzoom, 10x Hybridzoom, 5x optischer Zoom
OIS
20-MP-Selfie-Kamera: Ausschnitt im Display
8K-Video bei 24 fps; 4K-Video bei 60fps



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