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Wirtschaft

Das bedeutet die US-Wahl für den Dax

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Dax-Kurve im Handelssaal in Frankfurt

Im Blick der Anleger bleibt die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der deutsche Aktienmarkt baut die hohen Gewinne vom Vortag aus. Im Nachmittagshandel steigt der Dax um 1,4 Prozent auf 12.501 Punkte.

Bereits am gestrigen Mittwoch kletterte der Dax trotz eines ungewissen US-Wahlausgangs um zwei Prozent und ging bei einem Stand von 12.324 Punkten aus dem Handel. Auffällig war: Die Handelsspanne am Mittwoch war mit gut 480 Zählern ähnlich hoch wie bei der US-Wahl vor vier Jahren.

Dass der deutsche Leitindex heute weiter nach oben klettert, dürfte in erster Linie ausländischen Investoren zu verdanken sein. Denn der Anstieg des Euros gegenüber dem Greenback um 0,8 Prozent auf 1,1811 Dollar zeigt, dass viel Kapital nach Europa fließt.

Es ist schon eine auf den ersten Blick merkwürdige Situation an den Finanzmärkten: Die Kurse steigen, obwohl die Wahlen in den USA das schlechteste aller Szenarien bieten: Ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem noch offenen Wahlausgang. Zudem droht Donald Trump damit, den obersten Gerichtshof anzurufen, um die Auszählung der Stimmen zu stoppen. Das könnte zu einer wochenlangen Patt-Situation führen.

Auch im US-Senat ist derzeit nicht erkennbar, ob die Demokraten oder die Republikaner die Mehrheit bekommen. Eigentlich hätte dieses Szenario zu fallenden Kursen, möglicherweise sogar zu einem Ausverkauf an den Märkten führen müssen.

Doch das Gegenteil trat ein. Wie ist das zu erklären? Drei Punkte waren für die Entwicklung entscheidend.

1. Anlageprofis haben ihre Spekulationen auf fallende Kurse beendet

Im Vorfeld der US-Wahl gerieten die Profis offenbar in Panik. Nie zuvor haben die institutionellen Investoren in so kurzer Zeit so viele Put-Absicherungen gekauft, um sich vor Kursverlusten zu schützen. Solche Put-Optionen steigen im Wert, wenn der Dax fällt. Das Put-Call-Verhältnis an der Frankfurter Terminbörse Eurex sprang auf 4,8 – den höchsten Wert der vergangenen Jahre.

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Wirtschaft

Handel schreibt Brandbrief an Angela Merkel: „Wut und Verzweiflung“

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Der Handel ist wütend – und will aufmachen: Mit einem Brandbrief an Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten fordern Ketten eine „transparente Öffnungsstrategie“.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat in einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „dringlichst“ ein Konzept für eine Öffnungsstrategie gefordert. Die fehlende Perspektive und die täglich wachsende Ungewissheit trieben die Kaufleute angesichts des drohenden Existenzverlusts in „Wut und Verzweiflung“, hieß es in dem am Freitag veröffentlichten Schreiben.

Die zuletzt getroffene Entscheidung, den Lockdown fortzusetzen, habe bei den betroffenen Händlern „größtes Unverständnis ausgelöst“. Umso wichtiger sei es nun, dass Bund und Länder am kommenden Mittwoch die „angekündigte transparente, verbindliche und evidenzbasierte Öffnungsstrategie mit konkreten Maßnahmen beschließen“.

Hierbei dürften Wirtschaft und Pandemiebekämpfung nicht gegeneinander gestellt werden, forderte der HDE. Unterzeichnet wurde das Papier auch von einigen Landesverbänden sowie Unternehmen wie Aldi, Galeria Karstadt Kaufhof und anderen Supermarktketten.

Handel verweist auf Hygieneregeln und Teststrategien

„Nach der langen pauschalen Lockdown-Phase vermisst die Wirtschaft schmerzlich eine klug zwischen Bund und Ländern abgestimmte Politik mit Impfkonzept, angepassten Hygieneregeln, Teststrategien und App-Lösungen, die funktionieren“, hieß es in dem Schreiben weiter.

Dieses richtet sich auch an die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen der Länder. Der Handel und die betroffene Wirtschaft bieten demnach „ausdrücklich ihre Expertise zur Erarbeitung von differenzierten und konditionierten Ausstiegsszenarien an“.

Die aktuellen Infektionszahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) deuten derweil auf ein zunehmendes Infektionsgeschehen hin. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 9.997 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 394 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9.113 Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle verzeichnet.



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BASF: Martin Brudermüller schickt Aktie mit vorsichtigem Ausblick abwärts

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Nach einem deutlichen Gewinnrückgang im vergangenen Jahr will BASF 2021 wieder deutlich zulegen. Der Umsatz soll im laufenden Jahr auf 61 bis 64 Milliarden Euro steigen und der bereinigte operative Gewinn (Ebit) auf 4,1 bis 5,0 Milliarden Euro klettern, teilte der Chemiekonzern am Freitag mit. Die Weltwirtschaft dürfte sich von dem starken Einbruch im Zuge der Corona-Pandemie erholen. Vor allem die Automobilindustrie, die wichtigste Kundengruppe von BASF, sollte wachsen. Die Unsicherheit bleibe aber „außergewöhnlich hoch“.

Die Aktien der BASF reagierten mit deutlichen Verlusten auf den vorsichtigen Ausblick und gaben zunächst rund 3,5 Prozent nach. Konservative Prognosen des Chemiekonzerns seien nicht ungewöhnliches, bemerkte ein Händler. Aber der Gewinnausblick auf 2021 liege nun erheblich unter den Marktschätzungen.

Vorstandschef Martin Brudermüller (59) ist vorsichtig. Mit seiner breiten Prognosespanne berücksichtige BASF das Risiko von erneuten Unterbrechungen der weltweiten Lieferketten sowie die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. „Wir sind aber zuversichtlich, dass wir ohne solche negativen Auswirkungen ein Ergebnis erwirtschaften können, das am oberen Rand unseres Prognoseintervalls liegt“, sagte er. Analysten rechnen laut Vara Research bislang im Schnitt mit einem Umsatz von 61,7 Milliarden Euro und einem bereinigten Ergebnis von gut fünf Milliarden Euro.

BASF hatte bereits Ende Januar vorläufige Geschäftszahlen veröffentlicht, da der Konzern im vierten Quartal deutlich besser abschnitt als von Analysten erwartet. Der Umsatz lag 2020 mit 59,1 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau, das bereinigte operative Ergebnis sank um 23 Prozent auf 3,6 Milliarden.

Nach Steuern fiel vor allem wegen hoher, schon bekannter, Wertberichtigungen bei dem Öl- und Gaskonzern Wintershall, an dem BASF mit 67 Prozent beteiligt ist, ein Verlust von 1,06 Milliarden Euro an nach einem Gewinn von 8,42 Milliarden Euro vor Jahresfrist. Die Aktionäre sollen gleichwohl eine unveränderte Dividende von 3,30 Euro je Aktie erhalten. Damit wird die Ausschüttung aber erstmals seit 2009 nicht erhöht. Experten hatten im Schnitt mit weniger gerechnet.




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Dax rutscht ab – Viele Investoren sehen nun eine zweite Chance

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Die jüngste Entwicklung verdeutlicht, wie schnell die Stimmung am Markt drehen kann. Noch am Donnerstag schien bei Kursen oberhalb der Marke von 14.000 Punkten das bisherige Rekordhoch von 14.169 Zählern in Reichweite zu sein.

Zur Einordnung: Seit dem Rekordhoch von Anfang Februar bei 14.169 Punkten ist die Frankfurter Benchmark in der Spitze um 3,7 Prozent abgerutscht. Damit ist das Ausmaß der Korrektur bislang als eher gering zu werten. Erst ab einem Minus von 20 Prozent spricht man von einer Baisse.

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Das Korrekturtief wurde am Dienstag dieser Woche erreicht, als der Dax innerhalb von zwei Stunden auf 13.664 Zähler abrutschte, aber anschließend wieder deutlich stieg. Angesichts der schnellen Entwicklung konnten nur wenige Investoren die Chance zum Einstieg nutzen. Folglich stehen immer noch viele Investoren an der Seitenlinie und wollen kaufen.

Das Szenario, das derzeit am deutschen Aktienmarkt läuft, hat Verhaltensökonom Joachim Goldberg laut der aktuellen Umfrage der Börse Frankfurt unter Privatanlegern und Anlageprofis am Mittwochabend bereits vorgezeichnet: Sollten die Kurse nachgeben, dürfte es vorerst erneut deutlich nach unten gehen, weil es erst im Bereich zwischen 13.700 und 13.650 Punkten wieder eine hohe Kaufbereitschaft gibt. Ergo: Diese Investoren wittern nun ihre zweite Chance. Der Handelsauftakt am Freitag – erst das Tagestief, dann wieder steigende Kurse – entspricht exakt diesem Szenario.

Bislang keine Indizien für eine Baisse

Fraglich ist jedoch, ob diese Kaufbereitschaft ausreicht, damit der deutsche Leitindex nicht doch weiter abrutscht. Falls dem so wäre, könnte das aktuelle Niveau möglicherweise als Schnäppchenkurs gedeutet werden. Sollte der deutsche Leitindex diese Marke aber nicht halten können, dürfte die Korrektur wohl länger andauern.

Indizien für eine regelrechte Baisse gibt es derzeit noch nicht. Für Nervosität an den Märkten sorgt aber vor allem der ungebremste Anstieg der US-Renditen. Der Wert für eine zehnjährige US-Staatsanleihe kletterte zwischenzeitlich auf 1,614 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Februar 2020. Damit ist die Rendite zumindest kurzfristig über die Hürde von 1,5 Prozent geklettert – diese Marke war in den vergangenen zehn Jahren vier Mal ein Wendepunkt.

Vor allem die Geschwindigkeit des Anstiegs überrascht und verunsichert die Investoren. Allein am Donnerstag stieg die Rendite um 0,2 Prozentpunkte. Das klingt nicht nach viel, ist aber für US-Staatsanleihen eine extreme Bewegung innerhalb so kurzer Zeit. Ende November lag sie noch bei 0,84 Prozent. Am Freitag beruhigte sich die Lage etwas, die Rendite notiert aktuell bei 1,47 Prozent

Ein nachhaltiger Ausverkauf bei US-Staatsanleihen würde auch den Aktienmarkt insgesamt mit nach unten ziehen. Bislang sind von dem Renditeanstieg nur die wachstumsstarken Technologieaktien betroffen.

Klassische Gewinnmitnahmen

Was erfreulich ist: Der Ausverkauf der Technologiewerte in den USA setzt sich am deutschen Aktienmarkt nicht fort. Der TecDax liegt in einem insgesamt eher schwachen Marktumfeld nur 0,6 Prozent im Minus.

Verkauft werden vor allem Werte, die in der Vergangenheit deutliche Kurssteigerungen erzielen konnten, also klassische Gewinnmitnahmen. Im MDax führen beispielsweise Hellofresh und Aixtron die Verliererliste mit einem Minus von mehr als drei Prozent an.

Das darf Anleger nicht überraschen, weil der Aktienkurs des Chipanlagenbauers in den vergangenen drei Monaten um mehr als 75 Prozent geklettert ist, beim Kochboxen-Versender belief sich das Plus in diesem Zeitraum auf mehr als 42 Prozent.

Blick auf Einzelwerte

Deutsche Telekom: Der Dax-Konzern meldet für das Jahr 2020 einen Rekordumsatz von 101 Milliarden Euro. Die Dividende wird jedoch nicht erhöht – und die Schulden sind stark gestiegen. Die Telekom-Aktie steigt um 0,5 Prozent.

BASF: Nach einem deutlichen Gewinnrückgang im vergangenen Jahr will der Chemiekonzern 2021 wieder deutlich zulegen. Der Umsatz soll auf 61 bis 64 Milliarden Euro steigen und der bereinigte operative Gewinn (Ebit) auf 4,1 bis 5,0 Milliarden. Die Weltwirtschaft dürfte sich von dem starken Einbruch im Zuge der Corona-Pandemie erholen. Die Unsicherheit bleibe aber „außergewöhnlich hoch“. Das Papier verliert 0,6 Prozent.

Was die Dax-Charttechnik sagt

Die hart umkämpfte Schlüsselzone bei 13.800 Punkten wurde bereits mit dem Dax-Schlusskurs am gestrigen Donnerstag aufgegeben. Nun rückt die bedeutende Marke von 13.500 Zählern in den Fokus. Diese bildete im vergangenen Jahr monatelang einen Widerstand, der erst im Dezember überwunden werden konnte. Deswegen ist aus dem Widerstand eine Unterstützung geworden.

Der Leitindex hat diese Unterstützung in diesem Jahr nur einmal zum Handelsschluss unterschritten. Sollte der Dax zum Handelsende erneut unter diese Marke fallen, wäre das ein deutliches Indiz dafür, dass die laufende Korrektur seit dem Rekordhoch vom 8. Februar länger dauern dürfte.

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax.



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