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Daimler schickt wegen Chipkrise Tausende Mitarbeiter in Kurzarbeit

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Betroffen ist nach dpa-Informationen ein Großteil der Beschäftigten der Mercedes-Werke in Rastatt und Bremen. Daimler  teilte am Mittwoch auf Anfrage mit, für die betroffenen Mitarbeiter an beiden Standorten sei Kurzarbeit jeweils von diesem Freitag an zunächst bis Ende kommender Woche beantragt worden.

Daimler: Bis zu 18.500 Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen

In Bremer Werk sind mehr als 12.000 Mitarbeiter beschäftigt, in Rastatt rund 6500. Ausgenommen von der Kurzarbeit sind nach Unternehmensangaben an beiden Standorten Mitarbeiter in „strategischen Projekten“ und sogenannten Grundfunktionen, dazu zählt Daimler etwa die Bereiche Instandhaltung und Versorgung sowie Qualifizierungsthemen. Zunächst hatten lokale Medien über die Kurzarbeitspläne an den jeweiligen Standorten berichtet.

Die Mitarbeiter beider Werke sowie des Standorts im ungarischen Kecskemét waren bereits Anfang des Jahres wegen der Chipkrise in die Kurzarbeit geschickt worden.

 

Daimler spricht von volatiler Situation

Daimler äußerte sich auf Anfrage nicht im Detail zu der Frage, ob nun auch für weitere Werke Kurzarbeit geplant sei. Man sei im Austausch mit den Halbleiter-Lieferanten und passe „falls nötig“ die „Fahrweisen in einzelnen Werken an“, hieß es lediglich. Die Situation sei volatil, man fahre auf Sicht.

Die weltweiten Probleme beim Nachschub von Elektronik-Chips zwingen auch andere Autokonzerne seit Wochen zu Unterbrechungen der Produktion. Zuletzt hatte beispielsweise Volkswagen  Tausende Beschäftigte im Werk in Emden in die Kurzarbeit geschickt.

 

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Juden-Hass unter Muslimen – warum die Polizeistatistik nicht stimmt

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FOCUS Online: Frau Professorin Schröter, vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts nehmen die Krawalle und Attacken auf Synagogen hierzulande zu, was erleben wir gerade durch die Proteste ?

Susanne Schröter: Hier bricht sich muslimischer Antisemitismus Bahn, der in der deutschen Öffentlichkeit bisher stets ausgeblendet wurde. Nicht nur im rechtsextremen Bereich grassiert Gewalt und Hetze gegen Juden, sondern auch in muslimischen Communitys erstarkt der Antisemitismus. Dies wird aber unter den Teppich gekehrt.

In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Übergriffe durch Muslime auf Juden in den U-Bahnen, oder auf jüdische Kinder in den Schulen. Aus Furcht vor Attacken verzichten manche Juden inzwischen auf das Tragen religiöser Kleidung in der Öffentlichkeit. Anders als beim Rechtsextremismus, ist diese gefährliche Entwicklung nie wirklich ernst genommen worden.

Bilder der Schande – Antisemiten-Demos erzürnen Deutschland: Wer sind die Leute, die da protestieren? 

Was steckt dahinter  ?

Schröter: Etliche Kreise in Kultur und Politik sehen Muslime als Opfergruppe an. Dafür steht etwa der Begriff der Islamophobie oder der antimuslimische Rassismus. Ergo können Opfer keine Täter sein. Diese Geisteshaltung wird leider auch durch Wissenschaftler befeuert, die aus der postkolonialen Theorie kommen. Diese Forscher betonen explizit, dass Muslime keine Täter sein können, weil sie Opfer sind. Das ist schon eine abenteuerliche Sicht der Dinge.

„Politikern und Kirchenvertretern ist das Thema zu heiß“

Warum hat die Politik dieses Antisemitismus-Phänomen nicht schon früher aufgegriffen ?

Schröter: Vielen Politikern und auch gerade Kirchenvertretern ist das Thema zu heiß. Da folgt dann immer das Totschlagargument, dass ein öffentlicher Diskurs einzig Wasser auf die Mühlen der AfD schütten würde. Und so rührt man das Problem gar nicht mehr an. Jetzt aber haben wir den Salat, dass unter Muslimen teilweise eine extreme Judenfeindlichkeit vorherrscht. Dabei geht es nicht so sehr um Kritik an den Maßnahmen der israelischen Regierung, sondern eher um eine antisemitische Mischung aus Politik und Religion. Das ist kein neues Phänomen.

Als der Nahostkonflikt 2014 hochkochte, drohten junge Demonstranten auf deutschen Straßen, das Heer des Propheten Mohammed werde wiederkommen und die Juden vernichten. Mit solchen Sprüchen nimmt man Bezug auf die islamische Geistesgeschichte. In manchen Koranversen und Hadithen Mohammeds finden sich Passagen, die Juden und Muslime in ein absolutes Feindschafts-Verhältnis stellen. Die Zuwanderung aus den arabischen Bürgerkriegsländern hat diese antisemitische Haltung hierzulande nochmals verschärft. Wenn man sich mit dem Problem seitens der Politik nicht beschäftigt, dann brodelt es weiter vor sich hin, bis der Kessel überkocht.

Die Polizeistatistik widerspricht allerdings ihrer Analyse, demnach gehen fast 94 Prozent der antisemitischen Straftaten auf das Konto von Rechtsextremisten.

Schröter: Diese Statistik zeichnet ein falsches Bild. Dass die Polizei die antisemitischen Straftaten vor allem rechtsextremistischen Kreisen zuordnet, ist schlicht irreführend. Alle Fälle, bei denen sich kein Täter finden lässt, werden automatisch dem Rechtsextremismus zugeschlagen. Das geschieht etwa in der Hälfte der registrierten judenfeindlichen Delikte. Daher resultiert der eklatante Überhang Richtung Rechts. Diese Statistik widerspricht aber eindeutig den Befragungen jüdischer Opfer. Ich glaube, dass die Strafverfolgungsbehörden hier ziemlich im Dunkeln tappen. Das nimmt man aber nicht zur Kenntnis.

Warum nicht ?

Schröter: Antisemitismus wird hierzulande automatisch dem rechtsextremen Lager zugeschlagen. Zwar ist es unbestreitbar, dass der braune Sumpf eine große Gefahr darstellt. Aber die Judenfeindlichkeit ist auch ein Problem bei Zuwanderern aus muslimischen Ländern. Ein heikles Thema, an dem sich viele nicht die Finger verbrennen wollen, aber nun müssen wir uns dem Problem endlich einmal stellen.

„Islamische Organisationen heizen den Judenhass noch an“

Was kommt da auf uns zu ?

Schröter: Ein paar Betroffenheitsbekundung seitens der Politik werden nicht ausreichen, um diese antisemitische Strömung verschwinden zu lassen. Die Krawalle und Angriffe auf jüdische Einrichtungen werden immer wieder aufpoppen. Zumal islamische Organisationen den Judenhass auch noch anheizen.

Gastbeitrag von Hassan Geuad – Kritik am radikalen Islam unerwünscht: Wäre ich nicht Betroffener, wäre ich Nazi 

Welche Organisationen sind da gemeint ?

Schröter: Zum Beispiel die staatlich gelenkte türkische Religionsbehörde Diyanet nebst dem Dachverband der türkisch-islamischen Religionsvereine in Deutschland DITIB. Auf deren türkischen Heimatseiten läuft gerade eine großangelegte Propaganda gegen Israel und die Juden. Da wähnt man sich plötzlich in einem Heiligen Krieg.

Wie weit verbreitet ist der Antisemitismus im linken Lager ?

Schröter: Seit Jahrzehnten gibt es auch im linken Spektrum einen latenten Antisemitismus. Das geht ja schon zurück auf die Terror-Gruppe RAF in den 70er Jahren und andere linksradikale Bewegungen, die sich mit den militanten Palästinensergruppen verbündet hatten. Da wurden bei Attentaten oder Geiselnahmen mitunter jüdische Opfer eigens herausgefiltert.

Ok, das war einmal, wie sieht es zur Zeit aus ?

Schröter: Ich würde zwei Gruppen von Aktivisten unterscheiden, die sich gegen Israel positionieren. Die eine Gruppe besteht aus ideologischen Hardlinern, die palästinensische Organisationen grundsätzlich als „Befreiungsbewegung“ glorifizieren und Israel das Existenzrecht absprechen. Sie solidarisieren sich selbst mit islamofaschistischen Gruppen wie der Hamas. Man findet diese Akteure vor allem in der BDS-Bewegung, die Israel nebst ihren Bürgern dämonisiert und zum Boykott aufruft. Es handelt sich um überzeugte linke Antisemiten.

Eine zweite Gruppe ist davon angetrieben, sich auf die Seite der vermeintlich Schwachen zu stellen. Es sind oft junge Leute, die primär emotional agieren, aber nur ein rudimentäres Wissen über den Nahost-Konflikt besitzen, der ja nicht gerade einfach zu verstehen ist. Vielleicht würde eine bessere Bildung vor manch einer naiven Parteinahme bewahren. Wenn sie wüssten, dass die Hamas in ihrer Charta nicht nur die Auslöschung des Staates Israel, sondern auch die Vernichtung aller Juden anstrebt, würde vielleicht manch einer ins Grübeln kommen.





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In Indien wütet Covid-19 jetzt auf dem Land – Leichen treiben auf dem Ganges

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Im schwer von der Corona-Pandemie getroffenen Indien sind die offiziellen Infektionszahlen auf hohem Niveau etwas gesunken. Am Freitag wurden laut den indischen Behörden in der größten Demokratie der Welt mehr als 343.000 neue Fälle und 4000 Tote binnen 24 Stunden erfasst. Bis vor wenigen Tagen hatte Indien noch mehr als 400.000 Fälle pro Tag erfasst.

Allerdings verlagert sich die Pandemie zunehmend von den großen Städten aufs Land, wo die Gesundheitsversorgung deutlich schlechter ist und es weniger Tests gibt. So dürfte die Dunkelziffer hoch sein. Indische Medien verbreiten Bilder aus ländlichen Krankenhäusern, die es bislang vor allem in den großen Metropolen des Landes zu sehen gab: Um Luft ringende Menschen, die vor den Kliniken verzweifelt warten, weil es keine freie Betten und keinen Sauerstoff mehr gibt. Zuletzt berichteten Behörden von Dutzenden Leichen, die auf dem Fluss Ganges trieben – zumindest teils von Corona-Opfern, deren Familien zu arm für eine traditionelle hinduistische Einäscherung waren.

Impfstoff knapp in der „Apotheke der Welt“

Bislang sind weniger als drei Prozent der 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner Indiens ganz geimpft. Der Impfstoff ist angesichts der großen Bevölkerung knapp, obwohl Indien eigentlich als „Apotheke der Welt“ bekannt ist und massenhaft Impfstoff herstellt. Ein Gesundheitsberater der Regierung sagte allerdings am Donnerstagabend, dass zwischen August bis Dezember mehr als 2 Milliarden Impfstoffdosen für das 1,3-Milliarden-Einwohner-Land bereitstehen sollten.

Am Freitag wurde in Indien wohl erstmals eine im Ausland produzierte Impfdose verabreicht – Sputnik V, wie der der staatliche russische Direktinvestmentfonds RDIF, der das Vakzin im Ausland vermarktet, bekannt gab. Bislang hatte Indien seine Bevölkerung nur mit in Indien produziertem Astrazeneca-Impfstoff sowie mit einem einheimisch entwickelten Vakzin geimpft.

Seit Pandemiebeginn sind in Indien mehr als 24 Millionen Corona-Infektionen erfasst worden. In absoluten und bekannten Zahlen ist das Land am zweitmeisten von der Pandemie betroffen.

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  • Die Coronazahlen in der Türkei sind auf einem Rekordhoch. Präsident Recep Tayyip Erdogan hat scharfe Lockdown-Regeln erlassen, die er und seine Minister jedoch regelmäßig brechen. Dass er nun auch noch ein Alkoholverbot erlassen hat, erzürnt das Volk noch mehr. Hier mehr lesen.
  • Die eskalierende Gewalt im Nahost-Konflikt war das bestimmende Thema der letzten Tage. Zahlreiche deutsche Politiker hatten die Terror-Angriffe der Hamas öffentlich verurteilt. Auch Annalena Baerbock zeigte sich von den Raketenangriffen von palästinensischer Seite betroffen. FOCUS-Kolumnist Jan Fleischhauer äußert jedoch Kritik an Baerbocks Reaktion. Mehr im Video:





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Bodensee: Wirte und Hoteliers fürchten „totales Chaos“ durch Öffnungen

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Angesichts unterschiedlicher Öffnungsschritte in Gastronomie und Tourismusbetrieben fordern Wirte und Hoteliers rund um den Bodensee eine Angleichung der Regeln. In der Vierländerregion seien die „derzeit bestehenden und voneinander abweichenden Regelungen immer besonders herausfordernd“, sagte der Geschäftsführer der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH, Jürgen Amman, in Konstanz. Die Regeln sollten unbedingt harmonisiert werden. Entsprechende Forderungen kamen auch aus dem Allgäu.

Tourismus und Gastronomie kritisieren: „Dies führt zu enormen Wettbewerbsnachteilen“

Vor allem die Bindung an eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner löst auf deutscher Seite Kritik aus. Während eine baldige Öffnung von Tourismus und Gastronomie damit in weiten Teilen des Allgäus und dem Bodenseekreis in Baden-Württemberg unwahrscheinlich scheint, sind Tagesausflüge nach Österreich und in die Schweiz wieder möglich. Mit einem negativen Corona-Test können sich zudem Urlaubsrückkehrer aus den beiden Ländern bei der Einreise von der Quarantänepflicht befreien.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass man durch die derzeitigen Beschlüsse konzeptbasierte Öffnungen außerhalb Deutschlands akzeptiere, der Neustart hierzulande aber an die Inzidenz gebunden sei, sagte die Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH, Maria Rita Zinnecker, am Freitag. „Dies führt zu enormen Wettbewerbsnachteilen.“ In den Nachbarländern könnten Gäste urlauben, in Bayern aber nicht.

Österreich plant die Öffnung von Tourismusbetrieben am 19. Mai. In der Schweiz sind Hotels, Bergbahnen und Außengastronomie schon geöffnet. „Der Gast geht da hin, wo er hingehen darf“, sagte der Vorsitzende des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) im Bodenseekreis, Horst Müller. „Wenn’s blöd läuft, gibt das ein totales Chaos. Dann hat man genau das, was man nicht wollte: viele Menschen am gleichen Ort.“ Schon innerhalb von Baden-Württemberg sei wegen unterschiedlicher Inzidenzen ein „Landkreis-Hopping“ zu befürchten.

 

Unterschiedliche Regelungen führen zu Chaos

Zwar habe das baden-württembergische Sozialministerium bei der am Donnerstag beschlossenen Öffnungsstrategie durchaus auf die Belange des Gastgewerbes gehört, sagte Müller. „Aber die unterschiedlichen Regeln führen natürlich zu einem Riesen-Durcheinander. Die Gäste brauchen eigentlich Gewissheit, dass ihr Urlaub auch stattfindet.“

Die Allgäu GmbH kritisierte, ihre Konzepte für eine verlässliche Öffnung von Gastronomie und Tourismus seien bei den bayerischen Ministerien bisher ohne Resonanz geblieben. „Es ist nicht einzusehen, warum bei der Entscheidung für mögliche Öffnungsschritte im Tourismus weiterhin und ausschließlich der Inzidenzwert das Maß der Dinge ist“, schrieb Aufsichtsratschefin Zinnecker am Freitag an Ministerpräsident Markus Söder: „Unsere Nachbarländer zeigen uns sehr eindrucksvoll und seriös, wie eine konzeptbasierte Öffnungsstrategie erfolgreich funktioniert.“





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