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Coronavirus News am Freitag – die wichtigsten Entwicklungen zu Sars-CoV-2 und Covid-19

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Kanada protestiert gegen mögliche Verlegung von US-Soldaten an Grenze

02.27 Uhr: Die kanadische Regierung hat gegen die mögliche Entsendung von US-Soldaten an die gemeinsame Grenze als Maßnahme gegen die Coronavirus-Pandemie protestiert. Es sei im gemeinsamen Interesse beider Länder, dass die Grenze „entmilitarisiert“ bleibe, sagte der kanadische Regierungschef Justin Trudeau.

Auch Außenministerin Chrystia Freeland äußerte sich zu den Plänen der USA: Die Entsendung von Truppen wäre ein „völlig unnötiger Schritt, der in unserer Sicht unsere Beziehungen beschädigen würde“, sagte sie. Dies sei nicht die richtige Art, „um einen treuen Freund und militärischen Verbündeten zu behandeln“.

Laut Freeland hat die US-Regierung aber noch keine Entscheidung über die mögliche Truppenentsendung an die Grenze getroffen. Nach Informationen des kanadischen Senders Global News wird im Weißen Haus über die Entsendung von weniger als tausend Soldaten in Grenzgebiete zu Kanada nachgedacht. Sie sollten diesen Überlegungen zufolge mittels Sensortechnik Menschen aufspüren, die illegal die Grenze überqueren.

China meldet 55 neue Infektionen und fünf neue Todesfälle

01.48 Uhr: In Festland-China melden die Behörden 55 Neu-Infektionen. Unter diesen Fällen sei zum ersten Mal seit drei Tagen auch wieder eine sogenannte örtliche Infektion, teilen die Gesundheitsbehörden mit. Alle anderen Fälle stünden aber im Zusammenhang mit Reisenden aus dem Ausland.

Insgesamt seien damit jetzt 81.340 Infektionen bekannt. Für Mittwoch hatten die Behörden 67 neue Erkrankungen gemeldet. Die Zahl der Todesopfer stieg bis Donnerstag um fünf auf 3292.

Macron plant mit Trump neue Initiative

01.41 Uhr: Der französische Präsident Emmanuel Macron plant nach eigenen Worten mit US-Präsident Donald Trump eine neue Initiative im Kampf gegen die Pandemie. Er habe mit Trump zu dem Thema „ein sehr gutes Gespräch“ gehabt, schreibt Macron auf Twitter.

Mit dem gemeinsamen Vorstoß sei in den kommenden Tagen zu rechnen.

Italien meldet in der Coronakrise weniger Verbrechen

00.30 Uhr: In Italien ist die Anzahl der Verbrechen im Zuge der Ausgangssperren in der Coronakrise nach Angaben der Regierung stark gesunken. Von 1. bis 22. März seien etwa 53.000 Straftaten gemeldet worden, 64 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, teilte das Innenministerium am Donnerstag mit. Unter anderem Drogendelikte, Kindesmissbrauch und sexuelle Verbrechen seien zurückgegangen. In ganz Italien gilt seit dem 10. März eine Ausgehsperre, nur zum Einkaufen, in einigen Fällen zum Arbeiten oder aus gesundheitlichen Gründen darf man aus dem Haus.

Ähnliche Maßnahmen hat Spanien ergriffen. Dort sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez in einer Rede an die Nation vor ein paar Tagen, in Spanien sei die Kriminalität in der Corona-Krise um 50 Prozent zurückgegangen.

Trump stellt staatliche Beteiligung an Fluggesellschaften in Aussicht

00.25 Uhr: Die US-Regierung könnte sich nach Ansicht von Präsident Donald Trump im Zuge eines Rettungsprogramms an strauchelnden Fluggesellschaften beteiligen. Die USA könnten es nicht zulassen, dass die Airlines wegen der Epidemie Pleite gingen, sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) im Weißen Haus. Falls die Regierung Fluggesellschaften mit Krediten oder Direkthilfen unterstütze, könne sie sich auch an ihnen beteiligen, sagte er. „Wenn wir das nicht machen, hätten wir keine Airlines mehr“, sagte Trump.

Fluggesellschaften sind von der Pandemie besonders schwer betroffen. Im riesigen Konjunkturpaket des US-Kongresses sind auch Milliardenhilfen für Airlines vorgesehen. Ob es sich dabei um Kredite, Direkthilfen oder eine Mischung aus beidem handeln würde, war zunächst noch unklar.

Merkel will von Entspannung der Corona-Maßnahmen nichts wissen

00.10 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hält es für viel zu früh, über eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu sprechen. Sie wolle „sehr klar sagen, dass im Augenblick nicht der Zeitpunkt ist, über die Lockerung dieser Maßnahmen zu sprechen“, sagte sie am Abend in Berlin. Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppele. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden, „in Richtung von zehn Tagen“. Das Ziel der Maßnahmen sei es, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

Die Inkubationszeit dauere mindestens fünf Tage und könne bis 14 Tage dauern, sagte Merkel. Nachdem die am vergangenen Sonntag beschlossenen Maßnahmen erst am Montag in weiten Teilen Deutschlands in Kraft getreten seien, sei man noch nicht in dem Bereich, in dem man sehen könne, ob sie wirkten.

USA ziehen bei Infektionen offiziell an China vorbei

00.05 Uhr: Die USA haben China als Land mit den meisten Coronavirus-Infektionen abgelöst. Das geht aus Zahlen der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Demnach sind in den USA 82.404 Infektionen bestätigt, das ist fast eine Verdopplung im Vergleich zum Wochenstart. In China gibt es dagegen 81.782 offizielle Fälle, fraglich ist jedoch, wie belastbar die Zahlen aus China sind. Seit Ende Februar stagniert die Zahl der offiziellen Infektionen.

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Coronavirus: Sind Vitamine ein Mittel gegen Covid-19? Der Faktencheck

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„Andererseits steht der Nachweis aus, dass die Gabe von Vitamin D das Pneumonie-Risiko senkt beziehungsweise einen therapeutisch günstigen Effekt hat.“

Santiago Ewig, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Infektiologie, Thoraxzentrum Ruhrgebiet

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Corona: Risiken der Hilfspakete • DW Wirtschaft • Podcast •

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Düstere Konjunkturprognose in Krisenzeiten +++ Anti-Deutschen-Stimmung in Italien wegen Coronabonds +++ Abrechnung mit der Deutschen Bank

Bitte besucht die offizielle Website des Podcasts:
http://www.dw.com/de/themen/wirtschaft/s-1503?maca=de-podcast_wirtschaft-1687-xml-mrss

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„Pokémon Go“ in der Corona-Krise: Jetzt müsste es „Don’t Go“ heißen

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Die Coronakrise stellt auch die Videospielwelt auf den Kopf: Seit vier Jahrzehnten als eine Bewegungsmangel und Vereinsamung befördernde Zeitverschwendung geschmäht, werden Games jetzt sogar von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als lebensrettende Maßnahme beschworen. WHO-Botschafter Ray Chambers jedenfalls zeigte sich dieser Tage begeistert über die Verbreitung der „Social Distancing“-Botschaft durch Spieleunternehmen wie Activision Blizzard oder Riot Games. Sie hatten eine Kampagne namens #PlayApartTogether gestartet.

Für eines der wenigen Spiele, das in den letzten Jahren immer wieder ausdrücklich für seine gesundheits- und sozialkontaktfördernden Effekte gelobt wurde, werden die Verhaltensregeln rund um die Pandemie allerdings zum Problem. „Pokémon Go“ lebt schließlich davon, dass seine Spielerinnen und Spieler sich besonders viel im öffentlichen Raum bewegen. Dass sie sich zusammenfinden, um gegeneinander anzutreten oder in großen Gruppen auf „Raids“ zu gehen – was bedeutet, dass Fans des Spiels in Klassenstärke gemeinsam gegen extrem starke, seltene Pokémon kämpfen.

Empfehlungen wie „Zuhause Bleiben“ und Kontaktverbote erschüttern die Grundlagen der Spielmechanik.

Schnelle erste Reaktion

Bei Niantic ahnten die Entwickler schnell, was auf sie zukommt: Auf das Anwachsen der Covid-19-Fallzahlen außerhalb Chinas reagierten die kalifornischen „Pokémon Go“-Betreiber früher als manche Regierungen.

Schon am 12. März – damals wollte man sich in Deutschland noch nicht zu flächendeckenden Schulschließungen durchringen – kam es zu ersten Änderungen im Spiel. Der für das folgende Wochenende geplante, monatliche „Community Day“, der mit dem zeitlich begrenzten Auftreten besonderer Pokémon-Farbvarianten stets besonders viele Spieler ins Freie lockt, wurde auf unbestimmt verschoben.

Zudem verringerte Niantic die Notwendigkeit ausgiebiger Bewegung im Freien: Eier, die durchs Zurücklegen einer bestimmten Distanz ausgebrütet werden, schlüpfen mittlerweile nach halb so viel Kilometern und Pokémon erscheinen häufiger und in größerer Artenvielfalt. Und das Rauch-Item, mit dem Monster in die Nähe des Spielers gelockt werden, wurde kurzzeitig im spieleigenen Shop verschleudert: Ein 30er-Paket gab es zum symbolischen Preis von einer Pokémünze.

Als Relation: Normalerweise werden für einen einzigen Rauch 40 Einheiten der virtuellen Währung fällig – und pro Tag lassen sich im Spiel nur 50 Pokémünzen verdienen. Wer mehr benötigt, kauft sie für echtes Geld, wobei je nach Höhe der Investition etwa 0,75 bis 1 Cent je Münze fällig werden.

Ungebrochener Erfolg

Obwohl sich der mediale Hype um das Spiel schon lange gelegt hat, ist „Pokémon Go“ für Niantic noch immer eine Goldgrube. Auch dreieinhalb Jahre nach der Veröffentlichung investieren die Nutzer kräftig in das Mobilspiel – im vergangenen Jahr sogar mehr denn je. Laut den App-Analysten Sensor Tower generierte die grundsätzlich auch gut kostenlos spielbare App 2019 einen Gesamtumsatz von satte 894 Millionen US-Dollar – und damit mehr als in den Jahren zuvor. 38 Prozent davon kamen aus den USA, 32 Prozent aus Japan. Deutschland folgte mit sechs Prozent Anteil am Umsatz auf Platz drei.

Die Popularität des Spiels in genau diesen Ländern könnte auch der Grund dafür sein, warum in der Woche nach den ersten Corona-Änderungen der Umsatz von „Pokémon Go“ massiv anzog statt einzubrechen. Mit Verweis auf Sensor-Tower-Zahlen berichtete die US-Seite „Venture Beat“ von einer 67-prozentigen Steigerung des Wochenumsatzes auf 32 Millionen Dollar, bezogen auf die Woche vom 16. März.

In jener Woche waren in den USA und Japan noch keine offiziellen Lockdown-Regelungen in Kraft, in Deutschland gewöhnte man sich nur langsam an die Couch-Quarantäne. Mehr verfügbare Zeit mit wenig werdenden Aktivitätsangeboten im Freien, diese Kombination könnte den Umsatz befeuert haben – erst recht zusammen mit Niantics Anpassungen in Sachen Brutdistanz und Monstervielfalt.

Veränderungen werden kommen

Doch bei Niantic, die mit „Ingress“ und „Harry Potter: Wizards Unite“ weitere standortbasierte Apps betreiben, weiß man, dass in den kommenden Wochen wohl noch erheblich deutlicher am Spielprinzip gedreht werden muss als bisher.

„Echtwelt-Abenteuer von zu Hause aus erleben“ ist ein aktueller Blog-Post von Gründer und Chef John Hanke überschrieben, der sich mit den Herausforderungen für Hankes Unternehmen und dessen Games beschäftigt. Die „DNA“ der Niantic-Spiele wird in jenem Post mit den Begriffen „Erforschen und Bewegen“ beschrieben.

An einer exakten Antwort auf die Corona-Situation arbeitet Niantic demnach noch, der Blogpost umreißt aber bereits geplante Änderungen:

  • So soll die vom Nutzer geforderte Bewegung auch durch sportliche Betätigung in den eigenen vier Wänden erbracht werden können

  • An Raids mit Freunden wird man auch von zuhause aus teilnehmen dürfen

  • Und auch das Erkunden von Orten sowie große Live-Events sollen von der Außen- in die virtuelle Welt verlegt werden (kommende Safari-Zone-Großveranstaltungen wurden bereits auf unbestimmt verschoben).

All diese Änderungen sollen aber nur eine Alternativlösung für Spieler sein, die sich nicht frei in ihrer Umgebung bewegen können. Denn „Pokémon Go“ soll in einer Post-Pandemie-Zukunft wieder das Spiel sein, das virtuelles Monstersammeln mit Bewegung und Begegnungen verquickt. „Wenn die Welt dafür bereit ist“, schreibt John Hanke, „werden auch wir bereit sein.“

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