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Coronavirus: EU-Video-Gipfel – die Krise muss 14 Tage warten

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Hansi Flick verlängert beim FC Bayern München: Bekenntnis aus Begeisterung

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Letztlich kam die Mitteilung vom Freitagnachmittag dann doch zum erwarteten Zeitpunkt. In der Länderspielpause, noch vor dem Spiel der Bayern in Dortmund solle der Vertrag von Hansi Flick verlängert werden. So hatte man es bereits vor vier Wochen aus dem Klubumfeld gehört.

Nun gab es keine Länderspielpause, es gibt eine Corona-Pause, niemand weiß, wann die Bayern ihr nächstes Bundesligaspiel bestreiten werden und wann diese Saison endet. Eine der wenigen Gewissheiten in diesen ungewissen Zeiten ist nun zumindest diese: Zu Beginn der nächsten Saison wird der Trainer des FC Bayern weiter Flick heißen, laut Vertrag sogar bis zum Sommer 2023. Eine Entscheidung, die aufgrund der vergangenen Monate nur folgerichtig war – und die mit der Laufzeit von drei Jahren als starkes Signal interpretiert werden darf. Auch an einige Spieler.

So wenig überraschend also die Vollzugsmeldung jetzt gekommen sein mag: Mit Blick auf die vergangenen Jahrzehnte beim FC Bayern ist sie vor allem insofern bemerkenswert, als dass in der Vorstandsetage selten größere Einigkeit und uneingeschränkte Übereinstimmung bei einer Trainerpersonalie herrschte wie jetzt. Was noch nicht einmal was damit zu tun hat, dass Uli Hoeneß bei solch einer Entscheidung erstmals nichts mehr zu sagen hat.

Flick trauen sie ganz Großes zu

Ob Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsmitglied Oliver Kahn, Sportdirektor Hasan Salihamidzic: Von Flicks Arbeit sind sie alle überzeugt. Mehr noch, sie sind schwer begeistert. Ihm trauen sie ganz Großes zu.

Dabei hatten sie ihn im Sommer 2019 eigentlich nur als Assistenten für Niko Kovac geholt, als loyalen Angestellten, der seine Arbeit verrichtet, aber gewiss keine eigenen Ambitionen auf den Cheftrainerposten anmeldet und heimlich am Stuhl von Niko Kovac sägt.

So einer war er nicht und ist er nicht, der treue Hansi.

Als Flick nach dem 1:5 in Frankfurt und der unvermeidlichen Trennung von Kovac Anfang November doch nach vorne rückte, wähnte man ihn nur als Interimslösung. Doch dann bezwangen die Bayern Dortmund 4:0, und siehe da: Die Spieler schienen plötzlich wieder großen Spaß an ihrer Arbeit zu haben. Flick, so hieß es, dürfe daher bis zur Winterpause bleiben. Bald hörte man, er bliebe bis zum Ende der Saison.

Nicht devot, nicht überheblich

Neben der sportlich überragenden Bilanz von 18 Siegen in 21 Pflichtspielen überzeugte vor allem Flicks Gespür für das richtige Wort, die richtige Geste im richtigen Moment.

Was Flick zwangsläufig noch nicht unter Beweis stellen konnte: Ob es ihm gelingt, eine Mannschaft mit so starken Egos auch in den entscheidenden Wochen der Saison zu führen. Erste Unmutsäußerungen hatte es bereits beim bislang letzten Spiel gegen Augsburg gegeben, als Leon Goretzka öffentlich eine Erklärung von Flick einforderte, warum er zuletzt nur auf der Bank saß. Jeden Spieler bei Laune halten – diese Herausforderung muss Flick noch meistern.

Was den Verantwortlichen zudem imponierte, war Flicks souveräner Umgang bei Nachfragen zu seiner Zukunft. Sie kamen ja sehr oft, jede Woche viele Male.

Flick gab sich stets selbstbewusst, weder devot noch überheblich. Immer wieder betonte er, dass es nicht um ihn gehe, sondern um den Klub. Er meldete öffentlich keinerlei Ambitionen an, und doch hörte man aus Klubkreisen, dass er intern sehr wohl seine Position stärken, dass er das Image der Notlösung endgültig abschütteln wollte. Dass er natürlich große Lust darauf hätte, in der kommenden Spielzeit weiterzumachen, am besten langfristig.

Pochettino, Allegri, Valverde? Flick!

Doch während die Vereinsbosse den Markt sondierten und registrierten, welche internationale Spitzentrainer verfügbar wären – Mauricio Pochettino, Massimiliano Allegri, Ernesto Valverde, Mark van Bommel – mussten sie auch feststellen: Es gab einfach nichts, was im Vergleich gegen Flick gesprochen hätte. Und so hatte Rummenigge Flick schon beim Bankett nach dem 3:0 im Achtelfinal-Hinspiel beim FC Chelsea Ende Februar nachträglich zum Geburtstag einen Kugelschreiber überreicht – mit dem Hinweis, damit könne man ja auch Papiere unterschreiben.

Die Unterschrift erfolgte jetzt, fünfeinhalb Wochen später, nach SPIEGEL-Informationen ohne langwierige Verhandlungen und in auf beiden Seiten großer Einigkeit und Harmonie.

Es ist gut möglich, dass die Nachricht vom Freitag der Beginn einer ganzen Reihe von verkündeten Vertragsverlängerungen in den kommenden Tagen und Wochen war. Denn gerade Spieler wie Manuel Neuer und Thomas Müller, David Alaba und Thiago, die bis Sommer 2021 an den Klub gebunden sind und um die immer wieder Wechselgerüchte laut werden, haben nun die Gewissheit, mit wem sie es in den kommenden Jahren zu tun haben werden. Es könnte ihnen die Entscheidung leichter machen. Die Verlängerung mit Flick wäre in jedem Fall ein Argument pro Bayern.

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Homo antecessor: Älteste genetische Hinweise klären Streit um Vorfahren des Menschen

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800.000 Jahre lang ruhten die Überreste eines frühen Menschen in einer Höhle im heutigen Spanien. Nun ist es Forschern gelungen, aus einem Zahn des sogenannten Homo antecessor genetische Informationen zu gewinnen. Die Analyse reicht viel weiter zurück als bisherige genetische Untersuchungen. Zum Vergleich: Die bislang älteste bekannte menschliche DNA ist mit 400.000 Jahren gerade einmal halb so alt.

Seit Jahren streiten Forscher, wo sie Homo antecessor im menschlichen Stammbaum einordnen sollen. Weil das Gesicht an den modernen Menschen erinnert, aber sich über den Augenbrauen ein auffälliger Vorsprung wölbt, hielten einige Forscher Homo antecessor für den letzten gemeinsamen Vorfahren des modernen Menschen und dem Neandertaler.

Kein Vorfahr, eine Schwester

Die aktuelle Studie widerspricht nun dieser Theorie. Demnach handelte es sich bei Homo antecessor nicht um einen direkten Vorfahren, sondern um eine Schwestergruppe der frühen Menschen. Für die Analyse hatten Forscher der Universität Kopenhagen Eiweiße aus dem Zahnschmelz entnommen, wie sie im Fachblatt „Nature“ berichten. Diese Eiweiße bleiben zehnmal länger erhalten als menschliche DNA, liefern aber ebenso Rückschlüsse auf die Verwandtschaftsverhältnisse.

„Vieles, was wir bisher über die menschliche Evolution wissen, basiert entweder auf DNA-Analysen oder der Form von Fossilien“, sagt Studienautor Enrico Cappellini. Die DNA zersetzt sich jedoch selbst unter den besten Erhaltungsbedingungen. „Die Analyse alter Eiweiße ermöglicht es uns, diese Grenzen zu überwinden“, so Cappellini.

Das Fossil der Homo antecessor wurde 1994 bei Ausgrabungen im spanischen Höhlenkomplex von Atapuerca entdeckt, das berühmt ist für seine archäologischen und paläontologischen Funde. Die ersten Ausgrabungen fanden bereits in den Sechzigerjahren statt, sie dauern bis heute an. Eine der wichtigsten Fundstellen ist die „Gran Dolina“ – die Höhle in der auch der Zahn gefunden wurde, der nun die Verwandtschaftsverhältnisse des Homo antecessor aufklärt.

Über die Jahre haben sich Archäologen durch eine 18 Meter dicke Erdschicht gegraben und außer menschlichen Knochen, auch Werkzeuge und die Überreste von Tieren wie Säbelzahntigern und Höhlenbären gefunden.

Neben Homo antecssor, modernen Menschen und Neandertalern lebten in Europa auch Vertreter einer anderen frühen Menschenart: Die Denisova-Menschen, benannt nach ihrem Fundort in einer Höhle in Russland. Von ihnen ist außer einem Knochen eines kleinen Fingers, zwei Backenzähnen und einem Unterkiefer nur wenig bekannt. Doch bis heute finden sich Spuren ihrer DNA in modernen Menschen.

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Coronavirus: Sind Vitamine ein Mittel gegen Covid-19? Der Faktencheck

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„Andererseits steht der Nachweis aus, dass die Gabe von Vitamin D das Pneumonie-Risiko senkt beziehungsweise einen therapeutisch günstigen Effekt hat.“

Santiago Ewig, Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Infektiologie, Thoraxzentrum Ruhrgebiet

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