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Corona-Zahlen: 5587 Neuinfektionen in Deutschland

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Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter in Deutschland vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert am frühen Sonntagmorgen mit 5587 an. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht.

Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Das RKI weist in seinem Lagebericht von Samstagabend darauf hin, dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Landkreise eine erhöhte Verbreitung des Coronavirus von mehr als 25 nachgewiesenen Infektionen pro Woche und 100 000 Einwohner haben.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 361 974 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9777. Das waren zehn mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 291 900 Genesene.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,40 (Vortag: 1,22). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel rund 1,4 weitere Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI in seinem aktuellen Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert bei 1,37 (Vortag: 1,30). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.



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Zum 80. Geburtstag der Tänzerin Natalja Makarowa

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Für ihre Verkörperung der Primaballerina Vera Baranova in dem berühmten Broadway-Musical „On your Toes“ erhielt Natalja Makarowa 1983 einen Tony Award: Rosa Seide umrahmt die hohen Wangenknochen, lässt die großen, dunklen Augen noch mysteriöser leuchten, betont die schmale, edle Nase und die schönen Lippen der damals dreiundvierzigjährigen Ballerina. Klein sieht sie hinter dem Mikrofon aus, zerbrechlich geradezu, aber das täuscht. Sie ist härter im Nehmen als die KGB-Agenten, die sie 1970 nach ihrer Flucht in den Westen zehn Tage lang verfolgten. Sie lächelt ihr versonnenes Ballerinenlächeln und trägt dann drei Minuten eine der witzigsten Reden in der Geschichte der Tony-Verleihungen vor. Kaum zu glauben, so hebt sie an, erst töte sie dieses Musical fast, indem es ihr etwas an den Kopf werfe – auf sie war bei den Bühnenproben ein Dekorationsteil herabgestürzt und hatte ihr ein Schulterblatt zerschlagen –, und nun halte sie diese Auszeichnung in den Händen.

Das sei eigentlich wie in der russischen Literatur üblich – da gingen ja auch alle Geschichten immer gut aus. Brüllendes Gelächter im Saal. Aber, fährt sie fort, trotzdem: „Wer hätte das gedacht, als ich vor dreizehn Jahren hier in den Westen floh, um frei zu sein. Doch was heißt frei? Ich konnte kein Wort Englisch!“ Ihr erster Satz habe gelautet: „Aus Ihrem Fenster kann ich die Bäume sehen“, das sei kein sehr brauchbarer Satz gewesen, in New York schon gar nicht. Und nun halte sie den Tony in den Händen, ungläubig: „Für eine Sprechrolle!“ In der Tat, russischer hat amerikanisches Englisch bis zum achtzigsten Geburtstag Makarowas an diesem Mittwoch selten geklungen. 1985 verliehen ihr die Engländer für dieselbe Rolle und dasselbe russische Englisch auch noch einen Laurence Olivier Award. Wie in der russischen Literatur eben! Bei einem anderen Fernsehauftritt demonstriert sie, wie sie einmal im Souffleurkasten gelandet war, anstatt wie geplant die Bühne in einem großen Rund fliegender Drehungen auszumessen. Das vereitelte der fürchterliche Krinolinenrock ihres Kostüms, mit dem sie vor der Vorstellung nie hatte proben können und der die gründlichste technische Rollenvorbereitung ihrerseits mit etwas Draht und ein paar Stoffbahnen in Sekunden zunichtemachte: „Ich drehe in die eine Richtung, der Rock reißt mich in die andere!“

Ein Geschenk für den Westen

Es kann einem aber auch der Atem stocken, wenn das Internet Makarowas glanzvolle tänzerische Vergangenheit wiedererstehen lässt, seien Chopins Walzer und Mazurkas noch so verzerrt und verrauscht und ihre und die Silhouette ihres Partners Michail Baryschnikow auch leicht verschwommen, das Filmmaterial farblich eingetrübt. Die Rollen in „Other Dances“, die Jerome Robbins 1976 für die beiden schuf, schöpften aus dem Vollen der Kunst des Tanzpaares. Die technische Brillanz, die russische Volkstanzbasis und die intellektuelle und emotionale Tiefe ihres Wesens, all das kommt in diesen Variationen unerhört rein zum Ausdruck.

Immer wieder wird Makarowas Tanz als sublim beschrieben. Das meint vielleicht eine außergewöhnliche leiblich-seelische Durchdringung des musikalischen und tänzerischen Stoffes, ein höchst individuelles, vollständiges Sich-zu-eigen-Machen – wodurch dann das Wesenhafte, Essentielle, Allgemeingültige des Ausgedrückten recht eigentlich erst hervortritt. Gegenüber der „Washington Post“ leitete es Makarowa vor ein paar Jahren so ab: „Was gut war an Russland: Wir hatten unsere eigene Freiheit, Freiheit von frivoler Ablenkung. Die sowjetische Welt war ohne Essen, ohne Unterhaltung, ohne sinnlose Ablenkung, irgendwie pur. Das hat unsere Stärke hervorgebracht, unsere Spiritualität. Es ging immer nur um Theater, um Literatur, nur darum.“

Einer spontanen Eingebung folgend, hatte die damals Neunundzwanzigjährige in London beschlossen, dem Leningrader Kirow-Ballett, für das sie elf Jahre getanzt hatte, den Rücken zuzukehren, wie es neun Jahre zuvor Rudolf Nurejew getan hatte und es Baryschnikow vier Jahre nach ihr tun sollte. Sie war die ewig gleichen klassischen Rollen leid und auch, dass man ihr andere Tänzerinnen vorzog, die schlechter waren, aber treuer der Partei gegenüber. Das American Ballet Theatre hatte nicht gerade auf sie gewartet, aber ihre Seele, ihre erkämpfte Erhabenheit trug den Sieg davon. Als ihren Schatz bezeichnete sie ihre innere Welt.

Die wissbegierige, disziplinierte, perfektionistische Ballerina Makarowa schenkte dem Westen, als sie sich in eine Ballettmeisterin verwandelte, die erste komplette Aufführung von „La Bayadère“ außerhalb der Sowjetunion. Heutige Superstars wie Diana Wischnjowa sind durch ihre klugen Hände gegangen. Sie aber schaut auf die Birken vor ihrem Haus, die in Napa Valley an Russlands Weiten erinnern, vermisst das Pilzesammeln in den Wäldern und spielt Schach.



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Blutgruppe soll Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben

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Sei es das Alter, Geschlecht oder die Blutgruppe: Seit Beginn der Pandemie gibt es Vermutungen, dass diese Faktoren die Immunabwehr gegen das Coronavirus beeinflussen können.

Aktuelle Untersuchungen verdeutlichen diesen Zusammenhang nun und zeigen auf, dass Menschen mit einer bestimmten Blutgruppe offenbar besser vor SARS-CoV-2 geschützt sind und somit seltener schwer erkanken. 
 

Covid-19: Blutgruppen beeinflussen Krankheitsverlauf

Das Team um Dr. Tom Karlsen vom Osloer Universitätsklinikum hat im Frühjahr über 1.600 Blutproben von Covid-19-Patientinnen und Patienten aus Spanien und Italien mit einem schweren Krankheitsverlauf ausgewertet. 

Die genetischen Merkmale dieser Probanden wurden dann mit denen von gesunden Personen verglichen. 

Die Ergebnisse zeigen deutlich: Menschen mit der Blutgruppe A waren anfälliger für das Coronavirus. Bei ihnen war das Risiko für einen besonders schweren Krankheitsverlauf signifikant erhöht. 

Im Gegensatz dazu waren Personen mit der Blutgruppe 0 besser vor dem Virus geschützt. Die Blutgruppe B lag zwischen den beiden Werten. 

Die Ergebnisse der Preprint-Studie sind zwar noch nicht wissenschaftlich verfiziert, jedoch kamen auch chinesische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass überdurchschnittlich viele Covid-19-Erkrankte die Blutgruppe A aufwiesen. 
 

Blutgruppe 0 offenbar weniger anfällig

Diese bisherigen Erkenntnisse wurden nun auch von zwei weiteren Forschungsgruppen, die ihre Ergebnisse im Fachjournal ‚Blood Advances‘ veröffentlichten, unabhängig voneinander bestätigt. 

So haben dänische Forschende die Daten von mehr 473.000 auf Covid-19 getestete Personen aus nationalen Gesundheitsregistern mit einer Kontrollgruppe von über 2,2 Millionen Menschen verglichen. 

Sie fanden heraus, dass unter den positiv auf Covid-19-Getesteten im Vergleich zur Kontrollgruppe weniger Menschen mit der Blutgruppe 0 waren. Dafür waren die Blutgruppen A, B und AB überdurchschnittlich häufig vertreten. 

Die Schlussfolgerung der Forschenden: Personen mit der Blutgruppe 0 sind weniger anfällig für eine Corona-Infektion. 

Bildergalerie: 10 Tipps, um sich vor Viren und Bakterien zu schützen

Auch eine Studie aus Kanada hat den Zusammenhang zwischen dem Virus und den Blutgruppen genauer unter die Lupe genommen – mit ähnlichem Ergebnis. 

Von 95 Covid-19-Erkrankten, die in Vancouver im Krankenhaus behandelt worden waren, waren die Patientinnen und Patienten mit den Blutgruppen A und AB am schwersten erkrankt und mussten auch häufiger beatmet sowie auf der Intensivstation behandelt werden als Personen mit der Blutgruppe 0.

Die Autorinnen und Autoren der Studien merken an, dass weitere Untersuchungen erforderlich seien, um besser zu verstehen, warum sich die Blutgruppen auf den Verlauf von Covid-19 auswirken.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel enthalten lediglich allgemeine Hinweise. Zur Abklärung eines gesundheitlichen Problems empfehlen wir den Besuch bei ausgebildeten und anerkannten Ärzt*Innen.

Quellen

Karlsen, T. H., et al. (2020): The ABO blood group locus and a chromosome 3 gene cluster associate with SARS-CoV-2 respiratory failure in an Italian-Spanish genome-wide association analysis, abgerufen am 21.10.2020: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.05.31.20114991v1?deviceClass=desktop

Barnkob, M. B., et al. (2020): Reduced prevalence of SARS-CoV-2 infection in ABO blood group O, abgerufen am 21.10.2020: https://ashpublications.org/bloodadvances/article/4/20/4990/463793/Reduced-prevalence-of-SARS-CoV-2-infection-in-ABO

Hoiland, R. L., et al. (2020): The association of ABO blood group with indices of disease severity and multiorgan dysfunction in COVID-19, abgerufen am 21.10.2020: https://ashpublications.org/bloodadvances/article/4/20/4981/464437/The-association-of-ABO-blood-group-with-indices-of





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Corona-Wahnsinn im Stadion: Zuschauer stehen bei Rennes-Spiel zu nah zusammen

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Trotz Pandemie-Alarm in Frankreich: Corona-Wahnsinn im Stadion: Zuschauer stehen bei Rennes-Spiel zu nah zusammen

Diese Bilder sind verstörend. Beim Champions-League-Spiel zwischen Stade Rennes und FK Krasnodar (1:1) stehen die Zuschauer trotz Pandemie-Alarm in Frankreich auf der Tribüne viel zu nah aufeinander. Offenbar haben einige Klubs trotz hoher Infektionszahlen nichts gelernt.

Beim Heimspiel von Stade Rennes drängen sich etwa 500 Zuschauer teilweise ohne Masken eng aneinander. Von Mindestabständen keine Spur. Ein klarer Bruch gegen alle Hygienevorschriften im Stadion, wie sie zum Beispiel in Deutschland praktiziert werden.

Auf den TV-Bildern und auf Fotos in den Sozialen Medien ist klar zu erkennen, wie viele Unverbesserliche ihre Maske unter dem Kind tragen, anstatt Mund und Nase ordnungsgemäß zu bedecken. Andere haben gar keine Masken auf und feuern ihr Team an.

Dass dabei gefährliche Aerosole herausgeblasen werden, scheint niemanden zu interessieren. Besonders schlimm: Als der Ligue-1-Klub in der 56. Minute per Strafstoß in Führung ging, rasteten die Fans völlig aus und stürmten fast an die Banden am Spielfeld.

Die Reaktionen bei den TV-Kommentator und in den sozialen Netzwerken ließen nicht lange auf sich warten. Aufgrund der Corona-Zahlen waren die meisten sprachlos und wütend. „Gibt es in Rennes etwa kein Corona?“, fragte einer der User bei Twitter.

Dabei ist es in Frankreich untersagt, dass die Zuschauer so nah beieinander stehen. Aufgrund der hohen Infektionszahlen herrscht in der französischen Hauptstadt Paris ab 21.00 Uhr eine Ausgangssperre. Im Westen des Landes entscheiden aber die lokalen Behörden.

Deshalb waren die 5000 Zuschauer im Stadion zulässig, aber ohne Hygieneregeln und Abstandsbestimmungen dürfte das Corona-Virus vor Freude in die Hände geklatscht haben. Bereits vor dem Spiel zündeten die heißblütigen Rennes-Fans Pyro vor dem Stadion. Abstände und Regeleinhaltungen? Ebenfalls Fehlanzeige.

Flick-Satz zeigt, dass Bayern „definitv“ reif für Triple-Verteidigung ist

 

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