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Corona-Impfung: Kochsalzlösung geimpft: Kreis lädt nach Panne zu Antikörpertests

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Coronavirus-Impfung im Ticker: Kochsalzlösung statt Biontech verimpft: Kreis lädt nach Impf-Panne zu Antikörpertests

Das Bundeskabinett hat die viel diskutierten Lockerungen für Geimpfte und Genesene auf den Weg gebracht. FDP-Chef Christian Lindner fordert unterdessen breite Öffnungen vor dem Hintergrund der sogenannten „3G-Regel“. Alle Meldungen rund um das Impfen in Deutschland lesen Sie im Ticker von FOCUS Online.

Informationen zur Coronavirus-Impfung vom 5. Mai 2021

Kochsalzlösung statt Biontech verimpft: Kreis lädt nach Impf-Panne zu Antikörpertests

07.05 Uhr: Nach den Impfungen mit Kochsalzlösung im Landkreis Friesland sollen mögliche Betroffene an diesem Mittwoch auf Antikörper getestet werden. Mit den Tests solle überprüft werden, ob die Personen bereits eine erste Impfung gegen Covid-19 bekommen haben, sagte eine Landkreissprecherin. Dazu hat der Landkreis 117 Personen zu einer Blutabnahme nach Jever (10.00 Uhr) und Varel (16.00 Uhr) eingeladen. Die Blutproben werden an das Landesgesundheitsamt geschickt. Ergebnisse werden in den kommenden Tagen erwartet.

Die Überprüfung der Impfung ist notwendig, da eine Mitarbeiterin des Impfzentrums eingeräumt hatte, sechs Spritzen statt mit Biontech-Impfstoff nur mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Nach Behördenangaben war ihr beim Anmischen des Vakzins ein Fläschchen mit Biontech heruntergefallen, was sie vertuschen wollte.

Einzelhandel erwartet durch Ausnahmen für Geimpfte kaum bessere Geschäfte

06.26 Uhr: Lockerungen für Geimpfte und Genesene werden dem Einzelhandel nach Einschätzung des Branchenverbands HDE kaum mehr Umsatz bescheren. Es sei richtig, dass die Politik per Verordnung Geimpfte und Genesene mit negativ Getesteten gleichsetze, sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Einzelhandels (HDE), der „Rheinischen Post“ (Mittwochsausgabe). Wirtschaftlich werde sich die Öffnung für Getestete, Genesene und Geimpfte zunächst für viele Geschäfte aber nicht lohnen.

In den vergangenen Wochen hätten die Händler, die für Kunden mit negativem Corona-Test geöffnet hatten, verglichen mit der Zeit vor der Pandemie mehr als die Hälfte ihrer Umsätze verloren, sagte der HDE-Geschäftsführer. Trotzdem sei die Öffnung für Geimpfte und Getestete „zumindest ein Signal in Richtung Öffnung“. 

Mehrere Bundesländer haben die Corona-Regeln für Geimpfte bereits vor einer bundesweiten Vorgabe gelockert. Die Bundesregierung will diese Woche eine bundesweit einheitliche Regelung auf den Weg bringen.

Impfzentren in Berlin: Deutlich mehr Bewerber als Stellen

Mittwoch, 5. Mai, 06.23 Uhr: In Berlin haben sich deutlich mehr Bewerber für eine Mitarbeit in Corona-Impfzentren gemeldet als bislang benötigt. „Wir haben weit über 3000 Bewerbungen bekommen, denen wir derzeit kein Jobangebot machen können“, sagte der Präsident des Berliner Deutschen Roten Kreuzes, Mario Czaja, der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt seien mehr als 2000 Mitarbeiter in den sechs Impfzentren beschäftigt, die von verschiedenen Hilfsorganisationen betrieben werden. Außerdem seien mehr als 100 Ehrenamtliche im Einsatz.

Bewerber konnten sich auf der Plattform „wirhelfenberlin.de“ melden. Die Rekrutierung sei aufgrund der großen Zahl im März gestoppt worden, sagte Czaja. Viele Mitarbeiter in den Impfzentren kämen aus der Gastronomie, Kultur, der Clubszene oder auch aus der Luftfahrtbranche – alles Bereiche, in denen es durch die Pandemie derzeit kaum oder keine Arbeit gibt. In den Impfzentren werden alle Mitarbeiter angelehnt an die Tarifverträge bezahlt. Das DRK hat die Koordination der Zentren übernommen und betreibt selbst die Impfzentren Flughafen Tegel und Arena Berlin. 

Wegen größerer Lieferungen: 2000 Astrazeneca-Impftermine in Bremen buchbar

22.57 Uhr: In der Stadt Bremen sind kurzfristig rund 2000 Impftermine mit dem Impfstoff von Astrazeneca buchbar. Grund seien größere Lieferungen des Mittels, teilten die Gesundheitsbehörden am Dienstagabend mit.

Da bereits alle Impfberechtigten über 60 Jahren eine Impfeinladung erhalten hätten, könnten diese Termine an jüngere Jahrgänge vergeben werden. Von Mittwoch 12.00 Uhr an könnten deshalb in der Stadt Bremen gemeldete Personen der Geburtsjahrgänge 1962 bis 1966 einen solchen Impftermin buchen. Vor der Impfung finde ein ausführliches ärztliches Informations- und Aufklärungsgespräch statt. Sollten seltene medizinische Gründe gegen eine Impfung mit Astrazeneca sprechen, könne keine Impfung erfolgen.

„Hätten längst Angebot bekommen müssen“: NRW-Grüne fordern schnellere Impfung von Flüchtlingen

21.00 Uhr: Die Grünen in NRW drängen auf eine schnelle Corona-Impfung von Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften. Menschen in solchen Sammelunterkünften gehörten bereits seit März zur Priorisierungsgruppe zwei, sagte die Grünen-Sprecherin für Integrations- und Flüchtlingspolitik im Landtag, Berivan Aymaz, am Dienstag. „Das heißt, sie hätten schon längst ein Impfangebot bekommen müssen.“

Das Infektionsgeschehen in Flüchtlingsheimen könne sich sehr schnell ausbreiten, und deshalb seien die dort Untergebrachten einem verstärkten Risiko ausgesetzt, sagte die Politikerin. „Ich finde es skandalös, dass diese Landesregierung diese Gruppe von Menschen bislang nicht berücksichtigt“, kritisierte Aymaz. Es gehe um 7000 Menschen in Landeseinrichtungen und weitere in kommunalen Einrichtungen.

In den Unterkünften lebten Menschen unterschiedlicher Altersgruppen, teils auch mit Vorerkrankungen, sehr beengt zusammen. Bei der Aufklärung dieser Menschen sei es sehr wichtig, die besondere Situation im Auge zu behalten, zum Beispiel die sprachliche Diversität oder die Tatsache, dass Analphabeten dabei sein könnten. Eine spezifische Aufklärung sei auch unter anderen Gesichtspunkten dringend erforderlich. „Es gibt zum Beispiel inzwischen das Gerücht in den Unterkünften, dass Menschen, die geimpft sind, auch schneller abgeschoben werden“, sagte Aymaz. Das erkläre zum Teil die Vorbehalte gegen Impfungen.

Zur Zeit sei Impfstoff noch begrenzt und werde schwerpunktmäßig an Ältere und Vorerkrankte sowie einige Berufsgruppen mit Schlüsselstellung vergeben, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag dazu mit. Personen in Flüchtlingsunterkünften sollen allerdings „in Kürze ein Impfangebot erhalten“.

Biden will bis Anfang Juli 70 Prozent der Amerikaner geimpft haben

20.26 Uhr: Bis Anfang Juli sollen nach dem Willen der US-Regierung rund 70 Prozent aller rund 260 Millionen Erwachsenen im Land mindestens die erste Corona-Impfung erhalten haben. Dies sei Präsident Joe Bidens neues Ziel, erklärte das Weiße Haus am Dienstag. Zudem sollen bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli 160 Millionen Menschen bereits vollständig geimpft sein. Bislang haben Daten der Gesundheitsbehörde CDC zufolge 56 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfung erhalten. 105 Millionen Menschen sind voll geimpft.

Um das neue Ziel zu erreichen, müssten in den nächsten 60 Tagen fast 100 Millionen zusätzliche Impfungen erfolgen, erklärte ein Vertreter des Weißen Hauses. Die Regierung werde dafür unter anderem die Apotheken anweisen, künftig auch Impfungen ohne vorherige Terminvereinbarung zu ermöglichen. Rund 40.000 Apotheken in den USA bekommen ihren Impfstoff direkt von der Regierung.

Biden hatte den Amerikanern zu Beginn seiner Amtszeit versprochen, dass die massive Impfkampagne bis zum 4. Juli eine gewisse Rückkehr zur Normalität ermöglichen werde. Zudem hat er in Aussicht gestellt, dass die USA schon Ende Mai genügend Impfstoff für alle Erwachsenen haben werden. In den USA werden vor allem die Impfstoffe von Moderna und Biontech/Pfizer eingesetzt, bei denen jeweils zwei Spritzen nötig sind. Zudem wird das Präparat von Johnson & Johnson eingesetzt, das bereits nach einer Dosis seine volle Wirkung entfaltet.

In Brandenburg dürfen jetzt auch unter 60-Jährige mit Astrazeneca-Vakzin geimpft werden

17.53 Uhr: In Brandenburg können sich ab sofort unter 60-Jährige freiwillig in Arztpraxen mit dem Wirkstoff des Herstellers Astrazeneca gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Brandenburger Impfkabinett habe dies gebilligt, teilte das Innenministerium am Dienstag mit. Die Arztpraxen erwarteten größere Lieferungen des Impfstoffs. Insgesamt könne der Bestand bis Ende nächster Woche auf mehr als 100.000 Dosen anwachsen, hieß es zur Begründung.

„Jetzt, wo Astrazeneca endlich wieder in größeren Mengen zur Verfügung stehen wird, können wir für unter Sechzigjährige die Priorisierung komplett aufheben“, sagte Innenminister Michael Stübgen (CDU). In Arztpraxen dürfe ab sofort frei entschieden werden, wer den Impfstoff bekomme. Dies erhöhe die Flexibilität für die impfenden Hausärzte ganz entscheidend. „Wer unter 60 ist, kann sich jetzt freiwillig mit Astrazeneca impfen lassen“, sagte Stübgen. „Natürlich ist das mit einem ausführlichen Aufklärungsgespräch verbunden und die letzte Entscheidung liegt immer beim Arzt.“

Ab Mittwoch: Mecklenburg-Vorpommern erlaubt wieder Tagestourismus

17.45 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern erlaubt vollständig geimpften Tagesausflüglern und Zweitwohnungsbesitzern aus anderen Bundesländern wieder die Einreise. Dies gilt auch für Genesene. Touristische Übernachtungen etwa in Hotels und Pensionen oder auf Campingplätzen bleiben aber weiterhin untersagt, wie Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag nach einer Sitzung des Schweriner Kabinetts sagte. Die Neuregelung soll von diesem Mittwoch an gelten.

Das Kabinett hat mit seiner Entscheidung zu den Zweitwohnungsbesitzern einen Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Greifswald umgesetzt. Das OVG hatte die entsprechende Regelung der Corona-Landesverordnung am vergangenen Freitag für willkürlich und unrechtmäßig erklärt und das Land zur Neuregelung aufgefordert. Allerdings könnte es Probleme geben, wenn die ganze Familie in die eigene Ferienwohnung an der Ostsee oder der Seenplatte fahren will und zum Beispiel nur die Mutter bereits vollständig geimpft ist. Dann dürfte nur sie anreisen, stellte Glawe klar.

Außerdem kündigte er an, dass die rund 60 000 Schüler in Mecklenburg-Vorpommern ab einem Alter von zwölf Jahren bis zum Beginn des neuen Schuljahres mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft werden sollen. Das neue Schuljahr beginnt bereits am 2. August. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) prüft derzeit einen Antrag der Hersteller Biontech und Pfizer auf eine EU-Zulassung ihres Corona-Impfstoffes auch für Kinder ab zwölf Jahren. Glawe sagte zum Stand der Dinge: «Die grundsätzliche Entscheidung scheint gefallen zu sein.»

Lindner will mit 3G-Regel Gastronomie, Hotels und Kulturbetrieb wieder öffnen

16.40 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner fordert als Reaktion auf die Entwicklung bei den Corona-Infektionen weitergehende Lockerungen auch für Menschen mit einem Negativtest. „Angesichts des rückläufigen Infektionsgeschehens und deutlich beschleunigter Impfkampagne müssen jetzt Öffnungsschritte erfolgen“, sagte Linder am Dienstag. „Außerhalb von Hotspots sollte in ganz Deutschland die 3G-Regel gelten: Für Geimpfte, Genesene und Getestete sollten Restaurants, Handel, Hotels, Museen, Theater und Kinos mit Schutzkonzepten wieder öffnen.“

Für vollständig Geimpfte und Genesene könnten die Corona-Regeln unterdessen schon ab dem Wochenende gelockert sein. Die Bundesregierung beschloss am Dienstag eine entsprechende Verordnung und machte damit den Weg für einen schnellen Beschluss in Bundestag und Bundesrat frei.

Von der Leyen: Bis Juli sind 70 Prozent der Erwachsenen in EU-Ländern geimpft

15.01 Uhr: Die Impfgeschwindigkeit in den den EU-Staaten nimmt rasant zu. Wie Ursula von der Leyen jetzt bei Twitter mitteilt, sind bereits 150 Millionen Menschen den EU-Ländern geimpft worden.

Ein Viertel der Menschen hätten die erste Impfung erhalten. Und: Den einzelnen Ländern liegen so viele Impfdosen vor, dass 70 Prozent der Erwachsenen in den EU-Ländern bis Juli geimpft sein können.


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pnh/flr/sca/cba/pzk/as/ajo/dpa





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Regierung stuft Großbritannien wieder als Risikogebiet ein

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Die Kanarischen Inseln und die autonome spanische Stadt Ceuta gelten bald nicht mehr als Risikogebiete. Das hat das Robert-Koch-Institut am Freitagabend bekannt gegeben. Ab Sonntag, 16. Mai, müssen sich Reiserückkehrer nicht mehr digital registrieren, allerdings benötigen sie zur Einreise in Deutschland weiterhin einen negativen Corona-Test, der maximal 48 Stunden (Antigen-Schnelltest) oder 72 Stunden (PCR-Test) alt ist.

Neu auf der Liste der Risikogebiete ist lediglich Sri Lanka, das zuvor nicht als Risikogebiet eingestuft war. Weitere Reiseziele wie Jordanien oder Serbien galten zuvor als Hochinzidenzgebiet und wurden abgestuft. Für Urlauber bedeutet das: Hier entfällt nun erst einmal die Quarantäne.

Die neuen Risikogebiete im Überblick:

  • Bosnien und Herzegowina gilt nun als Risikogebiet (zuvor Hochinzidenzgebiet).
  • Estland gilt nun als Risikogebiet (zuvor Hochinzidenzgebiet).
  • Jordanien gilt nun als Risikogebiet (zuvor Hochinzidenzgebiet).
  • Kosovo gilt nun als Risikogebiet (zuvor Hochinzidenzgebiet).
  • Libanon gilt nun als Risikogebiet (zuvor Hochinzidenzgebiet).
  • Nordmazedonien gilt nun als Risikogebiet (zuvor Hochinzidenzgebiet).
  • Palästina gilt nun als Risikogebiet (zuvor Hochinzidenzgebiet).
  • Serbien gilt nun als Risikogebiet (zuvor Hochinzidenzgebiet).
  • Sri Lanka gilt nun als Risikogebiet.
  • Die Ukraine gilt nun als Risikogebiet (zuvor Hochinzidenzgebiet).
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland inkl. der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete gilt nun als Risikogebiet.

Keine neuen Hochinzidenzgebiete, aber ein neues Virusvariantengebiet

Neue Hochinzidenzgebiete wurden nicht ausgewiesen, dafür aber mit Nepal ein neues Virusvariantengebiet. Für Virusvariantengebiete gilt ein Beförderungsverbot, zudem müssen alle Reiserückkehrer, auch Geimpfte, Genesene und negativ Getestete, für zehn Tage in Quarantäne. Die Quarantäne kann nicht verkürzt werden.

Die neuen Virusvariantengebiete im Überblick:

Nicht mehr als Risikogebiet gelten:

  • Kanarische Inseln (Spanien)
  • Die Autonome Stadt Ceuta (Spanien)

Die neuen Risikogebiete werden am Sonntag wirksam, genauer gesagt um Mitternacht Samstag zu Sonntag.

Liste der Veränderungen ist lang – aber kaum Auswirkungen für Reisende

Es gab einige Änderungen auf der Liste, allerdings haben viele für Reisende keine Auswirkungen mehr. Nach der neuen Einreiseverordnung, die am Mittwoch, 13. Mai, in Kraft getreten ist, müssen Reisende auch dann nicht mehr in Quarantäne, wenn sie aus einem Risikogebiet nach Deutschland kommen. Hier gilt nun: Test statt Quarantäne. Wer als Flugreisender nach Deutschland kommt, muss den Test schon vorab vorweisen. Wer eine Landgrenze passiert, muss den Test spätestens 48 Stunden nach der Einreise machen und bis zum Ergebnis in Quarantäne.

Großbritannien ist indes kurz nach dem es aufgrund der hohen Impfquote von der Liste gestrichen wurde, nun wieder als Risikogebiet eingestuft. Als Grund dafür nennt das RKI die dort vorkommende Virusvariante, die zuerst in Indien entdeckt wurde. Diese Variante B.1.617.2 sei von der Weltgesundheitsorganisation als besorgniserregend eingestuft worden. Obwohl die Inzidenz in Großbritannien die Einstufung nicht rechtfertigt, würden „qualitative Kriterien“ berücksichtigt, so das RKI.



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USA heben Maskenpflicht für Geimpfte auf – davon ist Deutschland weit entfernt

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Biden spricht von „Meilenstein“: USA heben Maskenpflicht für Geimpfte auf – davon ist Deutschland weit entfernt

US-Präsident Joe Biden will wieder das Lächeln der Menschen sehen – mit diesen Worten begrüßte er die Entscheidung der Gesundheitsbehörde CDC, vollständig Geimpfte von der Maskenpflicht zu befreien. Soweit ist Deutschland längst nicht und die Experten schweigen zum Vorstoß der USA.

Vor kurzem war US-Präsident Joe Biden noch oft mit doppeltem Virenschutz zu sehen: Der 78-Jährige trat mehrmals mit zwei Masken übereinander auf, ebenso wie Vizepräsidentin Kamala Harris. Eine Alltagsmaske über einer medizinischen Maske zu tragen, hatte sich in den USA zum Trend entwickelt. Auch Anthony Fauci, für die US-Amerikaner in der Corona-Pandemie so bedeutungsvoll wie in Deutschland der Virologe Christian Drosten, hatte erklärt, dass zwei Schichten effektiver gegen das Eindringen von Viren in die Atemwege seien als nur eine.

Doch jetzt dürfen die Masken in den Müll wandern. Die Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hat ihre Richtlinien dahingehend verändert, dass vollständig geimpfte Personen nicht nur draußen, sondern auch in geschlossenen Räumen keine Maske mehr tragen müssen. Zwei Wochen nach der kompletten Immunisierung können sie jetzt „drinnen und draußen an kleinen und großen Aktivitäten teilnehmen“ – ohne Maske und ohne Abstand wahren zu müssen.

Wer fliegen will, braucht auch in den USA eine Maske

Das gilt nicht, wenn jemand Covid-19-Symptome zeigt, oder wenn es andere föderale, regionale oder lokale Regelungen gibt, etwa in Ladengeschäfte oder am Arbeitsplatz. Auch für den öffentlichen Nahverkehr, bei Reisen in Bus, Bahn und Flugzeug bleibt die Maskenpflicht bestehen, solange es für diesen Bereich keine wissenschaftliche Entwarnung gibt, so die CDC-Direktorin Rochelle Walensky.

Komplett geimpft: kaum mehr gefährdet und kaum mehr gefährlich

Neue Studien sind die Basis für diese Richtlinienänderung. Zwei Impfstudien aus den USA und eine israelische Arbeit nannte Walensky explizit. Sie hatten bestätigt, dass für vollständig Geimpfte nur ein geringes Risiko besteht, an Covid-19 zu erkranken, sich mit Sars-CoV-2 zu infizieren oder so viele Viren auszuscheiden, um andere anzustecken.

Und so trat Joe Biden erstmals seit der Amtsübernahme ohne Mund-Nasen-Bedeckung ans Rednerpult, um diesen „Meilenstein“ im Kampf gegen die Pandemie zu feiern. „Heute ist ein großer Tag für Amerika in unserem langen Kampf gegen das Coronavirus“, sagte er an Christi Himmelfahrt im Weißen Haus.

Sie wollen ein noch tieferes Verständnis?

Gut informiert durch die Krise mit unserem Corona-Ratgeber: Experten erklären, was Sie jetzt über Covid-19 wissen müssen.

Möglich wurde der Erfolg, weil nach CDC-Angaben bis dato mehr als 117 Millionen der rund 330 Millionen Menschen in den USA vollständig geimpft wurden. Bei Erwachsenen liegt die Quote bei gut 45 Prozent. Präsident Biden hat als Ziel ausgegeben, dass bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli 70 Prozent aller Erwachsenen vollständig geimpft sein sollen.

Joe Biden: „Wir werden wieder lächeln“

Den bereits Geimpften sagte Biden: „Sie haben sich das Recht verdient, etwas zu tun, für das Amerikaner auf der ganzen Welt bekannt sind: andere mit einem Lächeln zu grüßen.“ Und: „Wir werden wieder lächeln. Vor uns liegen bessere Tage.“

Auch in Deutschland sind bessere Tage in Sicht. Auf das Lächeln der Mitmenschen werden wir allerdings noch länger verzichten müssen. Seit das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes etwa in Geschäften und öffentlichen Ver­kehrs­mitteln Ende April 2020 zur Pflicht wurde, sind die Regeln streng. Auch wenn Lockerungen für Geimpfte im Gespräch sind, bleibt die Maskenpflicht explizit bestehen.

Mancherorts wird sie sogar gerade verschärft. In Erwartung schöneren Wetters hat die Stadt Dortmund die Maskenpflicht gerade erst ausgeweitet. Sie gilt jetzt auch in mehreren Parkanlagen.

Der Sinn einer Mund-Nasen-Bedeckung überall da, wo viele Menschen aufeinandertreffen, war unter Experten nie umstritten, die Notwendigkeit von FFP2-Masken für jeden Laien jedoch schon. Sie waren und sind in einigen Bundesländern, allen voran Bayern, ausschließlich im Einsatz, wo immer Maskenpflicht herrscht. Als Alternative sind vielerorts auch die einfachen OP-Masken gestattet. Verschwunden sind dagegen die bunten selbstgenähten Tücher.

„Gibt keinen Grund“: Infektiologe hält FFP2-Masken für Privatleute nicht für sinnvoll

Egal, ob OP- oder FFP2-Maske, die meisten Menschen würden sie gern wieder los werden, so wie es jetzt zumindest den geimpften US-Bürgern erlaubt ist. Allerdings sind hierzulande nicht 45, sondern erst zehn Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Für Kinder zwischen zwölf und 16 Jahren gibt es – anders als in den USA – auch noch keine Zulassung für einen Corona-Impfstoff. Und so müssen die Geimpften aus Solidarität mit Nicht-Geimpften in der Öffentlichkeit weiter einen Mund-Nasen-Schutz tragen und Abstand halten.

Fällt Maskenpflicht für Geimpfte erst bei 50er-Inzidenz?

Das wird sich erst ändern, wenn die Fallzahlen deutlich niedriger sind, nur noch wenige Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den Krankenhäusern liegen und mindestens 60 Prozent der Bevölkerung geimpft sind – und die Inzidenz auf deutlich unter 100 fällt.

Ohne auf die Lockerung für Geimpfte in den USA einzugehen, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Freitag: „Ich kann nur bei den Ländern und Landkreisen dafür werben, dass wir insbesondere bei der Innengastronomie warten, bis wir unter 50er-Inzidenzen sind.“ Wenn sich mehrere Menschen länger im Innenraum ohne Maske aufhielten, sei dies die Mischung, die es dem Virus leicht mache, sich zu verbreiten.

Was das Robert-Koch-Institut oder die Corona-Experten, die sich sonst gern zu allen neuen Entwicklungen äußern, vom US-Vorstoß halten, ist bisher nicht bekannt. Es herrscht Schweigen.

Deutsche Hausärzte im Impf-Stress: „Der Frust wird bei uns abgeladen“





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„Dalli Dalli“ startete vor 50 Jahren im ZDF: Viel mehr als ein Quiz für Schnelldenker – Medien – Gesellschaft

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Dalli Dalli! Und schon flitzte Hans Rosenthal auf die Studiobühne. Tempo war Devise und Prinzip des „Quiz für Schnelldenker“, das Rosenthal ersonnen hatte. Premiere war im ZDF am 13. Mai 1971, schnell wurde die Show zum Quotenfänger und blieb es die 153 Ausgaben lang, die Rosenthal bis 1986 moderierte, ehe er ein Jahr später im Alter von nur 61 Jahren starb.

Das ZDF erinnert am Samstag an einen seiner größten Erfolge mit der Jubiläumsshow „50 Jahre Dalli Dalli“. Johannes B. Kerner und seine Gäste erweisen ihre Reverenz. Es wird nicht nur eine Verneigung vor einer großartigen Idee für eine Familienshow, vor ihrem ihrem Erfinder und Moderator werden, sondern auch ein Testlauf, ob „Dalli Dalli“ wieder an den Fernsehstart gebracht werden sollte.

[Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere runderneuerte App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Skepsis ist angebracht. Es gab schon drei Neuauflagen, im ZDF, im NDR und in der NDR, die letzte präsentierte Kai Pflaume von 2013 bis 2015. Der Erfolg war überschaubar. Es wiederholte sich, was sich schon bei den Klassikern „Einer wird gewinnen“ und „Wetten, dass..?“ gezeigt hatte: Show und Master müssen unbedingt zusammenstimmen, was Hans-Joachim Kulenkampff bei „EWG“ war, das war Thomas Gottschalk bei „Wetten, dass..?“ und Hans Rosenthal bei „Dalli Dalli“.

Nun steht Johannes B. Kerner vor der schwierigen Aufgabe, an Rosenthal gebührend zu erinnern und trotzdem nicht in dessen Schatten zu verschwinden. Sucht er einen eigenen Weg oder will er die Kopie? Auf den legendären „Spitze“Sprung will Kerner nicht verzichten.

Hans Rosenthal, ein „jüdischer Mensch“

Wer an „Dalli Dalli“ erinnert, darf an Hans Rosenthal nicht vorbeikommen wollen. Er hatte als „jüdischer Mensch“, das Wort „Jude“ hatten ihm die Nazi-Hetzer verleidet, den Holocaust mit knapper Not überlebt. Seine (Unterhaltungs-)Talente nutzte er später in Radio und Fernsehen, um seinen Mitbürgern zu zeigen, „dass jüdische Menschen sind wie alle anderen“. Vergessen konnte und wollte er freilich nicht – und nicht die Not übersehen, in die Menschen geraten können. Der Gewinn einer jeden Show ging an Hilfsbedürftige. Hans Rosenthal sprach dazu erläuternde Sätze. So war das Finale stets gedämpft, Unterhaltung hin, „Dalli Dalli“ her.



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