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Corona: Berlins Bürgermeister Müller ist verärgert über Verschiebung der kostenlosen Corona-Schnelltests

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3883 Neuinfektionen – Inzidenz sinkt leicht +++ Mobilitätsforscher: 35er-Inzidenz vorerst unrealistisch +++ Schwelle von einer halben Million Corona-Toten in USA überschritten +++ Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie im stern-Ticker.

Nach Razzia im Rathaus – Stadträte wollen Halles OB Dienst verbieten

Mehrere Stadträte wollen Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) nach dessen vorzeitiger Corona-Impfung die Dienstgeschäfte verbieten. Eine entsprechende Sondersitzung sei für den 15. März einberufen worden, teilte die Stadtratsvorsitzende Katja Müller (Linke) mit. Die Einberufung der Sitzung sei von der Mehrheit der Stadträte unterstützt worden. Wiegand hatte vor mehr als zwei Wochen eingeräumt, geimpft worden zu sein, obwohl er nach der Impfreihenfolge der Ständigen Impfkommission noch nicht an der Reihe gewesen wäre. Außerdem seien mehrere Stadträte und Mitglieder des Katastrophenstabs geimpft worden. Ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen Wiegand richtet sich im Kern nicht gegen dessen Impfung. Stattdessen soll der OB dafür gesorgt haben, dass andere Menschen, die noch nicht dazu berechtigt waren, geimpft wurden. Am Montag durchsuchte die Polizei die Diensträume Wiegands.

Presserat erreichen so viele Beschwerden wie noch nie seit Gründung

Beim Deutschen Presserat haben sich seit der Gründung 1956 noch nie so viele Leser über die Medienberichterstattung beschwert wie im vergangenen Jahr. 4085 Beschwerden und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahr (2175) gingen 2020 ein, wie der Presserat als freiwillige Selbstkontrolle der Presse – also von Zeitungen, Zeitschriften und Online-Medien – in seinem Jahresbericht mitteilte. Das Gremium führt den Anstieg im Corona-Jahr auf mehrere Gründe zurück: Es gab Massenbeschwerden zu einzelnen Artikeln. Prominentes Beispiel war eine polizeikritische Kolumne in der linken Tageszeitung „Taz“ im Sommer, zu der sich sogar Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) eingeschaltet hatte. Häufig hatte der Presserat zudem mit Beschwerden zur Berichterstattung über die Corona-Pandemie zu tun.

Müller verärgert über Verschiebung kostenloser Schnelltests

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist verärgert über die Verschiebung der kostenlosen Corona-Schnelltests. Es sei zum wiederholen Mal so, dass von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Dinge angekündigt wurden, „die dann so oder zumindest so schnell nicht kommen“, sagte Müller im ZDF-„Morgenmagazin“. Das sei „keine lustige Situation.“ Spahn hatte geplant, ab dem 1. März Antigen-Schnelltests für alle zur Verfügung zu Stellen, allerdings wurde dieses Vorhaben im Corona-Kabinett vorerst gestoppt. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert soll das Thema nun bei den Bund-Länder-Beratungen am 3. März besprochen werden. 

Drei positive Corona-Fälle bei Frankfurts Fußball-Frauen

Bei den Fußball-Frauen von Eintracht Frankfurt gibt es drei positive Corona-Fälle. Betroffen sind zwei namentlich nicht genannte Spielerinnen und Trainer Niko Arnautis. Das Trio hat sich bereits am vergangenen Freitag in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne begeben, teilte der Bundesligist mit. Allen Betroffenen gehe es den Umständen entsprechend gut.

Hälfte der Kinder in Deutschland kann durch Corona-Lockdown nicht trainieren

Rund die Hälfte der Kinder und Jugendlichen in Deutschland ist durch die Corona-Pandemie und den Lockdown seit November vom Vereinssport abgeschnitten. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit. Insgesamt 7,3 Millionen Mädchen und Jungen bis 18 Jahren waren demnach zum Jahresbeginn 2020 Mitglied in einem Sportverein. Vom Lockdown sind laut Bundesamt vor allem Mannschafts- und Hallensportarten sowie Fitness- und Kursangebote im Turnbereich betroffen. 29,5 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Sportvereinen spielen Fußball. 26,4 Prozent sind in Turnvereinen angemeldet.

70 Prozent der Israelis ab 16 mindestens einmal gegen Corona geimpft

Rund 70 Prozent der Menschen in Israel ab 16 Jahren sind mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft worden. Knapp 4,5 Millionen Israelis hätten die Erstimpfung und mehr als drei Millionen bereits die Zweitimpfung erhalten, schrieb der israelische Gesundheitsminister Juli Edelstein bei Twitter. Israel ist ein sehr junges Land und hat rund 9,3 Millionen Einwohner. Davon sind mit 6,4 Millionen rund 70 Prozent über 16 Jahre alt und rund 30 Prozent unter 16. Die Jüngeren können bisher noch nicht geimpft werden. Rund 755 000 Israelis gelten nach einer Corona-Erkrankung als genesen. Zum Vergleich: Deutschland hat etwa neun mal so viele Einwohner wie Israel. Dort erhielten bislang etwa 3,3 Millionen Menschen eine erste und rund 1,7 Millionen auch eine zweite Impfung.

Ministerpräsidentin  Dreyer fordert konkreten Stufenplan

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat vor Beratungen von Bund und Ländern einen konkreten Stufenplan für den Weg aus den Corona-Beschränkungen gefordert. Ein solcher Plan müsse an „klare Inzidenzwerte, Testmöglichkeiten und die Impfquote“ gekoppelt werden, sagte sie der „Rheinischen Post“. An diesem Dienstag beginnt eine Arbeitsgruppe mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und den Chefs der Staatskanzleien dazu mit Gesprächen. Das nächste Treffen der Regierungschefs von Bund und Ländern mit Entscheidungen ist für den 3. März geplant. Die Regierungschefin schloss nicht aus, dass die bestehenden Corona-Beschränkungen über den 7. März hinaus nochmals verlängert werden. „Aber wir brauchen konkrete und verbindliche Zielmarken, an denen die Menschen sich orientieren können.“

Seeleute streiken in Griechenland – Fähren bleiben in den Häfen

Wegen eines Streiks der Seeleute sind in Griechenland die meisten Fähren in den Häfen geblieben. Zahlreiche Inseln, die keinen Flughafen haben, bleiben von der Außenwelt abgeschnitten, berichtete das Staatsfernsehen (ERT). Der Streik soll auch am Mittwoch fortgesetzt werden, teilten Gewerkschaften mit. Die Seeleute fordern bessere Bezahlung und Unterstützung für ihre Kollegen, die ihre Arbeit wegen der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Zusammenbruchs des Verkehrs und des Tourismus verloren haben. Gestrandete Reisende gab es kaum. Die Reedereien hatten die Reisenden rechtzeitig gewarnt, wie das Staatsfernsehen berichtete.

Bekannte Journalistin erhält erste Impfdosis in Afghanistan

Afghanistan hat mit seinem Impfprogramm gegen das Coronavirus begonnen. Die erste Dosis erhielt die bekannte Journalistin Anisa Schahid, die vergangenes Jahr für ihre Berichterstattung über die Corona-Pandemie ausgezeichnet worden war. Danach wurden eine Ärztin sowie zwei Angehörige der Sicherheitskräfte geimpft. Die Veranstaltung im Beisein von Präsident Aschraf Ghani und seiner Frau Rula wurde im Staatsfernsehen übertragen. Ghani bedankte sich bei Soldaten, Journalisten und Ärzten. „Die Mitarbeiter im Gesundheitswesen sind unsere Helden“, sagte der Präsident bei der Eröffnungszeremonie vor Gästen und Spitzenpolitikern in Kabul.

Corona-Inzidenz in Deutschland leicht gesunken

Nach mehreren Tagen des Anstiegs ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei der Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag der Wert am Dienstag bei 60,5. Am Vortag hatte er noch 61,0 betragen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für Bund und Länder bei der Verhängung oder Lockerung von Corona-Restriktionen. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gab das RKI am Dienstag mit 3883 an. Damit lag die Zahl etwas höher als am Dienstag vergangener Woche, als sie bei 3856 gelegen hatte. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs laut den jüngsten RKI-Angaben auf 2.394.811. Wie das Institut ferner unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 415 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion binnen 24 Stunden registriert.

Familienministerin Giffey würde sich demonstrativ impfen lassen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey würde sich nach eigener Aussage auch öffentlichkeitswirksam gegen Corona impfen lassen, um möglicher Impfskepsis entgegenzuwirken. Die SPD-Politikerin sagte der Nachrichtenagentur DPA, man habe in der Bundesregierung entschieden, sich einzureihen, so wie alle anderen auch. „Wir lassen uns impfen, wenn wir dran sind.“ Für den Fall, dass eine Situation eintreten sollte, in der zwar genügend Impfstoff vorhanden ist, es aber in der Bevölkerung eine „abwartende Haltung“ gibt, plädierte Giffey jedoch dafür, dass sich Politiker demonstrativ impfen lassen. „Dann kommt der Punkt, wo wir auch mit gutem Beispiel vorangehen müssen. Und ich bin dazu bereit“, sagte die Ministerin.

Mobilitätsforscher: 35er-Inzidenz vorerst unrealistisch

Mit der offenbar raschen Ausbreitung einer ansteckenderen Corona-Mutante in Deutschland rückt die Zielmarke von 35 bei der Sieben-Tage-Inzidenz aus Expertensicht in die Ferne. Ohne zusätzliche Maßnahmen erscheine das Erreichen dieses Werts „bis auf weiteres unrealistisch“, erklärte der Leiter des Fachgebiets Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik an der TU Berlin, Kai Nagel, der Nachrichtenagentur DPA. Seine Gruppe modelliert das Infektionsgeschehen in Berlin unter anderem mit anonymisierten Mobilfunkdaten. Nagel zufolge sind die Ergebnisse übertragbar auf die Lage bundesweit. Die Mutante B.1.1.7 breitet sich auch hierzulande aus: Binnen zwei Wochen wuchs der Anteil in Stichproben von knapp 6 auf 22 Prozent. Berücksichtige man die deutlich erhöhte Ansteckungswahrscheinlichkeit, sei die Situation laut Modell „deutlich kritischer als bisher von uns vorhergesagt“, erläuterte Nagel. „Bei reiner Beibehaltung der jetzigen Maßnahmen bekommen wir dann laut Modell eine dritte Welle; jede Art von Öffnungen vergrößert diese Welle.“

Intensivmediziner warnen vor Lockerungen der Corona-Auflagen schon im März

In der Debatte um Lockerungen des Corona-Lockdowns in Deutschland warnen Intensivmediziner vor voreiligen Entscheidungen. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensiv- und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, wandte sich in der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ dagegen, die Auflagen bereits im März stark zu lockern. Bund und Länder müssten jetzt aufpassen, „das Spiel in der Verlängerung nicht zu verlieren“. 

Laut Berechnungen verliefen die Impfungen noch nicht schnell genug, um eine dritte Ausbreitungswelle des Coronavirus zu verhindern, wenn es vor April eine Rückkehr zu einem nur leichten Lockdown wie im November gebe, sagte Karagiannidis. 

Schwelle von einer halben Million Corona-Toten in den USA überschritten

Ein Jahr nach dem ersten Corona-Todesfall in den USA hat die Opferzahl in dem Land die symbolische Schwelle von einer halben Million überschritten. Nach einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität vom Montag starben seit Beginn der Pandemie mehr als 500.000 Menschen an den Folgen einer Infektion. Präsident Joe Biden ordnete an, die Fahnen landesweit auf Halbmast zu setzen.

Biden sprach im Weißen Haus von einem „grauenvollen, herzzerreißenden Meilenstein“. „500.071 Tote. Damit sind mehr Amerikaner in einem Jahr dieser Pandemie ums Leben gekommen als im Ersten Weltkrieg, im Zweiten Weltkrieg und im Vietnamkrieg zusammen.“ Biden bezog sich damit auf US-Soldaten, die bei Gefechten getötet wurden.

Die USA sind das Land mit den mit Abstand meisten bestätigten Corona-Infektionen und Todesfällen weltweit. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Land bereits mehr als 28 Millionen Ansteckungen bestätigt.

Lehrerverband begrüßt Beschluss zu rascherer Impfung von Lehrkräften als überfällig

Der Deutsche Lehrverband hat die Entscheidung von Bund und Ländern, Kita-Beschäftigte sowie Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen schneller gegen das Coronavirus zu impfen als bislang vorgesehen, als überfällig begrüßt. Bei der bisherigen Einordnung von Lehrern in die erst dritte Gruppe der Impfkandidaten wäre diese Berufsgruppe erst ab Mai geimpft worden – „viel zu spät für das aktuelle Schuljahr“, sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger der „Bild“-Zeitung. Bund und Länder hatten sich bei einer Gesundheitsministerkonferenz darauf geeinigt, die Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie die Kita-Beschäftigten nun in der Impfverordnung in die Prioritätsgruppe zwei statt drei einzustufen.

anb/nik
DPA
AFP



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Tierarzt klärt auf: Menschenjahr ist nicht gleich sieben Hundejahre (Video)

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Sehen Sie im Video: Tierarzt klärt auf – Alter von Hunden wird nicht in sieben Menschenjahren gerechnet.

„Wie alt ist dein Hund? Habt du auch gehört, dass ein Menschenjahr sieben Hundejahren entspricht? Das ist nicht wahr! Ein einjähriger Hund entspricht einem 31-jährigen Menschen. Ein zweijähriger Hund ist 49. Wie alt ist ein sieben Jahre alter Hund? 62. Wir haben also festgestellt, dass sich das Altern verlangsamt.“ Dass das Alter eines Hundes nicht nach der Formel, „ein Menschenjahr entspricht sieben Hundejahren“, berechnetet werden kann, ist schon länger bekannt. Dass der Alterungsprozess aber auch mit der Größe des Hundes zusammenhängt, verschweigt Hunter Finn in seinem Video. Forscher der San Diego School of Medicine der Universität von Kalifornien kommen in einer Studie ebenfalls zu dem Schluss, dass Hunde in den ersten Jahren recht schnell reifen und altern. Doch bei dem eigentlichen Alter der Hunde sind sich nicht alle einig. Während der Tierarzt in dem TikTok Video davon ausgeht, dass ein Hund im ersten Jahr 31 Menschenjahre alt wird, hat der American Kennel Club, der amerikanische Hundeverband, berechnet, dass dass erste menschliche Jahr für einen Hund 12-15 Jahren entspricht. Dabei geht der Verband davon aus, dass kleinere Hunde nach einem Jahr ungefähr 15 Jahre, aber größere Hunde lediglich 12 Jahre alt sind. Danach altern größere Hunde jedoch schneller als kleine: Nach 5 Menschenjahren haben kleine Hunde ein Alter von 36 Jahren erreicht, während große Hunde bereits 45 Jahre alt sind.



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Coronavirus-News: 4732 Corona-Neuinfektionen – rund 400 mehr als vor einer Woche

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News zur Coronavirus-Pandemie
RKI: 4732 Corona-Neuinfektionen – rund 400 mehr als vor einer Woche

Das Coronavirus-Dashboard des Robert-Koch-Instituts vom Montagmorgen

© Screenshot / RKI

Große Mehrheit der Deutschen für Lockerung des Corona-Lockdowns +++ Friseurgeschäfte können nach elf Wochen wieder öffnen +++ Braun: Corona-Schnelltests sollen kostenlos sein +++ Die Nachrichten zur Coronavirus-Pandemie im stern-Ticker.

4732 Corona-Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle registriert

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4732 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 60 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 4369 Neuinfektionen und 62 neue Todesfälle verzeichnet. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.30 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100,000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 65,8 – und damit höher als am Vortag (63,8). 

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 1,08 (Vortag 1,11). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 108 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen 

Große Mehrheit der Deutschen für Lockerung des Corona-Lockdowns

Zweieinhalb Monate nach Beginn des harten Corona-Lockdowns ist es nach Auffassung einer großen Mehrheit der Deutschen Zeit für Lockerungen. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur DPA zufolge sind nur noch gut ein Drittel für eine Beibehaltung (26 Prozent) oder Verschärfung (9 Prozent) der geltenden Einschränkungen. 43 Prozent meinen dagegen, der Lockdown sollte bei den Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Mittwoch weiter gelockert werden. 17 Prozent sind sogar für eine komplette Rückkehr zur Normalität. 5 Prozent machten keine Angaben.

Zum ersten Mal seit Beginn des harten Lockdowns Mitte Dezember gibt es damit in den alle zwei bis vier Wochen durchgeführten YouGov-Umfragen eine Mehrheit für Lockerungen.

Friseurgeschäfte können nach elf Wochen wieder öffnen

Nach zweieinhalb Monaten Schließung können Friseurbetriebe in Deutschland an diesem Montag wieder öffnen. Dabei gelten Hygieneauflagen, etwa eine Pflicht zum Tragen von Masken. Die Salons waren wegen der Corona-Pandemie seit Mitte Dezember rund elf Wochen lang geschlossen.

Maas: Keine Kontrollen an Grenze zu Frankreich trotz Virusvarianten

Bundesaußenminister Heiko Maas hat versichert, dass es trotz der Einstufung der französischen Grenzregion Moselle als Gebiet mit besonders gefährlichen Coronavirus-Varianten dort keine stationären Grenzkontrollen geben wird. „Kaum eine Region ist so vom grenzüberschreitenden Leben und Arbeiten geprägt wie die zwischen Saar und Mosel. Ich habe den Maßnahmen deshalb nur unter der Bedingung zugestimmt, dass es keine erneuten Grenzkontrollen gibt“, sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur DPA.

Die Bundesregierung hatte am Sonntag das an das Saarland und an Rheinland-Pfalz grenzende Département Moselle mit seinen etwa eine Million Einwohnern ab Dienstag als Virusvariantengebiet eingestuft. Damit verbunden ist vor allem eine verschärfte Testpflicht für Einreisende und ein Beförderungsverbot für öffentliche Verkehrsmittel, für das es allerdings Ausnahmen gibt. 

Bereits mehr als 20 Millionen Menschen in Großbritannien gegen Corona geimpft

In Großbritannien haben inzwischen mehr als 20 Millionen der 66 Millionen Einwohner mindestens eine Impfdosis zum Schutz vor Covid-19 erhalten. Dies sei „eine riesige nationale Leistung“, erklärte Premierminister Boris Johnson. Er dankte den an der Impfkampagne beteiligten Mitarbeitern im Gesundheitsbereich für ihre „unermüdliche Arbeit“. Experten bereitet derweil die Entdeckung der brasilianischen Corona-Mutante im Vereinigten Königreich Sorge.

Scholz pocht vor Bund-Länder-Beratungen auf konkrete Öffnungsperspektive

Vor der nächsten Bund-Länder-Konferenz zu den Corona-Maßnahmen hat Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) darauf gepocht, eine konkrete Öffnungsperspektive aus dem Lockdown zu formulieren. Die Möglichkeiten von Schnelltests müssten „aktiv für eine Öffnungsstrategie“ genutzt werden, sagte der SPD-Kanzlerkandidat in der Internetsendung „Bild live“. Hoffnung machte er den Bundesbürgern auch auf Urlaubsreisen im Sommer.

„Ich bestehe darauf, dass wir am Mittwoch eine Öffnungsperspektive konkret formulieren“, sagte Scholz mit Blick auf die Konferenz der Länderregierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Ein „Teil des Wegs aus dem Lockdown“ seien Corona-Schnelltests. Inzidenzwerte von 35 und 50 könnten künftig nicht alleiniger Maßstab für Lockerungen sein. 

Zur möglichen Urlaubsreisen im Sommer sagte Scholz: „Im Sommer werden zig Millionen geimpft sein, und das kann ja nicht konsequenzenlos bleiben.“ Auch bestehe die berechtigte Hoffnung, „dass wir im Sommer wieder im Biergarten sitzen können“. 

Braun: Corona-Schnelltests sollen kostenlos sein

Laut Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sollen die Bürger und Bürgerinnen für die Corona-Schnelltests nichts bezahlen müssen. „Das soll kostenlos sein“, sagte Braun in der ARD-Sendung „Anne Will“. Geplant sei, dass die Menschen die Tests in vom Gesundheitsamt beauftragten Testzentren durchführen könnten. „Das kann das kommunale Testzentrum sein, das können Ärzte und Apotheker sein“, so Braun vor den für Mittwoch anstehenden Gesprächen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuletzt für mögliche Lockerungen in der Pandemie auf deutlich mehr Tests gepocht. Ursprünglich hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt, dass ab 1. März das Angebot für alle Bürger kommen solle, sich kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests testen zu lassen. Nun soll erst bei dem Bund-Länder-Treffen darüber beraten werden.

wue
DPA
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Pompeji – Archäologen enthüllen Hochzeitswagen geschmückt mit pikanten Sex-Szenen

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Pompeji – Archäologen enthüllen Hochzeitswagen geschmückt mit pikanten Sex-Szenen

Die erotischen Szenen machen deutlich, dass der Wagen bei Hochzeitszeremonien benutzt wurde.

© Parco archeologico di Pompei / PR

Im Stall einer Villa vor den Toren der Stadt Pompeji wurde ein prächtiger Streitwagen gefunden. Die Experten glauben, dass er für Zeremonien wie Hochzeiten benutzt wurde. Mit ihm wurde die Braut ins neue Heim gefahren.

Archäologen in Italien haben einen Streitwagen enthüllt, den sie im Januar in der Nähe der antiken römischen Stadt Pompeji entdeckt haben. Der vierrädrige Wagen wurde in der Nähe eines Stalls der antiken Villa Civita Giuliana gefunden, in dem bereits 2018 drei Pferde entdeckt wurden. Die Villa liegt etwa 700 Meter nördlich der Stadtmauern von Pompeji.

Massimo Osanna, der Direktor der archäologischen Stätte von Pompeji, sagte, dass der Wagen der erste seiner Art sei, der in diesem Gebiet entdeckt wurde. Das prunkvolle Gefährt wurde nicht zum Transport benutzt, er diente zeremoniellen Zwecken. Bei Festen und Paraden konnten die Geehrten so durch die Stadt gezogen werden. Der Wagen war reich geschmückt mit Eisenteilen, schönen Bronze- und Zinndekorationen und hat die Zeit fast unversehrt überstanden. Am 7. Januar wurde er erstmals entdeckt. Es wird aber dauern, bis er komplett freigelegt ist, da einigen Materialien sehr zerbrechlich sind.

Eindeutige Szenen 

Osanna sagte, dass der Wagen möglicherweise für den Transport einer Braut zu ihrem neuen Haushalt benutzt wurde – also den Römern als eine Art von Hochzeitskutsche diente. „Dies ist eine außergewöhnliche Entdeckung, die unser Verständnis der antiken Welt voranbringt“, sagte Massimo Osanna. Einige der kunstvollen Dekorationen auf dem Wagen würden darauf hindeuten, dass er für gemeinschaftliche Festivitäten benutzt wurde, möglicherweise auch für Hochzeitszeremonien. „Wenn man bedenkt, dass die antiken Quellen auf die Verwendung durch Priesterinnen und Damen hinweisen, kann man die Möglichkeit nicht ausschließen, dass dies ein Wagen war, der für Rituale im Zusammenhang mit der Hochzeit verwendet wurde, um die Braut zu ihrem neuen Haus zu führen.“ An der Seite ist der Wagen mit Dekorationen verziert, die Männer und Frauen in expliziten Szenen zeigen.

Frühere Ausgrabungen haben schon funktionale Fahrzeuge gefunden, die für Transport und Arbeit genutzt wurden, aber nicht solche, die für Zeremonien verwendet wurden. Erst vor wenigen Jahren wurde das komplett gesattelte Pferd eines hohen Militärs entdeckt („Fertig für die Flucht – gesatteltes Pferd in Pompeji entdeckt“). Mit ihm wollte der Offizier vermutlich fliehen, aber es war zu spät. Pferd und Stall wurden vom Ascheregen überdeckt.

Agrar-Villa vor der Stadt

In Pompeji, 23 Kilometer südöstlich von Neapel, lebten etwa 13.000 Menschen, als es unter Asche, Bimssteinkieseln und Staub begraben wurde („Verdampfendes Blut und explodierende Schädel – so grausam starben die Opfer des Vesuvs“) Ungefähr zwei Drittel der 66 Hektar großen antiken Stadt wurden bisher freigelegt. Die Ruinen wurden erst im 16. Jahrhundert entdeckt und die organisierten Ausgrabungen begannen um 1750.

Die Villa Civita Giuliana liegt in den Vororten der antiken Stadt Pompeji. Hier wurde mit den Ausgrabungen begonnen, um Räubern zuvorzukommen. In dem fruchtbaren Gebiete wurde im großen Maßstab Wein und Öl angebaut. Die Villa bestand aus einem luxuriösen Wohnteil und einem Komplex, der der Landwirtschaft diente.

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