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College Football: LSU gewinnt dank Burrow gegen Clemson – Sport

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Der Meistertitel im US-amerikanischen College-Football ist in diesem Jahr nach Baton Rouge gegangen. Das Team der Louisiana State University (LSU) hat das Finale um die National Championship in New Orleans gegen die Clemson University mit 42:25 gewonnen. Für LSU ist es der erste Titel seit 2008 und insgesamt der vierte. Clemson musste die erste Niederlage seit Januar 2018 hinnehmen.

Im Duell der Tiger – beide Colleges nutzen das Tier als Maskottchen – ging Vorjahressieger Clemson vor knapp 77 000 Zuschauern zwar zunächst mit einem Lauftouchdown von Quarterback Trevor Lawrence in Führung, kassierte aber schnell den Ausgleich.

Quarterback Jimmy Garoppolo

Es passt einfach

Er sollte bei den New England Patriots Tom Bradys Nachfolger werden – nun erreicht Quarterback Jimmy Garoppolo mit den San Francisco 49ers das Halbfinale der NFL-Playoffs.


Von Jürgen Schmieder


LSU reagierte noch im ersten Viertel: Quarterback Joe Burrow, der im Dezember als bester Spieler der Saison mit der Heisman Trophy ausgezeichnet wurde, fand mit einem langen Pass aus der Mitte des Feldes Ja’Marr Chase, den besten Wide Receiver der Saison, der zum Touchdown in die Endzone lief.

Mit einem Fieldgoal und einem Touchdown durch einen Trickspielzug ging Clemson zwischenzeitlich mit 17:7 in Führung – ein Spielstand, der Hoffnung machte, denn die Titelverteidiger konnten zuvor 89 Spiele in Folge gewinnen, bei denen sie mit mindestens zehn Punkten führten. Gegen das Duo Burrow und Chase, der seinem Gegenspieler A.J. Terrell meist keine Chance ließ, reichte es jedoch nicht. Noch vor der Pause lief Burrow einmal selbst in die Endzone und warf zwei weitere Touchdownpässe zum Halbzeitstand von 28:17.

Burrow ist potenzieller Nummer-Eins-Pick beim NFL-Draft

Clemson konnte nach der Pause zwar schnell auf 28:25 verkürzen, punktete danach aber nicht mehr. Quarterback Lawrence, der seine Mannschaft im vergangenen Jahr noch zum Titel geführt hatte, warf den Ball häufig zu ungenau in Richtung seiner Mitspieler und steuerte dadurch seinen Teil zu seiner ersten Niederlage im College-Football bei.

Im direkten Vergleich der Quarterbacks erging es Burrow deutlich besser. Er führte die LSU-Tigers im zweiten Abschnitt zu einem am Ende deutlichen Sieg. Nun hat der 23-Jährige gute Aussichten, beim NFL-Draft – der Talentlotterie der Profiliga – im Frühjahr an erster Stelle von einem Team ausgewählt zu werden.

Die überzeugende Leistung im Meisterschaftsfinale dürfte seine Chancen in dieser Hinsicht weiter erhöht haben. Mit insgesamt sechs Touchdowns und 463 Yards stellte Burrow gleich zwei Championship-Game-Rekorde auf. „Ich bin sprachlos“, sagte er nach seinem Triumph. Mit seinen 60 in dieser Saison geworfenen Touchdowns brach er zudem einen seit 2006 bestehenden Langzeitrekord von Cold Brennan, der damals 58 Touchdowns geworfen hatten. Passempfänger Chase holte sich mit 221 Receiving Yards ebenfalls einen Final-Rekord.

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Den Kansas City Chiefs gelingt im Playoff-Viertelfinale gegen die Houston Texans ein famoses Comeback – am Ende steht es 51:31 und dem Pyrotechniker geht das Material fürs Touchdown-Feuerwerk aus.


Von Jürgen Schmieder




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Alexander Zverev – Schläger heil, Barriere durchbrochen – Sport

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Am Ende hob er kurz den rechten Zeigefinger, lächelte und schickte einen Blick auf die Tribüne, wo der Vater, die Freundin, der Sparringspartner und der Fitnesscoach zusammensaßen. Dann zog er langsam das Stirnband aus dem Haar, ging zum Handschlag mit dem Gegner Stan Wawrinka ans Netz und trat ans Stadionmikrofon. „Sie können sich nicht vorstellen, was mir das bedeutet!“, sagte Alexander Zverev, sichtlich bewegt, ins weite Rund. Sein Vater Alexander Zverev senior, der auch sein Trainer ist, wischte sich in der Spielerbox über die Augen. Aber es konnte auch ein Staubkorn gewesen sein.

Womöglich war dies die größte Überraschung, zumindest aber ein kleines Steinchen im großen Mosaik des Erfolgs, dass Alexander Zverev, 22, nicht nur beim Matchball, als Wawrinka eine Vorhand verschlug, sondern während der gesamten Partie so ruhig und kontrolliert geblieben ist. Kein Gebrüll, kein Tänzchen, nicht einmal ein Kniefall. Und das von einem jungen Hitzkopf, der noch vor einem Jahr bei seiner Achtelfinal-Niederlage an gleicher Stelle seinen Schläger aus Wut mit gewaltigen Hieben in Trümmer zerlegt hatte.

18 vergebliche Anläufe für ein Halbfinale? „Ich habe es vielleicht zu sehr gewollt“, gibt Zverev zu

„Vielleicht werde ich älter. Ich habe versucht, das zu ändern“, sagte Zverev nach der Partie. Erstmals in seiner Karriere hat er sich bei den Australian Open in Melbourne in das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers durchgeschlagen, mit dem 1:6, 6:3, 6:4, 6:2-Sieg gegen den 34-jährigen Schweizer Wawrinka, den Turniersieger von 2014. Es fühlte sich an, als habe er „eine Barriere durchbrochen“. Von einem Titeltriumph in der Rod-Laver-Arena ist Zverev zwar immer noch zwei Matches entfernt, und am Freitag wird er gegen den Österreicher Dominic Thiem, der den Weltranglistenersten Rafael Nadal bezwang, zunächst um den Einzug ins Finale spielen müssen. Aber nachdem er wie ein Bulldozer seine mentale Blockade fortgeräumt hat, erscheint wenig unmöglich.

Die staunenden Zuschauer im Rücken: Alexander Zverev auf dem Weg in sein erstes Grand-Slam-Halbfinale.

(Foto: KAI PFAFFENBACH/REUTERS)

18 Anläufe hatte Zverev bei den Grand- Slam-Turnieren in Melbourne, Paris, Wimbledon und New York zuvor unternommen, immer, wenn es ernst wurde, stand er wie vor einer Wand. Als bestes Ergebnis wurde bislang das Viertelfinale in Roland Garros für ihn vermerkt, das er zweimal (2018, 2019) erreichte. „Ich habe es vielleicht zu sehr gewollt, ich habe es vielleicht zu professionell gemacht“, glaubt Zverev nun. Er sei, sobald er sich auf seiner Mission wähnte, nicht mehr mit Freuden ausgegangen, habe keine Restaurants besucht, mit niemandem geredet. Es klingt, als seien die Grand Slams, der Goldstandard im Tennis, zur Obsession geworden.

Vielleicht wollte der Hochbegabte wirklich zu schnell zu viel. Zverev, der Ungeduldige, hat auf seinem recht kurzen Karriereweg eine beachtliche Kollektion an jenen Pokalen eingeheimst, die weniger mit Bedeutung aufgeladen sind als die Silberschüssel der Australian Open, die am Sonntag vergeben wird. Elf Titel auf der ATP-Tour stehen für ihn zu Buche, darunter der Sieg beim ATP-Finale 2018 in London. Zwischenzeitlich stieg er zur Nummer drei der Weltrangliste auf. Von da an galt er als gefährlichster Herausforderer des Tennis-Triumvirats: Roger Federer, 38, Rafael Nadal und Novak Djokovic, beide 32.

Nummer sieben

Alexander Zverev ist bei den Australian Open als siebter deutscher Spieler in das Halbfinale eines Grand Slams eingezogen – als erster seit Tommy Haas 2009 in Wimbledon. Der bisher letzte Finalist war Rainer Schüttler 2003 bei den Australian Open (gegen Andre Agassi). Ein Sieg gelang zuletzt Boris Becker (1996 in Melbourne). Halbfinalisten in der Profi-Ära (seit 1968) 18 Boris Becker (zwischen 1985 und 1996) 6 Michael Stich (1991 – 1997) 4 Tommy Haas (1999 – 2009) 2 Rainer Schüttler (2003 und 2008) 1 Nicolas Kiefer (2006) 1 Karl Meiler (1973) 1 Alexander Zverev (2020)

Doch statt die Großen Drei mit Schwung vom Sockel zu stoßen, wurde er häufig selbst aus dem Tableau katapultiert, vorigen Sommer in Wimbledon schon in Runde eins. Deshalb hält er auch wenig von oft gehörten Thesen, dass es die drei vermeintlich alten Männer sind, die der anstürmenden Jugend ständig die Tour vermasseln, als handle es sich um eine Tennisversion von Tolkiens „Der Herr der Ringe“ mit dem weißbärtige Zauberer Gandalf und seinem Ruf: „Du kannst nicht vorbei!“ Ein Mythos, wie Zverev erklärte: Denn so häufig habe er sich mit dem Trio bei den Grand Slams in Wahrheit gar nicht auseinandergesetzt. Er stand sich stattdessen eher selbst im Weg. Nach Wimbledon, dem Tiefpunkt im letzten Jahr, trennte er sich von seinem Trainer Ivan Lendl. Die privaten und beruflichen Probleme, über die er klagte, sind mittlerweile gelöst, auch wenn ihn der Rechtsstreit mit seinem früheren Manager Patricio Apey noch eine Weile beschäftigen dürfte.

Und so war es vielleicht ganz heilsam, dass er diesmal ohne Hoffnungen nach Melbourne kam. Zu Beginn des Jahres hatte er beim ATP-Cup in Brisbane „verheerend gespielt“, wie er selbst sagte. Sein Zitteraufschlag wirkte beängstigend, er verlor alle drei Matches. Der Teamverantwortliche, Boris Becker, riet ihm dringend, seine Einstellung zu überdenken und sich schleunigst einen neuen Trainer zu suchen.

Zverev schlug alle guten Ratschläge in den Wind. „Es liegt nicht an meinem Team“, sagte er: „Es liegt an mir.“ Nach der Erfahrung von Brisbane trainierte er wie nie zuvor, sagte er, manchmal sieben Stunden am Tag, bis er sich wieder sicher im Umgang mit dem Racket wähnte.

2020 Australian Open - Day 10

„Es liegt nicht an meinem Team. Es liegt an mir“: Alexander Zverev.

(Foto: Cameron Spencer/Getty Images)

Zwar lief auch das Match gegen den dreimaligen Grand-Slam-Sieger Wawrinka am Mittwoch zunächst nicht nach Plan. Sein Aufschlag ließ ihn anfangs im Stich, er verlor den ersten Satz schnell 1:6, weil Wawrinka sich keine Fehler leistete und die Bedingungen bei Temperaturen um 32 Grad ungewohnt für ihn waren. Doch er behielt die Nerven. Im zweiten Satz verbesserte sich sein Service, er gewann alle fünf Aufschlagspiele ohne Punktverlust und nutzte seine Chance zum Break zum 5:3. Als auch der dritte Satz gewonnen war, öffnete sich endlich, im 19. Anlauf, der Spalt zum Halbfinale.

Zverev hat anschließend seinem Vater gedankt, in einer burschikos-liebevollen Art, in der das nur ein Sohn kann: „Er ist einer von diesen normalen Trainern, die ihre Spieler nicht besonders mögen“, erklärte er unter dem Gelächter des Publikums in der Arena. Dann wurde er ernst: „Er hat mich zu dem Tennisspieler gemacht, der ich bin.“ Und deshalb wird es auch keine Änderungen in seinem Betreuerteam geben. Wenn sein Vater ihm sage, er sei müde, „dann verstehe ich das, und wir holen Hilfe“. Aber er sehe keinen Grund, zu radikalen Lösungen. Er glaube, dass sein Vater „für lange Zeit Teil meines Teams bleiben werde“.



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RB Leipzig Sportdirektor Markus Krösche über Friseurtermin

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Der Besuch von Star-Friseur Sheldon Edwards im Teamhotel von RB Leipzig ist auch fünf Tage danach noch Gesprächsthema.

„Das war vielleicht keine glückliche Entscheidung“, sagte Sportdirektor Markus Krösche beim Sportbusiness-Kongress SPOBIS in Düsseldorf zum Vorfall, der sich am Tag vor dem Liga-Spiel gegen Eintracht Frankfurt erreignet hatte. 

Neun Leipziger hatten Edwards einfliegen lassen, um top-gestylt ins Spiel gehen zu können. „Die Jungs haben das eingesehen, damit ist das Thema für uns auch erledigt“, sagt Krösche nun. 

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Ein Thema, dass trotz der erst kürzlichen Verpflichtung von Dani Olmo noch nicht ganz erledigt haben könnte, sind weitere Transfers bei RB. 

Olmo erst der Anfang?

Krösche zumindest ließ sich alle Möglichkeiten offen: „Es sind ja noch ein paar Tage Zeit. Ich würde jetzt nichts ausschließen. Es kann immer noch etwas passieren.“

Der Sportdirektor wurde noch konkreter: „Da wir den ein oder anderen Verletzten im defensiven Bereich haben, werden wir uns da umschauen.“ Aber auch nur dann, wenn es zu 100 Prozent passen würde und man das Gefühl hätte, dass ein Spieler die Fähigkeiten habe, den Leipzigern sofort weiterhelfen zu können, so der 39-jährige weiter. 

Der CHECK24 Doppelpass am Sonntag, 11.00 Uhr mit Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche

Mit dem oben angesprochenen Olmo oder auch Borussia Dortmunds neuem Wunderstürmer Erling Haaland sind zwei vielversprechende junge Talente in die Bundesliga gekommen, bei denen erwartet wird, dass sie nach kurzer Eingewöhungszeit viel Spielzeit bei ihren jeweiligen Vereinen erhalten werden.

Talententwicklung nicht nur Aufgabe des DFB

Die Tendenz für Einsatzzeiten für deutsche Talente ist dagegen rückläufig: „Ich glaube, dass wir uns generell in dem Bereich weiterentwickeln müssen, und dass wir jungen Talenten frühzeitig die Möglichkeit geben müssen auch im Profibereich Fuß fassen zu können.“ so die klare Meinung von Krösche.

Dabei sieht er nicht nur den DFB in der Pflicht: „Das ist eine Aufgabe, die wir alle haben. Nicht nur der DFB, sondern auch wir Vereine. Daran müssen wir alle arbeiten, um wieder in der Lage zu sein auch viele deutsche Talente zu entwickeln.“

RB Leipzig selbst hat eine beachtliche Entwicklung hinter sich. Nach ihrem Durchmarsch aus der Regionalliga in das deutsche Oberhaus, gehören die Roten Bullen inzwischen neben den Bayern und Dortmund zu den besten Mannschaften der Bundesliga. Die kürzlich gewonnene Herbstmeisterschaft sowie aktuell Platz 1 in der Tabelle unterstreichen diesen Status. 

Top 4 nach wie vor Ziel

An den Zielen ändert der aktuelle Tabellenplatz für Krösche aber nichts: „Wir wollen unter die ersten Vier kommen, sprich uns für die Champions League zu qualifizieren ist unser Ziel.“ Für ihn sei aber die Art und Weise, wie die Leipziger auftreten entscheidend.

„Die Jungs haben sich weiterentwickelt. Sie haben sehr, sehr gute Spiele abgeliefert, haben unheimlich viele Punkte geholt und das ist das, worauf wir uns fokussieren. Wir versuchen jeden Tag, dass wir unsere Leistung, die wir in den letzten Wochen und Monaten gezeigt haben, auf den Platz zu bekommen und dann werden wir Spiele gewinnen. Vielleicht auch viele Spiele gewinnen und dann wird man nachher sehen wo man landet.“

Ob man ganz oben landen kann, darüber werden die nächsten zwei Wochen Aufschluss geben. Denn spätestens wenn das Top-Spiel kommenden Samstag gegen Gladbach (ab 18:30 im LIVETICKER) und der Kracher die Woche drauf bei den Bayern erfolgreich für die Leipziger laufen, könnte das Ziel von Top 4″ doch noch in Richtung „Meisterschaft“ nach oben korrigiert werden.   



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Leichtathletik-Hallen-WM 2020 in Nanjing abgesagt

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