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China und die USA wollen wieder zusammenarbeiten

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John Kerry

Der amerikanische Klimabeauftragte war am Mittwoch unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in China angekommen.


(Foto: AP)

Berlin China und die USA sind sich einig, dass vor der nächsten internationalen Klimakonferenz Ende des Jahres in Glasgow Zusagen zur Bekämpfung des Klimawandels verstärkt werden sollten. Dies teilte das chinesische Umweltministerium nach einem Treffen zwischen dem chinesischen Klimabeauftragten Xie Zhenhua und seinem US-Kollegen John Kerry in Schanghai am Donnerstag und Freitag mit.

„Die Vereinigten Staaten und China verpflichten sich zur Zusammenarbeit miteinander und mit anderen Ländern, um die Klimakrise zu bewältigen“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Die beiden Länder würden den Dialog über konkrete Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen in den 2020er Jahren fortführen, um die im Pariser Klimaabkommen festgelegte Temperaturgrenze für die Erderwärmung einzuhalten.

Der amerikanische Klimabeauftragte John Kerry war am Mittwoch unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in China angekommen. Es war der erste Besuch eines hochrangigen Vertreters der amerikanischen Regierung seit dem Amtsantritt von US-Präsident Joe Biden.

Damit wurde der nach dem Rückzug der Trump-Regierung aus dem Pariser Klimaabkommen abgebrochene Klima-Dialog zwischen den beiden weltweit größten Emittenten von Treibhausgasen wieder aufgenommen. Kerry reiste von China nach Südkorea weiter.

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Außerdem ermahnt Kerry alle Staaten zur Eile. „Es ist äußerst dringlich“, sagte Kerry am Sonntag dem britischen Sender Sky News. Einige Länder täten nicht genug. Zwar werde die globale Temperatur auch deutlich steigen, wenn das Pariser Klimaschutzabkommen komplett umgesetzt wird.

Kerry fordert mehr Verantwortung Chinas

In Paris hatten die Staaten sich zum Ziel gesetzt, die Erderwärmung deutlich unter zwei – besser 1,5 Grad – zu halten. Doch derzeit steuere die Welt auf einen Anstieg der Erderwärmung von „4 Grad oder mehr“ zu, sagte Kerry.

„Das ist mehr als katastrophal für Lebensmittelproduktion, Wasser, Bewohnbarkeit in verschiedenen Teilen des Planeten, die Eisschmelze, den Anstieg des Meeresspiegels, die Erwärmung.“ Der US-Klimabeauftragte forderte China auf, mehr Verantwortung zu übernehmen. Das Land mit nahezu 30 Prozent der weltweiten Emissionen sei von entscheidender Bedeutung.

US-Präsident Joe Biden hat für den 22. und 23. April einen Klimagipfel einberufen. Im November soll im schottischen Glasgow die 26. UN-Klimakonferenz stattfinden.

Kerry entschuldigte sich für die US-Klimapolitik unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump. „Die USA sind in den letzten vier Jahren unter der Nicht-Führung von Präsident Trump zu einem Abtrünnigen geworden“, sagte der Ex-Außenminister. „Aber jetzt sind wir zurück und präsentieren eine sehr aggressive Reihe von Initiativen, um zu versuchen, verlorene Zeit auszugleichen.“

Es sei die Pflicht der USA gewesen, ins Pariser Klimaschutzabkommen zurückzukehren. Die USA würden ihren Beitrag leisten, um das Ziel einer Erderwärmung von 1,5 Grad möglichst einzuhalten.

Mehr: Wie der Klimaschutz die Geopolitik prägt, analysiert Ex-Bundesumweltminister Jürgen Trittin in einem Gastkommentar.



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Streit um globale Impfgerechtigkeit: Patente auf Impfstoffe freigegeben? | Frontal21

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So wurden etwa in Indien erst wenige Prozent der Bevölkerung geimpft, obwohl das Virus dort besonders wütet. Auch deshalb hat in den letzten Tagen die Debatte um eine gerechte, globale Impfstoffverteilung an Fahrt gewonnen: Während sich die USA mittlerweile für eine Aussetzung des Patentschutzes aussprechen, stößt der Vorschlag bei Pharmakonzernen, aber auch bei der Bundesregierung bislang auf wenig Gegenliebe.

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#Frontal21 #Impfstoffe #Patente
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Nahostkonflikt: Aktuelle Lage und innenpolitische Spannungen in Israel und Palästina

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