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Champions League: Beim Rückspiel gegen Real steht Tuchel vor seltenem Kunststück

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Champions League, Halbfinale: Beim Rückspiel gegen Real Madrid steht Chelsea-Trainer Tuchel vor seltenem Kunststück

Pikantes Halbfinal-Rückspiel in der Champions League: Superliga-Rädelsführer Real Madrid gastiert beim FC Chelsea, der als erster unter den zwölf Mitgründern zurückgerudert war. „Blues“-Trainer Thomas Tuchel könnte dabei ein wirklich seltener Coup gelingen.

Thomas Tuchel steht vor einem seltenen Kunststück: Nach dem 1:1 in der vergangenen Woche bei Real Madrid hat der Trainer des FC Chelsea beim Halbfinal-Rückspiel am Mittwoch in London beste Chancen, binnen eines Jahres mit zwei verschiedenen Vereinen das Champions-League-Finale zu erreichen. „Wir sind bereit für einen großen Kampf“, sagte der 47-Jährige auf der Klubwebsite.

Real Madrid und den Stars um Nationalspieler Toni Kroos, Karim Benzema & Co. droht derweil bei einer Pleite womöglich ein langer Abschied aus Europa. Klub-Chef Florentino Pérez hält nämlich weiter stur an seinen Plänen fest, und die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat harte Strafen gegen die Rädelsführer der umstrittenen Aktion nicht ausgeschlossen.

Droht Real Madrid Champions-League-Ausschluss?

Madrider Medien befürchten daher sogar einen Ausschluss aus der Königsklasse in der kommenden Saison. Davon bedroht seien neben Real auch der FC Barcelona und Juventus Turin, die alle der Superliga noch keine Absage erteilt haben, heißt es.

Uefa-Chef Aleksander Ceferin sprach jüngst von „unterschiedlichen“ Strafen. Auf der einen Seite für die neun Mitgründer-Klubs, die abgesprungen sind, darunter der FC Chelsea, der als erster zurückgerudert war; auf der anderen diejenigen, „die denken, dass die Erde eine Scheibe ist und die Super League immer noch existiert“, wie sich der Slowene vor wenigen Tagen äußerte.

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Die Medien aus Spaniens Hauptstadt sind aber davon überzeugt, dass ein Ausschluss von Real auch gegenüber den Geldgebern schwerer durchzusetzen sein werde, wenn Real den fünften Königsklassen-Titel seit 2014 holt.

Und ungeachtet des schmeichelhaften 1:1 im Hinspiel geben die Madrilenen im Duell gegen den formstarken „FC Germany“ von Timo Werner, Kai Havertz und Antonio Rüdiger noch lange nicht auf. „Wir werden immer stärker, und wir wollen beide Titel holen (Liga und Champions League)“, sagte Abwehrmann Eder Militão nach dem 2:0-Erfolg am Samstag bei der Generalprobe gegen Osasuna.

Chelsea-Coach Tuchel: „Real wird es und schwer machen“

Leicht wird es für Chelsea sicher nicht werden. Real ist immerhin seit 19 Spielen in Serie ohne Niederlage. Die Abwehr steht meistens wie ein Bollwerk, und in London sind die eisenharten Sergio Ramos und Ferland Mendy wieder dabei.

Trainer Zinedine Zidane muss zwar in der Abwehr auf die verletzten Raphael Varane, Dani Carvajal und Lucas Vázquez verzichten. Aber er setzt im Mittelfeld auf sein gegen Osasuna geschontes Kreativ-Duo. „Kroos und Modric haben sich ausruhen können, und das ist gut.“

„Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir eine starke Leistung brauchen, weil es uns Real Madrid schwer machen wird“, sagte Tuchel am Wochenende nach dem 2:0 gegen den FC Fulham mit einem Doppelpack von Havertz. Man werde „um jeden Zentimeter kämpfen“.

Chelsea steht bereits im Finale des FA Cups

Seit Tuchel das Traineramt bei Chelsea im Januar übernommen hat, geht es stetig bergauf. Vier Spieltage vor dem Ende der Premier League haben die Londoner gute Chancen, Platz vier zu halten, um auch im kommenden Jahr in der Königsklasse zu spielen.

Außerdem steht Chelsea im FA Cup im Endspiel. Bei den Blues überwogen nach dem Hinspiel allerdings die Enttäuschung und das Gefühl, dass noch mehr drin gewesen wäre, wenn man die Chancen genutzt hätte.

Werner, der in Madrid eine Großchance vergeben hatte, glänzte gegen Fulham immerhin als Vorlagengeber. Wer wird gegen Real stürmen? „Wir warten und sehen dann, wer in guter Form ist, mit welchem System wir spielen und wo wir versuchen ihnen wehzutun“, sagte der Coach. Mit Blick auf das Comeback von Madrid-Kapitän Ramos sagte er: „Wenn wir ganz ohne Stürmer spielen und Ramos nichts zu bekämpfen hat, könnte das auch eine Lösung sein.“

Im Video: United-Fans stürmen Manchesters Old Trafford – Spiel gegen Liverpool verschoben

 

blk/dpa

 

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Papst prangert Kindesmissbrauch als „psychologischen Mord“ an

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Papst Franziskus hat sexuellen Kindesmissbrauch als eine Art seelischen Mord bezeichnet. Die Taten würden etwa in Schulen, beim Sport, in Freizeiteinrichtungen und Religionsgemeinschaften sowie bei Einzelpersonen verübt und müssten konsequent aufgedeckt werden, sagte das katholische Kirchenoberhaupt.

„Kindesmisshandlung ist eine Art „psychologischer Mord“ und in vielen Fällen eine Auslöschung der Kindheit“, mahnte Franziskus am Samstag im Vatikan. Der Papst äußerte sich bei einer Audienz für Mitglieder des italienischen Anti-Missbrauchsvereins mit dem Namen Meter. Der Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung sei eine Pflicht aller Staaten. Diese müssten sowohl Menschenhändler als auch Täter von Missbrauchsverbrechen verfolgen und bestrafen, sagte Franziskus. Der 84-Jährige kritisierte die Werbung für Kinderpornografie, die über das Internet und verschiedene Soziale Medien stattfinde.

Die katholische Kirche selbst steht auch immer wieder in der Kritik, weil sie Fälle von Kindesmissbrauch in den eigenen Reihen vertuscht hatte. Außerdem wird ihr vorgeworfen, dass Würdenträger Vorwürfe nicht schnell genug aufarbeiten würden.





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Sonderkommission gegen Linksextremismus: Sachsens LKA soll mit Nazis kooperieren

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Als das rechtsextreme Magazin Compact eine strittige Behauptung über die Linken-Politikerin Juliane Nagel veröffentlichte, entbrannte daraus ein Rechtsstreit, der derzeit weiter vor dem Landgericht Leipzig behandelt wird. Wie das Leipziger Stadtmagazin „kreuzer“ berichtet, begründete Compact die Behauptung, indem es die angebliche Quelle dafür offenlegte: Ein Beamter des LKA Sachsens.

Gab es regen Informationsaustausch zwischen dem LKA und der rechtextremen Szene?

Der ehemalige NPD-Kreischef, Ex-Stadtrat und mehrfach vorbestrafte Enrico Böhm erklärte in einer eidesstattlichen Versicherung, dass er die Informationen über Nagel von einem Beamten bekommen habe, der im Bereich des Staatsschutz arbeiten soll. Sogar den Namen des betroffenen Mannes habe er dafür nennen können. Gegen ihn wurde nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ob die Behauptungen Böhms der Wahrheit entsprechen, bleibt derzeit allerdings weiter fraglich.

Nach Recherchen des „kreuzers“ sollen Unterlagen des LKA Sachsen jedoch beweisen, dass zumindest in die andere Richtung ein reger Informationsaustausch geherrscht habe. So verwende das LKA seit 2018 in mehreren Ermittlungsverfahren Material über vermeintliche Linksextreme, das direkt aus dem persönlichen Umfeld von Enrico Böhm stammen soll – obwohl er in keins dieser Verfahren involviert war.

14-seitiges Dossier über vermeintliche Linksextreme

Beispielsweise soll die ehemalige Lebensgefährtin des Politikers im Oktober 2018 ein 14-seitiges Dossier mit Namen, Fotos und Personenbeschreibungen aus der vermeintlichen linken Szene Leipzigs vorlegt haben. Zusätzlich habe sie mehr als eine Stunde erklärt, warum sie die genannten Personen als relevant für die Arbeit des LKAs ansah. Auch woher sie ihre Informationen hatte, habe die Frau offengelegt: In den Akten der Ermittlungen gegen einen befreundeten Neonazi habe sie die Handynummer eines potenziell Linksextremen gefunden. Anschließend habe sie dessen Profilbilder in verschiedenen Messengerdiensten gespeichert und in den sozialen Netzwerken weitere Informationen gesammelt.

Jahrelang soll das LKA und die dazugehörige Soko Linx immer wieder auf dieses Dossier zurückgegriffen haben, wie weitere Unterlagen zeigen sollen, die dem „kreuzer“ vorliegen. In wie vielen Fällen diese juristisch fragwürdigen Erkenntnisse tatsächlich genutzt wurden, sei allerdings unklar. Eine Anfrage beantwortete das LKA mit dem Hinweis, dass man sich nicht zu laufenden Ermittlungen äußern könne.

„Mehr als fragwürdige Arbeitsmethoden“

Der Innenexperte der Sächsischen Grünen, Valentin Lippmann, kritisiert diese möglichen Verwicklungen mit der rechtsextremen Szene stark: „Sollte die Soko Linx derartige Informationen ohne weitere Ermittlungen und Überprüfungen in Ermittlungsverfahren verwenden, wäre dies nicht nur fachlich bedenklich, sondern auch mit Blick auf die politische Brisanz ein weiterer Beleg für mehr als fragwürdige Arbeitsmethoden dieser Soko“, so Lippmann.

Er warnt weiter, dass nicht der Eindruck entstehen dürfe, dass Ermittlungsbehörden zum politischen Handlanger von verfassungsfeindlichen Strukturen gemacht werden würden. Man müsse gerade in Sachsen besonders wachsam sein, da die örtlichen Behörden bereits in der Vergangenheit durch ihren „hohen Verfolgungseifer gegenüber der linken Szene“ und „immer wieder fragwürdige und rechtswidrige Ermittlungsmethoden“ aufgefallen sei, erklärt der Grünen-Politiker im Gespräch mit dem „kreuzer“.

Lesen Sie auch: Polizei zeigt sich entsetzt – Punktesystem für Straftaten: Linksextreme Gruppen wetteifern um „Randale-Preis“





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Christian von Dänemark feiert Konfirmation, Familie kommt zusammen

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Die nächste Stufe des Erwachsenwerdens ist erklommen worden: Der dänische Prinz Christian feierte am Samstag seine Konfirmation. Dafür kam die ganze royale Familie zusammen und posierte für ein neues Bild.

Foto-Serie mit 19 Bildern

Christian von Dänemark ist am Samstag, dem 15. Mai, in der Schlosskirche Fredensborg konfirmiert worden. Der mit 15 Jahren älteste Sohn von Kronprinz Frederik und Prinzessin Mary schritt gemeinsam mit seinen Eltern und Geschwistern, der 14 Jahre alten Prinzessin Isabella sowie den vier Jahre jüngeren Zwillingen Prinz Vincent und Prinzessin Josephine, zur Kirche. Dort wurde die Familie auf der Haupttreppe von Königin Margrethe II. empfangen und posierte für Fotos. Die Zeremonie um 11 Uhr wurde vom königlichen Beichtvater und Bischof Henrik Wigh-Poulsen geleitet.

Königliche Familie erscheint modisch perfekt abgestimmt

Zur Konfirmation erschien Kronprinz Frederiks Familie modisch perfekt abgestimmt in einheitlichen Farben. Die Herren, Prinz Frederik, Prinz Christian und Prinz Vincent, trugen dunkelblaue Anzüge. Prinzessin Mary war in ein dunkelblaues Kleid mit weißen Punkten gekleidet. Prinzessin Isabella trug einen hellbeigen Hosenanzug mit hellblauem Oberteil, Prinzessin Josephine griff ähnlich wie ihre Mutter auf ein dunkelblaues Kleid mit weißen Punkten sowie – einheitlich mit ihrer Schwester – auf einen beigefarbenen Blazer zurück. Margrethe II. präsentierte ein hellrotes Kleid.

Prinz Christian von Dänemark (2.v.l.) posierte mit seinem Vater, Prinz Frederik (l.), seiner Großmutter, Königin Margrethe II., sowie seinen Geschwistern und seiner Mutter für ein Familienfoto. (Quelle: IMAGO / PPE)

Auch Prinz Christians Cousins, Prinz Nikolai und Prinz Felix, waren anwesend. Wegen der Corona-Pandemie konnten nur 25 Gäste an der Konfirmation teilnehmen. Familienmitglieder aus dem Ausland konnten demnach nicht anreisen. Laut einer Mitteilung des dänischen Königshauses diente die Schlosskirche Fredensborg bereits als Schauplatz für mehrere königliche Konfirmationen. Vor 40 Jahren wurde dort auch Kronprinz Frederik konfirmiert.



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