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Boris Herrmann kollidiert bei Vendée Globe mit Fischerboot – Charlie Dalin als Erster im Ziel

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Wenige Stunden vor seiner Ankunft bei der Vendée Globe ist der Deutsche Boris Herrmann am Mittwochabend mit einem Fischerboot kollidiert. Das bestätigte sein Team. Die Kollision ereignete sich etwa 90 Seemeilen vor der Ziellinie. Herrmann sei unverletzt, doch seine „Seaexplorer“-Yacht habe einige Schäden davongetragen. Der 39 Jahre alte Hamburger werde seine Fahrt ins Ziel nur mit stark reduzierter Geschwindigkeit fortsetzen können.

Zuvor war am Abend Charlie Dalin nach gut 80 Tagen im französischen Les Sables d’Olonne angekommen. 37 Tage lang lag der Franzose an der Spitze der härtesten Regatta der Welt. Er hat den Globus umsegelt – ganz alleine, ohne jemals anzuhalten und ohne jegliche physische Hilfe von außen. Doch obwohl er um 20.36 Uhr nach genau 80 Tagen, sechs Stunden, 15 Minuten und 47 Sekunden als Erster die Ziellinie überfuhr, ist er wahrscheinlich nicht der Sieger der wegen ihres großen Aufwandes nur alle vier Jahre stattfindenden Wettbewerbs.

Denn der 36 Jahre alte Segler genießt anders als drei seiner Verfolger keine Zeitgutschrift. Drei Skipper hinter ihm, darunter Herrmann, waren Anfang Dezember einem untergehenden Konkurrenten zur Hilfe geeilt. Jean le Cam, der Senior im Feld, hatte den Franzosen Kevin Escoffier aus dem Wasser gefischt und auf seinem Boot aufgenommen; Boris Herrmann und Yannick Bestaven hatten zuvor ihren Kurs geändert, um zur Stelle zu sein.

Daher bekam Le Cam gut sechzehn Stunden, Bestaven mehr als zehn Stunden und Herrmann sechs Stunden gut geschrieben. Eine internationale Jury hatte dies entsprechend der Regattaregeln so entschieden. Solche Rettungsaktionen sollen nicht zu einem Nachteil führen, daher gibt es den Ausgleich.

Einige kritische Stimmen meldeten sich am Mittwoch angesichts dieses ungewöhnlichen Zieleinlaufs, denn nach dem Eintreffen des Ersten konnte weder eine Prognose über den Sieger noch über die Ränge abgegeben werden. „Die Regeln sind nicht perfekt, doch keiner hat bisher ein besseres System gefunden. Man muss den Leuten, die mir zur Hilfe eilten, einen Ausgleich gewähren“, sagt der Skipper Escoffier am Mittwoch in Sables d’Olonne der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Solidarität darf nicht bestraft werden“, meinte auch der Skipper Thomas Coville, der schon vor 20 Jahren an einer Vendée Globe teilgenommen hat, „ich kenne keinen anderen Sport, bei dem Ihr schlimmster Feind Ihnen vielleicht eines Tages das Leben rettet“, sagte Coville.

Auch wegen der Coronavirus-Krise war bei der diesjährigen Vendée Globe alles anders. Keine Menschenmassen säumten den Hafenkanal „Chenal“ von Sables d’Olonne, denn während der Pandemie sind Menschenansammlungen verboten. Immerhin hatte der Bürgermeister der Kleinstadt 300 Freiwilligen erlaubt, am Uferrand Beifall zu spenden und Leuchtfeuer zu schwenken. So sollte die Ankunft für den Ersten nicht allzu deprimierend ausfallen.

Der Franzose Dalin gehörte von Anfang zu den Favoriten und hielt in den letzten Wochen trotz der Anstrengungen seiner schnellsten Verfolger – neben Herrmann war das vor allem der Franzose Louis Burton – die Führung fast ohne Unterbrechung. Dalin ist nicht nur Profiskipper, sondern auch Bootsarchitekt. Er hat schon ein etlichen Solo-Regatten teilgenommen, doch noch nie an der Vendée Globe, die manche als den „Everest der Meere“ oder als das letzte große Abenteuer bezeichnen.

Wann Boris Herrmann, der ebenfalls seine erste Vendée Globe absolviert hat, im Ziel erwartet wird, ist nach der Kollision bislang unklar. Zuletzt lag er auf dem dritten Rang. Zudem richten sich alle Augen auf Bestaven. Der Franzose könnte aufgrund seiner umfangreichen Zeitgutschrift von zehn Stunden am Ende ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen.



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Leipzig-Chef Mintzlaff will keinen Meisterkampf ausrufen

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Leipzig (dpa) – Die Verantwortlichen von RB Leipzig halten sich im Kampf um die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga verbal deutlich zurück.

„Wir waren in der letzten Saison Herbstmeister und am Ende Dritter. Deshalb rufen wir nicht den Meisterkampf aus“, sagte Vorstandschef Oliver Mintzlaff im ZDF-Morgenmagazin. „Es macht keinen Sinn, unser Saisonziel Champions-League-Qualifikation über Bord zu werfen und zu sagen, wir greifen die Bayern an.“ Leipzig hatte als Zweiter zwischenzeitlich sieben Punkte Rückstand auf München, liegt vor dem 23. Spieltag aber nur noch zwei Punkte hinter dem Rekordmeister.

Leipzig trifft am Samstag (18.30 Uhr/Sky) auf Borussia Mönchengladbach. Mutige Ansagen sparte sich Mintzlaff. „Wir denken nicht an die Tabellenspitze, sondern an das wichtige Spiel gegen Gladbach. Es sind Floskeln, aber wir denken nur von Spiel zu Spiel“, sagte der 45-Jährige. Bayern spielt bereits zuvor gegen den 1. FC Köln, so dass RB bei einem Überraschungssieg der Rheinländer die Tabellenführung übernehmen könnte.



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Europa League: TSG-Hoffenheim-Blamage gegen Molde FK

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Uli Hoeneß hätte sicherlich getobt, wenn der FC Bayern München so aus dem internationalen Geschäft rausgeflogen wäre. Sein Neffe Sebastian Hoeneß hingegen blieb auch nach seiner schwersten Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim besonnen. Der 38 Jahre alte Trainer verpasste mit den Kraichgauern am Donnerstagabend in der Europa League den erstmaligen Achtelfinaleinzug und eine „historische Chance“, wie er selbst einräumte. „Wir müssen einfach mal der Enttäuschung Platz lassen“, sagte Hoeneß nach dem Abpfiff und bemühte sich um Fassung: „Aktuell ist es extrem hart.“

Das 0:2 in Sinsheim gegen den norwegischen Außenseiter Molde FK fühlte sich für die Hoffenheimer ähnlich bitter an wie das ärgerliche 3:3 im Hinspiel nach einer 3:1-Führung. Unterm Strich stand etwas, was Torhüter Oliver Baumann und Abwehrchef Florian Grillitsch unisono als „Wahnsinn“ bezeichneten. „Nach den beiden Spielen ist es Wahnsinn, dass du nicht weiter bist“, sagte Baumann völlig frustriert. Eirik Andersen schockte mit seinen Toren in der 20. Minute und in der Nachspielzeit die TSG.

Hoeneß „tief enttäuscht“

„Ich glaube, wir hatten 800 Flanken in den Sechzehner. Irgendwann muss da halt mal wer von uns stehen“, sagte der österreichische Nationalspieler Grillitsch. Vor allem Munas Dabbur, der schon beim ersten Duell einen Elfmeter verschoss, scheiterte mehrfach an Torwart Andreas Linde. „Es ist unerklärlich, mir fehlen die Worte“, meinte Baumann.

„Wir sind natürlich tief enttäuscht, es fühlt sich sehr, sehr bitter an“, sagte Hoeneß. „Ich möchte der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Es war das vierte Spiel innerhalb kürzester Zeit ohne große Rotationsmöglichkeiten.“

Der Verweis auf die anhaltenden Personalsorgen wird Hoeneß in den nächsten Wochen kaum weiterhelfen. Am Sonntag (13.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga sowie bei DAZN) tritt seine frustrierte Truppe in der Bundesliga bei Union Berlin an, das ähnlich robust auftreten wird wie die Norweger.

Die Hoffenheimer liegen derzeit zehn Punkte vom Tabellensechsten Borussia Dortmund weg und müssen nun fürchten, dass die Partie gegen Molde für längere Zeit das letzte Europacup-Spiel war. Und im DFB-Pokal war die TSG an der SpVgg Greuther Fürth gescheitert, ebenso wie Molde ein Außenseiter.



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Wegen Bayern-Wechsel: PSG-Boss Leonardo tritt gegen Tanguy Nianzou nach – FUSSBALL INTERNATIONAL

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Im Sommer 2020 wechselte Tanguy Nianzou (18) von Paris Saint-Germain ablösefrei zum FC Bayern. Ein Transfer, der PSG-Boss Leonardo (51) offenbar immer noch schmerzt. Im Interview mit dem Radiosender „France Bleu Paris“ tritt der Sportdirektor nun nach.

„Tanguy konnte mit uns Champions League spielen und bei Bayern ist er nun fast ein Jahr ohne zu spielen“, sagte der Brasilianer und führte aus: „Es heißt immer: ‚PSG hat ein Talent verloren.‘ Aber manchmal denke ich, dass nicht PSG etwas verliert, sondern die Talente, die Paris verlassen.“

Das Problem vieler junger Spieler sei, zu glauben, dass sie woanders schnell „das Paradies finden“, meint Leonardo.

„Viral Daneben“
Irrer Knie-Sprint in Kroatien

Quelle: HNTV/DAZN/Sportdigital

Was der PSG-Boss bei seiner Kritik an Tanguy Nianzou offenbar vergessen hat: Der junge Franzose hat fast die gesamte Saison mit Verletzungen zu kämpfen, kam auch deshalb bisher nur auf 21 Minuten Einsatzzeit bei den Bayern. Aktuell ist er wegen eines Bündelrisses im Oberschenkel außer Gefecht gesetzt.





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