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Wirtschaft

Börse: Verluste im Dax, Ausverkauf an der Nasdaq und im Nikkei

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Steigende Renditen am US-Anleihemarkt sowie der Kursrutsch an der Nasdaq machen am Freitag auch den Aktien-Anlegern in Deutschland zu schaffen. Der Dax sackte am Freitag im frühen Handel weiter ab und fiel zeitweise unter die Marke von 13.700 Punkten, bevor nach einer Stunde Handel ein Erholungsversuch einsetzte. In den USA hatten die Börsen am Vorabend sehr schwach geschlossen und am Freitagmorgen folgten die asiatischen Börsen mit kräftigen Verlusten, der Nikkei in Japan verlor rund 4 Prozent an Wert. Zeitweise notierte der Dax 1,4 Prozent schwächer auf 13.685 Punkte, konnte aber sein Minus zuletzt auf 0,6 Prozent begrenzen. Zu den größten Verlierern gehörte am Freitag die Aktie von BASF, während die Aktie der Deutschen Telekom nach Zahlen zulegte.

Am Vortag noch hatte der Dax einen kurzen Ausflug über die 14.000 Punkte gewagt und war in Richtung seines Rekordhochs vom 8. Februar bei 14 169 Punkten gelaufen. Doch rasch setzten dann Gewinnmitnahmen ein. Anleger werden nervös wegen der wachsenden Inflationsgefahr.

Überangebot der Notenbanken sorgt für steigende Renditen bei Staatsanleihen

„Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem die höheren Zinsen sowohl den Finanzplanern der Unternehmen als auch den Finanzministern der Staaten Sorgen bereiten“, sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Einer der Gründe sei unter anderem das stark zunehmende Angebot an Staatsanleihen, da Hilfspakete für die Wirtschaft weltweit überwiegend darüber finanziert würden. Das sorge für fallende Kurse dieser Papiere und damit für steigende Renditen bei Anleihen. Gleichzeitig könnte mit der höheren Verschuldung die Kreditwürdigkeit einiger Staaten womöglich sinken und auch dafür verlangten Anleger eine Entschädigung in Form höherer Zinsen.

BASF enttäuscht Anleger, Telekom steigert Umsatz

Unter den Einzelwerten im Dax stehen Unternehmen mit Geschäftsberichten im Blick: Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hatte bereits Ende Januar Eckdaten bekannt gegeben. Nun folgten Details und ein Ausblick auf 2021, der Marktteilnehmern zufolge mit Blick auf die Ergebnisaussichten klar enttäusche. Im frühen Handel büßte das Papier im Vergleich zum Xetra-Börsenschluss am Vortag 2 Prozent ein.

Die Deutsche Telekom legte ebenfalls ihre Zahlen zum abgelaufenen Jahr vor und fuhr erstmals in ihrer Geschichte einen dreistelligen Milliardenumsatz ein. Positiv aber kamen vor allem die Prognosen für das laufende Jahr an. Die Aktien gaben zwar moderat nach, hielten sich damit aber besser als der schwach erwartete Dax.

Grenke von Vorwürfen zunächst entlastet – Aktie springt

Im Fokus dürfte zudem der wegen seiner Bilanzierung in der Kritik stehende Leasingspezialist Grenke stehen. Er sieht sich durch erste Zwischenergebnisse der BaFin-Sonderprüfung zumindest in Teilen entlastet. Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mandatierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars habe den Vorwurf der Geldwäsche nicht bestätigt, teilte Grenke mit. Ein wesentlicher Kritikpunkt sei jedoch, dass die Franchise-Unternehmen nicht voll konsolidiert wurden. Dies solle nun für 2020 geschehen. Die Aktie sprang vorbörslich um 15 Prozent hoch.

Puma und Krones könnten zudem auf Analystenkommentare reagieren. So hob die Baader Bank die Aktie von Puma vor dem Hintergrund der Wachstumsaussichten des Sportartikelherstellers von „Reduce“ auf „Add“. Die britische Bank HSBC strich dagegen ihre Kaufempfehlung für das Papier des Herstellers von Verpackungsanlagen Krones, hob allerdings das Kursziel auf 81 Euro an.

Deutliche Verluste in Asien – Nikkei verliert rund 4 Prozent

Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost haben am Freitag deutlich verloren. Wieder aufgeflammte Zinsängste sorgten für die stärksten Abgaben seit März vergangenen Jahres. Damit geht eine Woche mit stärkeren Schwankungen zu Ende. Verlusten in der ersten Hälfte folgte eine Erholung am Donnerstag, bevor es nun wieder abwärts ging. Unter dem Strich notieren die wichtigsten Indizes Asiens unter dem Stand vor einer Woche. Damit ist auch die Aufwärtsbewegung seit Jahresbeginn ins Stottern geraten.

Die gestiegenen Renditen am Anleihemarkt hätten sich besonders auf die hoch bewerteten Technologieaktien negativ ausgewirkt, merkte Marktstratege Stephen Innes vom Broker AxiCorp in einem Kommentar an. Das sorgte an den technologielastigeren Börsen wie Südkorea für Abgaben. Märkte, die stärker von traditionellen, zyklischen Branchen bestimmt sind, hätten sich dagegen besser geschlagen, so Analyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda. Rückläufige Rohstoffpreise seien allerdings dem australischen Aktienmarkt nicht gut bekommen. Hier ging es um über zwei Prozent nach unten.

Halley sieht den Renditeanstieg und die zugrunde liegenden Inflationssorgen noch gelassen. Der Preisanstieg spiegele eine sich normalisierende wirtschaftliche Aktivität nach dem Einbruch des vergangenen Jahres wider. Eine gefährliche Lohn-/Preis-Spirale sei derzeit nicht abzusehen.

Für den japanischen Leitindex Nikkei 225 fiel um knapp vier Prozent auf 28 966,01 Punkte. Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen, die an Chinas Festlandsbörsen gelistet sind, notierte 2,43 Prozent tiefer mit 5336,76 Zählern. In Hongkong sank der Leitindex Hang Seng zuletzt um 3,35 Prozent auf 29 066,25 Punkte

Euro bleibt unter 1,22 US-Dollar

Der Euro hat am Freitag weiter unter der Marke von 1,22 US-Dollar notiert. Unter diese Marke war er am Donnerstagabend im Zuge einer allgemein trüberen Marktstimmung gefallen. Am Freitagmorgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,2160 Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag noch auf 1,2225 Dollar festgesetzt.

Der Euro wurde vor allem durch den stärkeren US-Dollar belastet. Die amerikanische Währung profitierte von der trüberen Stimmung an den Aktienmärkten, ausgelöst durch steigende Kapitalmarktzinsen in den USA. Hintergrund sind steigende Wachstums- und Inflationsaussichten in den Vereinigten Staaten infolge des von der Regierung angepeilten Konjunkturprogramms in Billionenhöhe.

Am Freitag stehen einige Wirtschaftsdaten auf dem Programm. In Europa werden Wachstums- und Preisdaten aus großen Volkswirtschaften wie Frankreich erwartet. In den USA stehen Zahlen zu den Konsumausgaben und zur Verbraucherstimmung an.

Ölpreise geben wieder nach

Der Höhenflug des Ölpreises ist vorerst beendet. Die Sorte Brent aus der Nordsee und die US-Sorte WTI verbilligen sich um jeweils etwa ein Prozent auf 64,71 beziehungsweise 61,01 Dollar je Barrel. Zuvor hatten sie mit 66,79 beziehungsweise 63 Dollar 14-Monats-Hochs markiert.




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Aufklärung von Wirecard-Skandal: Sonderermittler fällt hartes Urteil über EY

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Aufklärung von Wirecard-Skandal

Sonderermittler fällt hartes Urteil über EY

Sonderermittler Martin Wambach soll dem Bundestags-Ausschuss helfen, Licht in den Wirecard-Skandal zu bringen: Wie konnte das Unternehmen über Jahre ungestört Bilanzen frisieren? Der Branchenexperte legt nun sein Gutachten vor – und belastet dabei vor allem die EY-Wirtschaftsprüfer schwer.

Mehrere Bundestagsabgeordnete sehen den Wirecard-Wirtschaftsprüfer EY durch ein noch unveröffentlichtes Sondergutachten stark belastet. „Der Wambach-Bericht ist ein vernichtendes Urteil für EY“, sagte die SPD-Finanzpolitikerin Cansel Kiziltepe, die im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu dem milliardenschweren Finanzskandal sitzt. Dieser sei zwar sachlich im Ton, in der Sache aber mehr als deutlich. „Eine kritische Grundhaltung fehlte, banalste Rechnungslegungs- sowie Qualitätsstandards wurden vernachlässigt und Warnsignale wurden geflissentlich übersehen.“ Das Sondergutachten liegt in der Geheimschutzstelle des Bundestags.

Am Dienstag will sich der U-Ausschuss, der der Frage nach Versäumnissen der Regierung und der Behörden in dem Fall nachgeht, damit in nicht-öffentlicher Sitzung befassen. Nach der Diskussion mit Sonderermittler Martin Wambach werde der Ausschuss entscheiden, „ob wir die Prüfer von EY erneut als Zeugen hören“, sagte Danyal Bayaz von den Grünen. „Warnzeichen wurden ignoriert und Prüfungsnachweise waren schlicht unzureichend.“ Fabio De Masi von den Linken ergänzte, EY habe ein genaues Verständnis des sogenannten Drittpartnergeschäfts gehabt, das im Mittelpunkt des Betrugs steht. Der Wambach-Bericht sei daher ein „Begräbnis für EY“.

Der Zahlungsabwickler Wirecard war im Juni 2020 nach Bekanntwerden milliardenschwerer Luftbuchungen in die Pleite gerutscht. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Bilanzfälschung, Betrug, Marktmanipulation und Geldwäsche. Mehrere Ex-Vorstände sitzen in Untersuchungshaft oder sind auf der Flucht. Der Finanzaufsichtsbehörde BaFin und dem SPD-geführten Finanzministerium werden in dem Fall weitgehendes Versagen vorgeworfen.

EY verteidigt sich

Vor allem die SPD rückt immer wieder die Rolle des Wirtschaftsprüfers in den Vordergrund, der jahrelang die Bilanzen von Wirecard testiert hat. Um die Rolle von EY zu überprüfen, hat der U-Ausschuss den Branchenexperten Martin Wambach als Sonderermittler eingesetzt. SPD-Politikerin Kiziltepe warf EY vor, nicht zur Aufklärung beizutragen und „möglichst viel im Nebel zu lassen“. Insidern zufolge will EY verhindern, dass der Wambach-Bericht publik wird.

EY hatte am Donnerstag auf eine Reuters-Anfrage zum Fall Wirecard mitgeteilt, intensiv mit allen zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten und die Ermittlungen vollumfänglich zu unterstützen. „Die betrügerischen Handlungen bei Wirecard haben zur Insolvenz des Unternehmens geführt und Anleger, Gläubiger, Mitarbeiter und Mandanten von Wirecard geschädigt sowie das Vertrauen in den Finanzmarkt als Ganzes erschüttert.“ Die Frage sei berechtigt, warum der Betrug nicht früher aufgedeckt worden sei.

Weiter heißt es: „Das komplexe kriminelle Netz war darauf angelegt, zahlreiche Akteure – darunter Investoren, Banken, Aufsichtsbehörden, Aufsichtsrat, Wirtschaftsprüfer einschließlich uns sowie auf Forensik spezialisierte Experten und Rechtsanwälte – trotz sorgfältiger und umfangreicher Anstrengungen zu täuschen. So wurden beispielsweise Belege, inklusive Bankbestätigungen und weitere externe Bestätigungen, die den Prüfern vorgelegt wurden, mit großem Aufwand gefälscht.“ EY-Mitarbeiter hätten nach derzeitigem Erkenntnisstand professionell und nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt.

In der kommenden Woche steuert der Untersuchungsausschuss mit der Befragung von Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf seinen vorläufigen Höhepunkt zu. Danach soll an einem Abschlussbericht gearbeitet werden.



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Ölpreise ziehen an: Wohin steuern die Rohstoffmärkte?

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Ölpreise ziehen an

Wohin steuern die Rohstoffmärkte?

Die Aktienkurse sind weltweit in Rekordlaune und blicken hoffnungsvoll in eine Zeit nach der Corona-Pandemie. Dieser Rückenwind erreicht auch die Rohstoffmärkte. Die Industrie läuft langsam wieder an und Metalle wie Silber, Kupfer und Nickel sind derzeit stark gefragt. Auch die Ölpreise haben zuletzt wieder merklich angezogen.

Wie können Anleger an diesem Aufschwung teilhaben? Investoren sollten auch im Hinterkopf behalten, dass mit dem Mai ein historisch gesehen eher schwacher Börsenmonat vor der Tür steht. Könnte das die Rohstoff-Rally ausbremsen? Wie könnte eine Absicherung aussehen?

Über verschiedene Anlagestrategien mithilfe von Zertifikaten oder ETCs diskutiert Anne-Kathrin Cyrus mit Kemal Bagci von der BNP Paribas und Andreas Männicke von East Stock Informationsdienste.



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Wo sich ein Kauf im Ausland lohnen könnte

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Finca auf Mallorca

Auf Mallorca wie auch den übrigen Baleareninseln kam im vierten Quartal 2020 jeder dritte Hauskäufer aus dem Ausland.


(Foto: E&V Mallorca Southwest/E&V Private Office)

Madrid, Paris, Athen Für viele Deutsche ist es der Traum: die eigenen vier Wände, aber mit Blick aufs Meer oder mit der Gewissheit, dass die Sonne scheint. Nie zuvor suchten so viele Menschen auf Google.de nach „Ferienhaus kaufen“ oder „Ferienwohnung kaufen“ wie im vergangenen Sommer. Doch wie sehen die europäischen Märkte aus? Was kosten Ferienhäuser und -wohnungen dort – und welche lokalen Besonderheiten gilt es zu beachten? In einer mehrteiligen Serie zu Ferienimmobilien beleuchten wir die gefragtesten Urlaubsregionen im europäischen Ausland – und beleuchten die Frage, wo sich noch Gelegenheiten bieten.

Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die Lage in Spanien, Frankreich und Griechenland. Demnächst folgt ein Überblick über die Situation des Ferienimmobilienmarkts unter anderem in Großbritannien, Österreich und Italien.

Ferienimmobilien in Spanien – Mallorca bleibt im Fokus

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