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Börse am 1. März : Acht Punkte, die für Anleger heute wichtig sind

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Gute Konjunktur, billiges Geld: Aktienanleger treffen auf perfektes Umfeld

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Gute Konjunktur, billiges Geld

Aktienanleger treffen auf perfektes Umfeld

Der Dax hat gerade ein neues Rekordhoch markiert. Doch Experten sehen am Aktienmarkt noch Luft nach oben. Das Umfeld scheint „wie gemacht für Aktien“. Die globale Konjunktur zieht an, die Zentralbanken halten die Zinsen niedrig. Dennoch nimmt auch die Gefahr von Kursrücksetzern zu.

Die Jagd der Anleger nach Rekorden am Aktienmarkt dürfte in der neuen Börsenwoche weitergehen. Der deutsche Leitindex Dax hat Strategen zufolge auch nach dem Sprung über die Marke von 15.400 Punkten noch Luft nach oben. „Die Stimmung an den Börsen bleibt prima“, sagt Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Allzeithochs an der Wall Street und positive Überraschungen bei den Firmenbilanzen versetzten Anleger in Kauflaune.

Zudem dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) eine anhaltende Flut billigen Notenbankgeldes in Aussicht stellen. Neben der überzeugenden Gewinnsaison hierzulande sprechen nach Ansicht des Commerzbank-Strategen Andreas Hürkamp auch die stetigen Mittelzuflüsse in Aktienfonds für eine Fortsetzung der Dax-Rally bis zum Sommer. Starke Konjunkturdaten aus den USA und China und wieder fallende Renditen an den Anleihemärkten spielten den Börsenoptimisten ebenfalls in die Hände.

Am Freitag markierte der Leitindex mit 15.431 Punkten ein neues Allzeithoch, auf Wochensicht legte er rund ein Prozent zu. „Das Umfeld scheint wie gemacht für Aktien: Die Konjunkturstimmung erreicht Spitzenwerte, die Geldpolitik bleibt ultralocker“, fasst Helaba-Stratege Markus Reinwand zusammen. Nach der monatelangen Aufholrally an den Börsen seien Aktien inzwischen aber teuer. „Große Kurssprünge sind daher nicht mehr zu erwarten.“ Vielmehr habe die Gefahr von Kursrücksetzern deutlich zugenommen.

Als Motor für weitere Kursgewinne gilt die zunehmende globale Wirtschaftsdynamik. Dabei setzen die Experten vor allem auf positive Impulse der US-Wirtschaft. Die geplanten Infrastrukturinvestitionen von gut zwei Billionen US-Dollar in den kommenden Jahre sollten eine nachhaltige Industrieerholung in der weltgrößten Volkswirtschaft stützen. Gleichzeitig müssen die Investoren wohl keine Angst vor steigenden US-Zinsen haben. Denn die amerikanische Notenbank betont stets, dass die anstehenden Preissteigerungen nicht nachhaltig seien. Auch von der Europäischen Zentralbank droht den Börsen aktuell keine Gefahr durch steigende Zinsen.

SAP und Deutsche Börse legen Bilanzen vor

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht am Donnerstag die Zinssitzung der EZB. Experten rechnen nicht mit geldpolitischen Änderungen, nachdem erst im März beschlossen wurde, das Kauftempo der billionenschweren PEPP-Anleihenkäufe im zweiten Quartal im Vergleich zum Jahresstart deutlich zu erhöhen. Anleger werden auf mögliche Äußerungen von EZB-Chefin Christine Lagarde zu den Finanzierungsbedingungen achten.

Die Renditen an den Anleihemärkten waren zuletzt zurückgekommen, nachdem die steilen Anstiege der Vormonate Inflationssorgen genährt hatten. „Die Kombination aus anhaltender Corona-Unsicherheit und beschwichtigender EZB-Kommunikation bezüglich der Inflation zeigt Wirkung“, sagt Helaba-Ökonom Ulf Krauss. Während die Inflationserwartungen zulegten, stagnierten die langfristigen Zinserwartungen.

Ein wichtigstes Konjunkturbarometer für den Euroraum wird mit den Einkaufsmanagerindizes am Freitag erwartet. Diese dürften im April weiter gestiegen sein, vor allem da viele Unternehmen zur Beurteilung der aktuellen Lage den historischen April-Einbruch des Vorjahres als Vergleich heranzögen, erläutert Commerzbank-Experte Christoph Weil. Am Montag stehen britische Arbeitsmarktdaten im Vordergrund, am Donnerstag die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sowie die Verkäufe bestehender Häuser.

Bei den Dax-Unternehmen werden Deutsche Börse und SAP ihre Bücher öffnen. Der Walldorfer Softwarekonzern hat bereits vorab Zahlen veröffentlicht und die Anleger mit seinem starken Wachstum und Optimismus begeistert.



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Beim Holz explodieren die Preise

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Vor drei Wochen war die Welt noch in Ordnung, sagt Zimmerermeister Jörg Sorgenfrei. Da hat er noch pro Dachlatte um die 70 Cent gezahlt. Heute rufen einige Händler schon 1,89 Euro auf, bald müsse man mit zwei Euro rechnen. „Da ist eine Preisexplosion im Gange“, sagt der Handwerker, der in Blumenthal einen Betrieb mit acht Mitarbeitern hat. 

Die Corona-Pandemie hat den Markt für Baustoffe durcheinandergewirbelt: Sand, Kies, Bitumen, Dämmstoffe und eben Holz werden teurer. Und das Problem nehme zu, sagt Ralf Stamer, Zimmerermeister und Präsident der Lübecker Handwerkskammer.

Die Bauvorhaben werden teurer

Er berichtet von einer Preissteigerung von 30 bis 40 Prozent in den vergangenen drei Monaten. Stamer, der einen Betrieb mit 40 Mitarbeitern führt, sagt, vor vier bis sechs Wochen habe er einen Kubikmeter Holz für 300 Euro einkaufen können. Jetzt müsse er 560 Euro dafür zahlen.

„Ich habe ein aktuelles Bauvorhaben für eine Hotelanlage, einen Pavillon, der zu 60 Prozent aus Holz besteht“, sagt Stamer. Den Preis habe er vergangenen Oktober festgesetzt. Würde er heute kalkulieren, müsste er 160 000 Euro mehr ansetzen. Viele Preise seien schon vor Monaten festgelegt worden. Eines stellt Stamer klar: „Der Waldbesitzer bekommt davon nicht viel mit. Er erhält nach wie vor 35 Euro pro Kubikmeter vom Sägewerk.“ 

Die schlechte Ernte klingt noch nach

Er weiß, dass viel Holz aus Europa exportiert wird: Zum einen liefere Kanada nicht mehr so viel Holz in die USA, wo die Baubranche boome. Zum anderen kauften auch chinesische Firmen viel ein. In die Container Richtung Asien würden massenweise Spanplatten geladen. Und: „2018 hatten wir eine schlechte Ernte durch die Dürre.“ 

Das Holz, das im Norden verbaut wird, kommt übrigens zum Teil aus dem Sachsenwald, zum Teil aber auch aus dem Bayerischen Wald und Schweden, denn Schleswig-Holstein ist kein waldreiches Bundesland. Und: Holz ist begehrt als Baustoff, es liegt im Trend.

Mit Holz Bauen geht schnell

Das bestätigt Erik Preuß vom Holzbauzentrum Nord in Kiel. „Auch Investoren setzen auf Holzbau. Die Bauprozesse sind schneller und präziser.“ Die Spannbreite reiche inzwsichen vom Einfamilienhaus bis zu einem 16-stöckigen Holzhochhaus, das in Hamburg entsteht.

Doch er macht weniger die heimische Nachfrage als vielmehr die aus den USA für die Knappheit und die hohen Preise verantwortlich. Dass die Lage eng ist, auch im südlichen Schleswig-Holstein und in Hamburg, bestätigt auch Michael Seitz vom Bündnis der Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft.

Betriebe hoffen auf „Goodwill“ der Kunden

Aber: „Der Preis ist gar nicht so sehr das Problem“, sagt Preuß. Schon in den 1990er Jahren sei das Niveau ähnlich hoch gewesen. Das Problem sei der rasante Anstieg. Viele Betriebe haben ihre Preise eben schon vor Monaten kalkuliert. „Nun muss das Holz teurer eingekauft werden als es dem Kunden angeboten wurde. Mit jedem Stück Holz macht der Betrieb dann Verlust“. Da bleibe nur: Auf den „Goodwill“ des Kunden hoffen oder vom Angebot zurücktreten.

„Das Holz ist eben nicht nur teuer, es ist auch knapp“, erzählt Stamer. „Ich benötige für den Monat Mai noch 200 Kubikmeter. Die habe ich bestellt, aber noch keine Bestätigung.“ Er macht deutlich: „Wenn ich das Material nicht bekomme, muss ich Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken.“ Den anderen Firmen gehe es genauso. Bis August oder September werde die Lage noch eng bleiben, wie Stamer schätzt. Preuß ist grundsätzlich optimistisch, dass sich die Preise stabilisieren und die Verfügbarkeit wieder besser wird.

Ausschreibungen ohne Preisanpassungen

Um Aufträge von der öffentlichen Hand bewirbt sich sein Unternehmen nicht mehr. „Früher gab es in den Ausschreibungen Lohn- und Materialklauseln, die angepasst werden konnten. Das war eine faire Sache. Diese Klauseln wurden herausgenommen.“ Stamer appelliert, dass die Klausel in Ausschreibungen wieder aufgenommen wird.

Im Wirtschaftsministerium weiß man um die Forderung, die im Mittelstandsbeirat diskutiert wurde. „Ein Abfedern der Preisschwankungen dürfte für das Land besser möglich sein als für kleine Handwerksbetriebe“, sagt Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP). Das Land könnte, im Gegenzug zu einem niedrigeren Grundpreis, das Risiko der Preisschwankungen übernehmen. Dies könne von den Betrieben in Ausschreibungen oder Verhandlungen durchaus eingefordert werden.

Zimmerermeister wünscht sich Exportstopp

Zimmerermeister Sorgenfrei findet, die Politik habe es in der Hand, den Preisanstieg zu begrenzen. Seine Forderung: „Wenn die heimische Wirtschaft nicht genügend Material bekommt, dann muss eben der übermäßige Holzexport gestoppt werden.“



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Campen laut Auswertung in Thüringen am günstigsten

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Camper haben einer Auswertung zufolge im vergangenen Jahr für eine Übernachtung in Thüringen bundesweit am wenigsten zahlen müssen. So kostete die Nacht durchschnittlich 20,63 Euro für zwei Erwachsene in der Hauptsaison inklusive Stellplatz, Caravan, Strom und Ortstaxe, wie eine Auswertung des Portals camping.info ergab, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das war den Angaben nach bundesweit der günstigste Wert. Für ganz Deutschland belief sich der Preis dagegen auf durchschnittliche 24,53 Euro. Am teuersten war die Nacht auf dem Campingplatz dagegen in Hamburg (35,43) und in Mecklenburg-Vorpommern (29,81 Euro).

Campen ist der Auswertung zufolge in den vergangenen zwei Jahren in den meisten europäischen Ländern teurer geworden. Der deutsche Durchschnittspreis von 24,53 Euro im vergangenen Jahr habe einer Preissteigerung von etwa 70 Cent mehr als beim vorherigen Vergleich 2019 entsprochen.

Camping.info hat die Tarife von 26 000 Plätzen in Europa ausgewertet. Am teuersten ist es demnach in der Schweiz mit durchschnittlich 37,15 Euro pro Nacht. Es folgen die Mittelmeerländer Italien, Kroatien und Spanien. Am günstigsten ist es in Weißrussland mit 11,29 Euro.

„Obwohl noch nicht klar ist, wann die Campingplätze öffnen dürfen, sind viele davon schon ausgebucht“, sagte Seitenbetreiber Max Möhrle. Er empfahl eine rechtzeitige Reservierung oder Buchung.

Der übliche Saisonstart an Ostern war auf den deutschen Campingplätzen in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Einzig Dauercamper dürfen in den meisten Bundesländern ihre Wohnwagen beziehen. Die Branche hofft nun auf Lockerungen vor den langen Wochenenden im Mai.



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