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Wirtschaft

Biden wird bescheiden bleiben müssen

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Derzeit in Führung: Joe Biden, der Präsidentschaftskandidat der Demokraten, am 4. November in Wilmington, Delaware

Bild: AP

Im derzeit wahrscheinlichsten Szenario wird Joe Biden gegen eine republikanische Mehrheit im Senat regieren müssen. In diesem Ergebnis steckt die Aufforderung der Wähler, bescheiden zu bleiben.

Vieles deutet darauf hin, dass die amerikanische Innenpolitik in den kommenden zwei Jahren einem Abnutzungskrieg ähneln wird. Im wahrscheinlichsten Szenario regiert der demokratische Präsident Joe Biden gegen eine republikanische Mehrheit im Senat. In diesem Ergebnis steckt die Aufforderung der Wähler an die Demokraten, bescheiden zu bleiben. Die Mehrheit ist Donald Trumps offensichtlich überdrüssig geworden, doch sie gibt radikaleren Ideen in der demokratischen Agenda keinen Rückhalt. Das linke Bernie-Sanders-Lager hat vom Wähler auch eine Quittung bekommen.

Seinen Plan für eine Steuerreform, deren Hauptzweck die Umverteilung ist, kann Biden erst einmal zurückstellen. Sie hat keine Chance gegen republikanische Senatoren, für die Steuersenkungen zum politischen Lebenselixier gehören. Die Gesundheitsreformpläne darf Biden genauso einmotten wie seine ambitionierte Klimapolitik. Selbst die weitere Absicherung der Wirtschaft und der Haushalte in der Pandemie-Krise dürfte schwierig werden. Denn seit langem haben sich die Republikaner angewöhnt, immer dann für strikte Haushaltspolitik einzutreten, wenn ein Demokrat im Weißen Haus residiert. Sie legten Bill Clinton und Barack Obama Zügel an, während sie ihre Präsidenten Ronald Reagan, George W. Bush sowie zuletzt Trump hohe Schulden auftürmen ließen.



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Wirtschaft

„Was hier passiert, kann nicht dem Grundgesetz entsprechen“

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Wenige Tage vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen verhärten sich die Fronten in der Diskussion über die Lockerung des Lockdowns. Der Geschäftsführer des Handelsverbands HDE, Stefan Genth, forderte am Donnerstag in Berlin eine Öffnung der geschlossenen Läden zum 8. März. „Wir brauchen jetzt den Einstieg in den Ausstieg aus dem Lockdown.“ Von den 200.000 betroffenen Betrieben seien 50.000 in akuter Existenznot. „Was hier passiert, kann nicht dem Grundgesetz entsprechen“, kritisierte der Chef des Textilhändlers Ernsting’s Family, Timm Homann. In anderen europäischen Ländern seien die Geschäfte trotz teils höherer Infektionszahlen wieder geöffnet.

Die Sorgen der Wirtschaft vor einer abermaligen Verlängerung des Lockdowns über den 7. März hinaus wachsen. Die Infektionszahlen steigen seit einigen Tagen wieder, der von den Ministerpräsidenten und dem Kanzleramt zuletzt festgelegte Schwellenwert von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in 7 Tagen dürfte in den meisten Landkreisen so schnell nicht zu erreichen sein.

Zwar hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) angedeutet, der Einsatz von kostenlosen Schnelltests könne einen Puffer schaffen. Allerdings sollen diese nicht, wie angekündigt, schon kommende Woche erhältlich sein, sondern erst im Lauf des März. Die Einzelhändler setzen darauf, dass die Bürger dieses Angebot nutzen und verantwortungsvoll mit den Ergebnissen umgehen. Dass das Personal am Eingang negative Testergebnisse kontrolliere, sei realitätsfern, sagte Homann.

Ausgerechnet Bayern lockert

Laut einer Umfrage des HDE plant mehr als ein Viertel der Modehändler, gegen die Schließung des eigenen Geschäfts vor Gericht zu ziehen. Allein in Nordrhein-Westfalen haben vor dem Oberverwaltungsgericht Münster einer Sprecherin zufolge fünf Händler gegen die Schließungen geklagt, darunter die Textilkette Breuninger, aber auch die Baumarktkette Obi und eine Filiale von Media Markt/Saturn. Die seit mehr als zwei Monaten bestehenden Betriebsschließungen seien unverhältnismäßig, argumentiert der Deutschland-Chef des Elektronikhändlers, Florian Gietl. Auch die Buchhandelskette Thalia will klagen.

Anders als in den Niederlanden und Polen sind hierzulande bislang keine Fälle von Betrieben bekannt, die sich über die geltenden Verbote hinwegsetzen und trotzdem öffnen wollen. Der Druck auf die Politik ist aber auch so groß genug. Einzelne Landesregierungen schaffen schon vor der Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März erste Fakten. So hat ausgerechnet die sonst so strenge Bayerische Staatsregierung angekündigt, dass von kommendem Montag an Baumärkte, Gartencenter und auch Nagelstudios wieder öffnen dürfen.

In Rheinland-Pfalz, wo demnächst gewählt wird, dürfen ebenfalls von Montag an Blumenläden, Fahrschulen und Fußpflegestudios öffnen. Garten- und Baumärkte können draußen ein „Gartencenter-typisches Sortiment“ verkaufen. Auch Einkaufen in Bekleidungsgeschäften soll nach Terminvereinbarung wieder möglich sein. Hessen will das Einkaufen mit einem Termin ebenfalls möglich machen. Ein Startdatum gibt es dafür aber noch nicht. Ralph Brinkhaus, Unionsfraktionschef im Bundestag, fürchtet einen Einkaufstourismus zwischen den Bundesländern.

Der Deutsche Städtetag plädiert für einen vorsichtigen Kurs. „Es ist nicht an der Zeit, jetzt große Lockerungen vorzunehmen“, sagte Präsident Burkhard Jung. Zwar sei der Leerstand in den Städten „frappierend“, doch das liege nicht nur an Corona, sondern auch am generellen Wandel im Einkaufsverhalten. Die Organisation fordert von der Politik 2,5 Milliarden Euro für die nächsten fünf Jahre, um Flächen anderweitig zu nutzen. „Handel lässt sich nicht mehr überall durch Handel ersetzen“, sagte Jung.



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Aktien Osteuropa Schluss: Überwiegend Gewinne

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PRAG/BUDAPEST/WARSCHAU (dpa-AFX) – Die wichtigsten Börsen in Mittel- und Osteuropa haben am Donnerstag überwiegend höher geschlossen. Insbesondere Finanzwerte stützten die Aktienindizes der Region; Bankaktien profitierten von der Hoffnung auf nachhaltig höhere Zinsen. Nur in Polen ging der Leitindex Wig-20 mit Verlusten aus dem Handel. Er schloss um 0,07 Prozent tiefer bei 1936,47 Punkten.

Der breiter gefasste Wig legte um 0,19 Prozent auf 57 706,40 Zähler zu. Die Aktien der Alior Bank sprangen dabei um 7,7 Prozent in die Höhe. Die Papiere von Pekao gewannen vier Prozent und die von PKO Bank Polski 2,7 Prozent.

In Budapest steig der ungarische Leitindex Bux um 1,89 Prozent auf 43 999,47 Punkte. Die höchsten Kursaufschläge verbuchten die Anteilsscheine von OTP Bank mit plus 2,4 Prozent.

Der tschechische Aktienindex PX schloss mit einem Plus von 1,40 Prozent bei 1067,84 Punkten. Auch in Prag waren Bankenwerte stark nachgefragt, wobei Komercni 2,6 Prozent gewannen.

Hinauf ging es auch in Moskau. Der russische RTS-Index stieg um 0,31 Prozent auf 1450,39 Punkte.



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Hat Musk zu hoch gewettet?: Dudenhöffer: „Tesla steckt in der Wachstumsfalle“

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Hat Musk zu hoch gewettet?

Dudenhöffer: „Tesla steckt in der Wachstumsfalle“

Mit der Fabrik in Grünheide fährt Elon Musk die Kapazitäten seiner E-Autoschmiede massiv hoch. Auto-Experte Dudenhöffer warnt: Es gibt zu viele E-Autos und zu wenige Käufer. „Die Marktanteile schwinden, und die Gewinne sind dünn“. In einigen Märkten sei Tesla „quasi nicht mehr vorhanden“.

Tesla ist bekannt dafür, beim Wachstum massiv aufs Gas zu drücken. Was lange ein Erfolgsrezept war, könnte sich nun aber rächen. Denn während die Produktionskapazitäten der E-Autoschmiede weiterhin schnell wachsen, sind Marktanteile und Verkaufszahlen geschrumpft. Tesla sei längst an seine Wachstumsgrenzen gestoßen, schreibt der Branchenspezialist Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut Duisburg.

Wenn Tesla im Sommer die Produktion in der neuen Fabrik im brandenburgischen Grünheide aufnimmt, können hier in der ersten Ausbaustufe 500.000 Fahrzeuge vom Band rollen. Weltweit ergibt das für das kommende Jahr eine Produktionskapazität von mehr als 1,5 Millionen Elektroautos.

Werden diese Autos auch Abnehmer finden? Dudenhöffer bezweifelt das. Laut seiner Studie war die Tesla-Produktion schon 2020 nicht voll ausgelastet, im vergangenen Jahr wurden demnach nur knapp 500.000 Teslas ausgeliefert. Die Kapazitätsauslastung lag somit bei nur 50 Prozent. Eine Auslastung von unter 85 Prozent sei mit deutlichen Verlusten verbunden. Tesla bezahlt das hohe Wachstumstempo mit teuren Überkapazitäten, ist der Branchenexperte überzeugt. Es sei eine Situation, „mit der man im Autogeschäft mehr als nur graue Haare bekommt“.

Tatsächlich könnte die Lage sogar noch viel schlimmer sein. Für Dudenhöffer lässt das die Monatsstatistik vermuten. Der Branchenexperte sieht deutliche Hinweise, dass der Absatz im Dezember 2020 kräftig gepusht wurde, um die knapp 500.000 Verkäufe 2020 zu erreichen. In den acht großen E-Auto-Märkten in Europa habe Tesla 30 Prozent aller Fahrzeugauslieferungen allein im Dezember getätigt. In Norwegen beispielsweise habe über die Hälfte der Kundenauslieferungen im Dezember stattgefunden, heißt es.

Tesla Motors (USD) 684,43

Das sei „kurios“, schreibt Dudenhöffer weiter. Die erneut schwachen Januar-Zahlen bestätigen für ihn den kontinuierlichen Abwärtstrend: Laut der Studie fand Tesla in den Niederlanden lediglich Abnehmer für 16 Autos. Audi im Vergleich verkaufte 57 e-tron. Teslas Marktanteil schrumpfte damit von knapp 50 Prozent im Jahr 2020 auf 12 Prozent im Januar 2021. Tesla sei auf dem Markt „quasi nicht mehr vorhanden“, heißt es in der Studie. Für Deutschland ergibt sich ein ähnliches Bild: Hier ließ Tesla im Januar 453 Fahrzeuge neu zu, die Marke VW im gleichen Zeitraum 4562 vollelektrische Pkw. „Das Januar-Ergebnis mutet traurig an“, so Dudenhöffer.

Hat Tesla überdreht?

Dudenhöffer geht davon aus, dass der Druck auf Tesla weiter steigen wird. Die Konkurrenz kommt mit immer neuen E-Modellen. Neue Wettbewerber aus Europa und jede Menge chinesischer Startups wie Nio, Leapmotor oder Xpeng, tummeln sich inzwischen im Markt. Es sei ein schwieriges Umfeld für Tesla, denn „die Zwerge haben enorme Wachstumsraten“, heißt es in der Studie.

Die Latte für 2021 liegt deshalb hoch. Um die vorhandenen Produktionskapazitäten auszulasten, müsse der E-Autopionier seine Verkäufe weltweit verdoppeln. Tesla hat 2020 zwar versucht, mit Kostensenkungen im Batteriebereich und Preissenkungen gegenzusteuern. Allein in China wurde der Preis für das Model 3 innerhalb eines Jahres fünfmal gesenkt, und zwar um 30 Prozent von 54.500 US-Dollar auf 38.300 US-Dollar. In Deutschland purzelten die Preise für das Model 3 laut electrive.net ebenfalls im Januar. Aber besser wird die Lage dadurch nicht. Im Gegenteil, rechnet Dudenhöffer vor: „Klammert man den Gewinn aus CO2-Zertifikaten aus, dann machte Tesla im vierten Quartal einen ‚dünnen‘ Gewinn um die 1000 US-Dollar pro Fahrzeug.“

Mercedes als traditioneller Autobauer verdiente im Vergleich – trotz Transformationskosten wegen der E-Mobilitätswende – vor Steuern 5000 Euro pro Fahrzeug. Bei Toyota waren es laut der Dudenhöffer-Studie 1770 US-Dollar, bei Toyota knapp 2800 US-Dollar pro Fahrzeug.

Damit Tesla sein Produktionsziel von einer Million noch erreichen kann, muss sich laut der Studie der Weltmarkt für vollelektrische Fahrzeuge im Jahr 2021 verdoppeln. Gleichzeitig müsste Tesla seine Marktanteile stabil halten. Dudenhöffer hält das für unrealistisch: „Die für den Börsenwert notwendigen Dividenden und Gewinne sind nicht zu sehen. Das gilt auch für die nächsten Jahre.“



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