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Basketball – Überspielt – Sport in der Region

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Trainer Oliver Kostic wartet weiter auf seinen ersten Sieg mit den Basketballern des FC Bayern. In Ludwigsburg macht sich der Kräfteverschleiß nach den Niederlagen in der Euroleague bemerkbar.

Lurchi hat sogar mit der Schnauze den Boden berührt. Die Liegestütze, die das Maskottchen der Riesen Ludwigsburg im dritten Viertel am Sonntag gegen den FC Bayern vollführte, war astrein. Auch der Kopfstand kurz vor der Schlusssirene war ein echter Hingucker. Keinem der Basketballer des FC Bayern hätte man eine körperliche oder artistische Extraeinlage an diesem Sonntagnachmittag zumuten wollen. Sie wirkten in dem Spitzenspiel der Basketball-Bundesliga (BBL) verzagt, erschöpft irgendwie nach anstrengenden Tagen. Als Lurchi auf dem Kopf stand, lagen die Bayern am Boden, im übertragenen Sinn natürlich. Sie lagen eine Minute und 34 Sekunden vor Spielschluss 68:77 zurück, am Ende verloren sie die Partie 74:81 – es war die erste Niederlage für die Bayern in dieser Bundesliga-Saison im 15. Spiel. Vier Punkte (28:2) beträgt der Vorsprung in der Tabelle auf Ludwigsburg (24:6), das erstmals in einem Hauptrundenspiel München besiegen konnte.

Oliver Kostic dürfte der Tabellenstand ziemlich egal gewesen sein kurz nach Spielende, den Serben, der vor zwei Wochen vom Assistenten zum Cheftrainer aufgestiegen ist, interessiert mehr der Status Quo, die momentane Verfassung seiner Mannschaft. Und die kann ihm nicht gefallen. Er wartet seit seiner Beförderung auf den ersten Sieg, vier Spiele hat er nun verloren. Die Niederlage in Ludwigsburg war der erste Auftritt in der BBL, nachdem er zuvor in der Euroleague drei Niederlagen hatte hinnehmen müssen. „Unglücklicherweise haben wir es heute nicht geschafft, die Rebounds zu kontrollieren“, sagte Kostic hinterher, „wir haben uns auch zu viele Ballverluste geleistet. Wir müssen in dieser Hinsicht sehr hart arbeiten, um in der Zukunft auch wieder Spiele zu gewinnen.“

Nur in wenigen Momenten bekam man eine Ahnung davon, wie Kostics Basketball aussehen kann

In den Anfangsminuten sahen die Zuschauer in der ausverkauften Arena ein lebhaftes Spiel, aber eines, das beiden Trainern nicht gefiel. Es war das, was sie gerne als zerfahren bezeichnen. Ohne Rhythmus, ohne Struktur, aber mit vielen Fehlern. Die Bayern wirkten ein bisschen überspielt. Während sie zum dritten Mal binnen fünf Tagen antreten mussten, fehlte den Ludwigsburgern dagegen die Körperspannung, das Gefühl für das Spiel – seit ihrer letzten Partie waren drei Wochen vergangen, in denen sie nur trainiert hatten. Kostic hätte gerne mal so viel Zeit, um einige Dinge einüben zu können, nachdem er das Amt von Dejan Radonjic übernommen hat. Aber München war erst am Samstagnachmittag von seiner Griechenland-Reise zurückgekehrt, nach einer lockeren Trainingseinheit machte sich der Tross dann sofort im Bus auf nach Ludwigsburg. „Wir waren frischer als München“, gab Ludwigsburgs Trainer John Patrick zu. „Man hat ihnen die beiden Spiele in der Euroleague angemerkt.“

Münchens Spieler mussten nicht nur den Reisestress irgendwie wegstecken, sie hatten auch zwei Niederlagen im Gepäck, nachdem sie in der Euroleague sowohl bei Panathinaikos Athen als auch bei Olympiakos Piräus das Nachsehen hatten und sich nun auf dem letzten Tabellenplatz in der angesehensten europäischen Basketballliga wiederfinden. Das zehrt auch am Selbstvertrauen einer Mannschaft mit so hochdekorierten Spielern. „Schwierig“ sei das nicht, sagt Kostic, „aber schon eine neue Erfahrung und eine große Herausforderung. Wir hatten einen solch kräfteraubenden Spielplan in dieser Saison noch nicht, und man muss da mental und physisch schon damit umgehen können.“

Der Auftakt in Ludwigsburg war zäh, sie trafen wenig und verloren häufig den Ball. Nach zehn Spielminuten verzeichnete die Statistik schon sechs Ballverluste und aus dem Feld nur eine Trefferquote von 23 Prozent – was ziemlich wenig ist. Aber da auch die Ludwigsburger nicht viel besser trafen, führten die Gastgeber nach dem ersten Viertel lediglich mit fünf Punkten (15:10).

Mit zunehmender Spieldauer verbesserten sich die Münchner Werte, aber auch Ludwigsburg steigerte sich. Vor allem verteidigten die Riesen lästig, bisweilen mit zwei Spielern an einem Bayern-Profi, so provozierten so etliche Ballverluste. Erschwerend kam hinzu, dass sich Kostic während des Spiels immer wieder über die Sorglosigkeit seiner Spieler mit wegwerfenden Handbewegungen aufregte, er vermisste Körperlichkeit und Wucht. Nur in wenigen guten Momenten bekam man eine Ahnung davon, wie Kostics Basketball aussehen könnte, er lässt schneller spielen als sein Vorgänger, risikoreicher. Aber die 18 Punkte von Greg Monroe reichten nicht aus an diesem Nachmittag. Kostic begegnete der Niederlage – zumindest nach außen hin – gelassen. Er weiß, dass auch schon Alba Berlin hier in dieser Saison verloren hat. Aber Oliver Kostic will sich als Cheftrainer nicht an Niederlagen gewöhnen.



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Interviews bei Ski-Weltcup dürfen nur aus 1,5 Metern Entfernung stattfinden

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FC Bayern ohne Lewandowski: Ende der Unverwundbarkeit – Sport

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Die Schmerzen, deren Folgen der FC Bayern wochenlang spüren wird, kamen verzögert, in den frühen Morgenstunden. Der Angreifer, der sich im Laufe der Jahre einen Ruf der Unverwundbarkeit erworben hat, spielte 90 Minuten lang am Dienstag gegen den FC Chelsea, er war beim anschließenden Auslaufen dabei, auch noch beim nächtlichen Bankett; gewohnt ehrgeizig marschierte er in den Ballsaal eines Londoner Hotels an dritter Stelle, nur Kapitän Manuel Neuer und Doppeltorschütze Serge Gnabry ließ er den Vortritt. Doch in den frühen Morgenstunden endete die Wirkung des Adrenalins. Und der Schmerz kam, nicht einmal der angeblich unverwundbare Körper von Robert Lewandowski konnte ihm standhalten.

Doch wann genau der Schmerz kam, ist für die Verantwortlichen des FC Bayern nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass der Schmerz überhaupt gekommen ist. Beim einzigen Feldspieler der Mannschaft, der als unersetzlich gilt.

Champions League Schockmomente für den englischen Fußball

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Die Resultate in der Königsklasse zeigen, dass die Bundesliga gegenüber der Premier League aufgeholt hat. Nur ein Verein scheint noch über allen zu schweben.


Kommentar von Klaus Hoeltzenbein


An diesem Samstag, beim Auswärtsspiel der Münchner bei der TSG Hoffenheim, beginnt die längste Phase des Vereins ohne Lewandowski: Voraussichtlich vier Wochen wird der 31 Jahre alte polnische Nationalstürmer ausfallen, nach dem Spiel in Hoffenheim noch bei drei weiteren Bundesligapartien, dazu am kommenden Dienstag im Pokal-Viertelfinale bei Schalke 04 sowie am 18. März im Rückspiel des Achtelfinals in der Champions League gegen Chelsea. Seit seinem Wechsel 2014 von Dortmund zum FC Bayern hat Lewandowski bislang insgesamt gerade einmal zwölf Pflichtspiele verpasst.

Joshua Zirkzee hat Trainer Flick bislang eher als Joker gesehen

Direkt nach der Landung am Mittwoch in München hatte Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt den Angreifer untersucht, die Diagnose: Anbruch der Schienbeinkante am linken Kniegelenk. Zehn Tage lang muss Lewandowski nun einen Gips tragen, dann geht es laut offiziellem Bulletin des Vereins ins Aufbautraining. Ende März steht eine Länderspielreise an, ob Lewandowski an dieser teilnehmen kann und darf, ist noch offen.

Direkt danach, Anfang April, beginnen für den FC Bayern die entscheidenden Wochen: Am 4. April spielt der Bundesliga-Tabellenführer, der aktuell einen Punkt Vorsprung vor Leipzig hat, in Dortmund; in den beiden Wochen danach stehen die Viertelfinalduelle in der Champions League an, für die der Klub nach dem 3:0 am Dienstag in London nahezu sicher qualifiziert ist.

Am Mittwochabend bedankte sich Lewandowski in den sozialen Netzwerken auf Englisch für all die aufmunternden Worte, er bat darum, ihm die Daumen zu halten. Er schrieb: „Ich werde bald zurück sein, und ich werde bereit sein zu kämpfen.“ Seine selbst wiederum aufmunternde Mitteilung beendete er mit zwei gegeneinanderstoßenden Fäusten.



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