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Wirtschaft

BASF: Martin Brudermüller schickt Aktie mit vorsichtigem Ausblick abwärts

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Nach einem deutlichen Gewinnrückgang im vergangenen Jahr will BASF 2021 wieder deutlich zulegen. Der Umsatz soll im laufenden Jahr auf 61 bis 64 Milliarden Euro steigen und der bereinigte operative Gewinn (Ebit) auf 4,1 bis 5,0 Milliarden Euro klettern, teilte der Chemiekonzern am Freitag mit. Die Weltwirtschaft dürfte sich von dem starken Einbruch im Zuge der Corona-Pandemie erholen. Vor allem die Automobilindustrie, die wichtigste Kundengruppe von BASF, sollte wachsen. Die Unsicherheit bleibe aber „außergewöhnlich hoch“.

Die Aktien der BASF reagierten mit deutlichen Verlusten auf den vorsichtigen Ausblick und gaben zunächst rund 3,5 Prozent nach. Konservative Prognosen des Chemiekonzerns seien nicht ungewöhnliches, bemerkte ein Händler. Aber der Gewinnausblick auf 2021 liege nun erheblich unter den Marktschätzungen.

Vorstandschef Martin Brudermüller (59) ist vorsichtig. Mit seiner breiten Prognosespanne berücksichtige BASF das Risiko von erneuten Unterbrechungen der weltweiten Lieferketten sowie die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. „Wir sind aber zuversichtlich, dass wir ohne solche negativen Auswirkungen ein Ergebnis erwirtschaften können, das am oberen Rand unseres Prognoseintervalls liegt“, sagte er. Analysten rechnen laut Vara Research bislang im Schnitt mit einem Umsatz von 61,7 Milliarden Euro und einem bereinigten Ergebnis von gut fünf Milliarden Euro.

BASF hatte bereits Ende Januar vorläufige Geschäftszahlen veröffentlicht, da der Konzern im vierten Quartal deutlich besser abschnitt als von Analysten erwartet. Der Umsatz lag 2020 mit 59,1 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau, das bereinigte operative Ergebnis sank um 23 Prozent auf 3,6 Milliarden.

Nach Steuern fiel vor allem wegen hoher, schon bekannter, Wertberichtigungen bei dem Öl- und Gaskonzern Wintershall, an dem BASF mit 67 Prozent beteiligt ist, ein Verlust von 1,06 Milliarden Euro an nach einem Gewinn von 8,42 Milliarden Euro vor Jahresfrist. Die Aktionäre sollen gleichwohl eine unveränderte Dividende von 3,30 Euro je Aktie erhalten. Damit wird die Ausschüttung aber erstmals seit 2009 nicht erhöht. Experten hatten im Schnitt mit weniger gerechnet.




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Ölpreise ziehen an: Wohin steuern die Rohstoffmärkte?

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Ölpreise ziehen an

Wohin steuern die Rohstoffmärkte?

Die Aktienkurse sind weltweit in Rekordlaune und blicken hoffnungsvoll in eine Zeit nach der Corona-Pandemie. Dieser Rückenwind erreicht auch die Rohstoffmärkte. Die Industrie läuft langsam wieder an und Metalle wie Silber, Kupfer und Nickel sind derzeit stark gefragt. Auch die Ölpreise haben zuletzt wieder merklich angezogen.

Wie können Anleger an diesem Aufschwung teilhaben? Investoren sollten auch im Hinterkopf behalten, dass mit dem Mai ein historisch gesehen eher schwacher Börsenmonat vor der Tür steht. Könnte das die Rohstoff-Rally ausbremsen? Wie könnte eine Absicherung aussehen?

Über verschiedene Anlagestrategien mithilfe von Zertifikaten oder ETCs diskutiert Anne-Kathrin Cyrus mit Kemal Bagci von der BNP Paribas und Andreas Männicke von East Stock Informationsdienste.



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Betreiber fordern Öffnung der Campingplätze

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Im Rhein-Lahn-Kreis haben am Samstag mehr als ein Dutzend Campingplatzbetreiber aus dem Norden von Rheinland-Pfalz für die sofortige Öffnung der Stell- und Zeltplätze demonstriert. „Es wäre gut, wenn interessierte Camper ihrem Hobby an der frischen Luft nachgehen könnten. Besser jedenfalls als dass sich Menschen heimlich und in größerer Zahl in Wohnungen treffen“, sagte der 51 Jahre alte Oliver Schupp, auf dessen Campingplatz in Fachbach an der Lahn sich die Demonstranten versammelt hatten.

Campingplätze sind wegen der Corona-Pandemie für Urlauber geschlossen. Lediglich Dauercamper sind in den meisten Bundesländern unter bestimmten Bedingungen zugelassen.

Nach Angaben von Schupp vertreten die Demonstranten in Fachbach die Ansicht, Campingausflüge könnten mit Hilfe der Hygienevorschriften in der aktuellen Situation für Entspannung sorgen. Nicht jeder habe einen Garten. Das Ausbleiben der Gäste sei zudem auch ein wirtschaftliches Problem, das manche Campingplatzbetreiber vor existenzielle Probleme stelle. Wie Schupp sagte, habe man bewusst den Samstag als Termin für die Demonstration gewählt. An diesem Tag demonstrierten Camping-Freunde mit Wohnmobilen und Wohnwagen in Berlin für eine Öffnung der Stell- und Campingplätze. Angemeldet waren etwa 700 Fahrzeuge.



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Gute Konjunktur, billiges Geld: Aktienanleger treffen auf perfektes Umfeld

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Gute Konjunktur, billiges Geld

Aktienanleger treffen auf perfektes Umfeld

Der Dax hat gerade ein neues Rekordhoch markiert. Doch Experten sehen am Aktienmarkt noch Luft nach oben. Das Umfeld scheint „wie gemacht für Aktien“. Die globale Konjunktur zieht an, die Zentralbanken halten die Zinsen niedrig. Dennoch nimmt auch die Gefahr von Kursrücksetzern zu.

Die Jagd der Anleger nach Rekorden am Aktienmarkt dürfte in der neuen Börsenwoche weitergehen. Der deutsche Leitindex Dax hat Strategen zufolge auch nach dem Sprung über die Marke von 15.400 Punkten noch Luft nach oben. „Die Stimmung an den Börsen bleibt prima“, sagt Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Allzeithochs an der Wall Street und positive Überraschungen bei den Firmenbilanzen versetzten Anleger in Kauflaune.

Zudem dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) eine anhaltende Flut billigen Notenbankgeldes in Aussicht stellen. Neben der überzeugenden Gewinnsaison hierzulande sprechen nach Ansicht des Commerzbank-Strategen Andreas Hürkamp auch die stetigen Mittelzuflüsse in Aktienfonds für eine Fortsetzung der Dax-Rally bis zum Sommer. Starke Konjunkturdaten aus den USA und China und wieder fallende Renditen an den Anleihemärkten spielten den Börsenoptimisten ebenfalls in die Hände.

Am Freitag markierte der Leitindex mit 15.431 Punkten ein neues Allzeithoch, auf Wochensicht legte er rund ein Prozent zu. „Das Umfeld scheint wie gemacht für Aktien: Die Konjunkturstimmung erreicht Spitzenwerte, die Geldpolitik bleibt ultralocker“, fasst Helaba-Stratege Markus Reinwand zusammen. Nach der monatelangen Aufholrally an den Börsen seien Aktien inzwischen aber teuer. „Große Kurssprünge sind daher nicht mehr zu erwarten.“ Vielmehr habe die Gefahr von Kursrücksetzern deutlich zugenommen.

Als Motor für weitere Kursgewinne gilt die zunehmende globale Wirtschaftsdynamik. Dabei setzen die Experten vor allem auf positive Impulse der US-Wirtschaft. Die geplanten Infrastrukturinvestitionen von gut zwei Billionen US-Dollar in den kommenden Jahre sollten eine nachhaltige Industrieerholung in der weltgrößten Volkswirtschaft stützen. Gleichzeitig müssen die Investoren wohl keine Angst vor steigenden US-Zinsen haben. Denn die amerikanische Notenbank betont stets, dass die anstehenden Preissteigerungen nicht nachhaltig seien. Auch von der Europäischen Zentralbank droht den Börsen aktuell keine Gefahr durch steigende Zinsen.

SAP und Deutsche Börse legen Bilanzen vor

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht am Donnerstag die Zinssitzung der EZB. Experten rechnen nicht mit geldpolitischen Änderungen, nachdem erst im März beschlossen wurde, das Kauftempo der billionenschweren PEPP-Anleihenkäufe im zweiten Quartal im Vergleich zum Jahresstart deutlich zu erhöhen. Anleger werden auf mögliche Äußerungen von EZB-Chefin Christine Lagarde zu den Finanzierungsbedingungen achten.

Die Renditen an den Anleihemärkten waren zuletzt zurückgekommen, nachdem die steilen Anstiege der Vormonate Inflationssorgen genährt hatten. „Die Kombination aus anhaltender Corona-Unsicherheit und beschwichtigender EZB-Kommunikation bezüglich der Inflation zeigt Wirkung“, sagt Helaba-Ökonom Ulf Krauss. Während die Inflationserwartungen zulegten, stagnierten die langfristigen Zinserwartungen.

Ein wichtigstes Konjunkturbarometer für den Euroraum wird mit den Einkaufsmanagerindizes am Freitag erwartet. Diese dürften im April weiter gestiegen sein, vor allem da viele Unternehmen zur Beurteilung der aktuellen Lage den historischen April-Einbruch des Vorjahres als Vergleich heranzögen, erläutert Commerzbank-Experte Christoph Weil. Am Montag stehen britische Arbeitsmarktdaten im Vordergrund, am Donnerstag die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sowie die Verkäufe bestehender Häuser.

Bei den Dax-Unternehmen werden Deutsche Börse und SAP ihre Bücher öffnen. Der Walldorfer Softwarekonzern hat bereits vorab Zahlen veröffentlicht und die Anleger mit seinem starken Wachstum und Optimismus begeistert.



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