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Autoverband hält an Berliner Bewerbung für IAA fest – trotz Beschluss der Grünen gegen die Messe

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Berlin gehört trotz eines Beschlusses der Landesgrünen gegen die IAA weiterhin zu den Kandidaten für die Austragung der Internationalen Automobil-Ausstellung. Das teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit.

Über die Bewerbung Berlins habe es ein Gespräch mit dem Regierenden Bürgermeister gegeben, sagte VDA-Sprecher Eckehart Rotter am Montag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Das ist für uns der Ansprechpartner und nicht eine Partei oder deren Beschlüsse.“

Neben Berlin bewerben sich um die IAA auch der bisherige Ausstellungsort Frankfurt am Main, Hamburg, München, Köln und Stuttgart. Die Automesse war zuletzt wegen sinkender Besucher- und Ausstellerzahlen in die Krise geraten. Das Konzept soll deshalb geändert werden: Die kommende Ausgabe 2021 soll keine reine Autoausstellung mehr sein, sondern sich zu einer Mobilitätsmesse entwickeln.

Auf dem Grünen-Parteitag hatte am Samstag eine knappe Mehrheit gegen eine Bewerbung Berlins für die Automesse votiert. Sie sehen keinen Gewinn in einer Messe, bei der das Auto im Mittelpunkt steht, selbst wenn dort mehr Elektroautos präsentiert würden. Der Parteitag hat damit mehrheitlich die Linie der grünen Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und des Grünen-Landesvorstands abgelehnt.

Pop hatte grundsätzlich den Vorschlag, die IAA nach Berlin zu holen, begrüßt. Allerdings müsse sich die Automesse radikal in Richtung Verkehrswende und Klimaschutz verändern, hatte die Senatorin gefordert.

Sendung: Abendschau, 09.12.2019, 19:30 Uhr



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Ferienflieger Condor kündigt Rückzahlung von 380-Millionen-Euro-Kredit an

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Der Ferienflieger Condor will im April mit der Rückzahlung eines 380 Millionen Euro schweren Überbrückungskredits der Bundesregierung beginnen. Am Donnerstag hatte das Bundeskartellamt eine Übernahme Condors durch die polnische Luftfahrt-Holding Polska Grupa Lotnicza (PGL) genehmigt. „Wir rechnen für Ende März mit dem Abschluss des Schutzschirmverfahrens“, sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup daraufhin. „Spätestens Mitte April sind wir dann nach einigen administrativen Dingen raus. Das passt auch genau mit den Rückzahlungsbedingungen für den Überbrückungskredit.“

Der Kredit war notwendig gewesen, nachdem das Mutterunternehmen von Condor, der britische Reiseveranstalter Thomas Cook, vergangenen September insolvent wurde. Die staatlich kontrollierte PGL, Mutter der polnischen Airline Lot, hatte im Januar den vorläufigen Zuschlag für Condor erhalten. Die Polen müssen mit dem nicht öffentlich bekannten Kaufpreis auch den vom deutschen Staat verbürgten KfW-Überbrückungskredit über 380 Millionen Euro nebst Zinsen zurückzahlen. Von der Thomas-Cook-Pleite waren auch in der Region tausende Urlauber betroffen.

Noch fehlt allerdings die Zustimmung der Condor-Gläubiger, nachdem das Amtsgericht Frankfurt am Main den Plan bereits genehmigt hat. Teckentrup sieht darin aber kein Problem: „Wir rechnen mit einer mehrheitlichen Zustimmung der sieben Gläubigergruppen zu dem Schutzschirmplan. Es ist schließlich materiell sinnlos, dagegen zu stimmen, dass man eine Quote erhält.“

Für die Zeit nach dem Schutzschirmverfahren hat Teckentrup bereits Pläne zum Ausbau des Angebots unter der etablierten Marke Condor. „Wir prüfen für den Winter 2020/21 neue Ziele in Asien. Dann werden wir auch bei der Mittelstreckenflotte drei zusätzliche Flugzeuge einsetzen. Das bedeutet eine Steigerung von zwölf bis 15 Prozent.“ Bereits ab diesem Sommer will Condor mit zunächst einem Flugzeug nach Berlin-Schönefeld zurückkehren und an Wochenenden ab Hannover und Stuttgart kleinere Embraer-Jets der neuen Airline-Schwester Lot einsetzen.

Sendung: Inforadio, 20.02.2020, 17:20 Uhr



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Klaus von Dohnanyi: Gut, dass es keine Unterstützung aus Berlin gab

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Hamburgs ehemaliger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi (SPD) schwärmt nach der Hamburg-Wahl 2020 am Abendblatt-Mikrofon von Wahlsieger Peter Tschentscher und fordert einen politischen Schwerpunkt beim Thema Wirtschaft.

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China verschiebt Volkskongress | ZEIT ONLINE

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China verschiebt wegen der Coronavirus-Epidemie die jährliche Sitzung des Nationalen Volkskongresses. Das berichtete der Staatssender CCTV. Einen neuen Termin werde der Ständige Ausschuss des Politbüros der regierenden Kommunistischen Partei zu einem späteren Zeitpunkt festlegen. Das zehntägige Treffen hatte eigentlich am 5. März stattfinden sollen. Rund 6.000 Delegierte aus dem ganzen Land hätten daran teilnehmen sollen.

Bereits vergangene Woche hatte sich der Ständige Ausschuss des Volkskongresses für eine Verschiebung des Termins ausgesprochen. Der Volkskongress wird laut CCTV-Angaben zum ersten Mal seit der Kulturrevolution verschoben. Seit 35 Jahren tritt er immer im März zusammen. Die Verschiebung wurde auch damit begründet, dass viele der Abgeordneten „an vorderster Front“ gegen die Epidemie kämpften.

China hatte zuletzt einen starken Anstieg der Zahlen der Coronavirus-Infizierten verzeichnet. Mehr als 77.000 Menschen haben sich mit der Lungenkrankheit infiziert. 2.592 Menschen waren an den Folgen des Virus gestorben. Es wird vermutet, dass der Erreger auf einem Markt in der zentralchinesischen Millionenstadt Wuhan von einem Wildtier auf den Menschen übergegangen ist. Der Ständige Ausschuss des Politbüros beriet deshalb bei seiner Sitzung an diesem Montag auch darüber, den Handel mit Wildtieren zu verbieten, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Seit einem Monat ist Wuhan von der Außenwelt abgeriegelt. Zahlreiche ausländische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger aber von dort in ihre Heimatländer zurückgebracht worden. Erstmals sind jetzt auch Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Wuhan. Sie besichtigen dort zwei Krankenhäuser und treffen den Chef der chinesischen Gesundheitskommission, Ma Xiaowei, sowie andere Verantwortliche des Seuchenschutzes der Provinz Hubei.

Vier Tote durch Coronavirus in Italien

In Italien, das am schwersten von dem Virus betroffene Land in Europa, wurde inzwischen der vierte Covid-19-Todesfall gemeldet. Über 150 Infizierte wurden bislang registriert. Die italienischen Behörden hatten am Wochenende drakonische Maßnahmen zur Eindämmung des Virus ergriffen. Elf Gemeinden im Norden des Landes wurden abgeriegelt, 52.000 Menschen stehen praktisch unter Quarantäne. Der Karneval in Venedig wurde vorzeitig beendet.

Die EU-Kommission begrüßte die Schritte Italiens zur Eindämmung des Coronavirus. Die italienische Regierung habe schnell gehandelt und „wirksame Strukturen, um in gut abgestimmter Weise auf diesen Ausbruch zu reagieren“, sagte der für Krisenkoordination zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic. Er kündigte die Freigabe von 232 Millionen Euro an, um den weltweiten Kampf gegen den Virus zu verstärken.

Mögliche Grenzkontrollen im Schengenraum lägen in der Kompetenz und Entscheidung der einzelnen Mitgliedstaaten, sagte Lenarcic. Er forderte die Regierungen aber auf, alle Entscheidungen zum Kampf gegen den Virus auf Grundlage „einer glaubwürdigen Risikobewertung“ zu treffen sowie verhältnismäßig und abgestimmt zu handeln.

Nach Angaben von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat die italienische Regierung einer Mission von WHO-Experten und des Europäischen Zentrums für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) zugestimmt. Diese solle am Dienstag in Italien eintreffen. „Wir müssen diese Situation ernst nehmen“, sagte Kyriakides. Die EU-Bürger sollten aber „nicht in Panik verfallen“ und auf Desinformationen über die Krankheit hereinfallen.





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