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Australien: Was der Klimawandel mit den Bränden zu tun hat

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Der menschgemachte Klimawandel fördert Bedingungen, unter denen Waldbrände ausbrechen und erhöht damit ihre Wahrscheinlichkeit. Das ist das Fazit einer von britischen Forschern erstellten und auf dem Portal „ScienceBrief“ veröffentlichten Übersichtsstudie.

Die Wissenschaftler von der University of East Anglia, der University of Exeter, dem Imperial College London und dem britischen Wetterdienst hatten dafür 57 Fachartikel ausgewertet, die nach 2013 erschienen waren. Sie stammen allesamt aus Publikationen, bei denen die Manuskripte vorab von Fachkollegen begutachtet werden, um die wissenschaftliche Qualität zu sichern.

Die Studien zeigten, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen den steigenden globalen Temperaturen und der zunehmenden Häufigkeit oder Schwere von Wetterlagen, die Feuer begünstigen, so die Forscher. Die Wissenschaftler sprechen von Brandwetter, wenn diese Faktoren zusammenkommen:

  • hohe Temperaturen,

  • niedrige Luftfeuchtigkeit,

  • geringe Niederschläge und

  • oft starken Winde.

Zwar gebe es in einigen wenigen Regionen auch Ausnahmen. Beobachtungsdaten zeigten aber, dass sich auf etwa 25 Prozent der von Pflanzen bewachsenen Erdoberfläche die Brandwettersaison verlängert habe. Insgesamt habe die Dauer im globalen Durchschnitt um 20 Prozent zugelegt.

Der Effekt sei in vielen Weltgegenden nachgewiesen, so Matthew Jones von der University of East Anglia. Betroffen seien etwa der Westen Nordamerikas, Südeuropa, Skandinavien und Amazonien. „Die vom Menschen verursachte Erwärmung erhöht auch die Brandgefahr in anderen Regionen, darunter Sibirien und Australien“, erklärte der Forscher.

Brände entstehen nicht allein, weil es trocken ist

Die Australische Akademie der Wissenschaften hat kürzlich auch ein Statement zu den Buschbränden veröffentlicht. Darin heißt es, dass mit der Erderhitzung auch die Häufigkeit und Schwere extremer Wetterereignisse zunehme.

Einen direkten Zusammenhang zu den Bränden stellt die Akademie damit nicht her. Sie beschreibt aber den Rahmen, in dem sich das Brandgeschehen entwickelt. Klar ist: Brände wie jetzt in Australien entstehen nie aus dem Nichts oder allein, weil es trocken ist. Es braucht einen Auslöser, etwa einen Blitz, einen unachtsam weggeworfenen Zigarettenstummel, einen umgekippten Strommast oder eben einen Brandstifter.

Heißes, trockenes Wetter erhöht das Feuerrisiko jedoch. Durch die Hitze verdunstet besonders viel Wasser aus Böden, können Niederschläge den Verlust nicht ausgleichen, trocknet die Oberfläche aus, Brände breiten sich leichter aus. Hohe Temperaturen sorgen zudem dafür, dass Pflanzen schneller austrocknen und leichter Feuer fangen.

Immer wieder ist in den sozialen Medien davon zu lesen, dass Brandstiftung die entscheidende Rolle für die australischen Feuer gespielt habe. Das trifft aber nicht zu, die Zahl der gelegten Brände ähnlich hoch ist wie in den vergangenen Jahren.

In vielen Regionen, auch in Teilen Australiens, sind saisonal auftretende Brände nichts Ungewöhnliches. Im Gegenteil, solche Feuer haben sogar positive Auswirkungen für Teile des Ökosystems. In Australien helfen sie zum Beispiel Eukalyptusbäumen bei der Verbreitung ihres Samens. Außerdem werden bei den Bränden viele pflanzenfressende Insekten getötet, die jungen Bäumen gefährlich werden könnten.

In diesem Jahr hat die australische Feuersaison jedoch deutlich früher begonnen als normal. Auch die betroffene Fläche liegt weit über dem Durchschnitt.

Icon: Der Spiegel



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Messe TV Nürnberg 2020 ESU

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Frank Buttig im Gespräch mit Jürgen Lindner, Geschäftsführer ESU.

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Zwei Stunden in Bernburg | ZEIT ONLINE

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© Monja Gentschow für DIE ZEIT

Verdächtig leise schleichen die Züge ein, als ob hier bloß niemand geweckt werden soll. Lassen Sie sich nicht täuschen: Natürlich ist Bernburg längst wach und ja, sogar geduscht. Andere Kleinstadtbahnhöfe in Sachsen-Anhalt ranzen vernagelt und verlassen vor sich hin, hier aber ist der Bahnhof sauber durchsaniert. Im Bistro dreht sich morgens schon pflichtbewusst der Dönerspieß. Willkommen in der alten Residenzstadt!

Kommen Sie mit runter zur Saale, ins Freie, ins Grüne und später hinauf zum Schloss. Wundern Sie sich nicht über die Bärchenfigur, die vorm Bahnhof wütend in einen Brunnen starrt, folgen Sie stattdessen dem Rauch der Schlote bis zur Sodafabrik. Soda ist eins der vier mehr oder weniger weißen Pulver, die in der Region gewonnen werden. Bevor Sie sich Abenteuer eines mitteldeutschen Pablo Escobar ausmalen: Die anderen drei sind Salz, Zucker und Zement. Die Fabriken brachten nicht nur Arbeit und ein wenig Wohlstand an die Saale. Zu DDR-Zeiten schäumte der Fluss, die Luft roch nach Katzendreck, und über die angeblich staubfreie Zementfabrik hieß es, sie sei eher eine zementfreie Staubfabrik. Heute schmeckt die Luft nach Luft, und wer ein wenig mutig ist, badet an warmen Tagen im graugrünen Fluss, am besten in Gröna im Süden der Stadt.

Lassen Sie das Sodawerk hinter sich, überqueren Sie die Annenstraße in den Stadtpark hinein. Halten Sie sich am Ufer, bis Sie auf dem blanksanierten Saalplatz vor dem neuen indisch-italienischen Restaurant stehen. Indisch-italienisch, das fasst die Lage ganz gut zusammen. Bernburg ist das charmante Nebeneinander von Fabriken und Barockvillen, poliertem Pflaster und schimmligem Leerstand, von alter Größe in einer dahinschrumpfenden Stadt.

Die Marktbrücke führt Sie hinüber aus der Berg- in die Talstadt. Links sehen Sie die petrolgrüne Schleuse und die gewaltige, Anfang der Neunziger abgewickelte Mühle. Freuen Sie sich an der Polsterei und der Buchbinderei, die am Marktplatz überlebt haben. Trinken Sie unter Weinlaub im „Alten Markt“ ein Bier, oder kosten Sie den Bernburger Zwiebelklump, eine Lammbrühe mit Fleischeinlage und Klößchen. Trinken Sie lieber ein Bier.

Biegen Sie hinterm Markt nach links in die Krumbholzstraße, und Sie ahnen vielleicht, was die Band Isolation Berlin meint, wenn sie singt: „In Bernburg fällt der Weltschmerz kalt vom Himmel.“ Steuern Sie schleunigst aufs Saaleufer zu. Im Rosenhag-Park, links hinter den Büschen, erahnen Sie endlich hoch auf dem Sandsteinfelsen am anderen Ufer: das Schloss.

Für den Postkarten-Blick vom Ausflugslokal Reimann müssen wir noch ein paar Hundert Meter weiter flussaufwärts, vorbei an Pflegeheimen, an Flamingos und Schweinen hinterm Tierparkzaun. Probieren Sie nach der Winterpause bei Reimanns unter Trauerweiden ein Bernburger Solei für 80 Cent. Lassen Sie sich nicht von der grünlichen Farbe abschrecken. Trinken Sie eine Himbeerbrause dazu, und staunen Sie mit den Enten das Schloss an. Gäbe es ein schneidiges Stadtmarketing, wer weiß, vielleicht wäre Bernburg vor lauter Flussbergschloss-Romantik längst das Heidelberg des Ostens oder das Budapest des Westens. Lassen Sie sich vom Fährmann mit Zahnlücke und Ohrring übersetzen. Seine Fähre heißt Einheit.

Hinauf, hinauf den steilen Hang am anderen Ufer. Stutzen Sie kurz am Bärenzwinger an der Schlossmauer. Wie, keiner da? 1860 brachte ein Leutnant aus dem nahe gelegenen Rittergut Bullenstedt das Braunbärenjunge Lazi aus einem Russlandurlaub mit, von da an lebten hier Bären. Seit die letzte Generation, Benji und Bonny, an Altersschwäche starb, verwildert der Zwinger. Es sollten mal zwei Koalas aus Sydney kommen. Das war dann aber doch nur ein Aprilscherz der Lokalpresse.

Treten Sie auf den Schlosshof der anhaltischen Fürsten, und sehen Sie: eine Dauerbaustelle mit Bauten aus allen Epochen – leuchtende Renaissance-Erker, Fachwerk, rauer Beton, manches zerbröselt toll, anderes ist frisch gestrichen, und in der Musikschule nebenan geigt vielleicht jemand Lady Gaga. Sparen Sie sich den Aufstieg in den Eulenspiegel-Turm, machen Sie stattdessen noch einen Schlenker zu der weltschönsten Schulsporthalle in der Schloßgartenstraße, der früheren Orangerie, die an den Dresdner Zwinger erinnert.

Über die Friedensallee, die Karl- und die Auguststraße finden Sie zurück zum Bahnhof, vorbei noch an der kleinen Weltzeituhr, in den Siebzigern von 60 Betrieben in 60 Tagen gebaut. Während Ihr Zug wieder aus der Stadt schleicht, kommt Ihnen vielleicht der Satz in den Sinn, der im Reimanns an der Wand stand: Dicke, Dünne, Jroße, Kleene, alle sanse, hier is scheene.



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Trotz Gegenwind aus USA: Huawei wird an Ausbau von 5G-Netz in Großbritannien beteiligt

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Großbritannien hat entschieden, den chinesischen Technologie-Giganten Huawei am Ausbau des 5G Netzes teilhaben zu lassen. Zuvor hatte es großen Druck aus Washington gegeben, nicht mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten.
Offiziell sorgen sich die USA, Huawei könnte der chinesischen Regierung Zugriff auf sensible Daten gewähren. Das Unternehmen bestreitet das.
Inoffiziell tun die USA seit Jahren genau das, was sie China offiziell vorwerfen. Zudem ist Huawei eine gefährliche Konkurrenz für große US-Unternehmen. Der politische Druck aus Washington ist daher auch wirtschaftlich motiviert.
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