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Aus politischen Gründen: Mindestens vier Deutsche im Iran im Gefängnis

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Das berichtet die Zeitung „Die Welt“ in ihrer Freitagsausgabe. Über die Festnahme der deutsch-iranischen Menschenrechtsaktivistin Nahid Taghavi hatten Medien bereits vor zwei Wochen berichtet. Zur Identität der anderen Gefangenen und den Gründen ihrer Festnahme äußerte sich die Bundesregierung der Zeitung zufolge nicht.

Die Angaben der Bundesregierung stammen laut „Welt“ aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Außenpolitikers Omid Nouripour. Dessen Anfrage hatte sich ausdrücklich auf Deutsche bezogen, die aus politischen Gründen inhaftiert sind.

Iran behandelt Deutschland „nicht mehr privilegiert“

Bisher hatte die Bundesregierung die Festnahme Taghavis nicht bestätigt. Nun hieß es nach Angaben der Zeitung in der Antwort auf Nouripours Anfrage, das Auswärtige Amt bemühe sich intensiv um Aufklärung der Hintergründe ihrer Inhaftierung und habe das iranische Außenministerium mehrfach um konsularischen Zugang zu der 66-Jährigen gebeten. 

Der Iran gewähre in der Regel aber keinen konsularischen Zugang zu Häftlingen, die neben der deutschen auch die iranische Staatsangehörigkeit besitzen, da Teheran diese als Iraner behandele, erklärte die Bundesregierung demnach. Die im Iran geborene Taghavi lebt seit 1983 in Köln und besitzt die deutsche Staatsangehörigkeit. 

„Es ist ja bekannt, dass die Behörden im Iran immer wieder Doppelstaatler aus Großbritannien und den USA inhaftieren, um Druck auf deren Regierungen auszuüben“, sagte Nouripour der „Welt“. Die jetzige mutmaßliche Inhaftierung mehrerer Deutscher zeige, dass der Iran die Bundesrepublik „nicht mehr privilegiert behandelt“. Der Grünen-Politiker warnte: „Offenbar geraten jetzt auch die Deutschen ins Fadenkreuz.“



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  1. wall

    Januar 8, 2021 at 7:02 pm

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Eine zweite Chance für „Klara Sonntag“

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Berlin (dpa) – „Nein, ich will nicht.“ Mit diesen Worten schreckt Klara Sonntag (Mariele Millowitsch) aus dem Schlaf. Neben ihr liegt ihr Liebhaber Thomas Aschenbach (Bruno Cathomas).

+++ Aktuelle Promi-News +++

Klara hatte einen Alptraum, in dem Thomas ihr in Robe und singend im Gerichtssaal einen Heiratsantrag machte, den sie gut hörbar abgewiesen hat. Dabei hat der Richter sich endlich scheiden lassen und will Klara nach 15-jähriger Affäre tatsächlich ehelichen. Sie möchte jedoch ihre Unabhängigkeit behalten – zumal sie in ihrem Job als Bewährungshelferin ohnehin schon oft beruflich vor Gericht mit ihm zu tun hat. Viel Zündstoff also für den Film „Klara Sonntag – Kleine Fische, große Fische“ an diesem Freitag um 20.15 Uhr im Ersten.

In ihrer Arbeit darf Klara sich nicht nur mit ihrer nervigen Chefin, sondern gleich mit zwei Fällen herumschlagen. Zum einen geht es um die hochnäsige Insolvenzbetrügerin Merle Scheffler (Nadja Becker), die nun, statt in ihrem Pool zu schwimmen, mit dem Rad zur Ableistung ihrer Sozialstunden radeln muss und nie gelernt hat, um Hilfe zu bitten.

Zum anderen betreut sie den 80-jährigen Rudi Dülmen (Christian Grashof), der nach 50 Jahren im Gefängnis erst einmal lernen muss, wie Formulare auszufüllen sind. Bei der Bearbeitung des Antrages auf Grundsicherung erfährt er, dass seine langjährige Tätigkeit im Gefängnis nicht auf die Rente angerechnet wird – was der Gesetzgeber angeblich seit 40 Jahren ändern will, aber noch immer der Fall ist.

Autor Sebastian Orlac (51, „Lotta“) und Regisseur Oliver Schmitz (60, „Türkisch für Anfänger“) legen hier einen ernsthaften Film vor, der neben aller Dramatik auch Platz für komische Momente lässt. Das Tempo ist enorm, aber wenn es um den Einblick in das Seelenleben der Hauptfiguren geht, dann ist ganz viel Zeit da. Der Film bleibt nah dran an den Menschen, die von allen Schauspielern klar und gut verkörpert werden und die deutlich werden lassen, dass Menschen zwar nicht immer im Leben eine Wahl, wohl aber eine zweite Chance verdient haben.

Mariele Millowitsch (65, „Marie Brand“) ist hier in einer weiteren Paraderolle zu sehen. Als Frau Sonntag fegt sie mit ihrem kleinen Flitzer durch die Gegend, hört gerne laute Rockmusik, besitzt eine Schildkröte – und hat wie sie einen ziemlichen Dickschädel samt guter Spürnase. „Sie schnüffelt nicht, sondern sie entdeckt die Wahrheit über ihre eigene Geschichte – den Hintergrund ihrer Kindheit – eher zufällig. Das bringt sie zunächst einmal ordentlich durcheinander“, sagt Mariele Millowitsch gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

„Finger weg von Schutzbefohlenen“ – so heißt ein Grundsatz im Job der Bewährungshelfer, und so wäre der durchaus gut gespielten Hauptfigur etwas mehr professionelle Distanz zu den Probanden zu wünschen, verbunden mit weniger persönlichen Verwicklungen, die obendrein unnötig konstruiert wirken. Gerade diese Verwicklungen gehen hier durchaus an der Lebensrealität einer Bewährungshelferin vorbei – aber das ließe sich ja in den nächsten Folgen ändern, die den Sendeplatz „Endlich Freitag im Ersten“ sicherlich bereichern würden.



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Schauspieler kritisieren auf Youtube Corona-Maßnahmen

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„Alles dicht machen“ – ein Appell, der während der vergangenen Monate der Pandemie immer mal wieder bei Twitter in den Trends landete. Seit Donnerstagabend macht ein Youtube-Kanal mit eben diesem Namen von sich reden. Mehr als 50 Videos wurden binnen fünf Stunden auf den Kanal hochgeladen. Zu sehen sind in den kurzen Clips Schauspielgrößen wie etwa Jan Josef Liefers, Richy Müller oder Wotan Wilke Möhring. Ihre Videoinhalte sind unterschiedlich, ihre Botschaft hingegen sehr ähnlich: In satirischem Ton kritisieren sie Politik, Gesellschaft und Corona-Maßnahmen.

Auch „Tatort“-Schauspieler Martin Brambach spricht in einem Kurzvideo. „Ich bin Schauspieler und habe im letzten Jahr angefangen, solidarisch mit dem Finger auf andere Leute zu zeigen. Ich bin ein eher unsicherer Mensch und brauche klare Regeln und es tut mir gut, wenn ich andere darauf hinweisen kann, was sie falsch machen.“ Ein Video von Heike Makatsch war nach wenigen Stunden nicht mehr abbrufbar.

Der Hintergrund und die Organisatoren der Aktion waren am Abend zunächst nicht bekannt.



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#allesdichtmachen: Bizarre Kampagne gegen Medien und Bundesregierung

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Nina Gummich steht vor einem Vorhang und fühlt sich „richtig gut“. Die Schauspielerin, bekannt aus Serien wie „Beat“, „Charité“ und „Babylon Berlin“ habe sich von „ihrer eigenen Meinung freigemacht“, sagt sie in einem sechzigsekündigen Videoclip. „Es ist für uns alle am besten, wenn wir einfach das wiedergeben, was uns von der Bundesregierung aufgetragen wird“, fügt sie mit einem Lächeln hinzu. „Befreit euch von eurer eigenen Meinung!“

Jan Josef Liefers bedankt sich in seinem Videoclip ironisch bei den deutschen Medien, weil sie dafür sorgten, „dass kein unnötiger kritischer Disput uns ablenken kann von der Zustimmung zu den sinnvollen und immer angemessenen Maßnahmen unserer Bundesregierung.“ Die Schauspielerin Miriam Stein macht sich nach eigener Aussage Sorgen: „Es kann nicht angehen, dass Menschen denken, sie seien gesund, nur weil sie keine Symptome haben.“ Und Kostja Ullmann hat alle seine Kontakte von seinem Handy gelöscht, weil er seine Gesprächspartner beim Telefonieren vor seinem geistigen Auge gesehen habe. Denn: „Wenn man sich sieht, kann man sich anstecken.“

„Was soll dieser Scheiß?“

Insgesamt 53 solcher Clips fluten unter dem Titel „Alles dichtmachen“ am späten Donnerstagabend die deutschsprachigen sozialen Medien, begleitet von Hashtags wie #niewiederaufmachen und #lockdownfuerimmer. Unter den beteiligten Schauspielerin sind noch weitere Größen der Zunft wie Nadja Uhl, Ulrich Tukur sowie die Tatort-Darsteller Ulrike Folkerts und Wotan Wilke Möhring. 

Die Verwirrung ist groß. „Was soll dieser Scheiß?“, fragt eine Nutzerin auf Twitter. Die Videos sind ohne Kontext auf einer dazugehörigen Website und auf Youtube hinterlegt. Laut Impressum geht das Projekt auf den Münchner Filmproduzenten Bernd K. Wunder zurück. In den sozialen Medien hatte sich Wunder gelegentlich kritisch über Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus geäußert. „Jeder der sich an dieser Panikmache beteiligt ist daran Schuld!“, schrieb Wunder letztes Jahr auf Instagram neben ein Bild von Kindergartenkindern in Thailand, die durch Folien voneinander getrennt wurden. „Der Ausdruck Coronazi ist somit absolut gerechtfertigt…“ Befürworter von Lockdown-Maßnahmen bezeichnete Wunder im letzten Mai als „Mundschutzknappen“.

„Wir haben gesagt, was gesagt werden wollte“

Lassen sich deutsche Schauspiel-Stars von „Querdenkern“ und Corona-Leugnern vor den Karren spannen? Die „Corona-Kritiker“ selbst fassen es zumindest so auf. Rechtsextreme Blogs und Telegram-Kanäle gehören zu den ersten, die das Projekt aufgreifen und mit ihrer Reichweite nach nur wenigen Stunden zu einem der meistdebattierten Themen in den sozialen Medien machen. „Unbedingt anschauen!“, fordert der rechte Publizist Roland Tichy. „Großartig“, lobt Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen. Aber auch der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit ist begeistert. „Ein Meisterwerk“, schreibt er auf Twitter. „Es sollte uns sehr nachdenklich machen.“

Von den Schauspielern selbst kamen bislang kaum öffentliche Einlassungen zu dem Projekt. Als einer der wenigen meldete sich Jan Josef Liefers zu Wort. „Einige Kollegen und auch ich haben hier gesagt, was gesagt werden wollte“, schrieb Liefers am Donnerstag auf Instagram. „Mein Punkt waren die Medien und ihre primäre Berichterstattung im letzten Jahr. Habt Ihr Euch rundherum gut informiert gefühlt? Konntet Ihr Euch aus den Nachrichten eine eigene Meinung bilden? Oder habt Ihr Euch manipuliert gefühlt? Nur halb informiert? Habt Ihr es auch so erlebt, als wären die meisten Journalisten plötzlich einem Chor beigetreten?“

„Eklige Arroganz“

Konkrete Belege bleibt Liefers schuldig, genau wie seine 52 Kollegen. Doch das vorgeblich als Medienkritik konzipierte Projekt zieht selbst einiges an Unverständnis auf sich. „Privilegierte Schauspieler mit fettem Bankkonto und dicken Anwesen sind ja wohl die letzten, die sich über irgendwelche Corona-Maßnahmen beschweren sollten“, schreibt ein User. „Diese Videos sind ihre ekligen Arroganz für mich unerträglich“, kommentiert eine Nutzerin.

Und auch in der Schauspiel-Branche formiert sich Kritik. Als Volker Bruch seinen Clip auf Instagram postet, kommentiert Kollege Elyas M’Barek: „Come on, das ist doch Blödsinn. (…) Kann ich null nachvollziehen.“ Und Christian Ulmen schreibt auf Bruchs Instagram-Seite zu einem Video von Liefers: „Ken Jebsen hätte es nicht schöner sagen können.“





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