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Aufstellungen für das EM-Eröffnungsspiel fix: So starten Italien und die Türkei in das Turnier

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Italien träumt schon von mehr. Vor dem lang ersehnten Start in die EM mit dem Eröffnungsspiel gegen die Türkei am Freitag (21 Uhr/ARD und MagentaTV) in Rom ist für die Azzurri das Endspiel im Wembley-Stadion das erklärte Ziel. „Der Titel könnte eine Wiedergeburt für den Fußball und für das ganze Land sein„, sagte Nationaltrainer Roberto Mancini. „Das Ziel ist es, am 11. Juli in Wembley das Finale zu spielen.“ Dabei wartet auf die Squadra Azzurra gleich im Eröffnungsspiel eine unangenehme Aufgabe.

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Ungeachtet des kurzfristigen Ausfalls von Lorenzo Pellegrini, der am Donnerstag wegen Oberschenkelproblemem passen musste, sieht der Trainer seine Spieler gerüstet für die Partie. „Wir sind bereit und so gut wie möglich vorbereitet„, sagte Mancini. Die Italiener beginnen im Sturmzentrum mit Ex-BVB-Angreifer Ciro Immobile. Unterstützt wird er durch Lorenzo Insigne vom SSC Neapel und Domenico Berardi von US Sassuolo. In der Defensive setzt Mancini auf das erfahrene Innenverteidiger-Duo Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini.

So startet Italien: G. Donnarumma – Florenzi, Bonucci, Chiellini, Spinazzola – Barella, Jorginho, Locatelli – D. Berardi, Immobile, L. Insigne

Gegen die Türkei dürfte gerade auch die Defensive gefordert sein. Beim WM-Dritten von 2002 liegen viele Hoffnungen auf dem schon 35 Jahre alten Mittelstürmer Burak Yilmaz. Auch daneben verfügt Günes über starke Individualisten, darunter Ex-Bundesliga-Profi Hakan Calhanoglu und Offensiv-Talent Yusuf Yazici. Verlassen konnten sich die Türken in der EM-Qualifikation vor allem auf ihre Defensive um den Ex-Freiburger Caglar Söyüncü: In der Gruppe mit Weltmeister Frankreich kassierte das Team in zehn Partien nur drei Gegentore. Das Quintett steht auch gegen die Italiener von Beginn an auf dem Rasen. Kenan Karaman von Fortuna Düsseldorf läuft im Auftaktspiel des Turniers ebenfalls von Beginn an auf.

So startet die Türkei: Cakir – Celik, Demiral, Söyüncü, Meras – Karaman, Ozan Tufan, Okay, Calhanoglu – Yazici, B. Yilmaz

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Schottland „nicht bereit, nach Hause zu gehen“

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Darlington (dpa) – Nach dem viel gelobten Unentschieden gegen Titelkandidat England hofft Schottlands Fußball-Nationalmannschaft auf den Einzug in die erste K.o.-Runde einer Europameisterschaft.

„Wir haben nach dem Spiel gesagt, dass wir noch nicht bereit sind, jetzt nach Hause zu gehen. Wir wollen im Turnier bleiben“, sagte Co-Trainer Steven Reid im Teamquartier in Darlington. „Das war ein gutes Gefühl für den Moment, aber das sagt nichts für den Dienstag aus. Dann brauchen wir ein Ergebnis.“

Dann wollen die Schotten durch einen Sieg gegen Kroatien im heimischen Glasgow einfahren. „Hoffentlich machen wir ein oder zwei Tore, denn sonst geht es nach Hause“, sagte der Assistenztrainer. Nach dem 0:0 gegen England verzichteten die Bravehearts am Samstag auf das Training. Zahlreiche Spieler entspannten auf dem Golfplatz. „Man hätte denken können, dass dort draußen um den Ryder Cup gespielt wurde“, sagte Reid. Man habe lautstarke Rufe von den Plätzen gehört.

Schottland, das zum Auftakt 0:2 gegen Tschechien verlor, ist erstmals seit 25 Jahren wieder bei einer EM dabei. Ein Unentschieden oder eine Niederlage gegen Kroatien bedeuten das Aus. Bei einem Sieg müssen die Schotten entweder auf eine Niederlage Englands gegen Kroatien hoffen und dabei die schlechtere Tordifferenz gegenüber dem britischen Rivalen aufholen – oder unter die besten vier Gruppendritten kommen.



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Mick Schumacher mit Unfall in Formel-1-Qualifikation

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Dritter bei der Jagd auf die besten Startplätze wurde Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil. Vor dem siebten Saisonlauf am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) liegt Verstappen in der WM vier Punkte vor Hamilton.

Sebastian Vettel belegte in der Qualifikation den zwölften Rang. Mick Schumacher schied nach einem Unfall als 15. aus.

© dpa-infocom, dpa:210619-99-60914/4

dpa



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Arena in Regenbogenfarben: München will Zeichen gegen Homophobie der Regierung Orbán setzen

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Münchner Stadtrat
Zeichen gegen Orbáns Politik: „Allianz Arena“ soll zum Spiel gegen Ungarn in Regenbogenfarben leuchten

So soll die Münchner Allianz Arena, die während des Turniers nur EM-Arena heißen darf, auch während des EM-Spiel gegen Ungarn aussehen – als Zeichen des Protests gegen die homophobe Gesetzgebung der ungarischen Regierung.

© Frank Hoerman / Picture Alliance

Aus Protest gegen die Politik von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban soll das Münchner EM-Stadion auf Wunsch des Stadtrates in Regenbogenfarben erstrahlen. Das haben die Politiker zwar nicht in der Hand – aber etwas können sie doch tun.

Der Münchner Stadtrat fordert die EM-Arena für das Spiel von Deutschland gegen Ungarn in Regenbogen-Farben erleuchten zu lassen. „Die Landeshauptstadt bekennt sich zu Vielfalt, Toleranz und echter Gleichstellung im Sport und in der ganzen Gesellschaft“, heißt es in einem fraktionsübergreifenden Antrag. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) solle sich bei der Uefa dafür einsetzen, dass das Münchner Stadion „am Abend des Spiels in Regenbogenfarben leuchtet“. Anlass ist die Verabschiedung eines Homosexuellen-feindlichen Gesetzes durch das ungarische Parlament.

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland begrüßte die Idee einer in Regenbogenfarben leuchtenden Münchner EM-Arena beim Gruppenfinale am Mittwoch gegen die ungarische Mannschaft. „Gerade weil wir im ‚Pride Month‘ sind. Das wäre ein klares Zeichen“, sagte LSVD-Bundesvorstand Christian Rudolph, der zugleich erster Ansprechpartner für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt beim DFB ist, der Deutschen Presse-Agentur. Die Europäische Fußball-Union Uefa sei nun gefordert, „das Vorhaben zu unterstützen“.

Manuel Neuer trägt bereits Regenbogenbinde

Der Verband sei „in engem Austausch mit dem DFB“. Rudolph verwies auch auf die Kapitänsbinde in Regenbogenfarben, die Nationaltorwart Manuel Neuer bereits im ersten Vorrundenspiel in München gegen Frankreich (0:1) getragen hatte. „Das ist nicht nur eine einmalige Aktion, umso wichtiger ist es, dass es über die EM andauert. Ich weiß, dass die Mannschaft dahinter steht“, sagte Rudolph.

Das ungarische Parlament hatte am Dienstag ein Gesetz gebilligt, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt. Bildungsprogramme zu Homosexualität oder Werbung von Großunternehmen, die sich mit Homosexuellen solidarisch erklären, sollen demnach künftig verboten werden, ebenso wie Aufklärungsbücher zu dem Thema. Das Gesetz gilt als besonderes Anliegen von Ministerpräsident Viktor Orbán. Entsprechend laut war die Forderung nach einem klaren Zeichen bei der Fußball-EM in Deutschland geworden. „Es macht bei solchen Spielen noch einmal mehr Sinn – es ist wichtig, dass solche Aktionen nicht mehr verboten werden“, sagte Rudolph. Der Sport dürfe sich nicht verstecken und müsse zu seinen Werten stehen.

Der LSVD richtet am 26. Juni zudem die digitale Demonstration „SportPride 2021“ aus für die Sichtbarkeit und Unterstützung aller Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen im Sport.

Zigtausende unterstützen Petition

Der Münchner Stadtrat will voraussichtlich in der Vollversammlung am kommenden Mittwoch – dem Spieltag – über den fraktionsübergreifenden Antrag entscheiden. Nach dem Willen der Stadträte soll das Rathaus mit Regenbogenfahnen beflaggt werden. Auf der Petitionsplattform Change.org unterstützten bis zum frühen Samstagnachmittag mehr als 46.000 Menschen das Vorhaben.

„Anlässlich des EM-Spiels Deutschland gegen Ungarn ist es der Landeshauptstadt München wichtig, ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit der LGBTI Community in Ungarn zu setzen, die unter der aktuell verschärften homo- und transphoben Gesetzgebung der Ungarischen Regierung zu leiden hat“, hieß es in dem Antrag. Das Spiel gegen Ungarn sei eine Möglichkeit, „die Botschaft zu senden, dass München für eine bunte, vielfältige und tolerante Gesellschaft steht“.

dho
DPA



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