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Asbestos bekommt einen neuen Namen

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Die Jeffrey-Mine: Hier wurde bis 2011 Asbest abgebaut.

Bild: AFP

In der kanadischen Stadt Asbestos wurde der gleichnamige Baustoff jahrelang abgebaut. Heute gilt er als gesundheitsschädlich. Weil der Name der Stadt auch der Wirtschaft schädigte, entschieden sich die Bürger nun für eine Umbenennung.

Der kanadische Ort Asbestos (Deutsch: Asbest) soll nach einem Referendum seiner Bevölkerung in Val-des-Sources (Deutsch: Tal der Quellen) umbenannt werden. Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer der Befragung in dem Ort in der Provinz Quebec entschieden sich für den neuen Namen, wie Bürgermeister Hugues Grimard in der Nacht zu Dienstag via Facebook mitteilte.

Zuvor hatten Ratsmitglieder der Stadt den Prozess der Namensfindung angestoßen und eine Liste mit sechs Alternativen erstellt. Ihrer Ansicht nach führte der Name dazu, dass sich keine Investoren für den Ort fanden und er demnach wirtschaftsschädigend war.

Insgesamt fanden in den letzten Monaten drei Umfragen statt, nach denen jeweils der Name mit den wenigsten Stimmen rausselektiert worden war, wie kanadische Medien berichteten. Bei der dritten und letzten Umfrage mit den finalen vier Vorschlägen setzte sich Val-des-Sources gegen Trois-Lacs, Larochelle und Jeffrey-sur-le-Lac durch.

Der rund 170 Kilometer östlich von Montreal gelegene Ort mit heute rund 7000 Einwohnern war ursprünglich benannt nach den Mineralen, die dort seit dem späten 19. Jahrhundert abgebaut wurden. Jahrzehntelang wurde hier ein Großteil des in der Welt verarbeiteten Asbests produziert, das mittlerweile in vielen Ländern wegen seiner Gesundheitsgefahren verboten ist. 2011 wurde die Mine geschlossen – seitdem ist die Stadt wirtschaftlich angeschlagen.














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Bei der Balkon-Einrichtung auf die Lage achten

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Bonn/Stuttgart (dpa/tmn) – Wie jemand seinen Balkon gestaltet, hängt nicht nur vom persönlichen Geschmack ab. Auch die Himmelsrichtung ist entscheidend: Denn auf dem Südbalkon scheint fast den ganzen Tag die Sonne, auf dem Ostbalkon lässt sie sich hingegen nur morgens blicken, während der Nordbalkon stets schattig ist. Tipps, wie Sie den Balkon je nach Lage einrichten und so ein Wohlfühlklima schaffen.

Ständige Sonne ist für viele Menschen ein Traum. Doch die Hitze im Hochsommer kann auch eine Last sein. Daher sind Sonnensegel, Sonnenschirm oder eine Markise auf einem Südbalkon ein Muss.

Ampelschirme werden häufig mit einem Ständer geliefert, der auf das Schirmgewicht abgestimmt ist. Bei Mittelstockschirmen sei dies nicht immer so, warnt der Tüv Süd. Schirmständer mit Gehwegplatten seien stabiler als ein mit Wasser befüllter Ständer.

Auf dem Südbalkon für Durchzug sorgen

Auch eine Kippvorrichtung ist sinnvoll, um die Schirmneigung dem Sonnenstand anzupassen. Die meisten Stoffe bieten einen Lichtschutzfaktor von mindestens 50. Der Tüv Süd empfiehlt einen Wert zwischen 60 bis 80, um sich vor UV-Strahlen zu schützen.

Der Südbalkon sollte nicht permanent abgeschirmt sein. „Ein zu starker Schatten hat zur Folge, dass sich die Hitze unter dem Sonnenschutz staut und die Luft nicht mehr zirkulieren kann“, sagt Landschaftsarchitekt Martin Staffler aus Stuttgart.

Das sei auch für Pflanzen nicht gut, die das direkte Sonnenlicht mögen, wie Yukkapalmen, Hanfpalmen und Zwergpalmen oder Sukkulenten.

Holzmaterialien heizen sich nicht so auf

Auf einem Südbalkon ist es empfehlenswert, viel Holz einzusetzen – als Möbel und als Bodenbelag. Denn Vollholz speichere eine angenehme Wärme und wird nicht so heiß wie Stein oder Metall“, sagt Staffler.

Eine Alternative sind Kunststoffmöbel mit Geflechtstruktur. Oft gibt es sie in Anthrazit-Grau, Braun oder Schwarz, so Ursula Geismann, Wohnexpertin und Geschäftsführerin der Initiative Furnier + Natur in Bonn. Auch wenn diese Farben eher Sonne anziehen, heize sich das Material nicht so schnell auf.

Wem Möbel aus Metall besser gefallen, der sollte Stoffauflagen verwenden. „Sie können etwas Wärme reduzieren“, sagt Geismann. Auf dem Boden kann ein textiler Outdoorteppich Hitze mindern. „Allerdings sollte man wissen, dass die Farben nach zwei bis drei Jahren ausbleichen können, wenn die Sonne täglich intensiv darauf strahlt.“

Bei der Farbgestaltung sollte man sich insgesamt an mediterranen Tönen orientieren – also überwiegend Beige, Ocker und Terrakotta, sagt Martin Staffler. Klares weiß blende zu sehr, auch Tischplatten aus Glas reflektieren und erhitzen zu stark.

Ostbalkon und West-Balkon: Helle Farben und Windschutz

Der Ostbalkon speichert die Sonnenwärme des Vormittags im Idealfall bis in die Abendstunden. Dafür eignen sich Fußboden aus Holz sowie Fliesen, etwa Natursteinplatten, nennt Martin Staffler als Beispiel. Für etwas Farbe können hier Pflanzen wie Oleander, Hibiskus und Bougainvillea sorgen.

Liegt der Balkon im Westen, kann man den etwas milderen Sonnenschein ab dem frühen Nachmittag bis in die Abendstunden genießen. Dennoch ist auch hier häufig ein Sonnenschutz notwendig. Zudem könne es schnell windig werden. „Gräser wie Bambus und Chinaschilf können einen leichten Wind gut abfangen“, sagt Staffler. Großblättrige Pflanzen seien hierzu weniger geeignet, da sie umstürzen können.

„Eine Alternative bei Wind sind Leinentücher, die man wie einen Vorhang an einem gespannten Draht zwischen den Stützpfeilern des Balkons spannt“, sagt der Landschaftsarchitekt. Der Vorteil: die Luft kann weiter zirkulieren.

Nordbalkon: Möglichst hell und gemütlich einrichten

Auch ein Nordbalkon lässt sich einladend und gemütlich gestalten. Für Möbel, Textilien und den Boden rät Ursula Geismann: Weiß oder andere helle Farben sollten hier dominieren. Denn solche Farben reflektieren das Licht. So wirkt der Balkon heller.

Pflanzen können auf der Nordseite zudem farbliche Akzente setzen – zum Beispiel Purpurglöckchen und Bergenien, so Staffler. Sie leuchten auch ohne Sonne in warmen roten, gelben oder orangen Farben.

Literatur:

Martin Staffler: Stadtbalkon & Dachterrasse: Grüne Oasen individuell gestalten. Franck Kosmos Verlag, 144 Seiten, 19,99 Euro, ISBN-13: 978-3440134603



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„Stunde der FDP“ beflügelt Lindner – doch das Comeback hat einen Haken

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Die Freien Demokraten haben es geschafft. Als Christian Lindner an diesem Freitagvormittag vor seine Parteikollegen und die Medien tritt, scheinen die Pannen und Traumata der vergangenen Jahre vergessen. Dreieinhalb Jahre nachdem er vor die Kameras getreten war, um mitzuteilen, seine Partei würde nicht regieren, sagt der FDP-Parteivorsitzende nicht nur: „Wir wollen regieren“. Er sagt sogar: „Ohne uns funktioniert es schlichtweg nicht“.

Kaum denkbar, wenn man an die vergangenen Koalitionsverhandlungen zurückdenkt. Bei der letzten Bundestagswahl war dem Partei-Chef der ultimative Fehler unterlaufen. Nach Wochen der Koalitionsverhandlungen ist er es, der abbricht. „Lieber nicht regieren, als falsch regieren“, hatte der Parteivorsitzende damals verlauten lassen. Kurz darauf stürzt die Partei dramatisch in den Umfragen ab. Wer will Politik nicht gestalten, wenn er die Möglichkeit bekommt? Wer will nicht regieren?

Der Absturz der FDP: Erst die Absage ans Regieren und dann der „Handschlag der Schande“

Sämtliche Kritik der Freien Demokraten schien von dem Zeitpunkt an obsolet. So obsolet, dass es häufig nicht einmal auffiel, wenn die Union sich der Kritik annahm und entsprechende Vorschläge als die eigenen durchbrachte. Selbst als der Solidaritätszuschlag abgeschafft wurde – wohlgemerkt der Punkt, an dem die FDP in den Koalitionsverhandlungen verbissen festhielt, an dem so vieles gescheitert war. Selbst als dieser vorher unveränderbare Punkt nachverhandelt wurde und die FDP laut rief: „Genauso hatten wir es doch verlangt.“ – Nichts. Keiner wollte hören, was die Partei, die es abgelehnt hatte, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, zu sagen hatte.

Aufmerksamkeit gab es dafür umso mehr, als in Thüringen der FDP-Landtagsabgeordnete Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten gewählt wurde und die Wahl annahm. Problem: Unter den Fürstimmen hatte es auch AfD-Abgeordnete gegeben. Das schien den FDPler nicht weiter zu stören. Einen Großteil der Republik aber schon. Der Schaden war enorm. „Handschlag der Schande“ titelte die Bild. Andere Medien zogen mit. Die FDP rutschte wieder ab. Auch als Kemmerich den Ministerpräsidentenposten auf den Druck seines Parteivorsitzenden hin zurückgab. Es war zu spät. Auf einmal war jeder FDP-Politiker Kemmerich. „Der ist doch irre und hat uns alle mit sich in die rechte Ecke gezogen“, sagte danach ein FDP-Bundestagsabgeordneter.

FDP zählt zu den Verlierern der Pandemie

Kurz darauf bricht die Corona Pandemie aus. Freiheitseinschränkungen werden erlassen und machen aus solidarischer Sicht Sinn. Die Deutschen sind sehr solidarisch, wenn man den Umfragen glaubt. Und die FDP? Obsolet. Während das Vertrauen in die Regierung steigt und die Union ihr Glück kaum fassen kann, wird die FDP mit ihrer Regierungskritik, mit ihrem Ruf nach Freiheit als unpassend, gar verantwortungslos verstanden.

Das Ergebnis ist ein altbekanntes: Die FDP rutscht ab. So weit, dass sich im vergangenen Spätherbst der ein oder andere Gedanken darüber macht, wie eine alternative Karriere aussehen könnte, wenn die Fünf-Prozent-Marke bei der Bundestagswahl nicht erreicht wird und die FDP es nicht einmal ins Parlament schafft. Zum Ende des vergangenen Jahres ist die Partei am Tiefpunkt angekommen. Sie zählt sich zu den Verlierern der Pandemie.

Lindners Partei in einer längst verloren geglaubten Situation: Sie sind hoffnungsvoll

Heute ist die FDP in den Umfragen bei 12 Prozent, kurz hinter der SPD. Nach Monaten des Lockdowns und einer – so scheint es – fortwährenden Willkür von Maßnahmen haben die Menschen die Regierungspolitik satt. Und die FDP? Die ist plötzlich gar nicht mehr so obsolet. Wenn die Partei heute auf die sozialen Folgen von „Wir bleiben zu Hause“ hinweist, dann hören ihr plötzlich Menschen zu. Und wenn Christian Lindner heute vor die Kameras tritt, befindet sich seine Partei in einer längst verloren geglaubten Situation: sie sind hoffnungsvoll.

PUSH – Schwerpunkt „Digitaler Impfpass“ – Fälschungen für unter 100 Euro: Top-Politiker machen Druck beim digitalen Impfpass 

Lindner spricht aus, was zur allgemeinen Stimmung im Land geworden ist: „Wir brauchen kein ‚Weiter so‘.“  Stattdessen will er Deutschland mit seiner Partei „moderner, digitaler, freier“ machen. Er mahnt davor den CDU-Vorsitzenden und Integrator Armin Laschet mit den Grünen allein zu lassen: „Sonst fusionieren die beiden Parteien noch.“ Stattdessen schlägt Lindner zwischen den Zeilen einen Ausgleich durch die FDP vor: Eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grüne und FDP.

„Die Stunde der FDP“

Dann wird der Parteichef deutlich: „Wir müssen so stark werden, dass sowohl schwarz-grün als auch rot-rot grün, nicht funktionieren.“ Dabei nimmt er sich selbst zurück und verweist auf Parteikollegen. Er macht das, was Parteichefs sonst ablehnen und nennt die Leute beim Namen: Christian Dürr, Oliver Luksic, Gyde Jensen, Stefan Thomae, Karina Konrad, Johannes Vogel, Lukas Köhler, Katja Hessel, Jens Brandenburg, Konstantin Kuhle, Linda Teuteberg, Otto Fricke,  Christine Aschenberg-Dugnus, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Alexander Graf Lambsdorff – „Das Team ist der Star“, sagt Lindner. Die Botschaft ist klar: „Hier sind sie, die qualifizierten Gesichter meiner Partei.“ Es ist die Antwort auf eine zentrale Kritik aus den vergangenen Jahren: Die FDP ist mehr als Christian Lindner.

Die Partei ist in einer komfortablen Situation, sowohl die Union als auch die SPD und die Grünen können sich gut vorstellen mit der FDP zu koalieren. „Es ist die Stunde der FDP“, sagt eine der Rednerinnen auf dem Bundesparteitag. Andersherum sind die Gefühle bei den Freien Demokraten gemischt: Der Generalsekretär Volker Wissing stünde etwa einer Ampel Koalition (SPD, Grüne, FDP) offen gegenüber. Andere Teile der Partei fürchten in diesem Bündnis unterzugehen. Bleibt ihnen denn die Wahl?

Die FDP steht vor einer brenzligen Situation: Auf der einen Seite ist ihnen das Comeback gelungen. Sie könnten noch einmal die Chance bekommen, die Dinge nach der Bundestagswahl im Herbst selbst in die Hand zu nehmen. Allerdings ist nicht sicher, wie viel Freiheit den Freiheitsliebenden bleibt, wenn sich die Frage stellt: Mit wem? K lar ist: Nein sagen können sie nicht noch einmal.





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„Tatort“-Wiederholung heute aus Ludwigshafen: 30 Jahre Lena Odenthal

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„Tatort“-Wiederholung aus Ludwigshafen
Sind es wirklich schon 30 Jahre? Lena Odenthal feiert mit diesem Fall Jubiläum

Polizist Stefan Tries (Ben Becker) und Kommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) sehen sich nach fast 30 Jahren wieder

© Jacqueline Krause-Burberg/SWR

Die ARD wiederholt den 70. Fall von Lena Odenthal. Er führt die Kommissarin in ihre eigene Vergangenheit. Wie schon 1991 ermittelt sie in dem pfälzischen Dorf Zarten und trifft auf ihre alte Liebe.

  • 4 von 5 Punkten
  • Lena Odenthal wird nostalgisch: Dieser Fall knüpft an einen Krimi aus dem Jahr 1991 an

Worum geht’s?

Bei einer nächtlichen Verkehrskontrolle stirbt der Polizist Benny Hilpert (Max Schimmelpfennig). Er wird hinterrücks erschossen, unklar ist jedoch, von wem. Hauptkommissarin Lena Odenthal (Ulrike Fokerts) wird in das pfälzische Dorf Zarten geschickt, um zu ermitteln. Für sie ist es eine Reise in die eigene Vergangenheit. Vor 28 Jahren musste sie an gleicher Stelle das Verschwinden eines rumänischen Spätaussiedlers aufklären. Damals unterstützte sie der Dorfpolizist Stefan Tries (Ben Becker), der es inzwischen zum Leiter der Polizeidienststelle gebracht hat. Tries war in der Tatnacht mit seinem jungen Kollegen unterwegs. Er scheint mehr zu wissen, als er vorgibt. Und auch der Rest seiner Leute ist nicht sehr interessiert daran, den Tod von Benny Hilpert rasch aufzuklären.

Warum lohnt sich dieser „Tatort“?

Lena Odenthal feiert mit der Folge ihr 30-jähriges Dienstjubiläum. Seit 1989 ermittelt die Kommissarin in Ludwigshafen und Umgebung. Der Fall „Die Pfalz von oben“ knüpft an den dritten Odenthal-Krimi „Tod im Häcksler“ an, der 1991 ausgestrahlt wurde. „Es hat sich nichts verändert“, sagt Polizist Stefan Tries in einer Szene, der damals wie heute von Ben Becker dargestellt wird. Tatsächlich spielt auch die aktuelle Episode in dem fiktiven Grenzort Zarten, in dem Lena Odenthal nicht nur einen Mord aufklären, sondern sich ebenso mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen muss. Und ein Häcksler – eine kleine Hommage an die alte Folge – kommt ebenfalls vor.

Tatort: Tod im Häcksler mit Ben Becker und Ulrike Folkerts

Waren die jung damals: In ihrem dritten Fall „Tod im Häcksler“ (1991) arbeitete Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) mit dem Dorfpolizisten Stefan Tries (Ben Becker) zusammen.

© Johannes Hollmann/SWR

Was stört?

Der ganze Charme dieses „Tatorts“ entfaltet sich eigentlich nur, wenn man auch den alten Film aus dem Jahr 1991 kennt. Damals waren Stefan Tries und Lena Odenthal zwei junge Polizisten, zwischen denen es auch privat knisterte. Nun, 28 Jahre später, treffen sie erneut aufeinander. Das Wiedersehen nach so langer Zeit ist das zentrale Thema des Films, denn Tries ist nicht mehr der smarte Kollege von einst. Der eigentliche Kriminalfall gerät darüber in den Hintergrund – obwohl es so viele Tote gibt wie selten in einem Odenthal-„Tatort“, nämlich fünf.

Die Kommissare?

„Wir sind Lichtjahre voneinander entfernt. Zwei Planeten, die sich niemals getroffen hätten. Ein Zufall. Darauf kann man doch kein Leben aufbauen“, sagt Lena Odenthal zu Stefan Tries in einer Szene. Der trauert der verpassten Liebe und geplatzten Träumen hinterher. Im Gegensatz zu Odenthal hat er keine erfolgreiche Karriere gemacht, sondern ist in Zarten hängengeblieben und betäubt sich mit zerkleinerten Schmerztabletten, die er wie Kokain durch die Nase zieht. Bei einer Flasche Rotwein schafft er es doch noch, mit Odenthal in vergangenen Erinnerungen zu schwelgen. Die beiden tanzen – wie schon 1991– zu den Klängen von Bob Dylans Ballade „Lay Lady Lay“. Definitiv einer der stärksten Momente des Films.

Ulrike Folkerts spielt seit 30 Jahren die Kommissarin im Ludwigshafener Tatort

Ein- oder ausschalten?

So lange wie Lena Odenthal ermittelt kein andere „Tatort“-Kommissarin. Um dieses Jubiläum zu würdigen, sollten Sie ruhig einschalten, auch wenn der Fall deprimierend endet.

Der „Tatort: Die Pfalz von oben“ wurde erstmals am 17. November 2019 ausgestrahlt. Die ARD wiederholt den Fall am 14. Mai 2021 um 22.15 Uhr



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