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App für virtuellen historischen Kleiderschrank

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In Museen hängt sie oft leblos auf Puppenkörpern oder liegen platt und leer in Vitrinen: Die Kleidung vergangener Tage. Uniformen, Trachten, Talare, Kopfbedeckungen. Kleider aber machen Leute. Und sie haben Geschichten zu erzählen. Über die Menschen, die darin stecken, aber auch über Zeiten, Handwerkstechniken oder kulturelle Gepflogenheiten.

Einfach mal in so eine Tracht hineinschlüpfen und nachspüren, wie sich das anfühlt? Im normalen Museumsalltag geht das kaum. Der „virtuelle historische Kleiderschrank“ aber, der jetzt an der Schleswig-Holsteinischen Landesbibliothek (SHLB) entwickelt wird, könnte das möglich machen. Und vielleicht noch einiges mehr.

Das Lebensgefühl vergangener Zeiten anprobieren

„An Kleidern konnte man früher halbe Familiengeschichten ablesen“, sagt Julia Buchholz, Leiterin der landesgeschichtlichen Sammlung. „Ob jemand verheiratet war oder nicht. Welchen Beruf die Person ausübte. Wo sie herkam. Jede Schleife, jeder Knoten oder die Anzahl der Knöpfe trug Bedeutung. Das war ein komplexes Zeichensystem.“ Föhr, Altona, Amrum oder die Probstei – jede Region hatte ihre eigene Tracht.

„Historische Kleider vermitteln das Lebensgefühl vergangener Zeiten – und darin steckt ein großes Potenzial für die Geschichtsvermittlung“, sagt die Historikerin, die die Idee zur Entwicklung zur „Dressed App“ hatte und für das Projekt nun von der Bundeskulturstiftung zur Förderung eine sechsstellige Summe erhält.

Inspiriert ist das Projekt von dem „historischen Kleiderschrank“, den die Düsseldorfer Grafikerin Ronja Erhardt in dem 2021 von der Landesbibliothek ausgerichteten Kulturhackaton Coding Da Vinci öffnete. Eine Anwendung nach dem Anziehpuppenprinzip, die die von der SHLB digital bereitgestellten Abbildungen und Objekte nutzte – „Anprobe“ erwünscht.

Mehr als eine virtuelle Anziehpuppe

Die Düsseldorfer Grafikerin Ronja Erhardt – hier mit Sylter Tracht – hat die erste Anwendung für den „historischen Kleiderschrank entwickelt.
Quelle: Ronja Ehrhardt/ehr

Aber nur virtuell die Vintage-Teile ausprobieren, das wäre Julia Buchholz zu wenig. Sie möchte Trachten, Uniformen und Gewänder vergangener Epochen nach dem Prinzip der erweiterten Wirklichkeit (Augmented Reality) per Monitor in die reale Umgebung integrieren. Und da scheint vieles möglich: „Da kann man etwa unterschiedliche Filter schaffen, um mehr über Zeit, Ort oder Alltag herausfinden“, überlegt sie. Zur Kleidung die passenden Alltagsutensilien finden oder anhand von Stickmustern regionale Unterschiede erkunden. „Und es gibt Redewendungen wie das klassische „unter die Haube bringen“, deren Gebrauch sich in der App über die Kleidung entschlüsseln ließe.“

Die Landesbibliothek beherbergt selbst einen ansehnlichen Bestand von Uniformen und Universitätstalaren. Mittlerweile mottensicher, säurefrei und wohltemperiert in Kartons verstaut und im Außenlager auf dem Hesterberg in Schleswig deponiert. Dazu etliche Kästen mit Kleider-Abbildungen. „Textilien sind schwer auszustellen“, sagt Julia Buchholz, „weil sie so empfindlich sind, oft vom Alter brüchig und löchrig. Im Digitalen sehe ich Möglichkeiten, das aufzufangen.“

Wie Spielen und Wissenserwerb zusammen kommen

Dazu kommt, dass im normalen Ausstellungsbetrieb höchstens fünf bis zehn Prozent der Bestände präsentiert werden können – im digitalen Raum dagegen lässt sich der gesamte Bestand durchforsten. „Nutzer und Nutzerinnen können da über die Kleidung in eine historische Welt eintauchen“, sagt Buchholz. „Auf diese Weise spielerische Auseinandersetzung und Wissensvermittlung zu verbinden, das wäre toll.“

Ein unterschätztes Thema sieht die Archivarin in der Kleidung: „Mode folgt immer Codierungen. Und darin liegt ja ein direkter Gegenwartsbezug.“ Der sich ausweiten lässt auf aktuell diskutierte Themen wie Fast Fashion, Selbstdarstellung, Identität und Abgrenzung. „Kleider lesen ist wie das Dechiffrieren von Codes“, sagt sie.

Das Projekt, dessen Entwicklung ein Historiker/Ethnologe oder eine Historikerin/Ethnologin betreuen soll, sieht Julia Buchholz nicht allein auf die Landesbibliothek bezogen, sondern eher als Basisarbeit. Den virtuellen Kleiderschrank möchte sie nach Fertigstellung – geplant ist das kommende Jahr – auch anderen Institutionen mindestens in Schleswig-Holstein öffnen. „Die Objekte lagern so verstreut – auf diese Weise könnte man sich gegenseitig ergänzen“, sagt sie, „und das Beste wäre, wenn der Schrank dabei immer voller und vollständiger würde.“



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Beliebte Podcasts in Deutschland am Montag, 23.05.2022

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Das Angebot an Podcasts in Deutschland ist mittlerweile nahezu unüberschaubar. Die einen handeln von Filmen und Serien, die anderen von Computer- oder Gesellschaftsspielen. Beliebt sind auch Podcasts über Kriminalfälle, das tägliche Leben oder, aus aktuellem Anlass, Corona: Wer sich ein wenig auf den gängigen Plattformen wie iTunes oder Spotify umschaut, verliert schnell den Überblick.

Podcastranking bei iTunes und Spotify

Abhilfe schaffen können die Rankings von Apple, Spotify und Co., die jeweils tagesaktuelle Charts herausbringen. Die Auswahl erfolgt nach eigenen Kriterien. Trotzdem können sie gerade Unentschlossenen dabei helfen, neue Podcasts zu entdecken und auf dem Laufenden zu bleiben. Welche Podcasts aktuell besonders beliebt sind, sehen Sie hier.

Das sind die Podcastrankings auf iTunes und Spotify von heute:

Beliebt auf iTunes am Montag, 23.05.2022

Das aktuelle Podcast-Ranking auf iTunes:

  1. LANZ & PRECHT
  2. Kottbruder – GermanLetsPlay & Paluten
  3. Himmelfahrtskommando – Mein Vater und das Olympia-Attentat
  4. Verbrechen
  5. Baywatch Berlin
  6. Die Jagd – Die geheimen Chats der AfD-Bundestagsfraktion
  7. Streitkräfte und Strategien #Ukraine
  8. Apokalypse & Filterkaffee
  9. Lage der Nation – der Politik-Podcast aus Berlin
  10. Diese eine Liebe – 40 Jahre Die Ärzte

Beliebt auf Spotify am Montag, 23.05.2022

Das aktuelle Podcast-Ranking auf Spotify:

  1. Kottbruder – GermanLetsPlay & Paluten
  2. Hobbylos
  3. Gemischtes Hack
  4. Mo Abis Therapie
  5. Fest & Flauschig
  6. Hype & Hustle – Die OnlyFans Revolution
  7. Dick & Doof
  8. Halle 2
  9. Reich und Schön mit Kida Ramadan und Frederick Lau
  10. Batman unter Toten

Wie lassen sich Podcast-Zahlen verlässlich messen? Während Zeitschriften und Zeitungen, der Hörfunk und das Fernsehen auf einheitliche Standards setzen, fehlt ein solcher bisher für Podcasts in Deutschland. Die in diesem Artikel verwendeten Charts basieren auf den Rankings von Apple und Spotify, den aktuell größten Plattformen für Podcasts. Sie greifen jedoch auf jeweils eigene Kriterien bei der Chartzusammenstellung zurück.

Die USA sind diesbezüglich bereits einen Schritt weiter und verwenden den sogenannten IAB-Standard zur einheitlichen Messung von Podcast-Downloads. Dieser vom Interactive Advertising Bureau ins Leben gerufene Standard dient unter anderem dazu, Podcastern und Advertisern mehr Vergleichbarkeit von Reichweiten auf dem Markt zu bieten. Das Interactive Advertising Bureau (IAB) ist ein internationaler Wirtschaftsverband der Onlinewerbebranche, der die Interessen der digitalen Werbe- und Medienindustrie vertritt und sich für Vereinheitlichungen und Standardisierungen einsetzt.

Beteiligt haben sich an dem Standard beispielsweise Player wie Audible, Libsyn, MidRoll Media, Podtrac oder Nielsen. Auch Plattformen wie Spotify greifen in den USA auf den Guide zurück, um die Performance eines Podcasts zu messen.

Wie kommen die Charts bei iTunes zustande?

Da es sich bei iTunes derzeit um die meistgenutzte Plattform für Podcasts handelt, ist diese in der Regel auch erste Anlaufstelle für aktuelle Podcast-Charts, die Apple mehrfach am Tag veröffentlicht und für alle User bereitstellt. Tatsächlich gilt aber: Wie genau die iTunes-Charts wirklich funktionieren, weiß außer Apple niemand. Denn nach getätigten Downloads in absteigender Reihenfolge scheint sich das Ranking nicht zu bilden. So schaffte es beispielsweise der Podcaster Daniel Friesenecker, mit lediglich drei Downloads auf Platz eins der österreichischen iTunes-Charts zu landen.

Wie die Charts genau zustande kommen, lässt sich nur mutmaßen – denkbar ist eine Mischung verschiedener Faktoren, wie etwa Abonnentenzahlen, Aufrufen, Bewertungen, Downloads und sonstigen Nutzerinteraktionen. Außerdem werden die iTunes-Podcast-Charts mehrfach täglich aktualisiert, pro Tag kann es also mehrere beliebteste Podcasts geben.

Podcasts vom RND – unsere aktuellen Formate und Folgen

„Geyer & Niesmann“ – der politische Wochendurchblick aus unserem Hauptstadtbüro

Zusammen mit Auskennern aus Hauptstadtpresse und Politikbetrieb besprechen Steven Geyer und Andres Niesmann immer Samstags, was hinter den Schlagzeilen über Wahlkampf, Parteienstreit und Politpeinlichkeiten steckt. „Unverkrampft, ohne Floskeln, mit alles und mit scharf“, verspricht der Beipackzettel bei Spotify, iTunes, Get Podcast – und überall sonst, wo es Podcasts gibt.

„Klima und wir“ − der Klima-Podcast vom RND

Der Podcast „Klima und wir – Wegweiser in eine nachhaltige Zukunft“ nimmt die Klimakrise und ihre Auswirkungen genauer unter die Lupe. Immer dienstags alle zwei Wochen spricht Maximilian Arnhold, RND-Volontär, mit Menschen über die Klimakrise, deren Alltag sie bestimmt.

„So geht Papa“ – der RND-Podcast mit prominenten Vätern

Im Podcast „So geht Papa“ dreht sich alles um das Vatersein. Dafür macht sich Autor Birk Grüling gemeinsam mit prominenten Vätern auf die Suche nach Antworten. Mit dabei sind zum Beispiel: Rolf Zuckowski, André Gatzke und Ralph Ruthe.

„Ach, komm!“ – Podcast rund um Liebe, Partnerschaft und Sex

Magazin-Redakteurin Caro Burchardt und Paar- und Sexualtherapeutin Ann-Marlene Henning sprechen über die Liebe in Zeiten von Corona. In der Podcastreihe geht es um Einblicke, Fragen und Antworten rund um Partnerschaft, Zusammenleben, Einsamkeit und Sexualität. Neue Folgen gibt es jeweils dienstags und donnerstags.

„Eine Halbzeit mit“: Der Fußballpodcast mit Wolff Christoph-Fuss und Heiko Ostendorp

Ob Bundesliga-Neustart in Corona-Zeiten, Spielertransfers, neue Trainer oder die Highlights des letzten großen Spiels – die wohl bekannteste Stimme des deutschen Fußballs spricht mit dem Fußballchef des RND über aktuelle Geschehnisse im Sport.

„Staat, Sex, Amen“: der Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz

Staat, Sex, Amen? Nicht Staatsexamen? Nein – Staat: Grimm und Teetz reden über das Land und die Leute. Sex – die beiden sprechen über menschliche Zusammenhänge. Amen – die zwei diskutieren über alles, was sonst noch wichtig ist zwischen Himmel und Erde. Alle 14 Tage werden die beiden Redakteure des RND über das reden, was passiert ist oder passieren sollte.

„RND-Update“ – kompakter Nachrichtenpodcast

Das RND-Update informiert schnell und kompakt über die wichtigsten Nachrichten des Tages – stündlich neu und immer aktuell.

RND/do



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Luxushotels, Networking und Bastian Baker

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Das Dolder Grand stellt sich vor. ©LS

Am 19. Mai 2022 empfingen die Leading Hotels auf ihrer Roadshow Kollegen und Partner bei einem Networking-Event. Rund 30 der 400 Hotels aus dem Leading Hotels-Verband stellten sich im Zürcher Hotel Widder vor.

Viele nutzten die Corona-Zeit, um Teilen ihres Hotels frischen Wind einzuhauchen. So berichtet Deniz Gruska vom Hotel Palace Berlin, dass sie das Innendesign ihrer Business-Zimmer generalüberholt haben und diese sich nun besser in das Gesamtlayout des Hotels einfügen. Und auch das Hotel Marbella Club in Málaga hat ihre Villen in der Zeit zum zentralen Produkt auf ihrem Gelände herausgearbeitet, schwärmt Andrea Surrà von ihrem Produkt. Für Isabelle Bouvier, General Managerin vom Royal Palm Beachcomber Hotel auf Mauritius, stehen Auffrischungs-Arbeiten erst noch bevor, verrät sie TRAVEL INSIDE. Unter anderem sei ein eigenes Programm für Teenager geplant.

Lucy Fröhlich vom Gstaad Palace im Berner Oberland berichtet, dass sie in den Pandemie-Jahren durchaus vom Inlandstourismus profitieren konnten. Schweizer stellten generell schon die meisten Besucher und während Corona habe dies noch mehr zugenommen.

Auch weitere, bekannte Hotelgrössen waren auf dem Event vertreten, wie das Hotel Bayerischer Hof in München, das The Ritz in London oder das Excelsior Hotel Ernst in Köln. Daniela Bodenstein, Sales Managerin vom Excelsior, schwärmte von dem besten Haus am Domplatz, in dem jedes Zimmer anders geschnitten ist und sich wie ein Stück zu Hause anfühlen soll. Als Geheimtipps gab sie TRAVEL INSIDE den Afternoon Tea im Wintergarten des Hotels mit und legte den Gin Tonic in der Piano Bar ans Herz, der der beste der Stadt sei.

Neben einem Flying Dinner freuten sich ausgewählte Gäste über ihre Hotelgewinne zu Häusern der anwesenden Leading Hotels-Partner. Die überraschende Showeinlage des Abends kam von Schweizer Singer-Songwriter Bastian Baker. «Ich habe gerade kurz Pause im Zirkus Knie, da wollte ich schnell vorbei kommen», scherzte er und gab ein paar seiner Songs zum Besten.

Luisa Schmidt



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Sonntagabend-Krimi: Meret Beckers Abschied aus dem «Tatort»

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Sonntagabend-Krimi
Meret Beckers Abschied aus dem «Tatort»

Nina Rubin (Meret Becker) in einer Szene des ARD-Krimis «Tatort – Das Mädchen, das allein nach Haus‘ geht». Foto: Hans Joachim Pfeiffer/rbb/ARD/dpa

© dpa-infocom GmbH

Meret Becker hört beim Berliner «Tatort» auf und hat sich mit einem dramatischen Finale verabschiedet. Deutsche Krimifans haben schon öfters Kommissare sterben gesehen. Manchmal ist das Ende kurios.

Wenn ein Schauspieler nach langer Zeit aus einer Rolle ausscheidet, dann tüfteln Drehbuchautoren oft: Wie kann der Abschied aussehen? Bei Schauspielerin Meret Becker war es endgültig.

Sie hat sich am Sonntagabend mit einem dramatischen Finale als Kommissarin Nina Rubin vom Berliner «Tatort»-Krimi im Ersten verabschiedet.

Am Ende der Folge «Das Mädchen, das allein nach Haus‘ geht», wird sie nach einem Showdown auf dem Flughafen von einem russischen Mafioso erschossen. Ihr Kollege Robert Karow (Mark Waschke) trägt sie in seinen Armen übers Flugfeld und und ruft verzweifelt: «Nina, nicht einschlafen!» Vergebens. In der letzten Szene ist zu sehen, wie die Polizeikollegen vor einem Foto von Rubin mit Trauerflor innehalten.

Ära geht zu Ende

Mit Beckers Abschied geht beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) eine «Tatort»-Ära zu Ende, die mit «Das Muli» 2015 begonnen hat. Dass sie aufhört, ist seit 2019 bekannt. Waschke wird in der nächsten Folge («Das Opfer») solo ermitteln. Beckers Nachfolgerin wird Corinna Harfouch.

Wenn Kommissare den Serientod sterben: Krimi-Fans kennen das. Im Februar fiel die Dortmunder Hauptkommissarin Martina Bönisch in der «Tatort»-Episode «Liebe mich» im dramatischen Finale eines tragischen Falls gezielten Schüssen zum Opfer. Damit verabschiedete sich Darstellerin Anna Schudt nach insgesamt 22 Einsätzen vom Ermittler-Team aus dem Ruhrgebiet.

Fans des Sonntagabend-Krimis der ARD mussten zuletzt einige Abschiede verkraften. Allein aus dem vierköpfigen Dortmund-Team ließ sich erst Daniel Kossik (Stefan Konarske) versetzen, dann quittierte Nora Dalay (Aylin Tezel) den Dienst. Im Rostocker «Polizeiruf 110» – ebenfalls im Ersten zu sehen – hängte zu Jahresanfang der von Charly Hübner gespielte Kommissar Sascha Bukow den Polizeiberuf an den Nagel. Im Jahr davor schied Maria Simon als Olga Lenski aus dem «Polizeiruf» aus – nach zehn Jahren als Ermittlerin in Brandenburg.

Dramatische Abschiede keine Seltenheit

Dramatischer verliefen die Abschiede vom «Tatort» in jüngerer Zeit: In der elften Folge des Weimar-«Tatorts», erstausgestrahlt an Neujahr 2021, stirbt Kommissar Lessing (Christian Ulmen) im Einsatz – auch wenn seine Frau und Kollegin Kira Dorn (Nora Tschirner) ihn zunächst noch an ihrer Seite wähnt. Ganze 17 Jahre gehörte Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) zum Münster-Team von Frank Thiel (Axel Prahl) und Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers), bevor sie 2020 in der WDR-Produktion «Das Team» – einer Folge mit Ermittlern verschiedener Standorte und ohne festes Drehbuch – erschlagen wurde.

Das Ausscheiden eines TV-Kommissars aus einer Krimiserie hat im deutschen Fernsehen schon viele Varianten erlebt. Ein kleiner Schock für das Publikum waren etwa die tödlichen Schüsse auf ZDF-Kommissar Erwin Köster (Siegfried Lowitz) 1986. Der Schütze in dem Krimi war übrigens der spätere James-Bond-Bösewicht Christoph Waltz. ZDF-Kommissarin Lisa Wagner hatte 2021 als Winnie Heller hingegen ein eher kurioses Finale – sie wurde von einem Blitz erschlagen.

Oft passiert es aber auch ganz unblutig. Die «Tatort»-Kommissare Paul Stoever (Manfred Krug) und Peter Brockmöller (Charles Brauer) verabschiedeten sich 2001 mit einer Swing-Einlage und Cheerleadern.

dpa



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