Connect with us

Unterhaltung

Ansturm auf Biergärten vor Deutschland-Spiel: Nicht alle Wirte sind glücklich

Veröffentlicht

on


„Die Regeln sind nicht durchdacht“: Ansturm auf Biergärten vor dem Deutschland-Spiel – doch nicht alle Wirte sind glücklich

Die Biergärten in der Hauptstadt freuen sich auf die EM. Bei Temperaturen von mehr als dreißig Grad wollen sich viele Besucher das Deutschland-Spiel der Fußball-EM anschauen. Wie sich die Biergärten auf den Ansturm vorbereiten und was die Gäste denken.

Wer einen Platz im Biergarten ergattert, kann sich glücklich schätzen. Eine stichprobenartige Umfrage ergab, dass bei vielen beliebten Biergärten entweder der Anrufbeantworter ansprang oder aber alle Plätze restlos ausgebucht waren. In der Haupstadt ist die Test- und Maskenpflicht für die Außengastronomie gefallen. Trotzdem warnt Virologe Drosten vor der ansteckenden Delta-Variante des Corona-Virus. FOCUS Online war heute Mittag in Berlin unterwegs, um die Stimmung in Berlin einzufangen.

Stärkung für die zweite Halbzeit (Anzeige)

Lust auf heiße Pizza, saftige Burger oder frisches Sushi? Jetzt bei Lieferando bestellen.

Der Hackesche Markt in Berlin Mitte ist ein großer, zubetonierter Platz, der bei Temperaturen über dreißig Grad wie ein Backofen wirkt. Überall haben die Restaurants ihre Tische unter die Sonnenschirme gestellt. Vor allem Touristen kommen zum Essen hierher. Doch noch gibt es viele freie Plätze an den Tischen, die Lokale sind etwa zu einem Drittel belegt.

Viele Biergärten sind bei Deutschland-Spielen komplett ausgebucht

Daniel, ein entspannter junger Mann mit kurzen Haaren und Polohemd, spricht die Passanten an. Er sucht Mitarbeiter für seine Agentur um die Ecke. Später will er noch mit Freunden in den Biergarten, „Deutschland gucken“. Um einen freien Platz macht er sich keine Sorgen: „Ich war schon die letzten Tage unterwegs und hatten keine Probleme. Wir entscheiden nachher spontan, wo wir hingehen.“ Vor dem Virus habe er keine Angst, seit zwei Tagen ist er geimpft: „Wir haben eigentlich immer einen Corona-Test dabei. Ich denke, es ist alles sicher. Von Corona halte ich nicht viel.“

Auf dem sonst so belebten Alexanderplatz ist alles ruhig, die üblichen Touristen-Lokale sind gut ausgelastet. Bei der großen Hitze scheinen die meisten jedoch nicht draußen essen zu wollen.

Keine Auskunft vom Senat – Wirt Kirchner klagt über die Berliner Politik

Per Mail schildert Gastwirt Steffen Kirchner gegenüber FOCUS Online seine Enttäuschung über den Senat. Kirchner betreibt das Lokal Loretta am Wannsee, zu dem auch ein großer Biergarten gehört. Dieses Jahr bietet er kein Public-Viewing zu EM an, die Verordnungen des Senats seien zu ungenau gewesen. Ob es sich dabei um eine Veranstaltung handelt, „konnte uns beim Senat unglaublicher Weise niemand sagen. Es wurden Regeln herausgegeben, die einfach nicht zu Ende durchdacht waren.“ Die Verbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus finde er besorgniserregend. „Wir hoffen inständig, dass die Politik diesmal eine Öffnungsstrategie vorbereitet hat.“ Die Gastronomie sei sicher, betont Kirchner nachdrücklich.

Gegenüber vom Bundeskanzleramt liegt der Biergarten des Zollpackhofs an der Spree. Gut zwei Drittel der Tische sind belegt, viele Paare und Familien kehren auf eine Kleinigkeit zu Essen ein. Inhaber Benjamin Groenewold findet spontan Zeit für ein kurzes Statement. Heute Abend sei bei ihm volles Haus, er zeigt das Deutschland-Spiel draußen auf großen Fernsehern.

„Die Leute sind wieder ausgelassener“

„Der Sommer und die warmen Temperaturen tragen sicherlich dazu bei, dass die Leute ausgelassener sind. Es liegt an uns allen, die neu gewonnenen Freiheiten nicht zu gefährden“, so Groenewold. „Wir sollten weiterhin vorsichtig sein, um miteinander gut durch diese Zeit zu kommen. Dazu zählen gegenseitige Rücksichtnahme und die Wahrung der Hygiene- und Abstandsregeln.“

Eine weitere Biergarten-Institution ist der Prater im Prenzlauer Berg. Es sind noch viele Plätze leer, eine Reservierung für das Spiel ist nicht möglich. Verena ist Anfang dreißig, trägt ein schwarzes Kleid und einen Jutebeutel über der Schulter. Sie kommt eigentlich aus München und besucht übers Wochenende ihre Freundin in Berlin. Zusammen wollen sie sich die Partie im Prater anschauen. „Ich bin total im EM-Fieber“, freut sie sich. „Es ist schön mal über etwas anderes als Corona zu reden.“ Die Lockerungen seien aufgrund der niedrigen Inzidenzen vertretbar. „Nur dass die Stadien voll sind, das sehe ich kritisch. Wir sollten einfach abwarten.“

Fazit der Tour: Am Mittag waren noch viele Plätze in Restaurants und Biergärten voll. Doch der Schein trügt. Für den Abend erwarten alle Gastronomen, die das Spiel zeigen, einen großen Ansturm. Hoffentlich bleibt alles sicher, die Wirte freuen sich nämlich, dass es endlich wieder bergauf geht.

Burger-, BBQ- und Honig-Senf-Sauce: Diese drei leckeren Grillsaucen gelingen immer





Quelle

Weiterlesen
Partner
Klicken Sie hier, um einen Kommentar abzugeben

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Unterhaltung

Dirigent der Royal Philharmonics fordert Brexit-Visalösung

Veröffentlicht

on



London (dpa) – Vor seinem ersten Auftritt mit dem Royal Philharmonic Orchestra hat Dirigent Wassili Petrenko ein Ende des Brexit-Streits um Visa für Künstler zwischen der EU und Großbritannien gefordert.

+++ Aktuelle Promi-News +++

„Es gibt offensichtlich einige Hindernisse und es ist schwieriger als es war“, sagte der 45-Jährige der Nachrichtenagentur PA. Er hoffe, dass beide Seiten eine Lösung finden, zumal die neuen Visaregeln viel Geld kosten und auf die Honorare drücken. Petrenko warb für eine rasche Entscheidung. Schließlich sei das Orchester ein wichtiger Botschafter für Großbritannien in der Kulturszene.

„Dieser Moment, wenn man Kultur aus London, aus dem Vereinigten Königreich, in andere Länder bringt, ist wahrscheinlich eines der besten Instrumente für sogenannte Soft Power“, sagte der Russe. „Das ist heutzutage lebenswichtig.“ Seit dem Brexit müssen EU-Bürger, die in Großbritannien arbeiten wollen, teure Visa beantragen – das gilt auch für die Gegenrichtung. Künstler wie Elton John fordern mit Nachdruck Ausnahmen, da sich unter den bestehenden Bedingungen Tourneen und Konzerte kaum rechnen. Noch immer gibt es aber zwischen der EU und Großbritannien keine Einigung, beide Seiten geben sich gegenseitig die Schuld daran.

Petrenko warb zudem für internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie sowie für die gegenseitige Anerkennung von Impfstoffen und Impfzertifikaten. „Wir alle hoffen, dass jeder einzelne Impfstoff, der sich als erfolgreich erwiesen hat, in jedem Land akzeptiert wird.“ Die Frage dürfe nicht politisiert werden, mahnte der Dirigent. Die ganze Welt sitze im selben Boot. „Jede Regierung sollte es akzeptieren und versuchen, zusammenzuarbeiten, wie ein Orchester zusammenarbeitet – stellen Sie sich es so vor: Wenn die Fagotte die erste Geige hassen, gibt es keine Musik.“

Petrenko folgt auf den Schweden Charles Dutoit, zuvor war er Chefdirigent des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra. Mit dem Londoner Royal Philharmonic Orchestra hat er an diesem Mittwoch seinen ersten Auftritt.



Quelle

Weiterlesen

Unterhaltung

Kulturszene: Dirigent der Royal Philharmonics fordert Brexit-Visalösung

Veröffentlicht

on


Kulturszene
Dirigent der Royal Philharmonics fordert Brexit-Visalösung

Vor seinem ersten Auftritt mit dem Royal Philharmonic Orchestra fordert Dirigent Wassili Petrenko ein Ende des Brexit-Streits um Visa für Künstler. Foto: Graham Flack/Royal Philharmonic Orchestra/PA Media/dpa

© dpa-infocom GmbH

Wegen des Brexit müssen Künstler, die in Großbritannien arbeiten wollen – oder andersherum – teure Visa beantragen. So rechnen sich Tourneen und Konzerte oft nicht. Wassili Petrenko fordert eine schnelle Lösung.

Vor seinem ersten Auftritt mit dem Royal Philharmonic Orchestra hat Dirigent Wassili Petrenko ein Ende des Brexit-Streits um Visa für Künstler zwischen der EU und Großbritannien gefordert.

«Es gibt offensichtlich einige Hindernisse und es ist schwieriger als es war», sagte der 45-Jährige der Nachrichtenagentur PA. Er hoffe, dass beide Seiten eine Lösung finden, zumal die neuen Visaregeln viel Geld kosten und auf die Honorare drücken. Petrenko warb für eine rasche Entscheidung. Schließlich sei das Orchester ein wichtiger Botschafter für Großbritannien in der Kulturszene.

«Dieser Moment, wenn man Kultur aus London, aus dem Vereinigten Königreich, in andere Länder bringt, ist wahrscheinlich eines der besten Instrumente für sogenannte Soft Power», sagte der Russe. «Das ist heutzutage lebenswichtig.» Seit dem Brexit müssen EU-Bürger, die in Großbritannien arbeiten wollen, teure Visa beantragen – das gilt auch für die Gegenrichtung. Künstler wie Elton John fordern mit Nachdruck Ausnahmen, da sich unter den bestehenden Bedingungen Tourneen und Konzerte kaum rechnen. Noch immer gibt es aber zwischen der EU und Großbritannien keine Einigung, beide Seiten geben sich gegenseitig die Schuld daran.

Petrenko warb zudem für internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Pandemie sowie für die gegenseitige Anerkennung von Impfstoffen und Impfzertifikaten. «Wir alle hoffen, dass jeder einzelne Impfstoff, der sich als erfolgreich erwiesen hat, in jedem Land akzeptiert wird.» Die Frage dürfe nicht politisiert werden, mahnte der Dirigent. Die ganze Welt sitze im selben Boot. «Jede Regierung sollte es akzeptieren und versuchen, zusammenzuarbeiten, wie ein Orchester zusammenarbeitet – stellen Sie sich es so vor: Wenn die Fagotte die erste Geige hassen, gibt es keine Musik.»

Petrenko folgt auf den Schweden Charles Dutoit, zuvor war er Chefdirigent des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra. Mit dem Londoner Royal Philharmonic Orchestra hat er an diesem Mittwoch seinen ersten Auftritt.

dpa



Quelle

Weiterlesen

Unterhaltung

Lollapalooza-Festival sagt Auftritte des Rappers DaBaby ab

Veröffentlicht

on



Ein amerikanisches Musikfestival hat die Auftritte des Rappers DaBaby aus dem Programm genommen. Dieser hatte falsche Behauptungen über HIV verbreitet und Frauen beleidigt.

Nach umstrittenen Aussagen des US-Rappers DaBaby über Homosexuelle und Menschen mit Aids hat das US-Musikfestival Lollapalooza alle Auftritte des Künstlers abgesagt. „Lollapalooza wurde auf der Basis von Vielfalt, Inklusivität, Respekt und Liebe gegründet. In diesem Sinne wird DaBaby nicht mehr im Grant Park auftreten“, erklärten die Initiatoren des Festivals in Chicago am Sonntag (Ortszeit) bei Twitter. Anstelle des Musikers sollen die Rapper Young Thug und G Herbo auftreten.

DaBaby, der mit bürgerlichem Namen Jonathan Lyndale Kirk heißt, hatte Ende Juli bei einem Konzert in Miami für Empörung gesorgt, weil er falsche Informationen über das HI-Virus und die Krankheit Aids verbreitete.

Späte Entschuldigung auf Instagram

Der Rapper rief seine Fans auf, ihre leuchtenden Smartphones in die Höhe zu halten und sagte: „Wenn ihr heute nicht mit HIV, Aids oder einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit hergekommen seid, an der ihr in zwei, drei Wochen sterben werdet, dann haltet eure Handy-Lichter hoch“. Zudem machte er homophobe Bemerkungen und beleidigende Aussagen über Frauen.

DaBaby entschuldigte sich später in einer Videobotschaft bei Instagram für seine Aussagen. Doch seine Entschuldigung sorgte erneut für Kritik, weil der Rapper sagte, seine homosexuellen Fans hätten kein Aids, weil sie „Klasse“ hätten und keine „Junkies“ seien.

Mehrere Künstler distanzierten sich nach dem Vorfall von DaBaby. Die Musikerin Dua Lipa, die zusammen mit dem Rapper den Song „Levitating“ veröffentlicht hat, schrieb bei Instagram, sie sei „überrascht und entsetzt“ über dessen Aussagen.

Der Musiker Elton John warf DaBaby vor, Fehlinformationen zu verbreiten und damit zur Stigmatisierung der Krankheit beizutragen. „HIV-Fehlinformationen und Homophobie haben keinen Platz in der Musikindustrie“, teilte die Stiftung des Künstlers bei Twitter mit.



Quelle

Weiterlesen

Trending

We use cookies in order to give you the best possible experience on our website. By continuing to use this site, you agree to our use of cookies.
Accept