Connect with us

Wirtschaft

Anleger warten auf Fed-Entscheid: Nasdaq klettert auf Rekordhoch

Veröffentlicht

on



Anleger warten auf Fed-Entscheid

Nasdaq klettert auf Rekordhoch

Zu Wochenbeginn kann sich die Wall Street nicht entscheiden: Während der Nasdaq zulegt, geben sich Anleger abseits der Tech-Werte verhalten. Sie warten nun gespannt darauf, ob die US-Notenbank ihren geldpolitischen Kurs bestätigen wird.

Ohne klaren Trend sind die US-Aktienmärkte in die neue Börsenwoche gestartet. Während sich die Standardwerte an der Wall Street mehrheitlich moderat im Minus bewegten, setzten die Technologietitel an der Nasdaq ihre jüngste Bergfahrt fort. Im Anlegerfokus standen die für Mittwoch avisierten geldpolitischen Kommentare und Beschlüsse der US-Notenbank. Nach Einschätzung der meisten Analysten wird die Fed trotz eines zuletzt starken Anstiegs der Inflation an ihrer extrem lockeren Geldpolitik festhalten.

Nasdaq 100 14.128,20

Der Dow Jones Industrial schloss am Montag 0,25 Prozent tiefer bei 34.393,75 Punkten. Der den breiten Markt abbildende S&P 500 gewann hingegen 0,18 Prozent auf 4255,15 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,93 Prozent auf 14.128,20 Punkte nach oben. Damit erklomm der technologielastige Auswahlindex ein weiteres Rekordhoch.

Auch wenn die Fed wiederholt betont hat, dass der Anstieg der Inflation nur vorübergehend sei, könnte eine Reduzierung der Anleihekäufe diskutiert werden. Die meisten Analysten erwarten jedoch keine Entscheidung vor der jährlichen Konferenz der Zentralbank in Jackson Hole im August. Die jüngsten Daten deuteten darauf hin, dass die US-Wirtschaft wieder an Schwung gewinnt, aber nicht überhitzt.

Die Aussicht auf eine steigende Treibstoff-Nachfrage dank der Fortschritte bei den Corona-Impfungen in den Industrieländern und des damit einhergehenden Abbaus von Restriktionen trieb den Ölpreis auf den höchsten Stand seit zwei Jahren. Der Preis für die Sorte Brent aus der Nordsee kletterte zwischenzeitlich um bis zu 1,1 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 73,52 Dollar je Barrel, schloss dann bei 72,74 Dollar. „Mit Beginn der Sommerreisesaison dürfte die Nachfrage nach Benzin weiter zunehmen“, prognostizierte Dirk Steffen, Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank. „Insbesondere, falls die USA ihre pandemiebedingten Einreisebeschränkungen zeitnah lockern sollten.“ Wie zuvor bereits an den europäischen Aktienmärkten ließ der hohe Ölpreis Anleger auch an der Wall Street zu Anteilsscheinen aus dem Energiesektor greifen, der rund 0,3 Prozent zulegte.

Novavax legt zu

Novavax fielen nach anfänglichen Gewinnen um 0,9 Prozent. Der Covid-19-Impfstoff des Unternehmens hat in Tests einen Wirkungsgrad von 90 Prozent gezeigt. Händler begründeten das Minus mit Gewinnmitnahmen.

In der dritten Reihe machten Iteos einen Satz um 37,3 Prozent. Das Unternehmen hat mit Glaxosmithkline eine Zusammenarbeit zur Entwicklung und Vermarktung einer experimentellen Krebstherapie vereinbart. Iteos erhält eine Vorauszahlung von 625 Millionen Dollar. Dazu könnten Meilensteinzahlungen von bis zu 1,4 Milliarden Dollar kommen.

Aufwärts ging es auch für Bitcoin. Die Cyber-Devise kletterte wieder über die Marke von 40.000 Dollar, nachdem Tesla-Chef Elon Musk am Wochenende angekündigt hatte, die Kryptowährung möglicherweise wieder als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Voraussetzung sei aber, dass der Einsatz von erneuerbaren Energien bei der führenden Digitalwährung auf etwa 50 Prozent ausgebaut werde.

„Nach dem Strategieschwenk bedeutet offensichtlich vor dem Strategieschwenk“, kommentierte Analyst Timo Emden von Emden Research den Schritt. Musk hatte nach nur sieben Wochen die Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel für Elektroautos von Tesla vor einem Monat wieder gestoppt und dies mit dem hohen Energieverbrauch im Kryptosektor begründet. „Ob Anleger das Hin und Her Elon Musks am Ende des Tages wirklich abkaufen, bleibt abzuwarten“, betonte Emden.

Steil nach oben ging es erneut für einzelne „Meme“-Aktien. Darunter verstehen Börsianer Werte, bei denen sich Kleinanleger in einschlägigen Internet-Foren gegenseitig zum Kauf ermuntern. Das bekannteste Beispiel ist der US-Videospielehändler Gamestop. Diesmal griffen die Anleger bei Aktien des Computerzubehör-Anbieters Corsair zu, die mehr als 15 Prozent nach oben schossen. Die Aktie war zuletzt in Internetforen hochgejubelt worden.

Auch für die Aktie der US-Kinokette AMC ging es mit einem Plus von fast 12 Prozent erneut nach oben. Das Unternehmen teilte zuletzt mit, dass über 80 Prozent seiner Aktien von Kleinanlegern gehalten werden. Dagegen stürzten die Titel von Lordstown Motors fast 19 Prozent ab. Anleger wurden verschreckt durch die Abgänge des Firmen- und des Finanzchefs. Die beiden Manager nahmen ihren Hut, nachdem der Anbieter von Elektro-Pickups vergangene Woche davor gewarnt hatte, dass der Bestand an liquiden Mitteln möglicherweise nicht ausreichen könnte, um im Geschäft zu bleiben.



Quelle

Weiterlesen
Partner
Klicken Sie hier, um einen Kommentar abzugeben

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wirtschaft

Square übernimmt Afterpay für 29 Milliarden Dollar

Veröffentlicht

on


Afterpay-Logo

Der australische Zahlungsdienstleister hat im vergangenen Jahr von der starken Nachfrage beim Online-Shopping profitiert.

(Foto: Reuters)

Das US-Fintech-Unternehmen Square will mit der Übernahme des größten australischen Bezahldienstleisters Afterpay für 29 Milliarden Dollar (knapp 18 Milliarden Euro) sein Geschäft mit Ratenzahlungen ausbauen.

„Zusammen können wir unsere Cash-App- und Verkäufer-Systeme besser miteinander verbinden, um Händlern und Verbrauchern noch überzeugendere Produkte und Dienstleistungen zu bieten“, sagte Square-Chef Jack Dorsey am Sonntag.

Afterpay-Aktionäre erhielten pro Anteilsschein 0,375 Square-Aktien. Dies entspreche einem Preis von etwa 78 Euro (126,21 australische Dollar) pro Aktie, basierend auf dem Schlusskurs von Square am Freitag, teilten die Unternehmen in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Mit dem Zukauf entstehe ein führendes Unternehmen im Bereich Online-Zahlungen, das vor allem das Geschäft in den USA vorantreiben soll. Der Vorstand des australischen Zahlungsdienstleisters habe seinen Aktionären die Übernahme einstimmig empfohlen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Das Angebot stellt einen Aufschlag von mehr als 30 Prozent auf den letzten Schlusskurs von Afterpay dar. Das BNPL-Unternehmen („Buy-Now-Pay-Later“) ist Vorreiter im Online-Zahlungsverkehr, der im vergangenen Jahr im Zuge der Pandemie von der starken Nachfrage beim Online-Shopping profitierte.

Mehr: Guter Deal statt Super-App: Klarna übernimmt Fintech Stocard



Quelle

Weiterlesen

Wirtschaft

„Unternehmer des Jahres 2021“ werden geehrt

Veröffentlicht

on



Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) will am Montag in Stralsund die „Unternehmer des Jahres 2021“ auszeichnen. Es seien 164 Bewerbungen und Nominierungen eingegangen, teilte der Minister vorab mit. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr im Störtebeker Brauquartier verliehen.

Vergeben wird der Preis in den Kategorien Unternehmerpersönlichkeit, Unternehmensentwicklung sowie Fachkräftesicherung und Familienfreundlichkeit. Er ist mit insgesamt 15 000 Euro dotiert und wird zum 13. Mal verliehen. Im vergangenen Jahr war der Preis wegen der Corona-Pandemie nicht verliehen worden.



Quelle

Weiterlesen

Wirtschaft

Nord Stream 2 könnte Dinosaurier werden

Veröffentlicht

on



Ist die Gaspipeline aus Russland schon veraltet, bevor sie fertiggestellt wird? Dirk Messner sieht das Projekt skeptisch. Denn es steht entgegen dem Wunsch, bis 2045 die Emissionen auf Null zu reduzieren.

Der Präsident des Umweltbundesamts, Dirk Messner, sieht die Gaspipeline Nord Stream 2 kritisch. „Nord Stream 2 könnte schnell zu so etwas wie einem Dinosaurier unter den Energieprojekten werden, denn bis 2045 wollen wir mit null Emissionen auskommen“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag).

Von einer neuen Bundesregierung forderte er ehrgeizige Ziele beim Klimaschutz. „In allen Sektoren, in denen Emissionen entstehen, müssen wir beschleunigt ambitionierte Ziele umzusetzen. Das betrifft vor allem das Energiesystem, das Mobilitätssystem, unsere Städte, unsere Industrie, unsere Landwirtschaft, unseren Konsum.“

Bei der Windenergie an Land brauche es mindestens eine Verdreifachung und bei der Photovoltaik mindestens eine Verdopplung des jährlichen Ausbaus. „Im Verkehrsbereich müssen wir elektrifizieren und die Zahl der Automobile reduzieren. Der dritte Bereich ist die klimataugliche Gebäudesanierung – auch hier sind wir noch viel zu langsam.“



Quelle

Weiterlesen

Trending

We use cookies in order to give you the best possible experience on our website. By continuing to use this site, you agree to our use of cookies.
Accept